Naja, dabei geht es vorwiegend um Dich, Deinen Selbstwert, und nicht um ihn. Selbst Eure Beziehung sehe ich da zweitrangig.
Ob Du Dir selbst, Dein Selbstwert, Dir die Mühe wert ist, kanndt natürlich nur Du beurteilen.
Er machte und macht auf Schönwetterpapi, redet den Kindern nach dem Mund. Weil er kann.
Die inzwischen erwachsenen Kinder reiten die Welle seit langer Zeit. Weil sie können.
Und Du fühlst Dich als der Depp.
So hat jeder seine Rolle übernommen.
Wie sieht es in anderen Beziehungen aus, hast Du mal genauer hingeschaut? Zu Freunden, Kollegen usw., Deinen Eltern, aber auch die Beziehung zwischen denen selbst?
Jetzt hatte ich soviel geschrieben, aber irgendwie weggelöscht. Ich versuche es noch einmal.
Das mit dem Mühe geben meinte ich in Bezug auf die Partnerschaft. Ob es nicht "mit Kanonen auf Spatzen schießen wäre" und "Hinschmeißen" nicht übertrieben.
Was mich selbst betrifft, so bin ich jetzt ganz schön tief in der Selbstreflexion angekommen. Vor allem, wo ich jetzt mehr Zeit und Muße habe (vielleicht kommt das deshalb jetzt auch vermehrt in mir hoch).
Du hast schon Recht mit der "Gemengelage" in unserer Situation.
Interessant ist Deine Fragestellung in Bezug auf andere Beziehungen.
V.a. mit meinen Eltern. Da wurde ich durchaus mal "vorgeschoben" wenn man ein unpopuläres Thema nicht selbst ansprechen wollte. "Sprich DU doch mal mit ihm/ihr. Auf Dich hört er/sie doch."
Teils aus Respekt meinen Eltern gegenüber, teils weil ich mich geschmeichelt fühlte, habe ich das dann angesprochen.
Im Beruf habe ich diese Problematik interessanterweise überhaupt nicht, da bin ich selbstbewusst und komme gar nicht in solche Situationen.
Es ist wohl eher im privaten Bereich, wo mir die Souveränität fehlt.
In Bezug auf meine Kinder war es manchmal etwas, was ich einfach aus Verantwortungsgefühl nicht zulassen konnte. Dann habe ich eben in Kauf genommen, der Buhmann zu sein.
Mit zunehmendem Nachdenken über meine Lage, sehe ich auch, dass ich wohl auch nicht immer fair gegenüber meinem Partner war. Nicht schön, ich weiß.
Manchmal hätte ich was sagen können in Situationen, in den ER mal (selten genug) "das Opfer" war. Aber, ich war einfach nur erschöpft und wohl auch froh, mal selbst nicht "in der Schusslinie" zu stehen.
Unsere Kinder, mit ihren feinen Antennen, haben das natürlich gemerkt und uns gegeneinander ausgespielt.
Nicht gerade pädagogisch wertvoll, was wir da abgeliefert haben.