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Studie zum bedingungslosen Grundeinkommen

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Eine "Garantiesicherung", die Hartz ersetzen soll, und nicht bedingungslos, nur sanktionsfrei. Genau lesen! Mag vielleicht für die Grüne intern "historisch" sein, für jeden anderen ist es nur ein weiteres Modell unter vielen, und zwar eines von den realistischeren. Wie man Hartz nennt, Sozialhilfe oder Garantiesicherung, ist nur Wortspielerei, solange sich am Inhalt nichts ändert.
 
In der TAZ... meiner absoluten Lieblingszeitung... *würg*

Letztendlich ist es egal wie sie es nennen ob BGE / Bürgergeld / Garantiesicherung etc.

Reine Empfänger dieser Leistung ohne Aufstockung durch Erwerbstätigkeit werden die neue arme Schicht des Landes repräsentieren und die derzeitigen Hartz 4 Empfänger beerben.

Nach 1-2 Jahren Inflation bzw. Preisanpassung an das neue untere Einkommensviveau werden sich auch die Kosummöglichkeiten sehr bald an dem heutigen Hartz 4 Mileu orientieren.

Und dann geht das Umverteilungs-Geschrei von vorne los... "Nicht genug" wird wie ein Echo durch die Straßen der Großstädte hallen. Nur dass es dann noch um etwas lauter sein wird als heute, da vielleicht der ein oder andere "Jetzt Noch Arbeiter" sich ebenfalls von nicht einhaltbaren Versprechen vom Wohlstand ohne eigenes Zutun blenden lies.

Und der Zeitpunkt dieser Diskussion überrascht mich in der Tat... Eine Zeit in der die Staatskasse mit dem Zahlen wegen Corona nicht mehr hinterherkommt. Wie gut, dass man in der Opposition so leicht "Forderungen" stellen kann.
 
Hauptsache eins ist sicher, die Beamten Pensionen.
BFA, LVA waren ja schon seit 2005 vereint.
Nur was wird da wie umverteilt, wenn bald auch die Arbeiter Renten voll besteuerte werden...und die Beamten da ja nix einzahlen.
Die Höhe der Pension richtet sich nach dem Verdienst der letzten beiden Dienstjahre vor dem Ruhestand, insofern es in diesen keine Beförderung gab.
Die Rentenzahlung aus der gesetzlichen Rentenversicherung orientiert sich an dem Rentenniveau, das aktuell 48 Prozent beträgt.
Wäre schön wenn das auch für Malocher gelten würde und nicht wie da was in 45 oder mehr Jahren zusammenkommt mit dem undurchsichtigen Punkte System gekoppelt.
Pensionen werden im Gegensatz zu den gesetzlichen Renten voll besteuert – abzüglich eines steuerfreien Pensionsfreibetrags.
Wer als gesetzlich Versicherter 2019 in Rente geht, muss 78 Prozent der Rente versteuern. Für Rentner, die später in den Ruhestand gehen, steigt der zu versteuernde Anteil der gesetzlichen Rente stetig an: Wer am dem Jahr 2040 in Rente geht, muss diese zu 100 Prozent mit dem persönlichen Steuersatz besteuern.
Bei einer Rente von rund 1.100 Euro brutto kannst Du mit einer netto-Rente zwischen 950 und 1.000 Euro rechnen. Denn auch als Rentner musst Du Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen.
Und das ohne volle besteuerung...
 
Hauptsache eins ist sicher, die Beamten Pensionen.
BFA, LVA waren ja schon seit 2005 vereint.
Nur was wird da wie umverteilt, wenn bald auch die Arbeiter Renten voll besteuerte werden...und die Beamten da ja nix einzahlen.
Die Höhe der Pension richtet sich nach dem Verdienst der letzten beiden Dienstjahre vor dem Ruhestand, insofern es in diesen keine Beförderung gab.
Die Rentenzahlung aus der gesetzlichen Rentenversicherung orientiert sich an dem Rentenniveau, das aktuell 48 Prozent beträgt.
Wäre schön wenn das auch für Malocher gelten würde und nicht wie da was in 45 oder mehr Jahren zusammenkommt mit dem undurchsichtigen Punkte System gekoppelt.
Pensionen werden im Gegensatz zu den gesetzlichen Renten voll besteuert – abzüglich eines steuerfreien Pensionsfreibetrags.
Wer als gesetzlich Versicherter 2019 in Rente geht, muss 78 Prozent der Rente versteuern. Für Rentner, die später in den Ruhestand gehen, steigt der zu versteuernde Anteil der gesetzlichen Rente stetig an: Wer am dem Jahr 2040 in Rente geht, muss diese zu 100 Prozent mit dem persönlichen Steuersatz besteuern.
Bei einer Rente von rund 1.100 Euro brutto kannst Du mit einer netto-Rente zwischen 950 und 1.000 Euro rechnen. Denn auch als Rentner musst Du Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen.
Und das ohne volle besteuerung...
Du hast vergessen zu schreiben, dass die Rentenbeiträge schon immer zu 100% zum versteuerten Einkommen gehörten. In der Vergangenheit zu 50% während seiner Berufszeit und 50% in der Rentenbezugszeit. Zukünftige Rentner dann zu 100% in der Rentenbezugszeit, vergleichbar mit den Pensionen.
Aktuell sind die jetzt in Rente gehenden Rentner in der Übergangsphase.
 
Das BGE hat so viele Modelle wie ein Weihnachtstannenbaum Nadeln.

Die FDP spricht von einer sanktionierbaren Einheitsleistung "Bürgergeld", die Grünen aktuelle von einem sanktionsfreien Hartz 4 Ersatz oder einer negativen Einkommenssteuer; und manche Träumer reden von 1.500 € BGE für alle.
Und es ist natürlich ein himmelweiter Unterschied ob man am Ende 800 oder 1.500 € kriegt.

Hinter allem steht der Gerechtigkeitsgedanke und vor allem auch der "ich will mehr" Gedanke. Ihr könnt euch über Renten und Pensionen unterhalten, weiter bringt euch das nicht.
Beim BGE geht es darum, ob es gesellschaftlich akzeptiert werden soll, dann Menschen nicht arbeiten wollen, es geht um das Recht auf "Nicht-Arbeiten" und um die Pflicht anderer Menschen das zu bezahlen.

Je höher ein BGE angesetzt wird, desto mehr wird diese Umverteilung notwendig sein. Und desto mehr muss man sich fragen wie fair das ist.

Es muss in einer Gesellschaft einen gerechten Schlüssel für die Verteilung unserer begrenzten Resourcen (insbesondere Geld) geben. Derzeit gibt es zwei Schlüssel: Arbeit und Verantwortungs-/Risikobereitschaft.
Wer viel Arbeitet, eine Familie gründet, Geld investiert usw wird belohnt. Durch Einkommen, Erträge, Steuervorteile etc.

Wer sich nicht in diesem Rahmen an einer Gesellschaft beteiligt, hat natürlich auch keine Teilhabe an der Resourcenproduktion verdient, warum auch?

Deswegen bin ich nicht per se gegen ein BGE, ich bin aber der Meinung es müsste ähnlich Hartz 4 bemessen sein. Böse gesprochen: Wer nix beisteuert, sollte auch nur ein Minimum bekommen.
 
Hinter allem steht der Gerechtigkeitsgedanke und vor allem auch der "ich will mehr" Gedanke. Ihr könnt euch über Renten und Pensionen unterhalten, weiter bringt euch das nicht.
Beim BGE geht es darum, ob es gesellschaftlich akzeptiert werden soll, dann Menschen nicht arbeiten wollen, es geht um das Recht auf "Nicht-Arbeiten" und um die Pflicht anderer Menschen das zu bezahlen.
[...]
Es muss in einer Gesellschaft einen gerechten Schlüssel für die Verteilung unserer begrenzten Resourcen (insbesondere Geld) geben. Derzeit gibt es zwei Schlüssel: Arbeit und Verantwortungs-/Risikobereitschaft.
Wer viel Arbeitet, eine Familie gründet, Geld investiert usw wird belohnt. Durch Einkommen, Erträge, Steuervorteile etc.

Wer sich nicht in diesem Rahmen an einer Gesellschaft beteiligt, hat natürlich auch keine Teilhabe an der Resourcenproduktion verdient, warum auch?

Deswegen bin ich nicht per se gegen ein BGE, ich bin aber der Meinung es müsste ähnlich Hartz 4 bemessen sein. Böse gesprochen: Wer nix beisteuert, sollte auch nur ein Minimum bekommen.

Sehr guter Gedankengang... dem pflichte ich bei.
 
Deswegen bin ich nicht per se gegen ein BGE, ich bin aber der Meinung es müsste ähnlich Hartz 4 bemessen sein. Böse gesprochen: Wer nix beisteuert, sollte auch nur ein Minimum bekommen.
Sehe ich auch so, also bleiben wir beim Hartz4-System.
Obwohl ich beim H4-System nachsteuern würde.
Wie bekommen wir es im H4-System besser hin, die arbeitsfähigen aber arbeitsunwilligen H4-Bezieher, zu arbeitswilligen H4-Bezieher zu machen? Mit dem Ziel sie aus dem H4-Bezug herauszubekommen, in dem sie ein eigenes Einkommen erzielen.
Mit dem Ziel, das die Gesellschaft weiterhin bereit ist, die nicht-arbeitsfähigen H4-Bezieher weiterhin zu alimentieren.

Aber eigentlich müsste die Gesellschaft viel früher eingreifen: Es sollten erst gar nicht so viele Menschen in H4-Bezug reinrutschen. Dazu gehört:
- Kinder zur schulischen Bildung motivieren
- Kinder von problematischen Vorbildern fernhalten, bzw. ihnen gute Vorbilder zeigen
- Kinder besser vor Drogenkonsum und Alkoholmissbrauch schützen
- Kinder vor häuslicher Gewalt schützen
- Kindern ein stabiles häusliches Umfeld schaffen, in dem man viel früher bei Problemen eingreift/unterstützt
- Kinder vor einem kriminellen Umfeld (Eltern, Verwandte, Freund, Wohnumfeld etc.) schützten.
Die Gesellschaft hat die Pflicht hier viel früher einzugreifen. Später mit H4-Bezug ist es sehr teuer.
Ein H4-Bezieher verursacht doppelte Kosten für die Gesellschaft. Zum einen durch die H4-Kosten und zum anderen durch die fehlenden Steuern und Abgaben.
 
Ein gewaltiger Faktor, warum Leute in H4 rutschen, ist: falsche Umgebung. Bei Jugendlichen sind es üblicherweise problematische Familien, bei Älteren zu viel Kontakt mit Drogenmißbrauch und generell schlechter Umgebung (Slum-artige Verhältnisse).
Ich denke, eine gewaltige Hilfe wäre mehr Wohnraum, zwar flächenmäßig klein (Kleinwohnungen bis 30 qm) aber in einer Umgebung, die man als "geordnet" beschreiben könnte. Im Moment ist es meistens so, daß Leute die sich nicht viel leisten können da von Hartz lebend, automatisch in billigen Gegenden, Slums oder "Ausländerviertel" landen, wo halt der Wohnraum generell billiger ist weil die anständigen arbeitenden Leute von dort wegziehen, so schnell wie sie es sich leisten können. Und so viel Wohnraum wie man für Jugendliche in schlechten Verhältnissen oder auch Frauen in gewalttätigen Partnerschaften, die sich nicht in Frauenhäuser wegen chronischer Überfüllung flüchten können, brauchen täte, gibt es bisher einfach nicht.
Da, denke ich, sollte und müßte der Staat bzw. die jeweiligen Städte und Gemeinden (Wohnungsbau ist immer erst mal regionale Angelegenheit) massiv eingreifen und nachbessern.
Das gilt natürlich auch für die Obdachlosen. Auch von denen könnte man manch einen von Hartz und Alkoholsucht wegbringen, wenn er als Mindestansatz eine eigene, wenn auch sehr kleine Unterkunft hätte. Unterkunft bedeutet nämlich: eine Adresse, was wichtig ist bei einer beruflichen Bewerbung und vielem anderen, was einen Aufstieg in geordnete Verhältnisse jenseits von Hartz ermöglichen könnte.
 
Ja, klar. Solche Pläne kennt man aus der Politik zu genüge. Da werden Wähler geködert und dann wird es am Ende aller Tage niemals ein volles BGE geben.
Wer ein BGE einführen möchte, sollte am Besten zu aller erst die Finanzierung liefern. Dann kann man es direkt und vollumfänglich einführen und dann gibt es auch keine Ausreden.

Ich habe nicht aufgefordert die Grünen zu wählen. Ich bin auch bei dieser Partei skeptisch. Sie haben z.B. ihre pazifistische Seite aufgegeben und jetzt fordern sie auf ohne UN Mandant ins Ausland zu marschieren. Es waren nur aktuelle News zu diesem Thema die ich veröffentlicht habe.

Es gibt verschiedene Konzepte. Ich bin für die Finanztransaktionssteuer die z.B. Precht vorschlägt.
 
Teil1:
Geld ist keine begrenzte Ressource, das ist ja gerade das Problem.
Es ist unendlich viel Geld vorhanden, da es sich um Giralgeld handelt. Die EZB erzeugt ja jetzt schon Monat für Monat immer mehr neues Geld.

Es spielt daher auch keine Rolle wie hoch ein BGE ausfallen würde, da der Wert von Produkten nur relativ zueinander gesehen werden kann (oder etwas dessen Wert gleich bleibt, siehe Gold). Wenn Produkt A doppelt so viel Wert ist wie Produkt B, dann mag sich der Preis ändern wenn mehr oder weniger Geld im Umlauf ist, aber nicht das Verhältnis.
Das Problem beginnt dort wo durch entsprechende staatliche Umverteilung Nachfrage entsteht, sich die Fixkosten also nach dem Gesetz der Massenproduktion auf eine höhere Stückzahl verteilen verteilen, und dadurch der Preis des Produktes sinkt. Dies sendet an den Markt das Signal einer gedeckten Nachfrage, obwohl diese lediglich durch Umverteilung entstanden ist.
Subventionen führen zu ähnlichen Fehlanreizen.

Aber wenn man den Effekt einmal außer acht lässt sind wir wieder beim Beispiel mit dem Kometen aus Gold, der auf die Erde stürzt. Angenommen eine sehr große Menge Gold würde plötzlich aus dem All auf unserem Planeten landen. Und jeder Bürger bekäme, gleichmäßig verteilt, einen großen Batzen davon. Wären wir dann plötzlich alle reich?
Antwort: Nein, das wären wir nicht. Sämtliche Preise würden sich, ziemlich schnell, relativ zueinander auf einem entsprechend höheren Niveau einpendeln. Als aller erstes würde der Preis für Gold erheblich sinken.

Als zweiten Strang, bevor ich beide miteinander verknüpfe, möchte ich auf die Behauptung eingehen die fortschreitende Digitalisierung bzw. Automatisierung würde die Menge der Arbeitsplätze reduzieren. (und müsse verhindert werden bzw. würde ein BGE notwendig machen)
Noch nie in der Geschichte der Menschheit war das der Fall. Weder als man entdeckte dass man Ochsen zur Feldarbeit nutzen konnten, noch als die Windmühlen aufkamen, nicht in der industriellen Revolution noch nach der flächendeckenden Verbreitung des hocheffizenten Verbrennungsmotors.
Der Grund liegt im Kapitalismus, sofern man die Wirkung des Marktes noch zulässt.

Wenn ein Prozess automatisiert und dessen Effektivität erhöht wird, dann wird auch das Produkt deutlich günstiger. Der Konkurrenzdruck führt nicht nur zu immer besseren Produkten, sondern auch zu einem Preiskampf. Der Anbieter hat im Kapitalismus eine dem Menschen dienende Funktion. Wer seinen Mitmenschen am besten dient, der bekommt von diesen das Geld. Und kann daraufhin wiederum selbst mehr Nachfrage stellen.
Nach Einführung des Giralgeldes sowie der planwirtschaftlichen Festlegung des Zinses durch die EZB (und vielen weiteren staatlichen Eingriffen) erleben wir daher leider, durch die Abkehr der dem Menschen dienenden Wirtschaft imKapitalismus, eine Entmenschlichung der Wirtschaft bzw. Gesellschaft.

Diese günstigen Produkte erhöhen den allgemeinen Lebensstandard aller (!) Menschen. Vermutlich noch nie, in den letzten Jahrtausenden, haben so wenige Menschen auf diesem Planeten hungern müssen wie heute.
Dies schafft Kapazitäten in Form von freier Arbeitskraft, Zeit, Nachfrage und anderen Ressourcen (effiezents ist der beste Umweltschutz, nichts wird verschwendet). Ein neuer Standard wird gesetzt, fließend Wasser, Strom, Wärme, genug zu Essen, ein Fernseher im Haus, Internet usw. gelten plötzlich als selbstverständlich. Zeitgeschichtlich gesehen quasi von einer Sekunde auf die andere.
Es gibt eine weltweit erstaunlich einheitliche Reihenfolge was Gesellschaften nachfragen, wenn ihr Wohlstand steigt. Bemerkenswerter Weise ist das, noch vor vielen anderen Produkten, vor allem anderen zuerst einmal die Nachfrage nach Fleisch.

Wer also sagt die Automatisierung sorge dafür dass es bald kaum noch Arbeitsplätze gibt, der behauptet dass es möglich wäre das Ende der Bedürfnisse der Menschen zu erreichen. Dem würde ich entgegen halten dass es immer noch mehr Luft nach oben gibt.
Wenn grundlegende Bedürfnisse erfüllt wurden, dann gehen diese eben in eine andere Richtung. Mag man früher noch das schmutzige Kraftwerk vor der Tür als notwendiges Übel akzeptiert haben wird der Ruf nach sauberen Parks, Flüssen und Umweltschutz größer, sobald man sich um das Überleben und die eigene Sicherheit keine Sorgen mehr machen muss.
Nicht umsonst sind gerade die Länder mit hohem Wohlstand beim Umweltschutz weit vorne. Man könnte praktisch sagen dass sie keine anderen Sorgen haben.

Was stimmt ist dass nicht mehr die selben Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Keiner schaufelt mehr Kohlen in eine Eisenbahn und man braucht auch keinen Kutscher mehr, der diese vorher geliefert hat. Aber Bahnfahren ist günstig (könnte es sein...), viel mehr Menschen können es sich leisten. Mehr Menschen werden schneller zu einem geringeren Preis von A nach B gebracht. Es kommen die ersten Rufe nach kostenlosen Tickets für alle, Reisen als Selbstverständlichkeit. Der Aufwand, auch die Umweltbelastung, auf eine einzelne Person herunter gerechnet, ist, im Vergleich zu früher, winzig.

Um, wie versprochen, beide Stränge zusammen zu führen: Der Ruf nach einem (höheren) BGE verkennt, dass dadurch in keiner Weise Produkte, wie z.B. Bahnfahrten, für mehr Menschen günstiger (oder sonst irgendwie effektiver oder schneller) oder zugänglicher werden. Denn es findet dadurch keine Verbesserung der Effektivität, bzw. Verbesserung desProduktes, statt.
Es passiert sogar das Gegenteil: Die durch Umverteilung mit keiner Leistung gedeckte Nachfrage reduziert den marktwirtschaftlichen Druck das Angebot zu verbessern, was das Produkt relativ gesehen zu anderen Produkten günstiger und irgendwann "selbstverständlich" hätte machen können.
Die Computerbranche ist übrigens das beste Beispiel dafür dass wirtschaftliches Wachstum dafür sorgt dass die gleiche Menge Rechenkapazität mit immer weniger Ressourcen und für immer geringere Kosten zu erhalten ist.
Sie ist auch ein gutes Beispiel dafür dass auch einfache Tätigkeiten weiterhin gefragt sind. Ich wage zu behaupten dass kaum ein einzelner Mensch die Komplexität hinter einen PC mit Windows noch erfassen kann, und trotzdem wird er von vielen Leuten bedient. Ist etwas zu komplex und umfangreich wird es, Arbeitsteilung und Spezialisierung sei dank, einfach noch weiter geteilt.


Geht man aber den anderen Weg entstehen neue Arbeitsplätze für die (dann immer) neuen Bedürfnisse. Gerade im Bereich Beratung, Betreuung, Interessenvertretung (politisch, juristisch...), Pflege, Tourismus, Freizeitgestaltung, Gesundheit, Sicherheit und Vorsorge, Seelsorge, Schönheitspflege und Kosmetik, Haushaltshilfe, Kinderbetreuung, Bildung...
Überall wo es jetzt heißt dass Geld dafür fehle. Eine Aussage die in die Irre führt, denn Geld ist wie gesagt unendlich da. Der Grund weshalb diese Leistungen nicht zur Verfügung stehen besteht darin, dass die anderen Produkte, relativ dazu gesehen, noch nicht effizient bzw. gut genug sind, damit genug Kapazitäten auch dafür übrig bleiben.

Und das wird sich auch nicht dadurch ändern dass die EZB immer absurdere Mengen an neuem Geld jeden Monat aus dem Nichts schöpft. Geld ist nicht Wohlstand. Erst eine Knappheit des Geld und eine kapitalistische Marktwirtschaft würden dazu führen dass sich die Ausrichtung der Produktion und Steigerung der Effektivität wieder an den menschlichen Bedürfnissen orientiert.
Und zwar an den Tatsächlichen, das wofür jeder Mensch individuell sich entscheidet wofür er/sie meint es sei sein verdientes Geld wert. Und nicht das wofür Politiker meinen dass man Geld (aus angeblich moralischen Gründen, in Wirklichkeit Eigeninteresse) ausgeben müsse.

Leider wird medial massiv der Irrglaube gestärkt der Konkurrenzdruck im Kapitalismus wäre zum Nachteil der Menschen und würde u.a. auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werden. Mehr noch, als würde eine staatliche Institutionalisierung bei gleicher Effektivität auch noch zusätzlich für mehr Gerechtigkeit und der Eliminierung von ( persönlichem) Risiko sorgen.
Aber um darüber aufzuklären wäre es nötig den evolutionären Prozess der Selektion (von Produkten bzw. Unternehmen) in einer freien Marktwirtschaft sowie die Preisbildung zu erläutern.

Immer wieder kommt jemand daher und erklärt uns dass das Ergebnis falsch sei, der Preis zu hoch, die Berücksichtigung eines bestimmten Aspektes zu niedrig usw. Natürlich immer mit den besten moralischen Ansichten, aber ziemlich wenig Sachverstand. Das Ergebnis sei nicht "richtig", man müsse regulierend eingreifen.
Politik besteht nur noch aus Forderung, alle wollen ein noch größeren Stück vom Kuchen haben. Ewig viele Kapazitäten werden auf dieses Gezänke verwendet, dabei wäre die Lösung gewesen einen größeren Kuchen zu backen.
 
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