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Studie zum bedingungslosen Grundeinkommen

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Ich finde du stellst deine Gedanken und Standpunkte argumentativ gut da.
Ich will dich nur auf Widersprüche hinweisen.

Reisen und Klimaschutz vertragen sich nicht, außer ich bewege mit dem Fahrrad fort.. Das ist so und kann nicht wegdiskutiert werden. Wer trotzdem für Klimaschutz und auf Reisen geht verliert an Glaubwürdigkeit und Authentizität. Wenn dir jetzt der Klimaschutz wichtig ist, dann musst du auf Reisen weitgehend verzichten, auf Fernreisen ganz.

Bzgl. des Essens bist du sehr theoretisch mit deinen Büchern unterwegs.
Mach Kochkurse, bau selbst Gemüse an, geh zu verschiedenen "normalen" Bauernhöfen, Besuch einen Schlachthof etc.
Ich meine es fehlt dir der Einblick in die Praxis.
Informiere dich nicht zu einseitig. Es gibt nicht die eine Wahrheit. Informiere dich auch z.B. beim Bauernverband etc.

Ich stimmte dir absolut zu. Allerdings halt ich ein Leben das absolut frei vom Widersprüchen ist, wenn es um die Nachhaltigkeit geht, in einer technisierten Gesellschaft fast für vollkommen unmöglich und auch nicht forderbar. Das sollte klar sein. Wir wollen ja nicht leben, wie im alten Tibet.

Ich werde gerne einen Schlachthof besuchen und habe gerade im Garten ein Beet gebaut. Ob ich allerdings ein guter Gärtner und Selbstversorger wäre, wird sich erst zeigen. 😀
 
Ich stimmte dir absolut zu. Allerdings halt ich ein Leben das absolut frei vom Widersprüchen ist, wenn es um die Nachhaltigkeit geht, in einer technisierten Gesellschaft fast für vollkommen unmöglich und auch nicht forderbar. Das sollte klar sein. Wir wollen ja nicht leben, wie im alten Tibet.

Ich werde gerne einen Schlachthof besuchen und habe gerade im Garten ein Beet gebaut. Ob ich allerdings ein guter Gärtner und Selbstversorger wäre, wird sich erst zeigen. 😀
Viel Glück beim Gärtnern. Wir haben bald Herbst, etwas spät für Gemüseanbau.
 
Große Tierhaltungen in den neuen Bundesländer haben fast immer auch größe Betriebsflächen im Umfeld der Hofstellen.
Mit dem Begriff "fabrikmäßige Fleischproduktion" kann ich nichts anfangen. Die Größe der Tierhaltung hat nur sehr bedingt etwas mit der Haltungsform und Haltungsintensität zu tun.
Zukunftsfähige, landwirtschaftliche Familienbetriebe mit vielleicht 4 Mitarbeitern (z.B. Betriebsleiterehepaar und Hofnachfolgerehepaar) verwenden die identischen Haltungsformen/-intensität wie Großtierhaltungen in den neuen Bundesländern.
Es gibt nur extensive und intensive Tierhaltungssysteme.

Übrigens war ich in den neuen Bundesländern auf einen Ökobetrieb mit über 600 Milchkühe. Der Betrieb hat mit Nachzucht über 1500 Rinder. Hatte aber nur eine geringfügige Rindermast.
"Im Umfeld der Hofstellen" ist ein ganz wichtiger Punkt. So ein Ökobetrieb wird wahrscheinlich nicht mitten im Dorf sein, wie es z. B. in Franken meistens der Fall ist, sondern abseits stehen, so daß ziemlich alles Land im weiten Umkreis zu diesem einen Hof gehört.
In Franken allerdings sind Straßendörfer üblich, wo das Haus vorne an der Straße ist, dahinter die Scheunen, und dahinter ist nur ein schmaler Landstreifen, wo meistens der Hofgarten ist, gleich links und rechts sind die Nachbarn mit genauso zugeschnittenen Grundstücken. Die Felder und Wiesen sind meistens Kilometer weit weg, früher kein Problem als man die Kühe jeden Morgen noch vom gemeindlichen Hirten auf die Weiden treiben ließ, aber heute läßt sich so kein Großbetrieb mit 100 oder mehr Tieren führen. Schon gar nicht wenn viel Platz für Freilaufställe etc. verlangt wird, so viel Platz ist im Dorf einfach nicht da. Deshalb sind diese Bauernhöfe auch meist die ersten, die endgültig aufgeben, sobald der Altbauer ins Rentenalter kommt und die Jungen alles andere lieber machen wollen, als sich in der Landwirtschaft tagtäglich abzuschuften. Übrig bleiben nur die Einzelhöfe, die allein auf weiter Flur stehen und genug Platz für alle Zwecke haben. In den Dörfern sterben die Bauernhöfe aus.
 
Großbetrieb mit 100 oder mehr Tieren
Jede Regionen hat ihre Spezifika.
Ein Betrieb mit 100 Tieren ist schon ein Großbetrieb?
Echt jetzt?
Ich lebe nicht in den neuen Bundesländern, aber ein Betrieb mit 100 Tieren (Milchkühen, spezialisierter Milchviehbetrieb) ist bei uns eher ein auslaufender Betrieb. Das Einkommen reicht dann wenn es gut läuft noch für die jetzige Generation, aber die nächste Generation sollte sich nach was anderem umschauen.
 
Der Bauernhof den ich kennenlernte (inzwischen aufgegeben) hatte um die 20 Milchkühe und ein paar Kälber. Für mehr Tiere war in dem Stall auch kein Platz. Allerdings lag der Schwerpunkt des Hofes auf der Feldwirtschaft, und eine kleine Schweinemast ca. 50 Tiere gab es auch noch. Das Vieh war somit eher Zubehör, welches Gras und Klee von Zwischensaaten (traditionelle Mehrfelderwirtschaft) und unverkäufliche Ernteteile (Schwachgetreide, Kümmerkartoffeln) wertsteigernd verwertete. Also ein Kleinbetrieb, der seine Familie nur so lala ernährte, große finanzielle Sprünge waren nie drin. Allerdings waren alle Bauernhöfe in der Nachbarschaft in ähnlichen Dimensionen, für sich allein stehende größere Höfe jenseits der Dorfgrenzen gab es dort nicht.
 
Der Bauernhof den ich kennenlernte (inzwischen aufgegeben) hatte um die 20 Milchkühe und ein paar Kälber. Für mehr Tiere war in dem Stall auch kein Platz. Allerdings lag der Schwerpunkt des Hofes auf der Feldwirtschaft, und eine kleine Schweinemast ca. 50 Tiere gab es auch noch. Das Vieh war somit eher Zubehör, welches Gras und Klee von Zwischensaaten (traditionelle Mehrfelderwirtschaft) und unverkäufliche Ernteteile (Schwachgetreide, Kümmerkartoffeln) wertsteigernd verwertete. Also ein Kleinbetrieb, der seine Familie nur so lala ernährte, große finanzielle Sprünge waren nie drin. Allerdings waren alle Bauernhöfe in der Nachbarschaft in ähnlichen Dimensionen, für sich allein stehende größere Höfe jenseits der Dorfgrenzen gab es dort nicht.
Das Wort "Mehrfelderwirtschaft" habe ich noch nie gehört, ich kenne das Wort Dreifelderwirtschaft, aber das ist ja nicht gemeint.
Die Region die du da beschreibst, ist bzgl. Landwirtschaft sehr kleinstrukturiert. Diese Betriebe werden fast ausschließlich im Nebenerwerb betrieben. Das Einkommen wird woanders bezogen, die Landwirtschaft ist dort eher ein Kostenfaktor als Einkommensquelle für die Familie.
Hier passt wohl der Spruch "Hobby darf Geld kosten."
Ich denke auch, dass diese Familien eher wenig Freizeit haben.

Falls es jemanden Interessiert wie die Einkommenslage in der Landwirtschaft aussieht, kann ja mal hier nachschauen
https://www.landdata.de/beispielauswertungen
Ich finde die Daten dort sehr interessant, man muss sie aber auch lesen können.
Man darf dort aber nicht die ausgewiesenen Gewinne mit dem Bruttoeinkommen eines Arbeitnehmers vergleichen.
Davon müssen mehrere nicht enlohnte aber mithelfende Familienarbeitkräfte leben, also der Betriebsleiter, der Ehepartner, der Hofnachfolger, Altenteil etc.
Der landwirtschaftliche Unternehmer muss seine Sozialbeiträge (Krankenversicherung, Rente) zu 100% selbst tragen.
Auch müssen davon das eingesetzte Kapital (Boden, Eigenkapital) entlohnt werden.
Hinzu kommt das Unternehmerrisiko und das Geld für Zukunftsinvestitionen.
Und das eher bei Wochenarbeitszeit von über 50 Stunden, keinen freien Wochenenden und vielleicht wenigen freien Tagen.
Da kommt am Ende im günstigeren Fall ein Stundenlohn in Höhe des Mindestlohnes heraus, sehr häufig aber weit darunter und nicht selten werden Verluste gemacht.
 
Das Wort "Mehrfelderwirtschaft" habe ich noch nie gehört, ich kenne das Wort Dreifelderwirtschaft, aber das ist ja nicht gemeint.
Die Region die du da beschreibst, ist bzgl. Landwirtschaft sehr kleinstrukturiert. Diese Betriebe werden fast ausschließlich im Nebenerwerb betrieben. Das Einkommen wird woanders bezogen, die Landwirtschaft ist dort eher ein Kostenfaktor als Einkommensquelle für die Familie.
Hier passt wohl der Spruch "Hobby darf Geld kosten."
Stimmt nicht, das waren früher, vor 30 und mehr Jahren, noch alles Vollerwerbslandwirte. Die alte Generation, Kriegs- und Nachkriegszeit, konnte noch davon leben, vor dem Krieg galt ein Bauer bekanntlich noch was, auch wenn sein Hof sehr klein war (und 20 Kühe waren damals Mittelmaß), aber ihre Kinder haben die Höfe nicht übernommen, die wollten sich das nicht mehr antun. Wer sich ein bißchen mehr leisten können wollte, nicht nur finanziell sondern auch mal richtig Urlaub, war unter diesen Bedingungen fehl am Platz.

Ob Drei- oder Mehrfelderwirtschaft, ist reine Rosinenpickerei. Wie oft die Kultur gewechselt wird, hängt davon ab was der Bauer anbaut und wie viel Fläche er zur Verfügung hat. Manche Kulturen gehen auch über mehrere Jahre hinweg, Spargel z. B., da wird nicht jedes Jahr gewechselt.
 
Und das eher bei Wochenarbeitszeit von über 50 Stunden, keinen freien Wochenenden und vielleicht wenigen freien Tagen.
Da kommt am Ende im günstigeren Fall ein Stundenlohn in Höhe des Mindestlohnes heraus, sehr häufig aber weit darunter und nicht selten werden Verluste gemacht.
Wenn Vieh zu versorgen ist, kannst Du "freie Tage" knicken. Das muß jeden Tag versorgt werden, Milchkühe jeden Tag zweimal gemolken. Und unter "Hofnachfolger" sind üblicherweise die Kinder zu verstehen. Sofern die überhaupt Lust dazu haben, weil sie ja mit der tagtäglichen Arbeit aufwachsen und sich ggf. ein einfacheres Leben für sich selber wünschen, irgendeinen schönen geruhsamen Job im Büro oder Handwerk, wo man zuverlässig Urlaub, Feierabend und freie Wochenenden hat.

Wer heute als Landwirt seinen Schnitt machen will, ohne sich totzuschuften, muß sich auf besonders nachgefragte Produkte spezialisieren - Hofverkauf, Eigenschlachtung, Sonderkulturen, Tourismus -, billig an einen bereits gut eingefahrenen Hof herankommen sprich erben oder einheiraten, denn nach und nach alles nachzukaufen würde zu viel kosten, und nach Möglichkeit expandieren, denn je größer so ein Hof ist, um so wirtschaftlicher ist er zu gestalten.
 
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