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Schwuler Freund

ein sehr schöner beitrag V V. danke dafür.

so wie du es beschreibst ist es, menschen machen fehler, auch grosse, und entscheidend ist der umgang mit diesen. ich kann gut verstehen, dass dieser mann dein freund (und nun sogar bester) blieb. und ich finde auch die art und weise, wie du seine rolle beurteilst, wirklich toll. nur wenigen gelingt es, selbst mit jahren abstand, zu erkennen, wie schwer manch situation vielleicht für das gegenüber gewesen ist, ohne dass einem selbst das bewusst war. ohne in seinen schuhen zu gehen, hast du sozusagen genau nachempfunden, wieso es für ihn so gekommen ist, und er dich quasi "ausgenutzt" hat, ohne es (da bin ich sicher) böse zu meinen.

ansonsten ein thread, der vieles von dem zeigt, was sowieso klar ist.

menschen erwarten von anderen, was sie selbst nicht zu liefern im stande (oder nicht willens sind). oder ziehen rückschlüsse auf sexualität, obwohl zumeist nicht diese, oder andere scheinbare gründe rolle spielten, sondern einfach die charaktere der beteiligten und die inkompabilität ebendieser.
 
Warum ist das so wichtig für dich, ob da "mehr" gewesen ist?
Es bringt nichts, als Frau in einen Schwulen verliebt zu sein. Du kannst aus einem Schwulen keinen Heterosexuellen machen

Warum mir das wichtig ist kann ich dir sagen.. 1. Wir sind Nachbarn, 2. Wir sind in der gleichen Kunstgruppe und werden uns dort über den Weg laufen 3. Ich will für mich selbst wissen, wie es dazu gekommen ist um damit abschließen zu können.

Und ich sehe ihn nicht als "Partner"... das habe ich bereits in den vorherigen Treats erwähnt, obwohl ich mich ihm verbunden fühle und auch mal verliebt war (Das ist jedoch schon eine Weile her). Sondern hätte ihn gerne als "guten Freund" behalten.
Aber vielleicht ist so ein Cut zur Zeit wirklich das Beste!
Im übrigen bin ich mittlerweile in einer Beziehung.
 
- das heißt aber noch lang nicht, dass er nicht irgendeine Art "besitzdenken" haben kann: Also dass seine Gefühle Dir gegenüber gerade eher geprägt sind von gekränkter Eitelkeit als von irgendeiner Art echter Zuneigung.
jedenfalls spricht all das nicht gerade für ihn, bzw für seine Absichten Dir gegenüber. Und vermutlich ist es besser, sich von solchen Menschen zu lösen
Es spricht alles dafür, dass sein Verhalten am Ende selbstbezogen war, das stimmt!
Aber warum
"ich will dass du mehr Zeit mit mir verbringst - du bist mir näher als andere"
und dann
"ich will keinen Kontakt mehr- du tust mir nicht gut"
 
Warum mir das wichtig ist kann ich dir sagen.. 1. Wir sind Nachbarn, 2. Wir sind in der gleichen Kunstgruppe und werden uns dort über den Weg laufen 3. Ich will für mich selbst wissen, wie es dazu gekommen ist um damit abschließen zu können.

Und ich sehe ihn nicht als "Partner"... das habe ich bereits in den vorherigen Treats erwähnt, obwohl ich mich ihm verbunden fühle und auch mal verliebt war (Das ist jedoch schon eine Weile her). Sondern hätte ihn gerne als "guten Freund" behalten.
Aber vielleicht ist so ein Cut zur Zeit wirklich das Beste!
Im übrigen bin ich mittlerweile in einer Beziehung.
Ich hätte den Typen damals auch zunächst gern als guten platonischen Freund behalten, musste dann aber einsehen, dass es nicht möglich war. Alles andere war ihm letztlich wichtiger. Sobald er in einer Beziehung war (teils mit richtigen Spinnern), war ich komplett abgemeldet. Darüber ärgert man sich ja auch bei der besten Freundin, und Frauenfreundschaften enden auch, wenn sich eine Frau so benimmt, kaum dass sie liiert ist. Auch deshalb verstehe ich nicht, weshalb er überhaupt über Jahre den Kontakt mit mir gepflegt und auch immer wieder von sich aus angerufen und sich mit mir getroffen hat.

Ich vermute auch, er hat wahrscheinlich gedacht, ich wäre immer noch in ihn verliebt, obwohl das nicht mehr der Fall war. Er wusste aber, dass es mal so gewesen war. Irgendwann war es mir zu blöd. Ich habe dann auch beruflich in einer anderen Stadt gearbeitet, habe dort meinen ersten "richtigen" Partner kennen gelernt und bin dann auch in dessen Nähe gezogen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Das war gut so.

Rückblickend bin ich der Meinung, dass ich auf all dieses alberne Herumgeeiere mit dem Schwulen gut und gern hätte verzichten können. Viel sinnvoller wäre es damals gewesen, in einer Psychotherapie meine stark ausgeprägte Schüchternheit gegenüber dem anderen Geschlecht zu überwinden und in normalem Tempo einen heterosexuellen Mann zu finden. Vielleicht hätte ich dann doch noch eine Familie gründen können. Allerdings habe ich auch mit heterosexuellen Männern keine wirklich glückliche Hand gehabt, was das betrifft. Aber da bin ich auch kein Einzelfall.

Was sagt eigentlich dein Partner zu alledem? Ich habe meinem jeweiligen Partner, sowohl dem ersten, den ich nach dieser Erfahrung hatte, als auch meinem jetzigen, jedenfalls von dieser Enttäuschung berichtet. Beide haben verständnisvoll reagiert. Meine Mutter, die damals noch lebte, hat das Ganze auch mitbekommen. Sie gehörte einer anderen Generation (Jahrgang 1925) an und war weniger verständnisvoll. Aber sie hat auch durch Erziehungsfehler dazu beigetragen, dass ich, obwohl ich mich nicht für dumm halte, Männern gegenüber bis in meine 30er Jahre hinein extrem schüchtern war und damals mangels Erfahrung auch kein Gespür dafür hatte, welches Tempo bei der Anbahnung einer Liebesbeziehung angemessen ist und an welchen Signalen man eindeutig das Interesse eines Mannes erkennen kann. Und auch nicht, wann es Zeit ist, aufzugeben und nicht weiter "wartend zu hoffen", wie Violetta Valerie es in einem Beitrag hier so schön beschrieben hat. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich will für mich selbst wissen, wie es dazu gekommen ist um damit abschließen zu können.
Genau diese Einstellung führt dazu, dass du nie oder erst viel zu spät damit wirst abschließen können. Denn sie hält dich in einem unproduktiven Gedankenkarussell gefangen.

Wie in dem berühmten Gedicht "Das Karussell" von Rainer Maria Rilke:

"Und das geht hin und eilt sich, dass es endet,
und kreist und dreht sich nur und hat kein Ziel."
 
Was sagt eigentlich dein Partner zu alledem? Ich habe meinem jeweiligen Partner, sowohl dem ersten, den ich nach dieser Erfahrung hatte, als auch meinem jetzigen, jedenfalls von dieser Enttäuschung berichtet. Beide haben verständnisvoll reagiert. Meine Mutter, die damals noch lebte, hat das Ganze auch mitbekommen. Sie gehörte einer anderen Generation (Jahrgang 1925) an und war weniger verständnisvoll. Aber sie hat auch durch Erziehungsfehler dazu beigetragen, dass ich, obwohl ich mich nicht für dumm halte, Männern gegenüber bis in meine 30er Jahre hinein extrem schüchtern war und damals mangels Erfahrung auch kein Gespür dafür hatte, welches Tempo bei der Anbahnung einer Liebesbeziehung angemessen ist und an welchen Signalen man eindeutig das Interesse eines Mannes erkennen kann. Und auch nicht, wann es Zeit ist, aufzugeben und nicht weiter "wartend zu hoffen", wie Violetta Valerie es in einem Beitrag hier so schön beschrieben hat. 😉

Mein Partner hat dazu ne ganz klare Meinung. Er meint, dass es ihm nur um Kontrolle geht. Er möchte das Gefühl haben... mich "noch" in der Hand zu haben. Und das er mich gezielt versucht zu manipulieren.
(Allerdings ist mein Freund auch sehr eifersüchtig)

Also wenn wir keine Nachbarn wären und in derselben Gruppe wäre es das auch von meiner Seite längst gewesen.
Dann noch die Corona-Krise die uns zwingt wenig raus zu gehen. Besser geht's nicht ;-(
 
Mein Partner hat dazu ne ganz klare Meinung. Er meint, dass es ihm nur um Kontrolle geht. Er möchte das Gefühl haben... mich "noch" in der Hand zu haben. Und das er mich gezielt versucht zu manipulieren.
(Allerdings ist mein Freund auch sehr eifersüchtig)
Ich würde die Beziehung zu meinem Partner auch nicht wegen eines Schwulen, der in deinem Fall offenbar auch noch schwer verhaltensgestört ist, aufs Spiel setzen.

[...]

Es sind nicht alle schwulen Männer so. Es gibt da auch sehr kultivierte, feinfühlige und sympathische Menschen. Die wissen auch, was sie heterosexuellen Frauen zumuten können und was nicht. Aber mit jemandem, der sich so benimmt wie dein Bekannter oder auch so, wie mein Bekannter sich nachher entpuppt hat, möchte ich nichts zu tun haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde die Beziehung zu meinem Partner auch nicht wegen eines Schwulen, der in deinem Fall offenbar auch noch schwer verhaltensgestört ist, aufs Spiel setzen.

[...]

Es sind nicht alle schwulen Männer so. Es gibt da auch sehr kultivierte, feinfühlige und sympathische Menschen. Die wissen auch, was sie heterosexuellen Frauen zumuten können und was nicht. Aber mit jemandem, der sich so benimmt wie dein Bekannter oder auch so, wie mein Bekannter sich nachher entpuppt hat, möchte ich nichts zu tun haben.

Tja ich würde mal sagen, da haben wir beide wohl aus Naivität und Unerfahrenheit falsche Schlüsse gezogen. Immerhin wusste ich dass mein Bekannter schwul ist, das hat mich aber am Ende auch nicht vor einer Enttäuschung geschützt. Gefühle entwickeln sich halt, da kann man nichts gegen tun...
Am Ende zählt der Mensch und wie man miteinander umgeht und das ist egal welche sex. Orientierung. Warum er sich jetzt so verhält, werde ich nie ganz erfahren. Nur spekulieren. Denke, dass ich ihm noch ne E-Mail schreibe, vielleicht bringt das Klarheit. Dann sollte ich es auch Ruhen lassen.
 
Am Ende zählt der Mensch und wie man miteinander umgeht und das ist egal welche sex. Orientierung.


Guter Satz. Ich bin nämlich immer wieder erstaunt, wie homosexuelle Menschen irgendwie immer über diesen einen Aspekt ihrer Persönlichkeit definiert werden. Ein Schwuler ist nämlich nicht hauptsächlich Schwuler, sondern in erster Linie Mensch. Kaum jemand nennt einen heterosexuellen Mann ständig Heterosexueller, oder?

Deswegen Daumen hoch für diese Aussage!
 
ach, du hast nen partner?

war mir nicht ganz klar, dann wäre meine antwort anders gewesen :

wenn man in einer beziehung ist, und sich dann fremdverliebt, sollte man sich, völlig egal, wie diese fremdverliebungsgeschichte abläuft, eher fragen, was man in der eigentlichen beziehung so falsch macht, und nicht, warum irgendein schwuler freund so und so handelt, oder so und so den kontakt abbricht.
(Allerdings ist mein Freund auch sehr eifersüchtig)

scheinbar aus gutem grund.


Am Ende zählt der Mensch und wie man miteinander umgeht und das ist egal welche sex. Orientierung.


die aussage ist korrekt, allerdings ist die frage, ob du auch danach gelebt hast. offensichtlich war der einzige grund, dass mit diesem schwulen freund nichts lief, dass er eben schwul ist. da würde ich jetzt deinen umang mit DEINEM tatsächlichen partner nicht so feiern, ehrlich gesagt.
 

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