Aus gegebenen Anlass des Corona Crashes zitiere ich hier mal einen beitrag aus einem anderen Thread mit der Bitte rund um Rente, Finanzen und co am besten bei mir hier weiter zu diskutieren:
Aber genau das ist ja das Problem: Wenn Du 30 jahre hast, um die Kursverluste auszusitzen, ist alles roger: Keine Frage: Aber nicht jeder hat diese zeit! Und selbst wenn Du 30 Jahre lang gut gefahren bist und immer wieder weiter investiert hast, kann bei einem solchen Crash ja trotzdem der große Einbruch kommen: Oder legst Du alle Kursgewinne beiseite und reinvestierst sie nicht? Du hast also vermutlich im Notfall wie jetzt nicht die Möglichkeit, dieses geld anzutasten: Was, wenn Du es aber brauchst, weil es Deine Rente ist? Was, wenn Du auf die kursgewinne angewiesen bist.
Das ist das Problem!
Die Anlagedauer ist bei jeder Geldanlage ein wichtiges Kriterium. Es gilt
Kurze Anlagedauer:
Tagesgeld/bar
mittlere Anlagedauer:
Anleihen, Festgeld, Produkte mit niedriger Schwankung
lange Anlagedauer:
Aktien, Gold, alles was kräftig schwanken kann
Kurzum, spare für deine Rente in Aktien solange die Rentenzeit noch 10+X Jahre entfernt ist. Schichte je näher die Rente kommt schrittweise in andere kursfristigere Anlagen um.
Die gesetzliche Rente- so wie sie jetzt läuft- funktioniert nicht gut genug: Das ist klar. Aber es ist trotzdem langfristig besser, dieses Pferd nicht aus den Augen zu verlieren und eben mehr auf die gesetzliche Rente zu setzen. Dazu müssen natürlich reformen der gesetzlichen Rente her- keine Frage (also zB die Tatsache dass unbedingt auch Beamte und Selbständige einzahlen MÜSSEN- as klappt in Ösiland hervorragend)
Eine rein kapitalbasierte Rente hat ungeheure Risiken.
Entweder Du legst selber an: Dann musst Du Dich auskennen (was wir eigentlich nicht von jedem Rentner erwarten können) und trägst allein dasd Risiko, dass alles den Bachrunter geht. Oder Du legst über bankengemanagte Fonds an und zahlst horrende Gebühren.
Auch Beamte vermehren sich nicht wie die Karnickel und können künftige Rentengenerationen bezahlen
😀
Aber du hast Recht, eine rein kapitalbasierte Rente ist nicht erstrebenswert, aber wie ich im anderen Thread zuvor schrieb könnte man eine Grundrente wie die Niederlande von 1.200 € einführen und jegliche Vorsorge darüber hinaus kapitalbasiert gestalten.
Auskennen muss man sich übrigens herzlich wenig. Fast jede Bank bietet ein Autoinvest an. Und andere Länder wie Norwegen legen sogar Staatsfonds an, in die Menschen einzahlen. Alles machbar, wenn Deutschland es will!
40% Verlust...das ist ein harter Brocken, wenn man sagen wir mal30 Jahre angespart hat und jetzt nicht mehr in der Lage ist, das auszusitzen.
Guter Punkt! Ich spiele dein Schreckensszenario mit! 10.000 30 Jahre lang zu einem Kapialmarktzins von 6,7% im Aktienmarkt angelegt = knapp 70.000 €, dann 40% Crash = 42.000 €. Schlimm, ja! Aber selbst in diesem Horrorszenario wäre das besser als alle anderen Kapitalanlagen oder kennst du was, das in 30 Jahren ohne Risiko aus 10.000 -> 42.000 € macht?
Und nochmal: Natürlich geht man in Hinblick auf den Rentenbeginn VOR der Rente schrittweise aus Aktien rau, damit genau dein Horrorszenario nicht geschieht.