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Nicht deutschprachig, viele in unserer Gesellschaft. Ein Problem?

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Was waren das wohl noch für Zeiten, als die Deutsche Bundespost das Alleinmonopol auf Zustellungen hatte, die Briefträger mehr oder weniger verbeamtet waren und "ihren" Bezirk aus dem Effeff kannten, weil sie oft viele Jahre am Stück dafür zuständig waren. Und die wurden damals wenigstens auch noch anständig bezahlt. 🙄 Hat doch alles erst mit den Privatisierungen und Auslagerungen an Subunternehmer begonnen, oder nicht?

Tja, aus diesen Zeiten stammt der Freund meiner Freundin. Damals noch Briefträger, auch verbeamtet. Aber so richtig Geld macht er heute nicht. Er hat immer noch eine Familie zu ernähren. Geld reicht irgendwie, Freundin arbeitet auch. Arbeitsbedingungen haben sich mit den Jahren immer mehr verschlechtert. Und leider gehört er nicht so zu den Beamten, wie die höher gestellten.

Ja, es hat sich viel verändert, wie überall.
 
Ich zahle lieber ein paar Euro für eine Lieferung und überlege mir halt zweimal, ob ich mir was bestelle, wenn ich dafür dann halt endlich weiß, dass der paketunternehmer seine LEute nicht ausbeutet.
Wegschauen und sagen: "Was kann ich dafür" tun wir alle ja sowieso ehrlicherweise dauernd. Aber macht es das besser? Im Gegenteil, oder?

Welche Spedition soll das sein, die ihre Auslieferer nicht ausbeutet? Das ist ein Problem der Branche, nicht eines einzelnen Spediteurs.
Wenn man online etwas bestellt und die Wahl zwischen einer sehr günstigen und einer teuren Lieferung hätte, würde dennoch jeder die kostengünstige Variante wählen. Einfach weil es angeboten wird. Und es ist natürlich völlig normal das man als Endverbraucher versucht Kosten zu sparen. Das liegt in der Natur einer jeden Haushaltsführung. Du hast ja auch richtig erklärt, das wir alle so denken. Und das wird sich auch logischerweise nicht ändern.

Ich erwarte von unserer Regierung das es Gesetze und Regelungen gibt die Arbeitnehmer schützt. Und das diese auch überprüft werden. Wenn sich ein Unternehmen am Markt nicht halten kann nur weil es AN fair bezahlt, sollen sie halt schliessen. Auch das ist nicht mein Problem. Unsere Firma läuft auch nicht gut. Wir zahlen seit kurzem kein Weihnachstgeld und Urlaubsgeld mehr. Aber andere Firmen die zu unserer Kundschaft zählen, interessiert das auch nicht. Die rufen trotzdem danach ob wir Artikel nicht noch weiter reduzieren können.

Am Ende des Tages geht diese gesamte Preispolitik auf jeden Fall zu Lasten des Arbeiters, da gebe ich dir Recht.
Nur finde ich keine einzelne Stellschraube um das zu verändern. Schon gar nicht in den privaten Haushalten. Ich finde, der Gesetzgeber müsste hier dazwischen gehen.
 
Das gefällt mir besonder, wenn Leute zurück in die Vergangenheit wollen. In die Vergangenheit der Post. Wir hatten früher im Dorf eine Poststelle. Da arbeitete der Vater als Angestellter. ( also Pakete annehmen, wenn mal eines kam ), Pakete ausgeben, der Omi zwanzig Mark vom Sparbuch geben us, usw. Sein Sohn fuhr mit dem VW-Bus Päckchen aus und zwei weitere Angestellte ( Beamte ) trugen Briefe aus. Eine insgesamt Win-Win-Situation. Da kam die Post garantiert nicht in die Miesen.
 
Das gefällt mir besonder, wenn Leute zurück in die Vergangenheit wollen. In die Vergangenheit der Post. Wir hatten früher im Dorf eine Poststelle. Da arbeitete der Vater als Angestellter. ( also Pakete annehmen, wenn mal eines kam ), Pakete ausgeben, der Omi zwanzig Mark vom Sparbuch geben us, usw. Sein Sohn fuhr mit dem VW-Bus Päckchen aus und zwei weitere Angestellte ( Beamte ) trugen Briefe aus. Eine insgesamt Win-Win-Situation. Da kam die Post garantiert nicht in die Miesen.

Das ist die Sicht eines Angestellten.

Die betriebswirtschaftliche Sicht:

Das Haus in dem die Post ist kostet Miete/Pacht, alle elektronischen Geräte müssen mind. alle zwei Jahre von einem dafür zertifizierten Elektriker überprüft werden.Der will Geld dafür.
Die zwei Arbeitnehmer kosten Geld, das sie mit ihrer Arbeitsweise und dem geringen Kundenstrom nicht erwirtschaften.
Das Auto, mit dem die Post ausgefahren wird kostet Geld (Versicherung, Wartung nach gesetzlichen Vorschriften, Benzin/Diesel). Die Ausstattung der Mitarbeiter kostet Geld. Dann haben sie die Sache mit dem Geld: Zahlen sie Geld aus dem Sparbuch aus, muss dieses Geld vorrätig sein, was wiederum Kosten verursacht, denn es muss auch ausreichend gesichert sein.

Solange wie Post noch eine hoheitliche Aufgabe war ging das. Nach der Privatisierung ist eine Dorffiliale nicht mehr wirtschaftlich.
 
Ja, das hatte ich so beschrieben und war eine Antwort von mir auf Vorhergehendes.
Hier in Frankreich erlebe ich das seit wenigen Jahren übrigens auch. Die ehemaligen originalen Poststellen werden geschlossen und das was von der "Post" noch übrigbleibt z.B. in Blumenläden, Tabakwarenläden untergebracht. Das geht aber meistens nicht lange, weil dort nichts verdient wird.
 
standard in deutschland: ausländern die schuld geben für etwas, was deutsche chefs, politiker und kapitalisten verzapft haben.

du verstehst, das diese leute weniger als mindestlohn bekommen? durch tricks? das sie als billige arbeitskräfte von deutschen ausgenutzt werden? jobs machen, die deutsche unter solchen bedingungen niemals machen würden?

[....]
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Standard in Deutschland

Bitte bedenke, dass zalhreiche ausländische Kleinstbetriebe hier als Sub oder Sub-Sub
aktiv sind oder gar als Einzelunternehmer, die nicht unter die deutschen Rgeln für
Mindestlohn fallen. Auch wenn man ortsansässige Firmen mit der kostengünstigen
Durchführung von Arbeiten beautragt, darf man sich nicht wundern, wenn nur einzelne
MA der deutschen Sprache auf B1-Niveau mächtig sind. Die anderen arbeiten hier unter
erbärmlichen Umständen, weil sie in ihrer Heimat noch weniger verdienen oder gar
keine Arbeit finden.

DHL zahlt für eigene MA meines Wissen deutlich über Mindestlohn.

https://www.stern.de/wirtschaft/job/dhl--was-verdient-eigentlich-ein-paketbote-von-dhl--7541772.html
 
Als in den 60ern und 70ern die Arbeiter aus Italien und später der Türkei "gerufen" wurden, um den Wohlstand der Deutschen zu erhöhen oder zu erhalten, hat kein Mensch danach gefragt, ob die Leute deutsch kennen.
Manch einer, der über die kümmerlichen Renten schimpft, sollte demnächst froh sein, wenn Leute kommen die arbeiten wollen, und der Sprache nicht soviel Wert beimiessen, den sie nicht hat.
 
Als in den 60ern und 70ern die Arbeiter aus Italien und später der Türkei "gerufen" wurden, um den Wohlstand der Deutschen zu erhöhen oder zu erhalten, hat kein Mensch danach gefragt, ob die Leute deutsch kennen.

Stimmt. Bei einem Pizzabäcker ist es völlig in Ordnung wenn man in seiner Landessprache bedient wird.
Bei Herzchirurgen finde ich besser, er kann mit seinem Chirurgenteam kommunizieren.

Es gibt Leute die seit 40 Jahren hier wohnen und immer noch kein Deutsch können.
Mitunter hat man aus diesen Fehlern gelernt. Möchte ich im Ausland sesshaft werden, erwartet man dies auch von mir.

Und was jetzt plötzlich alles vereinfacht werden soll in Bezug auf Abschlüsse die hier anerkannt werden sollen, davor gruselt es mich jetzt schon irgendwann alt zu werden und auf solche "Spezialisten" angewiesen zu sein. Aber die doofen Einheimischen brauchen natürlich den Numerus Klausus...
 
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