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Nicht deutschprachig, viele in unserer Gesellschaft. Ein Problem?

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Weiß nicht, finde ich nicht so toll. Aber wahrscheinlich ist er nicht der einzige, der solche Gedanken hat.

Dummerweise wäre er auch nicht der einzige, der von Ausländern beklaut worden ist. 😉

Wir haben nun mal ein ernstes Problem mit Ausländerkriminalität. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Von daher gestehe ich jedem seine Erfahrungswerte zu.

Aber wir sollten doch hier beim Thema "Deutschkenntnisse im Berufsleben" bleiben.
 
Zum Thema Niedriglöhne: Sooo niedrig sind die nun nicht, es ist eben KEIN Hungerlohn in Deutschland möglich.
Qualitative Unterschiede in der Leistung, Ausbildung und der Tätigkeit der Arbeitnehmer spiegeln sich in unterschiedlichen Gehältern wieder, und der Mindestlohn sichert nach unten ab.

Na, das möchte ich nicht ganz unkommentiert stehen lassen: Die lage der Paketboten bei vielen Anbietern ist desolat! Die Arbeitsbedinungen unterirdisch und die Löhne inakzeptabel.
von Mindestlohn können viele dieser Leute nur träumen. Es ist leider viel zu einfach, diesen zu umgehen.

Sämtliche Arbeitsrechte werden da mit Füßen getreten:Ausgehebelter Mindestlohn duch Scheinselbständigkeit, unbezahlte Überstunden, unzulässig lange Arbeitszeiten, Zeitdruck, schlechte und gefährliche Fahrzeuge, oder sogar Zusteller, die mit eigenen Fahrzeugen fahren müssen (weil "selbständige Subunternehmer), lücken bei Versicherung und Sozialabgaben und und und: All das ist leider Fakt.

Es gibt sogar richtig mafiöse Strukturen in dieser Branche, wo gezielt Arbeiter aus dem Ausland rekrutiert werden:

https://www.sueddeutsche.de/wirtsch...tdienste-ihre-mitarbeiter-ausbeuten-1.3793184

Hier mal einer von unzähligen Artikeln, die man dazu im Netz findet.
Natürlich kann man- wie es ja lieder viele tun- sagen: "Die sind doch selber schuld, wenn sie das mitmachen" oder "Dort wo sie herkommen, geht es ihnen noch schlechter" aber die Frage ist: WOLLEN wir dass sowas in unserem Land gemacht wird oder wollen wir es nicht? Wollen wir, dass sowas möglich ist und wollen wir nicht zuletzt mit unseren Konsumverhalten diese Art moderner Sklavenarbeit fördern?

Wollen wir es oder ist es uns egal? Ja, dann müssen wir aber auch damit leben, dass der Paketzusteller weder deutsch spricht, noch mit irgendeiner Sorgfalt arbeitet: Ein Mensch der hier 16-18 Stunden am Tag malocht und das auch Samstags und dafür 1600 brutto bekommt, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erhält usw, der wird ganz sicher andere Sorgen haben, als Deutsch zu lernen und dem kann man das auch ehrlicherweise nicht verdenken.
 
Naja, vielleicht rede ich nicht nur von Einwandern, sondern auch von Flüchtlingen. Flüchtlinge, die aus Ländern fliehen, in denen sie verfolgt wurden und ihr Leben bedroht war.
Abgesehen davon, daß man sich über den zweiten Satz trefflich streiten kann, sehe ich keinen Unterschied zwischen Migranten und Flüchtlingen. Gar keinen. Will ich in einem Land länger bleiben, sollte es ein dringendes Anliegen sein, die Landessprache zu erlernen.

Ein Freund von uns hat einen Afghanen als Koch-Azubi eingestellt. Der Junge ist noch nicht lange da in D, aber ich verspreche Dir, er wird es weit bringen.
Und dann gibt's die anderen.
 
Wollen wir, dass sowas möglich ist und wollen wir nicht zuletzt mit unseren Konsumverhalten diese Art moderner Sklavenarbeit fördern?

Wollen wir es oder ist es uns egal? Ja, dann müssen wir aber auch damit leben, dass der Paketzusteller weder deutsch spricht, noch mit irgendeiner Sorgfalt arbeitet: Ein Mensch der hier 16-18 Stunden am Tag malocht und das auch Samstags und dafür 1600 brutto bekommt, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erhält usw, der wird ganz sicher andere Sorgen haben, als Deutsch zu lernen und dem kann man das auch ehrlicherweise nicht verdenken.

Na ja, ich zahle für eine Lieferung oder es ist bei einer kostenlosen Lieferung im Preis enthalten, von wollen kann da keine Rede sein. Es ist als Kunde nicht mein Problem.

Was machst Du im Restaurant wo die Leute schlecht bezahlt werden? Nur die Hälfte des Essens verlangen?

Und beim Frisör? Der schneidet dann nur vorn oder hinten oder alles so halb?

Nein, da wird auch volle Leistung verlangt, dafür zahlt man auch.

Ich habe übrigens schon mehrfach längere Zeit im Ausland gelebt, es gibt nur ein wesentliches Thema. Die Sprache lernen! Nichts anderes. Denn DAS öffnet alle Türen, privat und dienstlich.

Es hat auch mit Respekt gegenüber dem aufnehmenden Land zu tun, ich bin Gast dort!

Das kann man schon verlangen, und viele Länder tun das auch!
 
In Deutschland ist formale Bildung recht hoch angesehen, also Bildung, die sich belegen lässt, sei es durch Zeugnisse, Zertifikate etc. Selbst für Sprachkurse gilt das ja (A1-, A2-, B1-, B2-Niveau).
Ob das jetzt so toll ist, sei mal dahingestellt.
Nur: In vielen anderen Ländern ist das eben nicht so. Eigentlich handhaben es schon die umliegenden Länder lockerer (mit Ausnahme vllt. von Frankreich, wo es für den CV extrem wichtig ist, welche Schule genau man besucht hat).

Und vielen Migranten ist vielleicht nicht bewusst, dass es ohne formale Bildung in Deutschland schwer ist. So mancher macht lediglich einen A1- oder A2-Kurs, obwohl das Potenzial zu mehr da wäre. Und dann wird mit überschaubaren Sprachkenntnissen eine Aushilfstätigkeit gesucht, wo aber kaum das Potenzial vorhanden ist, dass langfristig mehr daraus werden könnte.

Auf der anderen Seite haben gut qualifizierte Migranten oft das Problem, dass ihre Ausbildung / ihr Studium hier nicht anerkannt wird.
 
Hab ich jetzt auch nicht nachvollziehen können, weshalb ich als steuerzahlender Ottonormalverbraucher etwas dafür kann wenn der Paketzusteller kein Deutsch versteht. Auch noch in einem mega vorwurfsvollen "selbst schuld" ton. 🙄

Und es sollte selbstverständlich seine Sorge sein die deutsche Sprache zu lernen. Weil er diese nicht beherrscht malocht er ja 12 Stunden pro Tag zum Niedriglohn. Da greift natürlich eins ins andere.
 
Natürlich beeinflussen wir durch unser Kaufverhalten den Markt und damit auch die Lage der Paketboten und vor allem durch unser Wahlverhalten: Wenn Arbeitsrechte so einfach zu umgehen sind, läuft was falsch, oder seht ihr das vielleicht anders? Da müssen als dringend Nachbesserungen her, und die müssen politisch GEWOLLT sein!
Also zB müssen Maßnahmen gegen Scheinselbständigkeit her, Kontrollmaßnahmen müssen her usw.
All das wird sich natürlich auch auf den Preis der Lieferungen niederschlagen, aber mal ehrlich: Ich zahle lieber ein paar Euro für eine Lieferung und überlege mir halt zweimal, ob ich mir was bestelle, wenn ich dafür dann halt endlich weiß, dass der paketunternehmer seine LEute nicht ausbeutet.
Wegschauen und sagen: "Was kann ich dafür" tun wir alle ja sowieso ehrlicherweise dauernd. Aber macht es das besser? Im Gegenteil, oder?


Außerdem:
Also wenn ich etwas zu sagen hätte, würde ich neben der Stärkung der Arbeitnehmerrechte zB auch verstärkt dafür sorgen, dass pakete nicht mehr vor die Haustür, sondern in Paketstationen und pakeshops gebracht werden. Mal ehrlich: Wer von euch hat Lust, dauernd die Pakete bei den NAchbarn zu suchen, oder vor der Tür liegen zu finden? mal schmeißt der Bote sie über den Gartenzaun, steckt sie ins Mülltonnenhaus, oder aber Du musst sie bei den Nachbarn in der ganzen Straße suchen, weil auf dem Zettel steht: "Nachbar"🙄- wenn überhaupt ein Zettel drin ist.

Da wäre es mir lieber, wenn ich eifnach nach Feierabend zu einer nahen packsation laufen könnte um das Ding zu holen. Wirklich bis vor die Haustür, sollte eigentlich für sehr schwere pakete und für leute die nicht mobil sind vorbehalten sein. (Und dafür wäre dann aj auch genug zeit, wenn mehr pakete in Stationen gebracht werden könnten.
Aber das ist was anderes...nur denke ich, dass da eher die Zukunft liegen wird. So wie es momentan läuft ist es ein Auslaufmodell, das so nicht mehr weitergehen wird. Es ist einfach nicht mehr wirtschaftlich.


Nichts desto trotz: So wie da mit den Mitarbeitern umgegangen wird KANN man einfach nicht gutheißen und auch nicht kleinreden! Sowas darf nicht Schule machen: Heute sind es die Paketboten, aber sowas greift ja auf immer mehr Branchen über: Und darauf muss politisch klar reagiert werden!
 
Und es sollte selbstverständlich seine Sorge sein die deutsche Sprache zu lernen. Weil er diese nicht beherrscht malocht er ja 12 Stunden pro Tag zum Niedriglohn. Da greift natürlich eins ins andere.
Und wenn er die Sprache lernt, und dann tatsächlich nicht mehr im Niedriglohn malochen muss? Was passiert dann? Dann malocht ein anderer im Niedriglohn: Was hat sich dann in der Gesamtschau genau verbessert?
 
Was waren das wohl noch für Zeiten, als die Deutsche Bundespost das Alleinmonopol auf Zustellungen hatte, die Briefträger mehr oder weniger verbeamtet waren und "ihren" Bezirk aus dem Effeff kannten, weil sie oft viele Jahre am Stück dafür zuständig waren. Und die wurden damals wenigstens auch noch anständig bezahlt. 🙄 Hat doch alles erst mit den Privatisierungen und Auslagerungen an Subunternehmer begonnen, oder nicht?
 
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