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Nicht deutschprachig, viele in unserer Gesellschaft. Ein Problem?

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Also, hier in Berlin gibt es eine Menge Menschen, deren Deutsch man als bescheiden bezeichnen könnte. Zumindest ist das sog. Hochdeutsch wohl anders. Dass es zu Konflikten bzw. Ausgrenzungen führt, wenn Leute die hiesige Sprache nicht halbwegs gut sprechen/schreiben/beherrschen können, kann ich mir schon vorstellen.
 
Ich glaube auch daß gerade diese Ghettobildung der Deutschen im Ausland viel schlimmer ist, als die Ghettobildung der Ausländer in Deutschland.

Das ist vom Prinzip her total unrelevant. Denn eine Belastung wird es ja erst wenn fremde Menschen die Hand aufhalten. Was der Deutsche für gewöhnlich im Ausland nicht tut - sonst würde er ja hier bleiben.
 
Also, hier in Berlin gibt es eine Menge Menschen, deren Deutsch man als bescheiden bezeichnen könnte.
Interessanterweise begegnet man solchen Leuten insbesondere auch auffällig oft in Hipster- und gebildeten Kreisen. Das sind dann Zuwanderer aus dem englischsprachigen Raum, die anscheinend denken, dass das Erlernen der Landessprache entbehrlich sei, weil sowieso jeder in Berlin Englisch beherrschen würde. Generell scheinen mir viele Menschen mit englischer Muttersprache das Erlernen von Fremdsprachen für schwierig und überflüssig zu erachten. Ich erinnere mich noch an einen früheren Arbeitskollegen aus Australien, der mir mal erzählte, er würde sich nicht mit Deutsch beschäftigen, weil er sowieso nur ein paar Jahre hier leben würde.

Wir haben Freunde aus England, die uns schon seit 10 Jahren regelmäßig in Deutschland besuchen, aber mehr als die Bitte "Die Räschnung bittä" kriegen sie immer noch nicht hin.

Ich ticke da eher andersrum: ich lerne ja schon die jeweilige Landessprache zumindest in Grundzügen, wenn ich nur irgendwohin für einen zweiwöchigen Urlaub reise.
 
In vielen Dialekten haben ja sowieso einige Begriffe andere Bedeutungen, die man auch als Deutscher, der nicht aus derselben Region kommt, falsch versteht. Ich denke da z.B. an die schwäbischen Begriffe "heben" und "Teppich". Da würde eine normale Sprach-App auch nicht weiterhelfen, weil heben so viel wie festhalten bedeutet, und ein Teppich ist eine Decke zum Zudecken (Wolldecke fürs Bett etc.). Und das Niederbayrische wiederum macht es den Zuwanderern unter anderem wegen der verschleifenden bzw. komprimierenden Aussprache schwer ("ibi z'Minga gwen" = "ich bin in München gewesen"), oder die für die Bedeutung wichtige Unterscheidung zwischen nasal und nichtnasal ausgesprochenen Begriffen: "Oa Oa" bedeutet "Ein Ei", wenn man das erste "Oa" nasal ausspricht und das zweite nicht.
Das stimmt. Das stimmt🙂 und ist verwirrend. Auch die Richtungshinweise (af Minga afe, af Rosenheim owe, af Augsburg ume, af Straubing eine, nur Beispiele) oder Begriffe wie "aschlen" sind verwirrend. Als ich Arabisch an der VHS lernte, musste ich geschäftlich noch zu einem Kunden, Ägypter, hin. Er lebte seit den 60ern in D und sprach so gut bayrisch wie ein Einheimischer mit Akzent. Hochdeutsch auch, nur mit Amtsdeutsch hatte er Probleme. Er hat mich also gefragt, warum ich das an der VHS tun würde, er würde es mir auch beibringen. Das war super. Auf die Frage, was er verlangt, meinte er "Zwoa Oia af Oastern und an Lehzeitn af Stefani" (Zwei Eier zu Ostern und einen Lebkuchen an Weihnachten), also praktisch nichts. Das beantwortet auch Deine Frage, ob man in vier Jahren Arabisch lernen kann...ja, kann man, wenn man lernt, wenn man am Leben teilnimmt, fern sieht, liest, sich unterhält. Da hat man dann schon sehr(!) solide Kenntnisse der Sprache, trotz der anderen Buchstaben und Struktur.

Ich habe es dann später einmal versucht mit Gälisch, schottisches Gälisch. Bücher wenig Auswahl, sprechen tut es keiner in der Nähe, dann gibt es noch Kassetten oder eben direkt in Schottland, wobei weit nicht jeder Schotte gälisch kann.
Aber Deutsch gehört nun wirklich nicht zu den Nischensprachen. Es kann jeder lernen, der sich darum annimmt.
Um das geht es halt...man muß sich darum annehmen. Zufliegen tut einem eine Sprache nicht bzw. nur im Brabbelformat.
 
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