Irgendwie erinnert mich die ganze Situation an etwas, was ich in den letzten Wochen über das innere Kind gelesen habe. Ein Kind lernt, dass es mehr geliebt wird, wenn es das macht, was gesagt wurde. Die Liebe ist quasi an Bedingungen geknüpft. Machst du dieses oder jenes, dann hab ich dich lieb, dann bleibe ich bei dir, etc. Da wir das so (unbewusst) aufgenommen haben, leben wir das in unseren Beziehungen weiter. Wir knüpfen unsere Liebe an Bedingungen. Wenn du dies oder jenes machst, trenne ich mich von dir, ansonsten bleibe ich bei dir, etc. Darum gibt es auch so viele Trennungen. Wir leben unsere Kindheit quasi im Erwachsenenalter weiter und lösen uns nicht davon. Eigentlich schade, dass wir nicht zur bedingungslosen Liebe fähig sind. Und nein, damit will ich nicht sagen, dass ich dazu 100%ig fähig bin. Aber reflektieren darüber kann und sollte man und sich das vielleicht bewusst machen.