Gehe ich im www auf die bekannten Seiten, finde ich auf die Schnelle im Umkreis von 50 km um Stuttgart, über 400 Häuser unter 300.000 Euro. Da sollte doch ein geeignetes dabei sein.
Haben Bekannte von uns jetzt ein Jahr gemacht. Und mein Mann hat die Häuser mit angeschaut.
Bei diesen Häusern hilft nur eines - Bagger und Planierraupe. Dann hat man wenigstens das Grundstück.
Aber dafür ist es nun wieder zu teuer.
Die mögen ja auf den Bildern noch ganz passabel aussehen - in Natura sind sie einfach nur Schrott.
Hier im Umkreis ist niemand so blöd und verkauft sein Haus unter 400.000 Euro, wenn es nicht total baufällig ist.
Und wir wohnen 60 km weg von Stuttgart. Und 400.000 Euro ist das unterste Limit. Billiger bekommt man kein Haus, das 2 Etagen hat und was taugt. Falls man es überhaupt für den Preis bekommt.
Und die Preise steigen rasant. Letztes Jahr , als wir unseres schätzen ließen lag es noch bei 420.000 Euro, jetzt sind wir bereits bei einer halben Million angelangt. Ende nicht in Sicht.
Fachgerechte Sanierung ist nicht jedermans Thema und kann immens teuer werden, vorallem bei Vertrauen auf diverse Berater und wenig eigenes Wissen.
Nicht alle Baustoffe sind untereinander verträglich. Da hilft es am besten, sich selbst richtig in die Materie reinzuknien. Kontakte zu knüpfen; Workshops sind da nicht schlecht. Architekten zu suchen, die sich spezialisiert haben und entsprechende Betriebe empfehlen können.
Und/oder viel selbst zu machen, wenn man im Freundes- und Familienkreis das nötige Know-how hat.
Es geht beim Denkmalsschutz darum , dass man - bei den Vorschriften - keinen Spielraum hat. Man muss es machen lassen. Fachgerecht . Und das ist teuer.
Die Leute lassen doch die denkmalgeschützten Häuser nicht verrotten , weil es Spaß macht, sondern, weil sie, trotzdem sie ihnen gehören und der Grund dazu, die Sanierung nicht bezahlen können.
Jemand anderes der den Grund dazu kaufen muss , erst Recht nicht.