G
GrayBear
Gast
Ich gehe auf die 60 zu. Das ging ganz von alleine, aber ich habe einen Vorteil des Alters realisieren dürfen: manche "Warum"-Fragen verlieren an Bedeutung, auch wenn man oder gerade weil man noch keine Antwort gefunden hat.
Ja, dieses Auf und Ab des eigenen Seelenlebens kann furchtbar anstrengend sein, bis in alle Knochen weh tun und viel zu sehr an den Kräften zehren. Und wofür soll das gut sein? Manches ist zu nichts gut. Man muss es nur hinter sich lassen.
Mit dieser Leere in mir lebe ich schon viele Jahre. Ich weiß nicht, ob sich mein Erleben mit Deinem vergleichen lässt. Das ist nicht meine Absicht und schmälern oder relativieren will ich Deinen Schmerz ganz bestimmt nicht. Zu benennen, was mich verletzt, auszusprechen, was mir Sorgen und Schmerzen bereitet, finde ich sehr erwachsen und gut. Wie soll man sonst von einander lernen?
Es hat Jahre gedauert, bis ich akzeptieren konnte, dass diese Leere, dass diese "blinden Flecken" ein Teil von mir sind und ich mich nicht immer und immer wieder in ihnen verlieren muss. Sie sind da und bleiben mir erhalten. Nichts hat geholfen. Es tut noch immer weh, aber damit kann ich inzwischen besser umgehen. Vielleicht ist das auch ein Weg für Dich? Das Problem wird umdeklariert in einen Zustand und muss nicht mehr "gelöst" werden? Therapeutische Profis haben sicher bessere Termini dafür.
Ich habe mit der Zeit gelernt, meine Sümpfe, Moore und Treibsandflächen besser zu umgehen. Es ist nur ein wenig leichter geworden, aber das reicht ja oft schon. Da sind sie noch immer.
PS: dass Du gerade zu niemandem eine Verbindung spüren kannst, halte ich für einen wichtigen Satz. Aber er sagt nicht aus, dass diese Verbindung nicht da ist, denn Dein Mann ist da und das nachweislich! Also IST da eine Verbindung, aber Du fühlst Sie gerade nicht. Manchmal muss und kann man auf etwas vertrauen, das man nicht sehen und spüren kann. Glaube beschränkt sich nicht nur auf die Religion. Vielleicht ist es für Dich ein kleiner Trost, nur ein kleiner, aber Dein Mann ist da. Das ist eine Tatsache. Sch...ß auf schwarze Löcher! Die irren sich vielleicht auch manchmal? Soweit war Einstein noch nicht, Du hast ihm da vielleicht etwas voraus?
Ja, dieses Auf und Ab des eigenen Seelenlebens kann furchtbar anstrengend sein, bis in alle Knochen weh tun und viel zu sehr an den Kräften zehren. Und wofür soll das gut sein? Manches ist zu nichts gut. Man muss es nur hinter sich lassen.
Mit dieser Leere in mir lebe ich schon viele Jahre. Ich weiß nicht, ob sich mein Erleben mit Deinem vergleichen lässt. Das ist nicht meine Absicht und schmälern oder relativieren will ich Deinen Schmerz ganz bestimmt nicht. Zu benennen, was mich verletzt, auszusprechen, was mir Sorgen und Schmerzen bereitet, finde ich sehr erwachsen und gut. Wie soll man sonst von einander lernen?
Es hat Jahre gedauert, bis ich akzeptieren konnte, dass diese Leere, dass diese "blinden Flecken" ein Teil von mir sind und ich mich nicht immer und immer wieder in ihnen verlieren muss. Sie sind da und bleiben mir erhalten. Nichts hat geholfen. Es tut noch immer weh, aber damit kann ich inzwischen besser umgehen. Vielleicht ist das auch ein Weg für Dich? Das Problem wird umdeklariert in einen Zustand und muss nicht mehr "gelöst" werden? Therapeutische Profis haben sicher bessere Termini dafür.
Ich habe mit der Zeit gelernt, meine Sümpfe, Moore und Treibsandflächen besser zu umgehen. Es ist nur ein wenig leichter geworden, aber das reicht ja oft schon. Da sind sie noch immer.
PS: dass Du gerade zu niemandem eine Verbindung spüren kannst, halte ich für einen wichtigen Satz. Aber er sagt nicht aus, dass diese Verbindung nicht da ist, denn Dein Mann ist da und das nachweislich! Also IST da eine Verbindung, aber Du fühlst Sie gerade nicht. Manchmal muss und kann man auf etwas vertrauen, das man nicht sehen und spüren kann. Glaube beschränkt sich nicht nur auf die Religion. Vielleicht ist es für Dich ein kleiner Trost, nur ein kleiner, aber Dein Mann ist da. Das ist eine Tatsache. Sch...ß auf schwarze Löcher! Die irren sich vielleicht auch manchmal? Soweit war Einstein noch nicht, Du hast ihm da vielleicht etwas voraus?
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