manchmal ist es eben so einfach im leben : man MUSS sich entscheiden. klar kann man auch einfach laufen lassen, aber dann sitzt man irgendwann vor der wand und jammert. und genauso wird es dir auch ergehen.
wenn du ein wenig nachdenkst weisst du selbst, was die einzige lösung ist : du sorgst dafür, dass diese andere aus deinem leben verschwindet. alles andere wird zu nichts führen.
wäre sie interessiert an einer gemeinsamen zukunft, du auch, und beide an trennung, gäbe es mehr optionen, die "irgendwo" sinn machen könnten, auch wenn sie anderen menschen schaden (aber das passiert eben manchmal im leben, leider) - aber diesen punkt gibt es ja gar nicht. weder du noch sie habt interesse an trennung und gemeinsamer aufrichtiger zukunft.
mein rat wäre daher (siehe auch beitrag vorher) : cut the bullshit. verhalte dich wie ein mann, höre auf rumzujammern und sorge dafür, dass mit deiner frau und deinen kindern alles wieder gut wird. die andere spielt keine rolle. so einfach ist das.
Ja, man muss sich entscheiden, das stimmt. Aber so einfach ist genau das halt manchnal im Leben nicht, denn um eine Entscheidung zu treffen, muss man ja erst mal die komplette Situation erkennen, zuordnen und auch verstehen lernen.
In dem Prozess diese Situation überhaupt mal zu definieren war ich sehr lange. Auch da als ich dieses Thema erstellt hatte. Von dem ersten erkennen, da ist was, bis zum sondieren, was ist das?, warum ist das?, darf das überhaupt sein? und wie gehe ich nun damit um, vergeht schon etwas Zeit. Selbst wenn man dann erkannt hat, was es ist und auch vom Verstand her weiß, was wohl bestimmt das Beste wäre damit umzugehen, konfrontiert einen der Versuch den gefassten Plan in die Tat umzusetzen offensichtlich auch immer wieder mit neuen Problemen in Form von Schmerz, Trauer, Angst und sonstigen Emotionen, welche einen erst mal wieder straucheln und neu nachdenken lassen.
Damit will ich nur sagen, gejammert habe ich zu keinem Zeitpunkt, denn bei allem Elend hier habe ich mich nie hängen lassen. Im Gegenteil, ich habe stets versucht den Überblick und vor Allem die Kontrolle zu behalten. Würde auch wenn irgendwas schief ginge übrigens nicht jammern, denn egal ob leicht oder schwer, es war ja schon alles meine Entscheidung.
Da dieser ganze Prozess ja Zeit kostet und irgendwie in ständiger Entwicklung ist, ändern sich auch die Ansichten und Pläne damit umzugehen ständig. Mein eigentlicher Eingangspost ist daher auch nicht mehr so richtig zutreffend zum aktuellen Zustand.
Ich mag diese neue Frau noch immer. Sehr sogar! Manchmal denke ich, dass aus dem anfänglichen extrem emotionalen Verliebtsein tatsächlich irgend eine Art von Liebe geworden ist. Keine Ahnung! Kann mich auf meine Gefühle in letzter Zeit nicht so sehr verlassen irgendwie.
Trotzdem hast du natürlich Recht! Ein Cut muss her. Aktuell bin ich dabei herauszufinden wie ich das anstellen soll. Sowohl organisatorisch als auch emotional. Organisatorisch ist schwierig, weil ich deswegen ja jetzt sicher nicht meinen Job kündigen werde. Emotional ist das so eine Sache. Ein Cut von ihr fühlt sich schmerzhaft und falsch an. Vor Allem aber schmerzhaft! Ich finde aber, es ist nicht über die Maßen egoistisch, wenn ich mir einen Weg suche, der für mich selbst so wenig schmerzhaft wie halt möglich ist. Muss mich ja erstens nicht selbst quälen, und zweitens muss ich mit der Art und Weise wie das alles weitergeht auch klar kommen, ohne daran kaputtzugehen, denn dann wäre weder für mein weiteres Leben noch für Frau und Kind irgendwas gewonnen.