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Die Bahn nervt

Nö, ich find‘s einfach nur ganz gut, wenn Menschen für ihre Arbeit anständig bezahlt werden.

Ich finde es generell wichtig, dass die Menschen gute Arbeitsbedingungen und guten Lohn erwarten können. Und das sollte in der heutigen Zeit eigentlich auch unserer Gesellschaft möglich sein, solche Bedingungen für alle zu schaffen.

Abgesehen davon: indirekt profitiere ich ja auch immer davon. Zum einen, weil ich selbst Arbeitnehmer bin. Zum anderen, weil eine Gesellschaft mit vielen zufriedenen, ausreichend bezahlten und nicht unter ihrer Arbeit leidenden Menschen angenehmer und menschlicher ist.
 
Vielleicht liegt das daran, dass die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland allgemein immer härter werden. Dadurch haben gerade die Menschen, die am meisten davon betroffen sind, keine Kapazitäten mehr, um sich solidarisch miteinander zu zeigen. Vielleicht muss man sich die Haltung, die wir hier an den Tag legen, 'leisten können', und ab einem gewissen Punkt geht das eben einfach nicht mehr, weil man selbst zu sehr unter Druck steht.
Das wäre zumindest ein Erklärungsversuch.

Ja, so in etwa habe ich das auch überlegt.

Und grundsätzlich stimmt ja auch, dass -frei nach Brecht- das Fressen eben vor der Moral kommt.

Trotzdem finde ich das äußerst bedauerlich.

Ich kann auch nicht ganz den Eindruck teilen, dass die Arbeitsbedingungen immer härter werden. Die Arbeitslosenquote ist auf einem tiefsten Stand seit Jahrzehnten, die Arbeitgeber suchen händeringend nach Personal. Selbst niedrig oder kaum qualifizierte Leute finden Arbeit, so lange sie über ein Mindestmaß an Sozial- und Personalkompetenz verfügen. Die Bildungsträger gehen reihenweise insolvent, weil es im Moment sehr viel weniger Arbeitssuchende gibt, die niedrigschwellug qualifiziert werden müssen, um in Arbeit zu kommen.

Wenn man als Mitarbeiter etwas zu bieten hat, darf man auch Forderungen stellen. Ich weiß aber auch, dass die Masse obrigkeitshörig ist, sich als Opfer sieht und sich nichts traut.

Und dann kommt das Gehackte auf die, die für sich eintreten.

Ich kann es kognitiv nachvollziehen, habe aber weder Geduld noch Verständnis damit/ dafür.
 
Ich denke, dass auch der Neidfaktor eine Rolle spielen könnte. Wenn sich eine Menschengruppe für Verbesserungen einsetzt, zu der man selbst nicht gehört, dann finden das manche vielleicht ungerechtfertigt, weil man selbst scheinbar nichts davon hat. Dann wird den Eisenbahnern nicht einmal eine moderate Einkommenserhöhung gegönnt, und manche denken sich wahrscheinlich insgeheim, dass die Leute sowieso schon in Saus und Braus leben würden. Dabei wird es mit einem normalen Gehalt eines Zugbegleiters oder auch Lokführers immer schwieriger, in größeren Städten überhaupt noch über die Runden zu kommen.
 
Ich bin hier raus.

Keiner der "Gegner" hier hat offensichtlich eine Ahnung davon, wie ein Streik abläuft, welche Voraussetzungen dafür notwendig sind. Es wird einem arbeitenden Menschen das Recht abgesprochen, Arbeitskampf zu führen.

Über die Motive kann ich nur spekulieren. Ein Teil sicherlich, weil es an die eigene Bequemlichkeit geht. Ein anderer vielleicht Neid 😕

Im Streik rechtlich geschützt zu sein ist eine der Errungenschaften unserer Zeit. Bei den Statements hier rotieren sicher so einige Sozialdemokraten im Grab.

Neulich wunderte ich mich an anderer Stelle über die Härte und unsoziale Haltung von Menschen, die es doch besser wissen müssten. Das hier erinnert mich auch daran.
DANKE! :blume::blume::blume:

Genau bis zu diesem Beitrag hab ich gelesen und mir reicht es jetzt auch.🙄

Und nein, ich bin/war (und werde nie sein) keine Bahnmitarbeiterin, auch ich bin eine vom Streik Betroffene und sehe die Schuld dennoch nicht bei den Streikenden.

Warum eigentlich steht dieses Thema im Cafe?

Ich finde ja, hier hat es wirklich nix zu suchen!
 
Ja, so in etwa habe ich das auch überlegt.

Und grundsätzlich stimmt ja auch, dass -frei nach Brecht- das Fressen eben vor der Moral kommt.

Trotzdem finde ich das äußerst bedauerlich.

Ich kann auch nicht ganz den Eindruck teilen, dass die Arbeitsbedingungen immer härter werden. Die Arbeitslosenquote ist auf einem tiefsten Stand seit Jahrzehnten, die Arbeitgeber suchen händeringend nach Personal. Selbst niedrig oder kaum qualifizierte Leute finden Arbeit, so lange sie über ein Mindestmaß an Sozial- und Personalkompetenz verfügen. Die Bildungsträger gehen reihenweise insolvent, weil es im Moment sehr viel weniger Arbeitssuchende gibt, die niedrigschwellug qualifiziert werden müssen, um in Arbeit zu kommen.

Wenn man als Mitarbeiter etwas zu bieten hat, darf man auch Forderungen stellen. Ich weiß aber auch, dass die Masse obrigkeitshörig ist, sich als Opfer sieht und sich nichts traut.

Und dann kommt das Gehackte auf die, die für sich eintreten.

Ich kann es kognitiv nachvollziehen, habe aber weder Geduld noch Verständnis damit/ dafür.

Die ganzen Arbeitslosen Zahlen und Statistiken sind geschönt. Darauf kann man einen feuchten Furz geben.
 
Wäre doch eigentlich geil, wenn anstatt der Lokführer mal die Fahrgäste streiken würden: Einfach einen Tag lang zahlt mal GARNKEINER für sein Ticket😀...Das wäre doch auch mal was, denn bei allem wird der Fahrgast sowieso total vergessen.
Es geht um Aktionäre, Gewerkschaften, die Angestellten ( um die ja zurecht!) und und und , aber um uns Fahrgäste geht es irgendwie NIE. Dabei wären sowohl Gewerkschaften, als auch Aktionäre und letzlich auch die Angestellten ohne uns am Sack.
Als Fahrgast fühlt man sich ja inzwischen wie Melkvieh: Man kauft eine Leistung die man nicht mal ansatzweise bekommt (dazu muss noch nicht mal Streik sein: Die Bahn ist so oder so nie pünktlich) und hat null Möglichkeiten, sich großartig zu wehren. ich meine: Ernsthaft: Wo ist es bitteschön sonst noch so, dass ich für fehlerhafte Ware genausoviel blechen muss, wie für perfekte Ware? Das kann sich echt nur die Bahn leisten.
Und dazu noch die geschönten Statistiken: 70% Pünktlichkeit? Haha, da lache ich doch: die 70% erreichen sie nur, wenn sie Verpätungen erst ab 5:59 minuten zählen (und jeder weiß, dass 6 minuten locker ausreichen, um einen Anschluss zu verpassen) und wenn sie aufgefallene Züge garnicht zählen. Würden sie das alles mitzählen, wären die doch höchstens bei 30% Pünktlichkeit...ach was sage ich: 3%:mad:

Die mangelnde Solidarität mit den Bahnangestellten finde ich zwar nicht richtig, kann sie aber irgendwie schon erklären. Wer DAUERND zu spät kommt und dann wichtige Termine verpasst, berufliche Nachteile in Kauf nehmen muss, Überstunden schieben muss, nur weil die Bahn nicht im Mindesten ihre versproche Leistung bringt, der kann nunmal schwer verständnis aufbringen, wenn er wieder mal stundenlang am Bahnhof steht (auch wenn es dann vielleicht mal für einen guten Zweck ist)
Man hat einfach so derbe die Schnauze voll.
ich kann die Tage garnicht mehr zählen, wo ich schon heulend am BHF gestanden bin, weil einfach nichts mehr ging und ich dringend irgendwo hin musste.

Dazu kommt auch noch der mieserable Service der Bahn (wer schon mal die Hotline angeerufen hat, ein Zugklo benützt hat, oder sich auf die Ansagen am Bahnsteig verlassen hat, der weiß ja, was ich meine)

Das ist alles einfach nur noch unterirdisch!

Natürlich ist das nicht die Schuld der Angestellten, aber ich glaube, es wäre letzlich auch für die Bahnangestellten von Vorteil, wenn wieder mehr der Fahrgast im Mittelpunkt stehen würde und nicht der Aktionär. Zumindest gäbe es dann eine breite und solidarische Front.
 
Danke Violetta!

Vor allen Dingen möchte ich hervorheben, dass hier ein Monopolist streikt. Gäbe es einen gleichwertigen Konkurrenten, würde der Streikende schon wesentlich älter aussehen.

Die Deutsche Bahn kann es ja mit ihren "Kunden" machen. Sie laufen ihr mangels Alternativen nicht so schnell weg.

Für das, was ich bei der Bahn schon erlebt habe, hätten mir andere Unternehmen längst eine Entschädigung angeboten.
 
Danke Violetta!

Vor allen Dingen möchte ich hervorheben, dass hier ein Monopolist streikt. Gäbe es einen gleichwertigen Konkurrenten, würde der Streikende schon wesentlich älter aussehen.

Ich finde auch das ein Konkurrenz Unternehmen der Bahn gut tun würde.
Wenn der Konkurrent alles hat was die Bahn selbst nicht geregelt bekommen würden die dinge urplötzlich doch klappen, weil sie ihre Kunden nicht verlieren wollen.

Was ich auch schwachsinnig finde ich die neue Methode der Bahn wenn ein Zug viel zu spät ist werden alle Fahrgäste an irgendeinen Bahnhof rausgeschmissen und der Zug fährt dann zurück.
Das habe ich selbst schon drei Mal erlebt.
Das ist auch richtig unverschämt da wartet man auf dem verspäteten zug und dann wird man als dank auch noch rausgeschmissen damit der Zug zurück fahren kann.
 

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