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Die Bahn nervt

Was nützt mir ein tolles Schienennetz, wenn die Züge darauf mit erheblichen Verspätungen, versifften Toiletten etc. fahren?

Allerdings habe ich als Vielfahrer inzwischen einige Erfahrung mit dem Bahnfahren sammeln können, auch auf Nebenstrecken. Und alles in allem ist es nicht so schlecht wie dargestellt. Insbesondere im Regionalverkehr sind viele (die meisten?) Züge durchaus pünktlich, und das rollende Material ist inzwischen auch überwiegend ganz gut in Schuss und besteht aus modernen Zügen.

Was den Vergleich mit Kolumbien betrifft kann ich nicht mitreden, aber ich habe das Schienennetz in Chile gesehen. Im ganzen Land gibt es nicht viel mehr als eine Hauptstrecke, die von Santiago gerade mal ein paar Hundert Kilometer nach Süden reicht (bis Chillán), und in Valparaiso gibt es eine Nahverkehrsstrecke von 43 km Länge. Der Rest: verbogene Schienenwege, auf denen hin und wieder im Schneckentempo ein Güterzug dahinwackelt. Und das, obwohl Chile ansonsten keine schlecht entwickelte Infrastruktur hat.

Also, im Vergleich dazu sind die Eisenbahnsysteme in Mitteleuropa alle hervorragend, inklusive unseren Bahnen in Deutschland.
 
Was von all den Argumenten hat mit dem Streik zu tun?

Und btw: eine Kündigung wegen einmaliger Verspätung aus diesem für alle offensichtlichen Grund dürfte vor keinem deutschen Arbeitsgericht stand halten.
 
Insbesondere im Regionalverkehr sind viele (die meisten?) Züge durchaus pünktlich, und das rollende Material ist inzwischen auch überwiegend ganz gut in Schuss und besteht aus modernen Zügen.

...

Also, im Vergleich dazu sind die Eisenbahnsysteme in Mitteleuropa alle hervorragend, inklusive unseren Bahnen in Deutschland.

Wenn man für 50 Bahnkilometer 2,5 Stunden braucht, ist das kein Vergnügen mehr. Oder wenn man irgendwo aus dem Zug geschmissen wird (zB wegen eines Böschungsbrandes).

Solche Sachen geschehen hier in NRW mindestens einmal pro Woche, wenn man an fünf Werktagen versucht, zur Arbeit und zurück zu kommen.

Zur Sache auch ein guter dreiminütiger Kommentar von Klemens Kindermann (Deutschlandfunk):
https://www.deutschlandfunk.de/warn...-nimmt-die.720.de.html?dram:article_id=435549
(hier zu lesen oder zu hören per Klick auf den Button rechts unten im Bild)

Kleines Zitat hieraus:
... in einem Unternehmen, das erst enorme Pünktlichkeitsdefizite feststellt und unmittelbar danach die Preise erhöht, kann irgendetwas nicht stimmen. In der Bundesregierung ist ja so vieles Chefsache. Manches davon kommt einem nicht ganz so dringend vor. Aber es wäre schön, wenn solch ein Chaos wie heute, das halb Deutschland betroffen hat, einmal das Zeug hätte, zur Chefsache zu werden.
 
Was von all den Argumenten hat mit dem Streik zu tun?

Und btw: eine Kündigung wegen einmaliger Verspätung aus diesem für alle offensichtlichen Grund dürfte vor keinem deutschen Arbeitsgericht stand halten.

Für Leute, die keine Gleitzeit haben, ist es überhaupt kein Problem, 2 bis 3mal pro Monat durch die Bahn unschuldig verspätet in Betrieb, Behörde oder Unternehmen anzukommen. Oder man muss um zwei Uhr nachts losfahren um auf Nummer Sicher zu gehen 😕.

Nur jeder fünfte ICE ist derzeit voll funktionsfähig:
https://www1.wdr.de/mediathek/audio...laeuft-schief-bei-der-deutschen-bahn-100.html

In diesem kurzen vierminütigen Audio werden auch Verspätungen und falsche Wagenreihungen thematisiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Jusehr: Alle Argumente, die du hier anführst, sprechen gegen das Management, haben aber immer noch nichts mit den Arbeitnehmern zu tun, die gestern gestreikt haben. Das muss man unterscheiden. Die Streikenden tragen absolut keine Verantwortung dafür, dass die Bahn ein Produkt verspricht, dass sie eigentlich gar nicht darstellen kann.

Das wissen wir doch alle, dass die Arbeitnehmer der Bahn größtenteils selbst Opfer des Managements sind. Deshalb richtet sich meine Kritik ja auch gegen das Management.

Insofern verstehe ich Deinen Einwurf nicht.
 
Streiken ist schon wichtig nur finde ich sollte man ein Gesetz machen wo man im Jahr 20 Tage zur Verfügung hat die man zum Streiken nutzen kann.
Und wenn diese Tage aufgetaucht sind können sie auch nicht mehr Streiken und müssen sich wie Erwachsene mal verhandeln wenn sie mehr Geld haben wollen.

Gesetzlich ist es geregelt, dass nur ausserhalb der Friedenspflicht gestreikt werden darf und was du da anführst,
wäre eine Einschränkung des gesetzlich garantieren Streikrechtes und damit ein Eingriff in die gesetzlich garantierte Tarifautonomie.
Damit würdest du übrigens jedem Streik den Zahn ziehen, da die Arbeitgeber sich ja ausrechnen können, was ihnen diese 20 Tage kosten würden um Rückstellungen zu bilden und dann nach den 20 Tagen legen die ein Nullangebot auf den Tisch und sagen dann Ätsch, jetzt müßt ihr das annehmen, dürft ja nimmer streiken.
 
Wenn man nicht angekündigt hätte, das gestreikt wird, hätte das doch keiner bemerkt. Wenn durch Warnstreiks etwas erreichen wollen würde, so ließe man für einen bestimmten Zeitraum alle Passagiere kostenfrei und ohne Kontrolle mitfahren. So ist doch alles wie immer.
 
Gesetzlich ist es geregelt, dass nur ausserhalb der Friedenspflicht gestreikt werden darf und was du da anführst,
wäre eine Einschränkung des gesetzlich garantieren Streikrechtes und damit ein Eingriff in die gesetzlich garantierte Tarifautonomie.
Damit würdest du übrigens jedem Streik den Zahn ziehen, da die Arbeitgeber sich ja ausrechnen können, was ihnen diese 20 Tage kosten würden um Rückstellungen zu bilden und dann nach den 20 Tagen legen die ein Nullangebot auf den Tisch und sagen dann Ätsch, jetzt müßt ihr das annehmen, dürft ja nimmer streiken.

Oder es würde helfen das die Arbeitnehmer sich nicht wie kleine Kinder benehmen und mal wie Erwachsene verhandeln ohne gleich die Streik keule zu ziehen.
Der gestige Streik war vollkommen unnötig schon allein deswegen, weil die Arbeitgeber ihnen direkt 5% mehr gehalt angeboten haben.
Damit hätten sie sich ruhig zufrieden geben können.
 
Oder es würde helfen das die Arbeitnehmer sich nicht wie kleine Kinder benehmen und mal wie Erwachsene verhandeln ohne gleich die Streik keule zu ziehen.
Wobei ich nicht finde, dass das Ausüben des Streikrechts ein Verhalten "wie kleine Kinder" darstellt. Soweit ich verstanden habe, wurde zuvor bereits ausgiebig verhandelt. Gestreikt wird meistens erst, wenn die Verhandlungen nicht zu einem Ergebnis geführt haben. Das "wie Erwachsene verhandeln" ist also durchaus geschehen und wurde nicht übersprungen.
 

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