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Daenerys
Gast
Und 3.) kann man immer leicht reden, wenn man ned in der eigenen Situation ist!!
Ich habe eben die letzten Seiten nachgelesen und werde jetzt nicht detailliert antworten, da das Meiste meiner Meinung nach schon gesagt worden ist. Folgendes liegt mir aber noch auf dem Herzen:
AimezVousSonja, du kannst davon ausgehen, dass alle, die wir hier aktiv sind, in einer vergleichbaren Situation wie du sind oder waren. Wir kennen das alle. Das verzweifelte Hoffen, das Interpretieren jedes Worts und jedes Lächelns, das schreckliche Vermissen und die Sehnsucht. Du hast hier keinen Alleinanspruch auf wirklich tiefgehende Gefühle zu einer Lehrkraft. 😉 Dass dich hier einige warnen, die Sache nicht zu intensiv und offensiv anzugehen, bedeutet nicht, dass deine Lage nicht erfasst und verstanden ist. Ich glaube, die meisten hier werden einmal zumindest ansatzweise mit ähnlichen Gedanken und Plänen wie du gespielt haben. Aber viele sind auch seit Längerem aus der Schule raus und haben rückblickend nochmal eine ganz andere Sicht auf diese Dinge. Einige hoffen auf keine Beziehung, wissen, dass eine Freundschaft sie aber auf Dauer kaputt machen würde und suchen deswegen keinen Kontakt – auch wenn sie, wie du, natürlich nicht wünschen, die geliebte Person zu verlieren. Wer hier solche Überlegungen führt und dir nahebringen will, hat nicht unbedingt weniger intensive Gefühle als du.
Vielleicht wolltest du das ja auch gar nicht aussagen, aber ich fühle mich gerade ein bisschen verurteilt und möchte das gerne wieder gerade biegen.
Du hattest in deinem Thread gefragt, was für Erfahrungen ich mit dem Thema habe, aber ich konnte nicht antworten (sorry!). Ich war vor einigen Jahren in eine Lehrerin verschossen (im Nachhinein war es nicht soo ernst (um meinen ersten Absatz mal zu verteidigen: Sie ist auch nicht mein Anmelde- und Schreibgrund 😀) und wir verstehen uns aber auf einer platonischen Ebene sehr gut) und habe es ein bisschen übertrieben. Ihr z.B. einmal Blumen geschenkt, sie mehrmals wöchentlich in den Pausen angequatscht und so. Insgesamt war ich ziemlich auffällig. Sie war zwar recht nett in der Hinsicht und schien sich irgendwie sogar über unsere Gespräche zu freuen (was mich wundert; ich wäre an ihrer Stelle schon arg genervt gewesen), aber rückblickend glaube ich, mein damaliges Verhalten hält sie noch heute ein bisschen davon ab, mich als ernstzunehmende, (fast) "erwachsene" Frau zu sehen, der sie auf einer Augenhöhe begegnen kann.
Ich schreibe das, weil deine Erzählungen mich ein bisschen daran erinnern. Natürlich möchte man ihr so oft so nah wie möglich sein, aber ich schätze einfach, dass es nicht unbedingt von reifem Verhalten und Denken zeugt, wenn man es derart übertreibt. Und erfahrungsgemäß kommt das eben auch nicht so toll an.