Die Frage für mich ist da... was verpassen wir? Als Gesellschaft meine ich.... warum "darf" gerechtfertigte Wut zugunsten einer Autorität oft nicht ausgedrückt werden? Sondern "muss" so krank machen...in Depressionen...Persönlichkeitsstörungen usw....
Weil die Personen eben schlicht alleinegelassen werden oder eben bestimmte Situationen als nicht änderbar erleben, oder die auch faktisch nicht im Sinne der Person änderbar sind.
Das ist dann ein schleichender Prozess bis sich die Person sagt: jetzt werde ich zum Terroristen oder drehe durch, quasi als letztes Mittel.
Wenn du in die Geschichte der RAF zurückblickst, steckt hinter der Ideologie eigentlich ein bestimmtes (menschliches) Bedürfnis: der Ungerechtigkeit zwischen Korruption, Gier und Macht im Verhältnis zum normalen Fussvolk entgegen zu wirken -> also: Gerechtigkeit!
Natürlich waren die Ausführungen dann radikal, aber anders hätte man kein Gehör gefunden. Genutzt hat es letztendlich niemandem, sondern nur viel Leid gebracht.
Wollte damit nur die Entstehung verdeutlichen.
Es gab da auch keine andere Alternative als sich zu radikalisieren.