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Das kann man aber nicht mit Sicherheit wissen, und so bleibt eben oft das Gefühl dass derjenige nicht zu seiner gerechten "Strafe" kommt. Manchen sind verbale Attacken darüberhinaus sch****egal. Das richtige Mittel um denjenigen wirklich zu treffen findet man dann nicht.


Wenn ich verbal zurückschlage, dann trifft das! Das geht zu 99% Prozent nach dem Motto "Treffer. Versenkt" aus.

Oft ist mir das aber auch zu blöd.

Und es gibt schon Menschen im direkten Umfeld, von denen man weiß, dass man sie mal trifft, wenn sie es am wenigsten erwarten oder sie kommen dann irgendwann an und brauchen was - und man hat keine Zeit - und manchmal sorgt auch das Leben für Gerechtigkeit.
 
Einmal im Leben war mir dies gegönnt, ein frecher Jugendlicher der im Supermarkt herumgepöbelt und auf Ansprache Leute beleidigt hat. Draussen wollte er noch einen besonders coolen Abgang hinlegen mit dem Einkaufswagen als fahrbarem Untersatz. Damit hat er sich dann spektakulär auf den Boden gelegt. Eine bessere und schnellere Retourkutsche gabs gar nicht.


Das ist dann "instant karma". Passiert leider viel zu selten...
 
Grade beim Einkaufen habe ich meinen Pfandbon aufs Band gelegt und die Kassiererin hat so schnell aufs Band gedrückt, dass es den Bon mit eingezogen hat.

Nachdem ich ihr freundlich erklärt hatte, dass das Band meinen Bon gefressen hat , hat die mich angegiftet - laut und vor allen Leuten, dass man deshalb ja den Bon auch nicht aufs Band legen würde. Das wüsste jeder.

Da habe ich ziemlich scharf und laut erwidert, dass ich bisher immer dachte , dass das der richtige Platz dafür sei und sie gefragt , ob ich denn das Ding nächstes mal aufs Display nageln soll, damit sie was sieht oder ob sie einen anderen Verbesserungsvorschlag hätte.

Darauf hin hat sie das Genick eingezogen und war ziemlich still.
 
Zuletzt bearbeitet:
Leider ist nicht jeder überhaupt so schlagfertig bzw. weiß in der Situation richtig zu reagieren.

Ich bin mir nur zu 100% sicher dass solche Sachen wie mit dem Einkaufswagensturz in demjenigen ein Schamgefühl auslösen, das er so schnell nicht mehr vergisst.

Man kann jemandem immer mit etwas treffen was innen drin in ihm nagt. Nur muss man die wunde Stelle finden.
 
Grade beim Einkaufen habe ich meinen Pfandbon aufs Band gelegt und die Kassiererin hat so schnell aufs Band gedrückt, dass es den Bon mit eingezogen hat.
Nachdem ich ihr freundlich erklärt hatte, dass das Band meinen Bon gefressen hat , hat die mich angegiftet - laut und vor allen Leuten, dass man deshalb ja den Bon auch nicht aufs Band legen würde. Das wüsste jeder.
Da habe ich ziemlich scharf und laut erwidert, dass ich bisher immer dachte , dass das der richtige Platz dafür sei und sie gefragt , ob ich denn das Ding nächstes mal aufs Display nageln soll, damit sie was sieht oder ob sie einen anderen Verbesserungsvorschlag hätte.


Ist mir auch schon passiert. Aber die Kassiererin damals hat sich mehrfach entschuldigt und gesagt, dass sie jetzt die 25 cent leider nicht mehr abziehen könne und hat mir gesagt, dass ich den Bon das nächste mal nicht auf das Band legen soll, weil er dann eingezogen werden kann.

So geht es halt auch. Aber manche wollen halt lieber rumpampen.
 
So geht es halt auch. Aber manche wollen halt lieber rumpampen.

Wer sich bei Fehlern oder unbeabsichtigter Ungeschicktheit von anderen dazu hinreißen lässt gleich ausfallend zu werden, hat aus meiner Sicht sowieso ein Problem mit sich selbst. Vielleicht wäre die passende Antwort drauf die Frage was denn im eigenen Leben gerade so alles schief läuft.
 
Ich denke, dass da jeder auch selbst verantwortlich ist, wie nah man das an sich ran lassen muss. Muss ich mich über jede Unhöflichkeit ärgern. Das geht ja schon los, wenn sich Leute im Bus vordrängeln usw. Oder kann ich damit gelassener umgehen? Wo ich allerdings auch kein Verständnis für habe, sind Leute, die sich bei Bäcker, Metzger oder generell vordrängeln. Die werden dann aber auch höflich in ihre Schranken verwiesen.
 
Und ich kann mir gut vorstellen, dass das auf Dauer krank macht. Konstante empfundene Ungerechtigkeit (bzw. nicht als ausreichend, in Relation zu den eigenen gefühlsgetriebenen Vorstellungen, empfunden). Zwar jeweils in kleinem Ausmaß, aber dafür immer und immer wieder.

Ich bin mir fast sicher, dass auch schon bei diversen Amokläufern ein jahrelanger, für die Person quälender Prozess der Unzufriedenheit, Ungerechtigkeit oder auch Einsamkeit (Außenseiterrolle) vorausging.

Denn mit ihrer Tat wollen sie im Grunde einmal im Leben Aufmerksamkeit und auch Rache üben.

Da gibt es vermutlich recht anfällige, aber nach außen jahrelang unauffällige Menschen, bis der berühmte Tropfen dazukommt.
 
Ich hab da schon häufiger drüber nachgedacht und, ganz laienhaft, schon überlegt, ob diese unterdrückten Emotionen der Rache und Gewalt, nicht sogar Auslöser (oder zumindest Faktor) für die weitverbreitete Unzufriedenheit und Depressionen sein könnten.

Quasi, dass unser ganz tiefes "Urempfinden" für "Gerechtigkeit" ("Ego-Gerechtigkeit"?) nicht vollständig mit unseren gesellschaftlichen Regeln vereinbar ist. Damit möchte ich natürlich nicht Gewalt, Selbstjustiz und Anarchie befürworten. Es geht mir wirklich nur um diese Spannungen zwischen Gefühl und Verstand.

Das Gefühl "Dem sollte nun echt mal einer auf die Schnauze hauen", wird wohl fast jeder schon gehabt haben. Zeitgleich hat der Verstand in dieser Situation aber vermutlich relativiert und das eigene Verhalten dominiert. Diesen Bruch meine ich: Man erinnert sich, wenn man an solche Situation zurückdenkt, primär an das, was der eigene Verstand vermittelt hat. Das ursprüngliche Gefühl verdrängt man schon fast. Man misst ihm keine Bedeutung zu, denn man weiß: "Man schlägt natürlich keine Leute", wodurch man indirekt entscheidet: Mein Gefühl war falsch.

Und ich kann mir gut vorstellen, dass das auf Dauer krank macht. Konstante empfundene Ungerechtigkeit (bzw. nicht als ausreichend, in Relation zu den eigenen gefühlsgetriebenen Vorstellungen, empfunden). Zwar jeweils in kleinem Ausmaß, aber dafür immer und immer wieder.


Genau in diese Richtung geht auch mein Denken/Fühlen. Man bleibt so oft in Situationen, die ungerecht sind, mit einem Gefühl von unterdrückter Emotion zurück- sei es in einem Amt, beim Chef, bei Fremden auf der Straße,
oder eben schon als Kind von sehr dominant-unterdrückenden Eltern, die sich nicht um die Gefühle des Kindes scheren.

Diese unterdrückte Emotion ist wesentlich gefährlicher in ihrer Wirkung...kollektiv...und gesundheitlich für den Einzelnen...als uns bewusst ist, denke ich.

Nehmen wir bitte mal das Beispiel, das ich weiter vorne schrieb.

Ein Kind wird von seinen Eltern misshandelt...geschlagen...beleidigt... irrational wütend erzogen...mal ist es der Prinz...mal wird es wegen schlechter Laune der Eltern total verprügelt... usw usw usw
Das Kind sieht sich dieser Macht komplett ausgeliefert...und baut natürlich als Gegenreaktion eine immense Wut auf...
dazu kommen Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft...es erlebt sich als Marionette...an falsche Dinge geglaubt...sich leicht manipulieren lassen... hinters Licht geführt usw...

Wenn da nichts einwirkt..oder er/sie sich irgendwie Luft verschaffen kann (wie? Wo ist ein geeigneter Raum für diese Wut außer hinter geschlossenen Wänden und in gesicherten Hallen?) ...haben wir den klassischen Terroristen...dem jeder Glaube an Gerechtigkeit abhanden gekommen ist- der es nie erlebt hat...und der eben dann Selbstjustiz übt.

Die Frage für mich ist da... was verpassen wir? Als Gesellschaft meine ich.... warum "darf" gerechtfertigte Wut zugunsten einer Autorität oft nicht ausgedrückt werden? Sondern "muss" so krank machen...in Depressionen...Persönlichkeitsstörungen usw....
 

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