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Das beste Beispiel, weil es in der BRD jeden betrifft, ist die verfassungswidrige GEZ-Zwangsabgabe.

Was bleibt ist, dass man sich entweder von der Idee der Rechtsstaatlichkeit löst und sein eigenes Recht lebt (wie jeder andere auch). Alternativ kann man sich mit gleichgesinnten umgeben, die jedoch so spärlich verteilt werden sein, dass es unmöglich erscheint, diese zu finden.

Das ist im Grunde aber ein alter Hut, und genau deswegen passieren in D auch Dinge, die eigentlich nicht sein können.

Die größere Masse nimmt gewisse Zustände eben einfach hin, ohne sich Gedanken darüber zu machen, dass der Rundfunkbeitrag schnell vom Tisch wäre, wenn einfach mal 30 Mio Menschen Rabatz machen.
Aber das wird sich wohl nie ändern. Also beklagt man am Stammtisch weiter die Missstände und das wars.
 
Wichtig: Zeugen!

Vorgehen: Strafantrag bei der Polizei stellen, und den Tathergang detailliert schildern.

Einem Strafantrag muss nachgegangen werden. Einer Anzeige jedoch nicht. Der Wortlaut genügt.

Ohne Zeugen sieht es schlecht aus. Ich rate von Selbstjustiz ab (wenn es die Situation eskalieren kann)

Ich habe schon 2x wegen Verkehrsgefährdung was unternommen, ist ausgegangen wie das Hornberger Schießen. Brief vom Staatsanwalt dass wegen Geringfügigkeit blablabla eingestellt wurde. Man hat doch gar kein Interesse dem richtig nachzugehen.

Was bringen Zeugen, wenn nacher Aussage gegen Aussage ist?
Im Übrigen wollen Unbeteiligte (auch wenn sie es gesehen haben) meist sowieso in nichts hineingezogen werden.
Ich kenn doch mittlerweile meine Pappenheimer.

Da ist Selbstjustiz gefühlt manchmal die konsequentere Wahl. Wenn dann halt mal das Auto eine Dalle hat, kann er nämlich genausowenig beweisen dass ich es gewesen wäre. Quit pro Quo.
Im Übrigen fehlt mir der Glaube an unser Rechtssystem sowieso.

Mein Vater einen Vollstreckungstitel gegen einen Mietschuldner. Da passiert genau NICHTS. Viel Geld und Nerven, der werte Herr streckt den Finger, da er "offiziell" nichts hat, weiß aber genau wie ers machen muss und lebt trotzdem angenehm, hat auch noch die Kaution einfach abgewohnt.

In unsere Einfahrt ragen jeden Tag Fahrzeuge so dass man nur schwer rein und rauskommt. Seit Monaten mit der Gemeinde und dem Straßenbauamt herumgestritten. es passiert NICHTS. Irgendwann hat man auch keine Lust mehr und versucht selbst zu seinem Recht zu kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
...Geringfügigkeit blablabla eingestellt wurde. Man hat doch gar kein Interesse dem richtig nachzugehen.

... es passiert NICHTS. Irgendwann hat man auch keine Lust mehr.

Ja, das entspricht genau meiner Wahrnehmung. Bei mir unten an der Ecke, am Kindergarten, biegt man in eine Neue Straße ein. Da haben Fußgänger Vorrang. Nachdem ich einmal fast überfahren wurde, habe ich auch Anzeige gestellt... von der Polizei kam nur blabla... können wir nichts machen. Die haben nicht mal versucht dem nachzugehen. Die Polizei verwies ans Ordnungsamt der Stadt und das Ordnungsamt an die Polizei.

90% der Autofahrer interessiert es nicht. Wenn ich es drauf anlegen würde, könnte ich mich jeden Tag mehrfach überfahren lassen 🙄
Vor ein paar Wochen hatte es dann eine Radfahrerin erwischt...
Und niemanden interessiert es....
 
Ja, das entspricht genau meiner Wahrnehmung. Bei mir unten an der Ecke, am Kindergarten, biegt man in eine Neue Straße ein. Da haben Fußgänger Vorrang. Nachdem ich einmal fast überfahren wurde, habe ich auch Anzeige gestellt... von der Polizei kam nur blabla... können wir nichts machen. Die haben nicht mal versucht dem nachzugehen. Die Polizei verwies ans Ordnungsamt der Stadt und das Ordnungsamt an die Polizei.

90% der Autofahrer interessiert es nicht. Wenn ich es drauf anlegen würde, könnte ich mich jeden Tag mehrfach überfahren lassen 🙄
Vor ein paar Wochen hatte es dann eine Radfahrerin erwischt...
Und niemanden interessiert es....

Dann kennst du sicher dieses Gefühl der Machtlosigkeit und dem immer stärker werdenden Wunsch es "auf andere Weise" regeln zu wollen, wenn einen sonst alles im Stich lässt. Der Thread-Titel ist also Programm.
 
Dann kennst du sicher dieses Gefühl der Machtlosigkeit und dem immer stärker werdenden Wunsch es "auf andere Weise" regeln zu wollen, wenn einen sonst alles im Stich lässt. Der Thread-Titel ist also Programm.

Ich zeihe mich immer mehr zurück. Gehe lieber Nachts raus. Wenn weniger Menschen unterwegs sind. Da es in der Arbeitswelt aber auch nicht anders zugeht sehe ich mich einer Perspektivlosigkeit gegenüber.
 
Ich zeihe mich immer mehr zurück. Gehe lieber Nachts raus. Wenn weniger Menschen unterwegs sind. Da es in der Arbeitswelt aber auch nicht anders zugeht sehe ich mich einer Perspektivlosigkeit gegenüber.

Dieses "Gerechtigkeitsempfinden" das wir beide offenbar haben, ist eben nicht (mehr) weit verbreitet. Betrug, Frechheiten und Ellenbogendenken sind allgegenwärtig. Vor Gericht recht haben heißt längst nicht mehr recht bekommen.

Das Schlimme ist eben, dass es ohnehin gebeutelte Menschen offenbar besonders oft trifft.

Ich könnte es daher jemandem, der (unverschuldet) richtig ins Gras gebissen hat, nicht mal verübeln wenn er Selbstjustiz übt. Irgendwann ist für jeden Ende der Fahnenstange.
 
Dieses "Gerechtigkeitsempfinden" das wir beide offenbar haben, ist eben nicht (mehr) weit verbreitet. Betrug, Frechheiten und Ellenbogendenken sind allgegenwärtig. Vor Gericht recht haben heißt längst nicht mehr recht bekommen.

Das Schlimme ist eben, dass es ohnehin gebeutelte Menschen offenbar besonders oft trifft.

Ich denke, wir sind vielleicht in der Minderheit, aber keine Ausnahmen.

Vor Gericht recht zu bekommen, heißt oft auch, das nötige Kleingeld zu besitzen. Und grade in der Arbeitswelt gegen straffällige Kollegen zu klagen ist fast gleichbedeutend mit sozialer Ächtung.

...never ending story
 
Vor Gericht recht zu bekommen, heißt oft auch, das nötige Kleingeld zu besitzen. Und grade in der Arbeitswelt gegen straffällige Kollegen zu klagen ist fast gleichbedeutend mit sozialer Ächtung.

...never ending story

Bei manchen Fällen kalkuliert die Gegenseite langwierige Rechtstreits mit ein, wohlwissend dass dem kleinen Mann irgendwann das Geld ausgeht.

Ja, es liegt vieles im Argen.

Aber mir gehts auch so, ziehe mich von manchem einfach zurück.
 
Es gibt wenige Dinge, die es mir Wert sind ewig nachzutragen. Das versaut einem nur selber die gute Laune.

Wenn es etwas zu sagen gibt, dann sage ich es gleich und zwar so, dass es nicht misszuverstehen ist.

Wobei mich die Hundesache jetzt nicht so geärgert hätte. Die gehen ja auch wieder mit ihrer Töle.

Wir hatten letzens sowas auf einem Gartenfest und die Reaktion eines Gastes war ganz lustig.

Er hat Herren und Hund angesehen und zum Hund gesagt: "Halt die Schnauze, sonst landest Du im Suppentopf. Da passt Du grade rein."

Alle haben gelacht und dann war es gut.

Wenn mir wirklich jemand was antut, dann kann es aber schon sein, dass er die Retourkutsche bekommt. Manchmal kurzfristig und manchmal längerfristig. Ich kann warten und man sieht sich immer zweimal im Leben.

Und oft sind ja die Leute auch mit sich gestraft genug. Das alleine ist auch ein Trost.
 
Wenn mir wirklich jemand was antut, dann kann es aber schon sein, dass er die Retourkutsche bekommt. Manchmal kurzfristig und manchmal längerfristig. Ich kann warten und man sieht sich immer zweimal im Leben.

Und oft sind ja die Leute auch mit sich gestraft genug. Das alleine ist auch ein Trost.

Das kann man aber nicht mit Sicherheit wissen, und so bleibt eben oft das Gefühl dass derjenige nicht zu seiner gerechten "Strafe" kommt. Manchen sind verbale Attacken darüberhinaus sch****egal. Das richtige Mittel um denjenigen wirklich zu treffen findet man dann nicht.

Es ist vergleichbar mit dem Raser, der dich von hinten bedrängt, dann rechts an dir vorbeizieht und weiter vorne genüsslich geblitzt wird. In so einem Fall gibt es nichts Schöneres, als dass du noch live dabei bist wenn so jemandem dann unmittelbar ein "Missgeschick" passiert.

Einmal im Leben war mir dies gegönnt, ein frecher Jugendlicher der im Supermarkt herumgepöbelt und auf Ansprache Leute beleidigt hat. Draussen wollte er noch einen besonders coolen Abgang hinlegen mit dem Einkaufswagen als fahrbarem Untersatz. Damit hat er sich dann spektakulär auf den Boden gelegt. Eine bessere und schnellere Retourkutsche gabs gar nicht.
 

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