s0nnenkind
Mitglied
Hallo zusammen,
ich bin Anfang 20 und habe vor mittlerweile bald 3 Jahren meinen Bachelor in Medienwissenschaften mit sehr guten Noten abgeschlossen. Seitdem habe ich den Berufseinstieg nicht geschafft und lediglich ein 4-wöchiges Praktikum absolviert.
Im Studium habe ich mir wenig Gedanken über das Berufsleben gemacht, deshalb war ich nach dem Studium orientierungslos und wusste nicht, was ich machen möchte. Zu der Zeit habe ich auch angefangen mich stark politisch zu interessieren und nach dem Praktikum ging es 2016 los mit ehrenamtlichem Engagement. Seit Längerem habe ich einen Teilzeit-Job im Einzelhandel und habe parallel mal mehr, mal weniger nach Jobs gesucht. Hatte auch schon etliche Bewerbungsgespräche, sogar Jobangebote. Zu denen sagte mein Bauchgefühl aber jedes Mal Nein.
Durch das ehrenamtliche Engagement habe ich inzwischen klarere Vorstellungen davon, was ich gerne können und beruflich machen möchte (konkret: Öffentlichkeitsarbeit, hier und da ein bisschen Gestaltung, Pressearbeit, Eventmitorganisation, ...). Früher hatte ich das nicht. Früher war ich komplett ohne Zukunftsgedanken, außerdem bei Weitem nicht so selbstbewusst und aktiv wie heute.
Noch klarer sind aber meine Vorstellungen vom Leben: Es gibt unglaublich viel, was ich gerne ausprobieren möchte: mit kreativen DIY-Projekten mein handwerkliches Geschick ausbauen, meiner Leidenschaft fürs Kochen/Backen nachgehen, Versuche im Bereich Selbstversorgung/Gärtnern starten, einen eigenen Blog aufbauen ... Ich lebe gerne so unabhängig wie möglich im Sinne von Mein-eigenes-Ding-machen. Ich genieße es sehr den Tag nach eigenen Vorstellungen strukturieren zu können und natürlich auch Zeit für das zu haben, was mir wichtig ist. Sei es experimentelles Kochen oder Sport.
Ich bin definitiv nicht antriebslos; das Einzige, was mich bremst, ist die finanzielle Unsicherheit bzw. inzwischen eher Druck (Probleme die Miete zu bezahlen und so gut wie kein Geld für Anderes als Lebensmittel) und daraus resultierende Existenzangst.
Wenn ich nicht jeden Tag mit Geldsorgen aufwachen würde, wüsste ich 1000 Dinge, die ich als Nächstes machen möchte. Und auch die ein oder andere Weiterbildung würde ich sehr gerne selbstorganisiert machen (habe auch schon oft über ein Fernstudium nachgedacht). Ich denke mir öfter mal: Vielleicht könnte ich mit einer Weiterbildung einen Arbeitgeber überzeugen, der eine Teilzeitstelle anbietet?
Denn im Moment fühle ich mich nicht mehr so, als hätte ich eine Chance in unserer Ellenbogen-Berufswelt. Ich bewerbe mich aktuell auf Trainees/Volontariate, weil ich glaube noch großen Lernbedarf im Bereich Medien/Öffentlichkeitsarbeit/PR/... zu haben. Ich frage mich gelegentlich aber, ob ich's denn ÜBERHAUPT lernen will. Denn ganz ehrlich, am liebsten würde ich gerade einfach irgendeinen besser bezahlten Nebenjob vielleicht in einem Bio-Laden oder nachhaltigen Café suchen (irgendwas, wo ich hinter den Produkten stehen kann). Und dann genug Geld haben, um halt okay über die Runden zu kommen und mich meinen Interessen und privatem Wissenshunger widmen zu können. Mir graust es so sehr davor 40 Stunden für irgendwen zu arbeiten und deutlich weniger Zeit für eigene Interessen zu haben als jetzt.
Ich weiß nicht so recht, was ich in diesem Forum suche. Vielleicht einfach Meinungen zu meiner Lebenssituation. Randnotiz: Ich habe einen Freund, wir leben zusammen, er ist beruflich ebenfalls verunsichert und sucht nach Möglichkeiten sich in anderen Branchen als seiner jetzigen zu erproben.
Ist mein Graus vor der 40-Stunden-Woche "normal"? Oder habe ich ein Problem? 😕 Wie soll ich damit umgehen, dass ich in der Vergangenheit viele Fehler in Bezug auf meine berufliche Laufbahn gemacht habe?
Danke für Anregungen.
ich bin Anfang 20 und habe vor mittlerweile bald 3 Jahren meinen Bachelor in Medienwissenschaften mit sehr guten Noten abgeschlossen. Seitdem habe ich den Berufseinstieg nicht geschafft und lediglich ein 4-wöchiges Praktikum absolviert.
Im Studium habe ich mir wenig Gedanken über das Berufsleben gemacht, deshalb war ich nach dem Studium orientierungslos und wusste nicht, was ich machen möchte. Zu der Zeit habe ich auch angefangen mich stark politisch zu interessieren und nach dem Praktikum ging es 2016 los mit ehrenamtlichem Engagement. Seit Längerem habe ich einen Teilzeit-Job im Einzelhandel und habe parallel mal mehr, mal weniger nach Jobs gesucht. Hatte auch schon etliche Bewerbungsgespräche, sogar Jobangebote. Zu denen sagte mein Bauchgefühl aber jedes Mal Nein.
Durch das ehrenamtliche Engagement habe ich inzwischen klarere Vorstellungen davon, was ich gerne können und beruflich machen möchte (konkret: Öffentlichkeitsarbeit, hier und da ein bisschen Gestaltung, Pressearbeit, Eventmitorganisation, ...). Früher hatte ich das nicht. Früher war ich komplett ohne Zukunftsgedanken, außerdem bei Weitem nicht so selbstbewusst und aktiv wie heute.
Noch klarer sind aber meine Vorstellungen vom Leben: Es gibt unglaublich viel, was ich gerne ausprobieren möchte: mit kreativen DIY-Projekten mein handwerkliches Geschick ausbauen, meiner Leidenschaft fürs Kochen/Backen nachgehen, Versuche im Bereich Selbstversorgung/Gärtnern starten, einen eigenen Blog aufbauen ... Ich lebe gerne so unabhängig wie möglich im Sinne von Mein-eigenes-Ding-machen. Ich genieße es sehr den Tag nach eigenen Vorstellungen strukturieren zu können und natürlich auch Zeit für das zu haben, was mir wichtig ist. Sei es experimentelles Kochen oder Sport.
Ich bin definitiv nicht antriebslos; das Einzige, was mich bremst, ist die finanzielle Unsicherheit bzw. inzwischen eher Druck (Probleme die Miete zu bezahlen und so gut wie kein Geld für Anderes als Lebensmittel) und daraus resultierende Existenzangst.
Wenn ich nicht jeden Tag mit Geldsorgen aufwachen würde, wüsste ich 1000 Dinge, die ich als Nächstes machen möchte. Und auch die ein oder andere Weiterbildung würde ich sehr gerne selbstorganisiert machen (habe auch schon oft über ein Fernstudium nachgedacht). Ich denke mir öfter mal: Vielleicht könnte ich mit einer Weiterbildung einen Arbeitgeber überzeugen, der eine Teilzeitstelle anbietet?
Denn im Moment fühle ich mich nicht mehr so, als hätte ich eine Chance in unserer Ellenbogen-Berufswelt. Ich bewerbe mich aktuell auf Trainees/Volontariate, weil ich glaube noch großen Lernbedarf im Bereich Medien/Öffentlichkeitsarbeit/PR/... zu haben. Ich frage mich gelegentlich aber, ob ich's denn ÜBERHAUPT lernen will. Denn ganz ehrlich, am liebsten würde ich gerade einfach irgendeinen besser bezahlten Nebenjob vielleicht in einem Bio-Laden oder nachhaltigen Café suchen (irgendwas, wo ich hinter den Produkten stehen kann). Und dann genug Geld haben, um halt okay über die Runden zu kommen und mich meinen Interessen und privatem Wissenshunger widmen zu können. Mir graust es so sehr davor 40 Stunden für irgendwen zu arbeiten und deutlich weniger Zeit für eigene Interessen zu haben als jetzt.
Ich weiß nicht so recht, was ich in diesem Forum suche. Vielleicht einfach Meinungen zu meiner Lebenssituation. Randnotiz: Ich habe einen Freund, wir leben zusammen, er ist beruflich ebenfalls verunsichert und sucht nach Möglichkeiten sich in anderen Branchen als seiner jetzigen zu erproben.
Ist mein Graus vor der 40-Stunden-Woche "normal"? Oder habe ich ein Problem? 😕 Wie soll ich damit umgehen, dass ich in der Vergangenheit viele Fehler in Bezug auf meine berufliche Laufbahn gemacht habe?
Danke für Anregungen.