Das ist soo wahr, aber mit Sicherheit nicht leicht umsetzbar. Ich spüre, das ich nicht der geborene Mensch für diesen typischen Job ist sprich morgens hin abends zurück, ein Chef im Nacken und nach andere Leuts Nase tanzen. Ich habe in der Hinsicht schon viel Mist erlebt und irgendwie will ich das nicht mehr. Würde auch gerne das machen was mir Spaß macht, aber was das weiß ich nicht mal. Durch meine Depression und Probleme, die damit verbunden sind ist es mir nicht möglich mir eine Arbeit zu suchen. Habe Angst und bekomme beim Gedanken Magenschmerzen. Will auch nicht mehr dieses Hin und Her Gerenne zum Jobcenter und mich da abfertigen lassen. Im Grunde lassen sie Dich völlig allein. Machen Dir Druck, können Dir aber nicht wirklich helfen, Tipps oder sonstiges Fehlanzeige. Und immer diese Sprüche, irgendwas müssen sie ja machen, geben sie Gas. Ich habe die Nase voll, aber erst muss ich mit mir selber klar sein und meine Therapie beginnen.
Das tut mir sehr leid. Ich hatte auch einiges ausprobiert. War jetzt 5 Jahre arbeitslos (so lange im Grunde wie meine Beziehung fast schon läuft) und ich bin auch froh, dass mein Partner mich in dieser Zeit nie wie Dreck behandelt hat. Muss sagen, dass ich dank meines Alters zu einem gewissen Grad noch keine Krankenkasse zahlen musste (Familienkasse bis zum 21. Lebensjahr) und dank Kindergeld kam ich glücklicherweise auch so gut finanziell hin, aber dieses Glück hat nicht jeder.
Ich schätze es auch unglaublich so einen tollen Job zu haben. Muss dazu sagen, dass ich selber Asperger und soziale Phobien habe. Mein Job ist knochenhart (Pferdeställe ausmisten), aber dafür momentan auch nur 9 Stunden die Woche (natürlich ist mein Lohn nicht extrem hoch, aber ich bin zufrieden damit und saisonal kann ich sogar 30/h die Woche arbeiten). Dass es nicht immer einfach ist weiß ich. Manchmal komme ich auch mit Rückenschmerzen nach Hause, aber meine Chefin ist eine mega Liebe.
Hatte ja auch mal als Aushilfe in nem Kleidergeschäft gearbeitet für ein paar Monate. Ein paar Krumen Joberfahrung. Mehr nicht. Doch die war da auch nicht immer so nett, hat oft gehetzt, usw. Alles nicht so schön. Wie gesagt: Echter Glücksgriff, aber nach 5 Jahren war es das Beste was mir passieren konnte. Mir hingegen hilft es psychisch sogar sehr gut. Ich verdiene Geld, komm an die frische Luft und bin von Tieren umgeben.
Mein Tipp:
Mach die Therapie. Wenn sie dir hilft dann ist das echt schön. Für mich war sie lediglich ein kleiner Anstupser in die richtige Richtung. Hilfreich war für mich erst der Umzug aus der Stadt da ich ein absoluter Naturmensch bin.
Und dann würde ich sagen: Blende mal all diese Volldeppen aus die dir irgendnen Blödsinn einreden wollen. Wie gesagt: Gibt leider zu viele falsche Fünfziger die dir sonst irgendwelche Jobs andrehen wollen (weil sie aus eigener Intuition meinen das wäre "Das Beste" für dich). Und dann...
Denk nur an dich. NUR! Es ist hart. Ich weiß. Ich kenn das.
Glaub mir. Ich arbeite erst seit Ende Januar dort und weiß wie das ist. Schweißnasse Hände, Angst, usw. Ich kenn das nur zu gut von mir selbst, aber es ist der richtige Weg. Auch wenn es verdammt schwer ist (hatte selber Depressionen und teilweise auch Suizidversuche hinter mir). Mittlerweile bin ich wieder komplett stabil (wollen mir nur die wenigsten glauben, dass das möglich ist
🙄) und ich denke, dass für dich vielleicht erst mal der beste Weg ist mal nicht auf andere zu hören.
Sondern nur auf die eigene, innere Stimme. :blume:
Ich will dir auf keinen Fall reinreden. Hör auf dich. Mir kam die Arbeit mit Tieren sehr entgegen. Vielleicht ist es ja was für dich? Ich weiß es nicht. Es ist körperlich hart, aber du musst nicht so viel dabei denken (außer du hast nen Job als Tierarzt, aber das ist auch wieder viel Soziales mit Kunden, Menschen, ect.) Ich hab für mich festgestellt, dass ich absolut nicht für solche sozialen/Kopfjobs geeignet bin da ich in meiner Freizeit schon ein extremer Kopfmensch bin.
Klar, am Ende ist man meist sehr ko und erschöpft, aber ich hatte dieses Magengeschwür meist nur dann wenn ich meinem Körper etwas getan habe was er absolut nicht wollte. Und wenn dir jegliche Bürojobs zuwider sind: Lass es! In erster Linie würde ich erst mal versuchen etwas zu finden was dich erfüllt und glücklich macht. Jobtechnisch. Ist möglich. Mein Freund hat das auch durch. Der hat sich in ne Metallbauer-Ausbildung reingequält bis zum letzten Jahr... und weißt du was? Er hat es dank mir geschafft das abzubrechen. Klingt hart. Ich weiß... aber jetzt ist er gelernter Bäcker und glücklicher denn je.
😉
Tu dir selbst den Gefallen und tu dir was Gutes. Setz deinen Dickschädel durch. Meine Mutter hat mich jahrelang vor so einem Job versucht zu bewahren (ich bin zierlich und klein, klar, dass man da denkt die kann keinen körperlich harten Job ausüben). Das Gegenteil war der Fall. Manchmal muss man halt echt das tun was andere nicht wollen. Auch wenn wir uns oft wünschen, dass wir auch die Bedürfnisse anderer Menschen mit unserem Tun ausfüllen können, aber das geht halt nicht immer.
Fühl dich gedrückt. *knuddel*
Und sorry für meinen Roman.
😱