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wachsende Intoleranz und (Nicht-) Religion

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Das ist eigentlich nicht der Sinn der Menschenrechte und auch eine gefährliche Sichtweise, dass es die Staaten sind, die sie "erschaffen" haben. Sicher fällt es in einer nationalstaatlich aufgebauten Welt den Staaten zu, diese zu schützen und für ihre Einhaltung zu sorgen, aber die Menschenrechte sind ja eigentlich etwas Überstaatliches.
Etwas, was vor dem Staat, vor der Demokratie und vor den Bürgerrechten kommt, weshalb es auch keinem Staat zusteht, diese nicht zu beachten oder gegen sie zu verstoßen.
Wären sie an eine Staatsbürgerschaft gebunden, wäre ja ihr ganzer Sinn verfehlt.

Was spielt es für eine Rolle wer von uns die Rechte erschaffen hat? Das diese uns gegeben sind und rechtlich anerkannt sind, das heißt - so wie Du schreibst - vom Staat geschützt werden - macht diese Rechte doch erst wirksam! Das ist doch mit allen Rechten so!

Was nützt mir ein evtl. " allgemeines Recht" - wenn ich es nicht wirksam bekommen kann? Warum ist es jetzt eine gefährliche Sichtweise, das ich geschrieben habe, das diese vom Staat kommen? Nur durch die staatliche Gesetzgebung - haben wir doch etwas Wirksames davon! Wer will sich sonst für das Recht einsetzen, wenn nicht die Staatsgewalt?

Das diese überstaatlich wirken, habe ich doch geschrieben - das ist doch ganz klar, das sich daraus ergibt, wie Du es formuliert hast: "weshalb es auch keinem Staat zusteht, diese nicht zu beachten oder gegen sie zu verstoßen."

Natürlich sind die Gesetzeslagen an den Staatsbürgerschaften gebunden, das ist ganz normal!
 
"Natürlich" werden Gesetze verfeinert und modifiziert, aber Prinzipien - materielle wie geistige - nicht. "Naturprinzipien" können nur durch die Natur verändert werden, wenn überhaupt. Ich verweise hierbei auf überpositives bzw. Naturrecht.

Was der einzelne Mensch daraus macht, in einem staatsbürgerlichen, religiösen oder auch einfach nur individuellen Sinne, ist natürlich eine andere Frage.

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Aus meiner Sicht werden "Rechte" und "Prinzipien" auch heutzutage pauschal aus "Kapitalgewalt", überbordendem Territorialdrang, der Angst vor Arbeit, der Angst vor Armut und der Angst vor Andersartigkeit begründet. Aus meiner Sicht nicht ganz richtig, wobei man das natürlich differenzieren muss.

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Religion bzw. "religio" bedeutet wohl nicht zuletzt auch "Rückorientierung" (auf alte Werte). Wenn ihr mich fragt, dann zählen die "alten Werte" nicht mehr oder weniger als die "neuen Werte" - einer, zugegeben, auch oftmals kalten und unherzlichen Welt, die sich auf die Fahnen geschrieben zu haben scheint, trotz aller Möglichkeiten, nicht auf andere zu schauen, sondern nur auf sich selbst.
 
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Religion bzw. "religio" bedeutet wohl nicht zuletzt auch "Rückorientierung" (auf alte Werte). Wenn ihr mich fragt, dann zählen die "alten Werte" nicht mehr oder weniger als die "neuen Werte" - einer, zugegeben, auch oftmals kalten und unherzlichen Welt, die sich auf die Fahnen geschrieben zu haben scheint, trotz aller Möglichkeiten, nicht auf andere zu schauen, sondern nur auf sich selbst.

Wobei ich die "alten Werte" keineswegs unbedingt als warmherziger einschätzen würde. Damals hat es wohl auch viel Kaltherzigkeit gegeben - man denke nur an die noch vor wenigen Jahrzehnten weitverbreitete "schwarze Pädagogik" in Schulen und Kinderheimen. Nicht selten hat man sich dabei auch noch auf religiöse Strenge bezogen, um diese drastischen Erziehungsmaßnahmen zu rechtfertigen.
 
Wobei ich die "alten Werte" keineswegs unbedingt als warmherziger einschätzen würde. Damals hat es wohl auch viel Kaltherzigkeit gegeben - man denke nur an die noch vor wenigen Jahrzehnten weitverbreitete "schwarze Pädagogik" in Schulen und Kinderheimen. Nicht selten hat man sich dabei auch noch auf religiöse Strenge bezogen, um diese drastischen Erziehungsmaßnahmen zu rechtfertigen.

Aus meiner Sicht werden "Werte" aus Gefühlen abgeleitet. Insofern stellt sich die Frage, wie Menschen damals anders als heute gefühlt haben, oder ob beispielsweise ein Chinese anders als ein Deutscher fühlt. In gewisser Weise scheinen mir Diskussionen über irgendeine Form von "Andersartigkeit" - damals wie heute, hier wie dort - vollkommen des Sinns zu entbehren.

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Würde sich heutzutage irgemdjemand über Liebe oder Reichtum beschweren? Höchst unwahrscheinlich. Es bleibt aber doch immer noch die Frage, wie man sich im Kontext zu anderen Ländern und seinen Mitmenschen sieht. Und ich glaube, dass es sich da viele Menschen viel zu einfach machen.

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In einem sehr grundlegenden Sinne könnte man sagen:

Respekt ist zu gewährleisten, die Gewährleistung von körperlicher und seelischer Unversehrheit, und gleichfalls die Arbeit für den Wohlstand aller Menschen.

So zumindest KÖNNTE man denken, glauben, meinen und handeln...
 
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Aus meiner Sicht werden "Werte" aus Gefühlen abgeleitet. Insofern stellt sich die Frage, wie Menschen damals anders als heute gefühlt haben, oder ob beispielsweise ein Chinese anders als ein Deutscher fühlt.

Also, soweit ich weiß, haben die Menschen damals auch nicht anders gefühlt als heute. Die Menschen, die damals beispielsweise der erwähnten schwarzen Pädagogik ausgesetzt waren, haben genauso darunter gelitten wie sie es heutzutage tun würden.

Die Frage wäre eher, warum die Pädagogen sich damals so verhalten haben und ihr Verhalten niemals in Frage gestellt hatten... möglicherweise, weil sie sich durch irgendwas dazu legitimiert sahen und womöglich der Ansicht waren, den Kindern etwas Gutes zu tun?
 
Also, soweit ich weiß, haben die Menschen damals auch nicht anders gefühlt als heute. Die Menschen, die damals beispielsweise der erwähnten schwarzen Pädagogik ausgesetzt waren, haben genauso darunter gelitten wie sie es heutzutage tun würden.

Die Frage wäre eher, warum die Pädagogen sich damals so verhalten haben und ihr Verhalten niemals in Frage gestellt hatten... möglicherweise, weil sie sich durch irgendwas dazu legitimiert sahen und womöglich der Ansicht waren, den Kindern etwas Gutes zu tun?

Menschen denken immer, dass sie das Gute tun, weil ihr Bewusstsein nicht mehr hergibt?

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Und ja, man sollte wohl durchaus nicht vergessen, dass viele Menschen einen egoistischen/opportunistischen und selbstverherrlichenden Gedanken in sich haben.
 
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Nun, sicher bin ich mir da nicht, aber klar, man könnte meinen, dass wir auf dem Weg eines grundlegenden globalen Einverständnisses sind. Viele wollen das aber wohl lieber nicht wahrhaben und meinen, dass sie eine bessere Lösung haben, auf die ich ja, zugegeben, sehr gespannt wäre.
 
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