Ich denke, es macht schon einen Unterschied.
"Nein heißt Nein", da spielt auch das Gefühl mit, gerade, wenn es nicht möglich ist ein "Nein" auszudrücken.Das daraus resultiert, doch evtl. Mitschuld zu tragen, weil woher sollte die andere Person wissen, was ich denke. Es ist hier nicht der Überfall auf der Straße oder sonst wo gemeint, sondern eher so Bekanntschaften auf Feiern oder sonst wo, also sich nicht ganz Fremde Personen, weil eben dies die oft kritischen Fälle sind.
Wenn dann, aber eigentlich erst mit einem deutliche "Ja" signalisiert wird, das Einverständnis auf beiden Seiten, bestimmte Handlungen rechtfertigt, dies eben wirklich geklärt werden muss, ja es macht manches vielleicht umständlicher, aber wäre dies wirklich schlimm? Mag sein, dass es Menschen gibt, die sich erst kurz kennen und einvernehmlich sexuell handeln wollen, aber was ist dann dabei vorher darüber zu einigen was erlaubt und was nicht erlaubt ...
Und doch auch sollte dann klar sein, das auch nach einem anfänglichen Ja ein späteres Nein, dieses Ja aufhebt.
Vielleicht auch wenn das Nein durch passiv zum Ausdruck kommt, auch hier kann es vielleicht hilfreich sein, dies abzuklären?
So für alle Fälle
Wenn dann in Gerichtsverfahren auch nur nachgefragt wird ob und wie das "Ja" dann gegeben oder wahrgenommen wurde, ist es vielleicht für das Opfer einfacher zu antworten, weil sie gerade, wenn sie das "Nein" nicht wirklich kommunizieren konnten, sich oft gar nicht trauen, etwas zur Anzeige zu bringen, denn vielleicht...
Selbst wenn das vielleicht nicht zu trifft, bleibt bei vielen die Unsicherheit, weil es ja nicht eindeutig kommuniziert, vielleicht doch dann auch anders verstanden ...
Opfer, sind dadurch deutlich schneller zu verunsichern, was die Gegenpartei für sich nutzen mag.
Und es macht schon ein Unterschied, denn was ist, wenn jemand unsicher ist, was das "Ja" angeht, auch dann wird es für diese Person eher schwierig sein es einfach so zu sagen und deutlich zuzustimmen, womit es eben dann bei einem Nein bleibt.
Und vor allem, wie @Sisandra schreibt, es ist eine deutliche Signalwirkung, das sexuelle Handlungen nur einvernehmlich vorgenommen werden dürfen.
Ich würde behaupten, es steht auch nicht dazu im Widerspruch, was an Gesetz schon da ist. Es macht es vielleicht nur noch deutlicher, das sich die Menschen in ihrem Handeln einig sein sollten und das dies im Handeln auch erkennbar sein muss.
Ein Ja als Zustimmung zumindest, scheint ja doch noch einiges mehr an Fragen und Diskussion aufzuwerfen als
"Nein heißt Nein", gerade im Hinblick wie soll es bewiesen werden. Doch wieso?