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Depression komplett heilbar?

@nordrheiner: aber wie macht man das, dass man das Leben plötzlich schön sieht und positiv wenn man nur Angst und Sinnlosigkeit empfinden und fühlt

Plötzlich passiert in diesem Fall selten etwas. Siehe auch Beitrag 8 von Rainbow Lotus. Ein gutes Leben aufbauen ist keine Minutensache. Du brauchst dafür Deinen Verstand, Zeit und Mühe.

Vermutlich bist Du eine Person, die vorwiegend gefühlsmässig agiert und entscheidet. Die Entscheidungen mehr und mehr mit dem Verstand zu treffen, gerade auch gegen negative Gefühle, ist eine Sache des Willens und der Übung.

Dein Verstand ist wie ein Instrument.

Keiner kann ein Instrument gut spielen, wenn er nicht übt. Am Anfang hört es sich oft grausam an. Aber je mehr Übung erfolgt, je schöner werden die Töne.
 
@nordrheiner: weißt du was ich in meinem Fall tun könnte ? Das Problem ist dass man oft keine Kraft hat sich etwas aufzubauen aufgrund der Sinnlosigkeit und diesem Gefühl was da ist
 
@nordrheiner: weißt du was ich in meinem Fall tun könnte ? Das Problem ist dass man oft keine Kraft hat sich etwas aufzubauen aufgrund der Sinnlosigkeit und diesem Gefühl was da ist

Das ist eine gute und konstruktive Frage. Es gibt verschiedene Ansätze, Deine Frage zu beantworten.

Beispiel:

1) lesen von Biographien verschiedener Menschen, die ihr Leben als sinnlos empfunden haben, um so zu erfahren, wie sie wieder einen Sinn erkennen konnten. Dabei geht es nicht darum, dass Du den gleichen Sinn wie sie erkennen mußt, sondern um den Weg des Lernens und des Erkennens, der Reflexion.

2) Mache Dir an Bildern klar, wie Deine Situation aussieht. Beispiel: Du bist in eine Sackgasse geraten. Am Ende ist eine 4 Meter hohe Mauer. Deine Augen sehen keinen Ausweg. Dein Verstand findet den Gedanken, dass eine Leiter helfen würde, über die Mauer zu gelangen. Eine andere Lösung wäre soweit zurückzugehen, bis zu der Abzweigung (Entscheidung), an der Du den Weg in Richtung Sackgasse genommen hast. Warum solltest Du (innerlich) den Weg zurückgehen oder Dir eine Leiter suchen? Es ist die Hoffnung. Wenn Du über die Mauer geklettert bist, wenn Du den Weg zurück gefunden hast, bist Du aus der Sackgasse raus und kannst einen Weg ohne Sackgasse gehen.
Die Frage lautet: Wie wirst Du Dich fühlen, wenn Du keine Mauer mehr vor Augen hast?

3) Viele Menschen befanden sich schon in der Sackgasse ihrer Gedanken und Gefühle. Sie fühlten Dunkelheit und sahen daher keine Lösung. Da kam jemand und sagte: Jesus ist der Weg, das Licht und die Wahrheit. Sie haben es ausprobiert - fanden den Weg und bekamen wieder Licht auf ihrem Weg.

LG, Nordrheiner
 
Mir könnte hier schon wieder die Hutschnur hochgehen.

Es gibt nur zwei Arten von Depressionen. Psychisch oder körperlich.

Eine Körperliche Depression ist definitiv nicht auf Dauer heilbar, da hängt man ewig an den Pillen, wie soll es auch anders gehen? Ähnliches gilt bei psychischen Depressionen. Und ich rede hier von DEPRESSIONEN und nicht depressiven Verstimmungen.

Manische Depressionen verschwinden z.B. niemals, das sie durch äußerliche Faktoren aber auch genetische Ursachen ausgelöst wird.

Ich freue mich für jeden, der es geschafft hat eine depressive Phase in seinem Leben bekämpfen zu können. Aber bei aller Liebe, geht bitte nicht davon aus, dass Menschen mit einer richtigen Depression sie irgendwie bekämpfen könnten, erst recht nicht, wenn es physische Faktoren beinhaltet.

Klingt alles sehr negativ, aber ich denke es hilft keinem mit einer bipolaren Störung, wenn man ihm/ihr weiß machen will, dass doch alles gut wird, wenn man irgend etwas glaubt, mal mehr Glück im Leben hat oder sonst was. Davon denkt sich der Hormonspiegel auch nicht "Ach ich fang mal an richtig zu arbeiten." und Gene fangen auch nicht an sich neu zu codieren.
 
@nordrheiner: ich glaub an Gott und Jesus Christus und ich verstehe nicht wie ich trotzdem diese Sinnlosigkeit finde. Was mache ich falsch ?

Liebe Greenchic,

da ich Dich nicht persönlich im Alltag erlebe, kann ich aus der Ferne nur Gedanken mitteilen, mit denen wir mögliche Gründe einkreisen können. Teile mir mit, was Du für Dich für zutreffend hältst.

Bevor ich das tue, will ich Dir mitteilen, dass Gott Dich liebt und auch Dich glücklich sehen will.

Gedanken:

1) Sinnlosigkeit bedeutet, dass wir Zusammenhänge nicht erkennen. Wir erkennen keinen Zusammenhang, entweder weil es keinen gibt, oder weil wir "blind" bzw. unverständig sind.

In welchem Bereich erkennst Du keinen Sinn? Was würde sich ändern, wenn Du in dem Bereich X oder in der Tätigkeit Y einen Sinn erkennst? Was ist Sinn für Dich?

Wo tust Du etwas, ohne dass Du einen Sinn erkennst, obwohl Du einen Sinn erkennen möchtest?

Wo fehlt Dir Sinn?

2) Depression kann mit Punkt 1 zusammenhängen. Depression kann die Folge davon sein, dass wir auf dem Gebiet X keinen Sinn erkennen. Beispiel: Klara ist in Klaus verliebt. Sie schickt ihm Briefe, kocht die leckersten Gerichte für ihn. Aber alles ist sinnlos, denn sie erfährt nie, ob er ihre Briefe liest und auf Einladungen zum Essen reagiert er auch nicht. Es macht keinen Sinn, Briefe zu schreiben und Essen für ihn zu kochen. Briefe und Essen-Kochen sind nicht geeignet, Klaus zu bewegen, sich auf Klara einzulassen. Diese Tätigkeiten erscheinen sinnlos. In ihrem Kummer übertreibt Klara und erklärt: Wenn Klaus auf meine Briefe nicht positiv reagiert und auch nicht zum Essen kommt, dann ist mein ganzes Leben sinnlos. Depression ist eine natürliche und nachvollziehbare Folge im Zusammenhang mit dem Nichterkennen von Sinn.

3) Grundaussage: Auf Grund der Depression scheint das Leben sinnlos zu sein.
Der Grundgedanke: Weil die Depression das Glücksgefühl blockiert, ist das Leben ohne Glück. Ein Leben ohne Glück ist sinnlos.
 
2) Depression kann mit Punkt 1 zusammenhängen. Depression kann die Folge davon sein, dass wir auf dem Gebiet X keinen Sinn erkennen. Beispiel: Klara ist in Klaus verliebt. Sie schickt ihm Briefe, kocht die leckersten Gerichte für ihn. Aber alles ist sinnlos, denn sie erfährt nie, ob er ihre Briefe liest und auf Einladungen zum Essen reagiert er auch nicht. Es macht keinen Sinn, Briefe zu schreiben und Essen für ihn zu kochen. Briefe und Essen-Kochen sind nicht geeignet, Klaus zu bewegen, sich auf Klara einzulassen. Diese Tätigkeiten erscheinen sinnlos. In ihrem Kummer übertreibt Klara und erklärt: Wenn Klaus auf meine Briefe nicht positiv reagiert und auch nicht zum Essen kommt, dann ist mein ganzes Leben sinnlos. Depression ist eine natürliche und nachvollziehbare Folge im Zusammenhang mit dem Nichterkennen von Sinn.

Du weißt aber schon, dass das eher eine depressive Verstimmung wäre und keine richtige Depression?

Selbst wenn Klara in deinem Beispiel eine richtige Depression bekommen würde, wäre der Mist mit Klaus nur der Stein gewesen, der alles zum Rollen gebracht hat?!

Weißt du überhaupt was Depressionen sind? Weißt du überhaupt was es bedeutet unter Depressionen zu leiden? So wie du es schreibst hast du absolut keine Ahnung.

Ich schreib dir auch mal ein Beispiel:

Klara, ein hübsches kluges Mädchen. Sie hatte immer gute Noten, tolle Hobbys, tolle Freunde und nun einen tollen Job. Jedes Wochenende trifft sie sich mit ihren Freunden. Sie weiß, dass es gute Freunde sind, sie weiß, dass sie ein gutes Leben hat und sie ist dankbar dafür.
Aber trotzdem muss Klara jeden morgen ihre Tabletten nehmen, muss Klara jedes Wochenende mit sich kämpfen, doch mit ihren Freunden etwas zu tun und zum Glück hat sie da ihren Freund Klaus, der ihr jeden Tag ein wenig hilft leichter mit allem aus zu kommen und sie immer wieder auf den wichtigen Weg drängt.
Aber trotzdem, sobald Klara nur eine Sekunde keinem Hobby nachgeht, keinen guten Freund um sich rum hat kommt ES, schlingt sich um sie, raubt ihr den Atem und gönnt ihr keine Ruhe. Sei es in den 5 Minuten alleine auf Toilette oder nur die kurze Ruhe kurz für sich alleine vor dem Einschlafen.
Aber Klara will glücklich sein, denn ist das nicht Ziel im Leben? Also steht Klara jeden Tag wieder auf, nimmt ihre Tabletten, versucht ES zu verdrängen, ihm keinen Platz zu geben. Bis Klara keine Kraft mehr hat.

Und was Klara falsch gemacht? Gar nichts!
 
@nordreiner:

Es trifft denk ich am ehesten auf die das letzte also den 3. Punkt zu. Manchmal glaub ich kam erst die Depression und dann die Sinnlosigkeit. Diese Angst vor dem Leben und sich so unfähig zu fühlen etwas zu tun oder Freude zu empfinden. Es scheint als wäre das Leben fast gelaufen. Und dann denkt man von wievielten Menschen man im Leben Abschied nehmen muss, und dann scheint es manchmal sinnlos Beziehungen aufzubauen, Familie zu gründen arbeiten zu gehen da sowieso alles getrennt wird durch den Tod.

Ich möchte nicht so denken und fühlen. Es ist aber irgendwie so.

@zenny: Bist du dir sicher dass despressionen für immer bleiben ? Und warum gibt es Menschen die doch geheilt sind ? Also ich weiß nicht.
 
Du weißt aber schon, dass das eher eine depressive Verstimmung wäre und keine richtige Depression?

So wie ich das sehe, befindest Du Dich im falschen Faden. Es geht hier um Verlustängste im Zusammenhang den Gedanken "alles ist sinnlos". Da sehe ich jetzt nicht das Erfordernis, nach depressiver Verstimmung und richtiger Depression zu unterscheiden.
 
@nordreiner:

Es trifft denk ich am ehesten auf die das letzte also den 3. Punkt zu. Manchmal glaub ich kam erst die Depression und dann die Sinnlosigkeit. Diese Angst vor dem Leben und sich so unfähig zu fühlen etwas zu tun oder Freude zu empfinden. Es scheint als wäre das Leben fast gelaufen. Und dann denkt man von wievielten Menschen man im Leben Abschied nehmen muss, und dann scheint es manchmal sinnlos Beziehungen aufzubauen, Familie zu gründen arbeiten zu gehen da sowieso alles getrennt wird durch den Tod.

Ich möchte nicht so denken und fühlen. Es ist aber irgendwie so.

@zenny: Bist du dir sicher dass despressionen für immer bleiben ? Und warum gibt es Menschen die doch geheilt sind ? Also ich weiß nicht.

Ich bin ein gutes Beispiel, das Depressionen ein Leben lang bleiben. Leider.
 

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