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Angst vor dem Leben

Doch ich möchte vertrauen. Aber warum habe ich noch Depressionen?

Und warum sind manche Menschen ängstlich und andere nicht, warum werden manche depressiv und andere nicht ? Also was ist bei den normalen Menschen sozusagen anders ? Liegt es daran dass sie eine andere Denkweise haben? Könnte man wenn man so denkt wie sie auch glücklich sein ?

Greenchic, es ist nicht ganz fair. Ich weiß das. Aber ich habe mich als junger Mensch ungezählte Male gefragt, warum ich als Krüppel auf die Welt kam und auch noch einmal von einem Altersgenossen so schwer geschädigt wurde, dass mein Leben am seidenen Faden hing. Eine Antwort habe ich darauf nicht bekommen.

Es gibt Fragen, auf die gibt es keine Antwort.
Manchmal muss ein Mensch damit leben, und er muss Wege finden, mit seinen Voraussetzungen zu leben, wenn es denn geht, auch glücklich. Die Warum-Frage führt geradezu in den Abgrund.

Das ist manchmal schwer, aber nach meiner bescheidenen Meinung der einzige Weg.

Burbacher
 
Doch ich möchte vertrauen. Aber warum habe ich noch Depressionen?

Und warum sind manche Menschen ängstlich und andere nicht, warum werden manche depressiv und andere nicht ? Also was ist bei den normalen Menschen sozusagen anders ? Liegt es daran dass sie eine andere Denkweise haben? Könnte man wenn man so denkt wie sie auch glücklich sein ?

Die Gründe, warum manche Menschen so sind und manche Menschen ganz anders, sind vielfältig und füllen viele Bücher. Wichtig erscheinen mir Fragen, die sich mit Dir beschäftigen, wie z.B.: Warum bist Du wie Du bist? Wer bist Du? Wo ist der Sinn Deines Lebens? Wohin führt Dein Weg?

Wenn wir körperliche Krankheiten als Ursache für Deine Depressionen ausschließen können, dann ist es schon Deine Denkweise, die ich als Ursache betrachte. So vermute ich, dass Du eine ganz wichtige Frage hast - aber keine Antwort. Und diese Antwortlosigkeit empfindest Du als bedrückend.

Ich denke, dass es hilfreich ist, wenn Du in Dich gehst und überlegst, wie Deine Frage aller Fragen lautet. Es geht also nicht um irgendeine Frage, deren Antwort so wichtig für Dich ist, sondern um die für Dich derzeit wichtigste Frage überhaupt. Wie lautet Deine wichtigste Frage aller Fragen?

LG; Nordrheiner
 
Greenchic, es ist nicht ganz fair. Ich weiß das. Aber ich habe mich als junger Mensch ungezählte Male gefragt, warum ich als Krüppel auf die Welt kam und auch noch einmal von einem Altersgenossen so schwer geschädigt wurde, dass mein Leben am seidenen Faden hing. Eine Antwort habe ich darauf nicht bekommen.

Es gibt Fragen, auf die gibt es keine Antwort.
Manchmal muss ein Mensch damit leben, und er muss Wege finden, mit seinen Voraussetzungen zu leben, wenn es denn geht, auch glücklich. Die Warum-Frage führt geradezu in den Abgrund.

Das ist manchmal schwer, aber nach meiner bescheidenen Meinung der einzige Weg.

Burbacher

Dem kann ich zustimmen - aber möchte differenzieren.

Es gibt Fragen, auf die wir schnell eine richtige Antwort finden.
Es gibt Fragen, bei denen wir uns lange auf die Suche nach einer Antwort begeben müssen. Diese Suche kann sich ggf. über Jahre oder gar Jahrzehnte erstrecken. Und es gibt Antworten, die durch unsere aktive Suche nicht gefunden werden. Bei solchen Fragen, deren Antworten wir aus eigener Kraft nicht finden können, liegt das Problem meist darin,

dass wir a) eine Antwort ausschließen, jemals eine Antwort zu erhalten und uns verschließen, nicht mehr offen sind
dass wir b) die Spannung, die sich aus dringender Frage und derzeitiger Antwortlosigkeit ergibt, nicht ertragen und dann z.B. depressiv werden.

Als angemessenes und hilfreiches Verhalten empfinde ich die aktiv-passive Grundeinstellung des Wartenkönnens. Sie drückt die Hoffnung aus, eines Tages eine hilfreiche Antwort zu erhalten und lässt mich bis dahin in Ruhe das tun, was ich bereits verstanden habe. Auf alle Fragen muss ich nicht jetzt eine Antwort erhalten.
 
@nordrheiner: sie lautet: kann man jemals wieder gesund werden ?

Darauf antwortete ich: Ja

Sicher bist Du an dem Weg zur inneren Gesundheit interessiert. Dafür müßte man zunächst die Ursache Deiner Krankheit feststellen. Was genau ist die Ursache Deiner Depression?
Dazu können wir hier nur Vermutungen anstellen. Es wäre ein Gespräch oder mehrere erforderlich, um von Dir Details zu Dir zu erfahren, die erkennen lassen, was als Ursache anzusehen ist. Hast Du z.B. als Kind spezielle schlimme Erfahrungen gemacht (die Du evt verdrängt hast und die Dir ggf. selbst nicht bewusst sind)? Mir scheint, dass es bei Dir "etwas" gibt, was bei Dir den Aufbau von Vertrauen blockierte oder gar verhinderte.

Vielleicht kommen wir hier durch das Hin-und-Her-Schreiben der Ursache auf den Grund. Aber als zielführender sehe ich das vertrauliche Gespräch mit einem kompetenten Therapeuten an. Kennt man die Ursache Deiner Depression nicht, ist auch das Geben einer richtigen Antwort nicht möglich. Ich würde Dir empfehlen, christliche Therapeuten zu suchen, denn diese können auch Einflüsse, die im religiösen Bereich eine Rolle spielen können, richtig einordnen.

LG, Nordrheiner
 
Jesus Christus ist der Erlöser dieser Welt. Und was in der Bibel steht ist die Wahrheit. Deswegen habe ich keine Angst vor dem Tod. Allerdings vor dem Leben.

Dann scheint mir der Erlöser aber versagt zu haben. Verzeih mir meine harte Wortwahl. Aber Frage an dich: was nützt dir der Erlöser der Welt, wenn du Angst vor dem Leben hast?


@nordrheiner: sie lautet: kann man jemals wieder gesund werden ?

Was denkst du denn darüber?
Welche Antwort würdest du dir geben?
 
Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass ich sehr starke verlustängst habe und davon überzeugt bin nicht damit klar zu kommen. Also Verluste zu verkraften.

Nein er hat nicht versagt. Er gibt mir ja die Kraft, dass ich noch lebe.

Ich würde mir ein nein geben, es sei denn Gott heilt mich.
 
Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass ich sehr starke verlustängst habe und davon überzeugt bin nicht damit klar zu kommen. Also Verluste zu verkraften.

Nein er hat nicht versagt. Er gibt mir ja die Kraft, dass ich noch lebe.

Ich würde mir ein nein geben, es sei denn Gott heilt mich.

Liebe Greenchic,

wir können nichts festhalten, weder die lieben Menschen um uns, noch unseren Besitz, noch nicht einmal unsere Gesundheit. Über so manches freuen wir uns wir über Jahre und Jahrzehnte, wie z.B. unsere Familie und unsere Gesundheit. In dieser Zeit können wir uns an diesen Menschen u. an unserer Gesundheit erfreuen.

Stell Dir vor, ein guter Freund zieht nach Australien, wird für Dich unerreichbar. Bis dahin hättest Du schön mit ihm etwas unternehmen können und ihr hättet viel Freude erleben können. Statt dessen hast Du "immer nur" gejammert und gedacht: Was mache ich nur, wenn dieser Freund mal nicht mehr da sein wird?

Was nutzen die schönsten Blumen auf dem Grab, wenn wir im Leben für diesen Menschen keine Zeit hatten?

Sich um einen Verlust zu kümmern, der noch nicht eingetreten ist, ist ungefähr so sinnvoll, wie das Schlucken von Magentabletten, bevor man etwas Schlechtes gegessen hat und einem übel geworden ist. Wie kann Dich ein Arzt von Magenschmerzen heilen, wenn es keinen körperlichen Anlass gibt?

Verstehst Du diese Vergleiche?

Sich Sorgen zu machen, bevor ein konkreter Grund noch nicht eingetreten ist, macht in meinen Augen einfach keinen Sinn. Aber solche irrationalen Sorgen können sich selbstständig machen und leben, als ob es einen konkreten Anlass gibt. Gibt es aber nicht. Also ist es wichtig, sich dies immer wieder vor Augen zu führen.

Viele Menschen, die unter irrationalen Ängsten leiden, haben den Eindruck, dass diese Ängste autonom sind und kommen, wie es ihnen gerade passt - und wir nichts dagegen tun können. Das ist so nicht richtig.

Irrationale Ängste sind meist dann stark, wenn wir keine Gedankenkontrolle ausüben. Gedanken können wir genauso auswählen, wie wir unser Essen auswählen. Wir müssen nicht alles essen, was der Kellner uns bringt. Bringt uns der Kellner eine Speise, die wir nicht mögen und nicht wollen, dann schicken wir den Kellner wieder weg und wählen das aus, was wir wollen. Auf die negativen Gedanken bezogen braucht es Übung die Gedanken auszuwählen und zu denken, die wir wollen. Und ständiges Wiederholen der Übung, bis unser Unterbewusstsein begriffen hat, dass wir bestimmte Gedanken - die Ängste auslösen - nicht wollen, braucht etwas Zeit. Wichtig ist: Du bestimmst, was Du denken möchtest. Sonst niemand! Also dann sei auch die Bestimmerin und akzeptiere nicht alles, was das Unterbewusstsein Dir als Gedanke vorschlägt. Übernimm die Führungsrolle Deiner Gedanken!

LG; Nordrheiner
 

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