Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass ich sehr starke verlustängst habe und davon überzeugt bin nicht damit klar zu kommen. Also Verluste zu verkraften.
Nein er hat nicht versagt. Er gibt mir ja die Kraft, dass ich noch lebe.
Ich würde mir ein nein geben, es sei denn Gott heilt mich.
Liebe Greenchic,
wir können nichts festhalten, weder die lieben Menschen um uns, noch unseren Besitz, noch nicht einmal unsere Gesundheit. Über so manches freuen wir uns wir über Jahre und Jahrzehnte, wie z.B. unsere Familie und unsere Gesundheit. In dieser Zeit können wir uns an diesen Menschen u. an unserer Gesundheit erfreuen.
Stell Dir vor, ein guter Freund zieht nach Australien, wird für Dich unerreichbar. Bis dahin hättest Du schön mit ihm etwas unternehmen können und ihr hättet viel Freude erleben können. Statt dessen hast Du "immer nur" gejammert und gedacht: Was mache ich nur, wenn dieser Freund mal nicht mehr da sein wird?
Was nutzen die schönsten Blumen auf dem Grab, wenn wir im Leben für diesen Menschen keine Zeit hatten?
Sich um einen Verlust zu kümmern, der noch nicht eingetreten ist, ist ungefähr so sinnvoll, wie das Schlucken von Magentabletten, bevor man etwas Schlechtes gegessen hat und einem übel geworden ist. Wie kann Dich ein Arzt von Magenschmerzen heilen, wenn es keinen körperlichen Anlass gibt?
Verstehst Du diese Vergleiche?
Sich Sorgen zu machen, bevor ein konkreter Grund noch nicht eingetreten ist, macht in meinen Augen einfach keinen Sinn. Aber solche irrationalen Sorgen können sich selbstständig machen und leben, als ob es einen konkreten Anlass gibt. Gibt es aber nicht. Also ist es wichtig, sich dies immer wieder vor Augen zu führen.
Viele Menschen, die unter irrationalen Ängsten leiden, haben den Eindruck, dass diese Ängste autonom sind und kommen, wie es ihnen gerade passt - und wir nichts dagegen tun können. Das ist so nicht richtig.
Irrationale Ängste sind meist dann stark, wenn wir keine Gedankenkontrolle ausüben. Gedanken können wir genauso auswählen, wie wir unser Essen auswählen. Wir müssen nicht alles essen, was der Kellner uns bringt. Bringt uns der Kellner eine Speise, die wir nicht mögen und nicht wollen, dann schicken wir den Kellner wieder weg und wählen das aus, was wir wollen. Auf die negativen Gedanken bezogen braucht es Übung die Gedanken auszuwählen und zu denken, die wir wollen. Und ständiges Wiederholen der Übung, bis unser Unterbewusstsein begriffen hat, dass wir bestimmte Gedanken - die Ängste auslösen - nicht wollen, braucht etwas Zeit. Wichtig ist: Du bestimmst, was Du denken möchtest. Sonst niemand! Also dann sei auch die Bestimmerin und akzeptiere nicht alles, was das Unterbewusstsein Dir als Gedanke vorschlägt. Übernimm die Führungsrolle Deiner Gedanken!
LG; Nordrheiner