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- Mein / euer Leben mit wenig Geld -

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... vielleicht wäre es doch denkbar Kleinbeträge dazu zu verdienen.

Dabei gibt es doch einige Möglichkeiten, auch im Internet Geld zu verdienen. Das sind zwar oft lächerliche Beträge, aber es muss ja auch nicht viel sein. Vom Youtuber bis produkttester, von Umfragen bis kleine Dienstleistungen. Oder im realen Leben. Beim Nachbarn rasen mähen, den Hund Gassi führen, Fenster putzen .... klar, alles je nach körperlichen Möglichkeiten.

Es gibt Möglichkeiten im Internet seine Einkäufe als Daten zur Verfügung (GfK) zu stellen, Testkäufe zu machen, an Umfragen teilnehmen uvm. Dafür gibt es meist Punkte die man einlösen kann. (Gutscheine, Kinogutscheine, Produkte etc.) Testkäufe ersetzen den Betrag plus ne kleine Vergütung, sodass der Einkauf dann für lau war. Da dann noch reduzierte Ware und Notwendiges gekauft, komme ich gut mit klar. Punkte für die nächsten Haushalts-Kleingeräte habe ich genügend angespart. Bei den Umfrage flunker ich 🙄, aber sich in verschiedene Themen einzulesen 😕 ist für mich sehr spannend und interessant, denn es sind auch zukünftige Trends die dort abgefragt werden.🙂
 
Wie Tibia beschreibt: Es gibt 2 Extreme.
Aber muss es wirklich eines der Extreme sein?
Bei mir ist es noch gar nicht sooo lange her, dass meine Mutter ebenfalls so knausrig war, wie die Eltern von Tibia. Eine gesunde Ernährung gab es nicht. Ich habe wirklich gelitten, als ich endlich auf gesunde Ernährung umsteigen konnte, weil mein Körper es über Jahre hinweg nicht gewohnt war. Die Begründung von meiner Mutter damals: "Ich kann mir das nicht leisten."
Kleidung gab es erstmals nur aus Läden wie KIK. Damals war ich noch in der Grundschule, da hat das noch nicht so viel ausgemacht. Gemobbt wurde ich damals nicht, aber es kamen schon mal Kommentare wie: "Sag mal, ist das dein Schlafanzug?" Glücklicherweise hat mir dann mein Vater immer wieder etwas Geld zugesteckt, obwohl er es selbst kaum hatte, damit ich mir halbwegs normale Kleidung kaufen konnte, als ich dann so langsam älter wurde und auf einer weiterführenden Schule war.
Ich hatte auch lange Zeit kein Handy. Mein erstes bekam ich zwar noch im Kindesalter, aber nur, damit ich zu meinem Vater (verbotenerweise) Kontakt halten konnte. Es konnte nichts außer telefonieren. Nachdem andere schon seit bald 5 Jahren mit ihrem super tollen Handy rumgesprungen sind, habe ich dann auch mal eines geschenkt bekommen. Mein Vater, meine Tante und mein Opa haben zusammen gelegt. Gott war ich stolz. Es war damals zum Glück noch nicht so ein riesen Problem, dass ich bis dato nur ein Steinzeithandy hatte. Mittlerweile sieht das anders aus.

Rose hat ebenfalls schon einen sehr wichtigen Punkt angesprochen. Schule und Arbeit sind heute kaum mehr miteinander zu vereinbaren. Ein Kind kann frühestens ab 13 Jahren arbeiten. Die Chancen auf einen Job sind allerdings äußerst gering, besonders wenn man nicht in einer Stadt wohnt.

Wir kamen damals auf bis zu 38 Schulstunden, was immer noch 28,5 richtigen Stunden entspricht. Reine Unterrichtszeit. Ich habe jetzt mal noch einmal grob durchgerechnet.
Wir kamen durchschnittlich auf 5 volle Stunden Pause/Woche. Das sind dann 33,5 h/Woche, die dein Kind in der Schule verbringt.
Dann kommt es darauf an, wo ihr wohnt. Der Schulweg kann kurz sein. Er kann aber genauso 4h am Tag dauern, weil die ÖVM besonders in ländlichen Gegenden grausam sind. Rechnen wir jetzt einfach mal mit einer Stunde, ich denke, das ist ziemlich realistisch, wenn man nicht ganz so die Arschkarte zieht, wie ich sie gezogen habe. 🙄 Dann hätten wir weitere 5 Stunden, wären somit bei 38,5h.
Richtlinie für die Hausaufgaben in höheren Klassen sind max. 3h am Tag. Dass das der Realität nicht entspricht, das sollte jedem klar sein, der G8 mitgemacht hat und nicht immer nur alles abgeschrieben hat. Wie gesagt, bei mir ist das noch nicht so lange her. Wir hatten bis zu 10 Schulstunden am Tag. Das heißt, man sitzt von ca. 8 bis 17 Uhr in der Schule. Und dann bekommt man immer noch Hausaufgaben auf oder schreibt am nächsten Tag irgendeinen Test. Egal ob angesagt oder nicht angesagt, die Lehrer nehmen keine Rücksicht auf Tests. Es kann genau so gut sein, dass 3 Test an 3 Tagen hintereinander geschrieben werden. Wo da Zeit zum Lernen bleiben soll, das weiß ich nicht. Die Faustregel 5 Tage vor dem Test mit intensiverem Lernen anzufangen funktioniert da nicht wirklich. Und mit 3 Stunden kommt man am Tag auch nicht hin, wenn man seine Hausaufgaben gewissenhaft macht und dann noch für den nächsten Tag lernt. Das ist unmöglich. Aber selbst ausgehend von diesem empfohlenen Wert (kein Durchschnittswert), wären wir dann bei weiteren 15 Stunden/Woche. Da sind wir dann bei 48,5 Stunden in der Woche, ohne den Schulweg!
Mit einem langen Schulweg bewegt sich das ganze gleich in völlig andere Dimensionen. Ich hatte damals, je nach ÖVM 62,5h, die ich nur mit der Schule bzw. dem dahin und zurück kommen verbracht habe. 14 h voller nichts tun. Man könnte lernen. Wenn da ein freier Sitzplatz wäre, auf den man sich setzen könnte. Im Bus steht es sich eh schon schlecht, da muss ich nicht auch noch Bücher halten. Nach der Schule bräuchte man vielleicht noch etwas Pause, kann nicht sofort weiter machen. Das Geschrei der Kinder macht es einem dann völlig unmöglich in dieser Zeit sinnvoll zu lernen.
So. Und da willst du deinem Kind noch zumuten, dass es nebenbei arbeiten geht? Ich habe es getan. Aber mir ist die Schule wirklich in den Schoß gefallen. Ich habe keine Hausaufgaben gemacht. Die Lehrer hat es irgendwann schon gar nicht mehr interessiert. Ich hatte dennoch gute Noten, weil ich den Stoff verstanden habe und mir die Tage vor den Prüfungen nochmals intensiv angeschaut habe. Außerdem habe ich immer(!) in den Pausen oder während anderer Stunden gelernt. Bei den meisten anderen wäre das ein ordentlicher Schuss in den Ofen gewesen, weil sie dadurch wieder anderen Stoff verpassen. Ich habe irgendwann auch gemerkt, dass ich das auf Dauer nicht mehr leisten kann und habe mit meinem Nebenjob aufhören müssen. Ich arbeite derzeit auch über 60h in der Woche, Pause mache ich keine. Höchstens wenn der Chef rein kommt und meint, ich muss jetzt in die Pause oder wenn ich zur anderen Arbeit fahre. Und ich muss ganz ehrlich sagen, die Schule war anstrengender.
Sie ist kein Vergleich mehr zu damals.
48,5h (ohne Schulweg). 168h haben wir in einer Woche. Bleiben noch 119.5. Ein Teenager sollte bis zu 10 Stunden am Tag schlafen. Bleiben noch 49,5h. Für Hygiene + Anziehen braucht man bei einem normalen Tempo 1h am Tag, würde ich behaupten. Wenn man bzw. Frau sich jetzt noch in der Früh schminken und stylen muss, dann teils schon bedeutend länger. 42,5h. Essen sollte man auch noch. Je nach dem ob Mami einem immer schön das Frühstück und Pausenbrot herrichtet, zu Mittag und/oder Abend kocht und auch dort das Essen vorbereitet, fällt das entweder kürzer oder länger aus. Ausgehend davon, dass man das ab einem bestimmten Alter selbst macht, oder zumindest mithilft fallen da nochmals 2h am Tag weg, es sei denn man prügelt sich das Essen einfach nur in den Magen rein. Bleiben noch 28.5h pro Woche. Das sind in etwa 4h am Tag. Man beachte, dass dies der durchschnittliche Wert ist. Am Wochenende hat das Kind natürlich mehr Zeit als unter der Woche. Da kommt es niemals auf 4h Zeit am Tag.
Sodala. Nehmen wir mal an, das Kind ist in einem Verein. Der nimmt 4h/Woche in Anspruch, das sollte eine recht realistische Zahl sein. 24,5h/Woche übrig. Und jetzt kommt noch der Schulweg weg. Allein bei einer recht geringen Zeit von 1h/Tag bleiben nur noch 17,5h/Woche für den Rest. Wie gesagt, bis zu 3 oder 4 h am Tag sind je nach Wohnort auch gut möglich. Die Zeit, die das Kind bzw. der Jugendliche mit dem Haushalt verbringt, wenn er nicht gerade grauenhaft erzogen worden ist. Mit Freunden sollte man auch mal was unternehmen. Dann ist da in der Regel noch Mutti, die endlich mal wieder was von ihrem Sohn sehen will. Der wöchentliche Besuch bei Oma. Zeit für sich bräuchte man vielleicht auch mal noch. Und dann soll man noch arbeiten.
Wenn man jetzt nicht gerade mit Glück gesegnet ist, wie ich, dann geht die Rechnung da wohl nicht einmal annähernd auf.
Man sollte auch nicht vergessen, dass die Schule (zumindest in unserem Bundesland) deutlich anspruchsvoller wurde und viel mehr junge Menschen Abitur machen als damals.
Und wie schon gesagt, ich empfinde meine über 60 h Arbeitswoche eindeutig als weniger anstrengend als meine Schulzeit.

Von dem her finde ich es völlig falsch dem Kind zu sagen, dass es sich sein Handy selbst verdienen muss. Sicher, von Apple muss das Ding nicht sein. Es gibt auch günstige Handys. Bestimmte Modelle ab 300€ - 450€ empfinde ich als sehr empfehlenswert. Bei denen mangelt es an nichts. Es ist zwar kein absoluter High-Tech-Kram drin, aber rund um kann man schon wirklich zufrieden sein. Wenn man dann als Elternteil sagt: Okay, ich übernehme davon 200€, den Rest musst du übernehmen, wenn du was besseres willst, dann finde ich das völlig okay. Auch dann, wenn dieser Anteil ein Weihnachtsgeschenk ist. So lernen die Kinder durchaus auch das Geld zu schätzen.
Aber wie schon gesagt, man hat eh schon kaum Zeit. Zeitung austragen nimmt nicht so viel Zeit in Anspruch wie manch andere Jobs. Man wird allerdings miserabel bezahlt. Da sind 100-250€ selbst verdienen schon echt viel.

Von dem her bleibe ich bei meinem Mittelweg: Das Kind soll sich etwas Geld verdienen oder zumindest ansparen. Aber große Anschaffungen wie ein Handy sollte es nicht allein tragen müssen. Genauso wenig soll ihm das Geld in den Hintern gestopft werden, bis es oben wieder raus kommt.

Um jetzt zurück zum eigentlichen Thema zu kommen: Sicher ist es möglich durch langes sparen mit ALG2 sich ein Handy zu finanzieren. Ja. Aber warum ich das oben geschrieben habe: Das zeigt eindeutig, dass das Argument "Kinder können doch auch arbeiten" nicht wirklich funktioniert. Sie können kaum zumindest einen Teil des Geldes aufbringen, ohne, dass sie ihre Bildung vernachlässigen.
Das verstehe ich einfach nicht darunter, dass man dem Kind etwas bieten kann. Und wie schon gesagt, ich rede nicht von Apple. Ich rede von den "einfachen" Dingen, die auch genügen. Ein Hauwei reicht doch auch aus. Klamotten von New Yorker oder anderen Läden in der Art. Es müssen keine echten Converse für über 60€ sein, da tuts auch die billigen Fakes für knappe 10.
Und wenn man sich diese Dinge leisten will, dann wird das kaum noch was mit einem kurzen Urlaub.
Dein Kind will später mal feiern gehen. 5-15€ Eintritt sind heute keine Seltenheit mehr. Getränke sind auch nicht gratis.
Ich bin damit aufgewachsen. Mit ziemlich genau dieser Einstellung, nur, dass ich eben noch ein wenig gearbeitet habe. Und ich kann dir eines ganz klar sagen: Du kannst deinem Kind mit ALG2 kein normales Leben bieten, wenn du nicht bei dir selbst sparst und wirklich extrem viel Zeit mit Möglichkeiten zum Sparen verbringst. Heißt, Obst/Gemüse exakt dann kaufen, wenn es reduziert ist, die Prospekte durchblättern ohne Ende, du zu verschiedenen Läden läufst, ...
Das bedeutet nicht, dass das Leben des Kindes schlecht ist. Aber es hat es bedeutend schwieriger und es muss auch viel zurück stecken.
 
Warum sollten Kinder/Jugendliche nicht beispielsweise an den Wochenenden, in den Ferien oder zu anderen Zeiten etwas arbeiten, um sich ihr Taschengeld aufzubessern? Es gibt doch viele, die dies machen. Denn wenn mein Kind ein Smartphone von 250 oder gar mehr € haben möchte, dann soll es sich das Geld zusammensparen. Es spielt dabei keine Rolle, ob ich viel oder wenig Geld habe, meine Einstellung ist und bleibt die gleiche. Und vielleicht vermittle ich meinem Kind somit das richtige Gefühl für Geld. Sprich dass mein Kind lernt, wie schwer und langatmig es ist, so viel Geld zu verdienen und mit diesem umzugehen. Ich stelle mir gerade vor, mein Kind wünscht sich eine Playstation für 400€, vielleicht auch nur, weil sein/e Freund/in auch eine hat. Irgendwo muss auch eine Grenze gesetzt werden.
 
Warum sollten Kinder/Jugendliche nicht beispielsweise an den Wochenenden, in den Ferien oder zu anderen Zeiten etwas arbeiten, um sich ihr Taschengeld aufzubessern? Es gibt doch viele, die dies machen. Denn wenn mein Kind ein Smartphone von 250 oder gar mehr € haben möchte, dann soll es sich das Geld zusammensparen. Es spielt dabei keine Rolle, ob ich viel oder wenig Geld habe, meine Einstellung ist und bleibt die gleiche. Und vielleicht vermittle ich meinem Kind somit das richtige Gefühl für Geld. Sprich dass mein Kind lernt, wie schwer und langatmig es ist, so viel Geld zu verdienen und mit diesem umzugehen. Ich stelle mir gerade vor, mein Kind wünscht sich eine Playstation für 400€, vielleicht auch nur, weil sein/e Freund/in auch eine hat. Irgendwo muss auch eine Grenze gesetzt werden.
Hast du meinen Beitrag gelesen? Dann sollte eigentlich klar sein warum.
Wie schon gesagt handelt es sich dabei um einen Durchschnittswert, bei dem die Schulzeit auch auf das WE verteilt wurde. Da bleibt keine Zeit für Arbeit. Es sei denn du willst, dass dein Kind die Schule vernachlässigt. 😕
In den Ferien, okay. Aber das Kind sollte auch Kind bleiben dürfen. Die Ferien werden nicht nur zur Arbeit gebraucht. Dich will ich mal arbeiten sehen, 50 Stunden/Woche, kein Wochenende und das wochenlang bis zu den nächsten Ferien. Und dann bitteschön noch den Nebenjob. 😉 Das funktioniert nicht und ist unzumutbar.
 
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Hast du meinen Beitrag gelesen? Dann sollte eigentlich klar sein warum.
Wie schon gesagt handelt es sich dabei um einen Durchschnittswert, bei dem die Schulzeit auch auf das WE verteilt wurde. Da bleibt keine Zeit für Arbeit. Es sei denn du willst, dass dein Kind die Schule vernachlässigt. 😕

Meine tochter hat auch abi gemacht (G8) und hatte trotzdem Zeit, am wochenende in einem cafe zu jobben seit sie 16 war. Und auch jetzt im studium arbeitet sie nebenher.
Wenn du natürlich alles so ausführlich und kompliziert machst wie hier deine stundenaufzählung
um gründe gegen das arbeiten zu finden, dann kann es natürlich sein, dass du damit zu beschäftigt dafür bist🙄
 
Meine tochter hat auch abi gemacht (G8) und hatte trotzdem Zeit, am wochenende in einem cafe zu jobben seit sie 16 war. Und auch jetzt im studium arbeitet sie nebenher.
Wenn du natürlich alles so ausführlich und kompliziert machst wie hier deine stundenaufzählung
um gründe gegen das arbeiten zu finden, dann kann es natürlich sein, dass du damit zu beschäftigt dafür bist🙄
Dann wird sie eine von den Schülern gewesen sein, die sich vergleichsweise leicht tun. 😉
Wie schon gesagt, Zeitung austragen geht schon. Es braucht nur verdammt lang bis man bei der miesen Bezahlung Geld zusammen hat.
Je nach dem wo man wohnt ist es leicht einen Job zu finden. Versuch das mal in einem Kaff, in dem Sonntags nicht mal Busse fahren. Da sieht das schon wieder ganz anders aus.
Ich sage ja auch nicht, dass es gar nicht möglich ist. Nur nicht in dem Umfang. Wie soll man neben der Schule mal eben einen 450€ Job machen? 100€, okay. Aber was sind schon 100€?
Oh und Verzeihung, dass ich die Bildung des Kindes wichtiger finde, als dass es einem Job nach geht.
Und ein Kind will natürlich auch erst mit 16 ein Handy, welches mittlerweile leider schon ab 10/11 Standard ist.
 
Warum sollten Kinder/Jugendliche nicht beispielsweise an den Wochenenden, in den Ferien oder zu anderen Zeiten etwas arbeiten, um sich ihr Taschengeld aufzubessern? Es gibt doch viele, die dies machen. Denn wenn mein Kind ein Smartphone von 250 oder gar mehr € haben möchte, dann soll es sich das Geld zusammensparen. Es spielt dabei keine Rolle, ob ich viel oder wenig Geld habe, meine Einstellung ist und bleibt die gleiche. Und vielleicht vermittle ich meinem Kind somit das richtige Gefühl für Geld. Sprich dass mein Kind lernt, wie schwer und langatmig es ist, so viel Geld zu verdienen und mit diesem umzugehen. Ich stelle mir gerade vor, mein Kind wünscht sich eine Playstation für 400€, vielleicht auch nur, weil sein/e Freund/in auch eine hat. Irgendwo muss auch eine Grenze gesetzt werden.

Weil Kinder sich auch von der heftigen und stessigen Schulwoche erholen müssen. Oder sollen die Depressiv werden und ein Burnout bekommen? Der Beitrag von BeyondHellAboveHeaven hat es sehr gut aufden Punkt gebracht.

Himmelnochmal 🙄

Gut, das ich arbeiten gehe und meinen Kind was bieten kann ohne das es jahrelang sparen und malochen muss....
 
Weil Kinder sich auch von der heftigen und stessigen Schulwoche erholen müssen. Oder sollen die Depressiv werden und ein Burnout bekommen? Der Beitrag von BeyondHellAboveHeaven hat es sehr gut aufden Punkt gebracht.

Himmelnochmal 🙄

Gut, das ich arbeiten gehe und meinen Kind was bieten kann ohne das es jahrelang sparen und malochen muss....

Bitte auch einmal Meinungen anderer respektieren und nicht die eigene für die richtige halten.

Und es ist hier auch nicht die Rede vom "Malochen" oder 450€ Jobs.
Wir reden von ein paar Stunden die Woche Zeitungen austragen, Babysitten oder Nachhilfe geben.
Tätigkeiten, die einige schon nachgehen und (die) das Gesetz für zulässig erklärt.
Und 100€ sind in der heutigen Zeit sehr viel Geld.
Wie gesagt, ich würde meinem Kind auch nicht so viel Geld geben, selbst wenn ich in Arbeit stehen und gut verdienen würde.
Dies ist eben nicht meine Vorstellung von einer Erziehung.
Wer dies so machen möchte, darf dies gerne machen, aber ich nicht.
 
Weil Kinder sich auch von der heftigen und stessigen Schulwoche erholen müssen. Oder sollen die Depressiv werden und ein Burnout bekommen? Der Beitrag von BeyondHellAboveHeaven hat es sehr gut aufden Punkt gebracht.

Himmelnochmal 🙄

Gut, das ich arbeiten gehe und meinen Kind was bieten kann ohne das es jahrelang sparen und malochen muss....
Ich denke, dass besonders "ältere" Menschen das nicht verstehen, weil sie es nicht anders kennen. Wirklich verübeln kann man es ihnen nicht. Schließlich haben sie es ja nie an sich selbst erlebt.
Was aber besonders an Beispielen wie eben "meine Tochter hat es auch geschafft" vergessen wird, ist, dass in den allermeisten Fällen die Kinder bzw. Jugendlichen die Schule vernachlässigt haben. Die Kinder werden einem zu dem Zeitpunkt nicht auf die Nase binden, dass man im Zug auf dem Weg zu Schule noch schnell die Lösungen abschreibt, die am Abend davor in die Klassengruppe auf Whatsapp gestellt wurden. Anders läuft es doch nicht. Die Hausaufgabe, die man in der ersten Stunde vorzeigen soll, wird im Zug gemacht, die aus der 2. Stunde in der 1. Stunde, während man eigentlich aufpassen sollte, usw. Ich habe ja mit meinem Beispiel schon bestätigt, es ist durchaus möglich. Allerdings war mir mein Abschluss dann wichtiger als das blöde Geld. Ob ich in der 9. oder 11. einen guten Schnitt habe, das ist egal, solange ich die Themen eigentlich verstanden habe. Aber sich den Schnitt in der 12. runter ziehen zu lassen, weil man nebenher arbeitet. Das ist mehr als nur dumm.
Wer ein Kind will, der sollte sich auch dem finanziellen Aspekt dahinter bewusst sein.
Das heißt nicht, dass man ihm später alles in den A**** schieben soll. Um Gottes Willen, nein! Aber es sollte keine Grundvorraussetzung sein, dass man für durchschnittliche Dinge arbeiten gehen muss. Will das Kind jetzt nicht nur ein Handy, sondern auch noch einen eigenen Laptop (anderer PC/Laptop bereits Zuhause vorhanden), dann sieht das anders aus. Will es eine PS4, ebenfalls. Da ist es doch gar kein Problem zu sagen: "Nein, das finanziere ich dir nicht. Ich unterstütze dich nicht darin, den ganzen Tag nur zu zocken. Wenn du das willst, dann musst du selbst darauf sparen oder arbeiten gehen." Natürlich ist da die Grenze irgendwann erreicht.
Aber von einem schulpflichtigen Kind zu erwarten, dass es arbeiten geht, nur damit es einen gewissen Lebensstandard hat, das ist finde ich zu viel. Die grundlegenden Dinge sollten geboten werden. Das ist eine Wohnung, Kleidung, Essen, Schule, Hobbys und mittlerweile auch ein Handy. Diese Dinge sollten nicht nur auf "KIK-Niveau" geboten werden. "New Yorker-Niveau" reicht schon völlig aus. Und wenn das Kind was noch besseres haben will, dann ist es an ihm dafür zu sparen oder arbeiten zu gehen. Besonders Dinge wie ein Handy gibt es gebraucht super billig. Ich habe mein S3 Mini letztes Jahr für 50€ bekommen. Gebraucht, aber top Zustand. Nicht einmal sichtbare Kratzer. Allerdings lässt es schon arg zu wünschen übrig. Ein iPhone 5S (32GB) gibt es gebraucht im sehr guten Zustand (überprüft) + Garantie für unter 230€. Heißt, wenn man mal auch nur etwas rum schaut, dann kann man sich sogar diese m.M.n. dämliche Schnöselmarke leisten.

100€ sind viel? Also ich lebe alles andere als teuer. Ich habe ein verdammtes gebrauchtes S3 Mini, das nicht mehr wirklich funktioniert!
Aber sind wir doch mal ehrlich, man hat dann die 100€. Und plötzlich heißt es: Ach du verdienst ja jetzt Geld, dann müssen wir dir ja auch nicht mehr so viel an Klamotten zahlen.
Das mag vielleicht kein Elternteil so direkt sagen, aber es ist doch so. Kaum verdient das Kind Geld bekommt es von den Eltern weniger. Oder es heißt: Jetzt kannst du ja in die Haushaltskasse einzahlen. Auch keine Seltenheit.
Übrigens vermindert sich die Unterhaltspflicht der Eltern tatsächlich durch den Eigenverdienst. Nix mit 100€ auf der Hand. Versicherungen weg. Ein Teil des Unterhalts weg. Da bleibt noch viel übrig.
Wie gesagt, ich würde meinem Kind auch nicht so viel Geld geben, selbst wenn ich in Arbeit stehen und gut verdienen würde.
Dies ist eben nicht meine Vorstellung von einer Erziehung.
Wer dies so machen möchte, darf dies gerne machen, aber ich nicht.
Das kommt ganz darauf an, was du deinem Kind bezahlst.
Ich habe alle paar Wochen mal nen 50er oder 100er bekommen. Klingt erst mal viel. Dann zahl damit mal dein Schulzeug, deine Kleidung, die Fahrt zur Schule und geh ab und an noch einkaufen. Viel Spaß! 😉
 
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