Sowas meinte ich natürlich nicht. Aber das die Kinder eben auch ein Smartphone haben oder mal wieder ein neues Spiel für ihre Konsole bekommen auch wenn man nicht Geburtstag hat. Das man einfach mal Pizza essen geht, einfach so ohne Anlass.
Ich finde es grausam wenn Mütter immer nur Nein sagen. Nein will ich nicht, Nein gibt es nicht.
Na guck, da sind unsere Meinungen ja doch gar nicht so verschieden
🙂
Ewig "Nein" zu hören, ist in der Tat grausam. Wenn ich mal aus meinem privaten Nähkästchen plaudern darf: Ich bin tatsächlich so aufgewachsen. Immer hieß es, geht nicht, gibts nicht, kein Geld, kann ich mir nicht leisten etc. pp. Das aber nicht nur bei großen Sachen. Gut Handys gab's damals noch nicht, aber Gameboy oder Marken-Klamotten waren auch damals schon angesagt. Aber auch bei Kleinigkeiten ging das so, egal ob ein neuer Block für die Schule oder eine neue Zahnbüste (ja wirklich). Beim Einkaufen wurde immer mitgerechnet und an der Kasse gebangt, ob das Geld wirklich reicht. (Hat es immer, aber die Angst davor das nicht, hat mich echt ein wenig traumatisiert). Insofern stand ich immer recht traurig vor den Süßigkeiten, die an der Kasse noch ausliegen. Denn es waren nicht mal 35 Pfennig für ein Duplo drin. Das war für mich als Kind ganz schlimm. Aber: es hat mich Sparsamkeit gelehrt, Demut und Wertschätzung. Und ganz besonders, dass man seine Prioritäten eben auch mal ändern muss und nicht über seine Verhältnisse leben sollte. Denn merkwürdigerweise war für Alk und Kippen immer Geld da, obwohl Telefon und Strom abgestellt wurden. Sowas ist mir niemals passiert! Meine Rechnungen sind immer bezahlt, egal ob ich den Rest des Monats nur noch Toastbrot kaufen kann. Ich habe nie irgendetwas auf Pump gekauft, weder Autos, Möbel, Elektronik oder Klamotten. Ich komme mit dem zurecht, was mir zur Verfügung steht (jetzt grad zwar nicht, aber das hat andere Gründe)
Das andere Extrem kenne ich aber auch. Mein Ex war so ein Fall. Der hat von seinen Eltern immer alles bekommen, sofort und egal wie teuer. Wenn's am nächsten Tag kaputt war oder verloren ging, wurde es noch mal gekauft. Sportvereine wurde alle zwei Wochen gewechselt, inklusive der jeweiligen Sport-Kleidung (natürlich nur Marke). Es musst nie gewartet werden, der Wert des Geldes wurde nicht vermittelt und Konsequenzen gabs schon mal gar nicht. Als Erwachsener ist er nun total aufgeschmissen. Kriegt nichts ge****, schmeisst das wenige Geld, was er hat, mit beiden Händen zum Fenster raus, macht Schulden, schnorrt sich überall durch, wertschätzt gar nichts, und kann sich ab dem 02. eines Monats nicht mal mehr ein Toastbrot leisten.
So gesehen, gehts mir besser
😉