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impfverweigerung

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Für mich gibt es bei diesem Thema nur sehr viele ungeklärte Fragen. Und dabei geht es vor allem um die harmloseren Krankheiten, die wir jetzt oder in Zukunft impfen. Zum Beispiel eine Windpockenimpfung, dazu hat mir mal ein Arzt erklärt, dass es nicht um die Gesundheit der Kinder geht (dann würde man erst mit 12 Jahren impfen), sondern um wirtschaftliche Aspekte. Aber auch um eine HPV-Impfung.

Welche wirtschaftlichen Gründe sind denn da genannt worden? Wie gesagt, mein Eindruck ist, dass man mit ausgebrochenen Krankheiten viel mehr Geld verdienen kann als mit einer Impfung. Oder meintest du andere wirtschaftliche Gründe?

Zu den Windpocken: naja, im Regelfall ist die Krankheit nicht allzu gefährlich, man muss aber bedenken, dass eine durchgemachte Windpockeninfektion im höheren Alter möglicherweise die Gürtelrose auslöst, die ziemlich unangenehm sein kann. Also können von dieser Krankheit gewissermaßen auch Spätfolgen ausgehen.

Über die HPV-Impfung muss ich mich erst schlau machen, darüber weiß ich bisher zu wenig.
 
Welche wirtschaftlichen Gründe sind denn da genannt worden? Wie gesagt, mein Eindruck ist, dass man mit ausgebrochenen Krankheiten viel mehr Geld verdienen kann als mit einer Impfung. Oder meintest du andere wirtschaftliche Gründe?

Seiner Aussage nach wollten die Krankenkassen diese Impfung.
Die Impfung sei mit dem zusätzlichen Windpockenwirkstoff nicht wesentlich teurer. Eine extra Impfung ist auch nicht nötig.
Vor der Impfung erkrankten über 90 Prozent aller Kinder daran. Die Kosten für ein Mittel, das den Juckreiz stillt, sind nicht hoch (ca. 10 €) Davon wird die Pharmaindustrie nicht reich und die Kassen nicht arm.
Jedoch gehen bei sehr vielen Kindern mittlerweile beide Elternteile arbeiten. Das heißt für die Kassen, dass ein Elternteil ca. 2 Wochen von der Arbeit freigestellt wird. Die Kosten für die Lohnfortzahlung muss die Krankenkassen übernehmen.

Zu den Windpocken: naja, im Regelfall ist die Krankheit nicht allzu gefährlich, man muss aber bedenken, dass eine durchgemachte Windpockeninfektion im höheren Alter möglicherweise die Gürtelrose auslöst, die ziemlich unangenehm sein kann. Also können von dieser Krankheit gewissermaßen auch Spätfolgen ausgehen.

Klingt logisch, soll sich aber erst in ca. 30 Jahren positiv auf die Gürtelroseinfektionen auswirken.
Vorher hat die Impfung wahrscheinlich negative Folgen. Darum wird über eine Gürtelroseimpfung für Erwachsene nachgedacht.

Kinderkrankheiten - Wie sinnvoll ist die Impfung gegen Windpocken? - Gesundheit - Süddeutsche.de
 
Ich finde das unsäglich, wie ihr hier über Menschen urteilt, die in einer Sache zu einer anderen Meinung kommen als ihr. Es stimmt weder, dass Impfgegner allesamt verbohrt sind noch dass sie allesamt unwissenschaftlich oder esoterisch seien. Das erinnert mich an die Flüchtlingspolitik, wo immer so getan wurde, als ob alle, die 2015 gegen die offenen Grenzen waren, lauter Abgehängte und Angstgeleitete wären. Man muss Menschen anderer Meinung nicht immer gleich pathologisieren. Ihr geht offensichtlich davon aus, dass tausendprozentig klar ist, dass ihr recht habt und die andere Seite unrecht. Denn sonst könnte man euch ja genauso Verbohrtheit vorwerfen, denn ihr ändert ja auch nicht eure Meinung. Vielleicht braucht man auch diese vermeintliche Gewissheit und diese Dämonisierung des Gegners, um Zwangsmaßnahmen rechtfertigen zu können, wie sie hier ja auch schon gefordert wurden.

Es stimmt auch nicht, dass es außer Wakefield keine Studie geben würde, die auf einen Zusammenhang von Impfen / Quecksilber-Zusätze und Autismus hinweisen. Man findet zahlreiche solche Studien z.B. im Buch "Gesund statt chronisch krank". Es sind übrigens Studien aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Ob diese alle korrekt durchgeführt wurden? Das kann ich nicht sagen. Könnt ihr sagen, dass alle Studien, die den Zusammenhang verneinen, korrekt durchgeführt wurden? Könnt ihr auch nicht. Es ist auch immer einfach zu sagen, die Studie, die nicht meine Sicht der Dinge spiegelt, wurde nicht korrekt durchgeführt oder ist nicht so hochwertig wie meine Studien. Deshalb läuft alles hierauf hinaus:

im prinzip braucht man kriterien für eine risikoabschätzung. ich denke, dass die STIKO auch genau das macht, ehe sie ein impfempfehlung heraus gibt. jedenfalls würde ich davon ausgehen, dass dem so ist. man kann jetzt wahlweise vertrauen in die STIKO haben oder mühevoll selbst eine solche risikoabschätzung durch führen. ich bin geneigt, meiner eigenen analyse zu misstrauen, ich bin schliesslich ein laie. daher ist vllt der beste ansatz die frage, woher kommt das massive misstrauen den profis gegenüber. oder ist es eventl. gerechtfertigt.

Ich habe weiter oben angedeutet, warum ich dieses Misstrauen habe. Und ja, es ist ein gewisses Geheimwissen, wenn man mitkriegt, wie mit Menschen umgegangen wird, denen eigentlich eine Entschädigung zustünde, weil sie krank gemacht wurden. Habt ihr denn mal mit Eltern von Impfgeschädigten gesprochen? Habt ihr mal in den Medien Menschen erlebt, die davon berichten, wie ihr Kampf um diese Anerkennung verlief? Habt ihr mal verfolgt, wie mit Chemikaliengeschädigten umgegangen wird? Ich glaube, ihr habt nicht mal eine Ahnung davon, mit welcher Perfidie und Geschicklichkeit bei solchen Themen die Öffentlichkeit hinters Licht geführt wird. Immer gibt es die seriös klingenden Statements von offiziellen Institutionen, die passenden Studien und die Verunglimpfung der Andersdenkenden. Für die wenigsten zu durchschauen. Nur wenn man selber mal näher dran ist, merkt man, dass alles nur Lüge ist. Ich weiss nicht, ob es beim Impfen auch so ist, wenn auch einiges dafür spricht. Nur kotzt mich diese Selbstgefälligkeit an, mit der man so tut, als sei der Fall hundertprozentig klar. Ich bin an dieser Stelle raus, weil wir hier schon mal drüber diskutiert haben und es nicht weiterführt, es sei denn, man steigt wirklich tief ein in die Studien, und dazu fehlt mir die Zeit. Wie gesagt, man findet die wissenschaftlich argumentierenden Impfgegner und -skeptiker, wenn man danach sucht. Zwei Quellen hab ich ja schon genannt.
 
Ich denke, man sollte sich auch mal klar machen: Unsere Eltern hatten alle noch diese unschönen Narben von der Pockenimpfung: Heute braucht es die nicht mehr: Warum wohl?
Es ist nunmal auch eine gesellschaftliche Verantwortung zu tragen: Das ganze klappt nur, wenn jeder mitzieht.
Klar gibt es Impfungen, die sind nicht so nötig: Windpocken, FSME, Grippe: Darüber lässt sich streiten. Man muss nicht pauschal JEDE Impfung mitmachen und vor allem bei nicht ansteckenden Krankheiten würde ich sagen: Kann jeder selbst entscheiden, wenns ihn dann halt trifft, dann pech.
Aber andere Sachen: Warum soll man sich und andere dieser hohen Gefahr aussetzen?

Natürlich kann es klappen, dass man als Gärtner arbeitet, ohne Tetanusimpfung: Klar, das klappt schon, aber nur so lange, man nicht auf einen Erreger trifft: Wenn das passiert, dann ist man gelinde gesagt am Ar***.
 
Wenn man das als Medizin sieht, also als etwas Gutes, muss man damit überhaupt kein Problem haben.



Vor 20 Jahren. Ich hoffe, er verbreitet inzwischen nicht mehr so gefährliche Falschinformationen. Das wäre ein Verstoß gegen die Prinzipien seines Berufsstandes.

Ich muss dich enttäuschen. Er praktiziert immer noch erfolgreich, bleibt seinen prinzipien treu, und erfreut sich immer noch großer beliebtheit.
 
Hallo Halligalli,

ich habe jetzt zwar nicht alle Antworten gelesen, glaube aber nicht, dass irgendjemand angegriffen werden sollte. Es gibt die Impfgegner, die sich grundsätzlich gegen jede Impfung und jede Behandlung stellen; diese halte ich für kurzsichtig.

Für Patienten, die das differenziert betrachten und von Fall zu Fall entsprechend abwägen, empfinde ich sogar Respekt. Es gibt sicher Impfungen, die fragwürdig sind oder deren Risiken in keiner Relation zum Nutzen stehen. Es macht einen Unterschied, ob ich grundsätzlich einfach alles ablehne oder ob ich im Einzelfall fundierte Argumente liefere. Die Ersteren würde ich schon eher in den esoterischen Bereich verorten, die letzteren als kritisch denkende Menschen ansehen.

Ich verstehe auch marut so, dass er im Grunde nur eine Diskussion anstoßen wollte; eine pauschale Aburteilung habe ich seinen Beiträgen eigentlich nicht entnehmen können.

Impfschäden, Behandlungsfehler etc. lassen sich naturgemäß nicht vollständig ausschließen. Wie mit den Geschädigten umgegangen wird, spottet teilweise jeder Beschreibung. Aber das war hier eigentlich nicht das Thema 🙂

LG, Eisbart
 
Das gute ist aber grade, dass es heutzutage diese Mehrfachimpfungen gibt.

Oft macht nämlich nicht die Impfung selbst Probleme , sondern die Trägerstoffe.

Bei Mehrfachimpfungen hat man dann für x-mal Impfung nur einmal den Trägerstoff.

In manchen Kindergärten ist es übrigens jetzt schon so, dass für diverse Kinderkrankheiten Impfbescheinigungen vorgelegt werden müssen, ansonsten darf das Kind den Kindergarten nicht besuchen.
 
Auf diesen artikel über die hpv-impfung bin ich grad gestossen und finde ihn sehr interessant. Eine bekannte hat ihre tochter bedenkenlos impfen lassen, danach traten erste symptome einer ms-erkankung bei dem damals 12jährigen mädchen auf. Heute ist das mädchen anfang 20 und hat immer wieder ms schübe.

https://www.individuelle-impfentsch...u-14/aktuelles-mainmenu-42/23-die-hpv-impfung

https://www.individuelle-impfentscheidung.de/

Überhaupt die 'ärzte für individuelle impfentscheidung"...kannte ich garnicht.
Werde mir da mal einiges durchlesen. Klingt sehr interessant.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es bestreitet ja keiner , dass es Impfschäden gibt und dass man sich überlegen kann gegen was man sich impfen lassen kann und will.

Aber nach meiner Meinung gibt es schon lange erprobte Impfstoffe gegen die üblichen Kinderkrankeiten und für die üblichen Grundimpfungen und da schadet es nichts , wenn man diese auch machen lässt.

Ich habe z. B. Hepatitis A und B machen lassen, weil ich jemanden kenne der Hepatitis hat und das ist kein Spaß. Da war mir die Impfung echt lieber. Und so geht es mir auch mit Tetanus und Kinderlähmung.
 
Bei extremen Impfgegnern (nicht bei denen, die sich schlicht informieren) denke ich immer:
Es gibt einfach immer wieder (und scheinbar auch immer mehr) Leute, die scheinen Pauschalaussagen zu brauchen: Eine Sache MUSS entweder total gut oder total schlecht sein. Zwischentöne werden nicht geduldet. Das erlebt man ja zur Zeit ständig: Ernährungstheorien, Religionen, Sport: Überall scheint es um Ausschließlichkeit zu gehen.
Und Impfgegner dieser Art sind für mich einfach nicht ernstzunehmen. Impfen ist wie so ungefähr alles auf der Welt nie nur gut oder nur schlecht. Man muss abwägen- aber wenn man immer gleich inrgendeinem Fundamentalismus anhängen muss, kann man nicht abwägen. Und man muss leider auch manchmal Risiken aushalten.
Ich denke, es gehört dazu eine grundliegende Disposition. Früher als Jugendliche haben wir uns auch darum gestritten, welche Boygroup die beste ist und natürlich waren all die anderen unausstehlich und wurden sogar bekämpft🙄. Mit zunehmendem Alter legt sich das: Aber offenbar nicht bei allen.
Manche- und dazu zähle ich auch militante Impfgegner- scheinen diese Grabenkämpfe zu brauchen.
Leider hierbei zu Lasten ihrer Kinder und der Gesellschaft.
Man fragt sich halt, warum manche Menschen Ambivalenz nicht aushalten können und eine Schwarz/weiß-Erklärung brauchen.
Macht nicht allein das das eigene Weltbild schon unseriös?
 
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