Wie soll irgend jemand diese viel zu pauschale Frage beantworten können? Ich kenne einen noch ziemlich jungen Installateur, der sich nach der Meisterprüfung sehr erfolgreich selbständig gemacht hat und mindestens das vierfache verdient wie eine Bekannte mit Germanistik- Abschluss, die für einen Fachverlag Texte redigiert. Ich kenn sogar jemand mit einem Abschluss in Skandinavistik - ein Studienfach, dass für viele Absolventen brotlos ist - der hat jetzt eine gut dotierte Professur. Ich kenne Menschen mit abgeschlossenem Lehramtsstudium, die aber leider zur falschen Zeit fertig geworden sind und noch nie eine Stelle als Lehrer hatten. Ich kenne einen Anwalt, der gerade so über die Runden kommt. Aber statistisch gesehen ist es natürlich dennoch so, dass akademische Abschlüsse zu höheren Gehältern führen als Ausbildungsberufe.
Aber andererseits ist die Abschlussprüfung nach einer Ausbildung nicht das Ende der Fahnenstange - Fortbildungen unterschiedlichster Art kann man immer draufsatteln. Wichtiger als das möglicherweise erzielbare Gehalt ist Interesse an dem, was man lernt oder studiert - denn wenn das nicht vorliegt, wird man so oder so nicht glücklich damit.