Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Gibt es die Hölle und falls ja, wer kommt dort hin?

Also wenn ich also als einfach so Gutes tue, ist das nicht ausreichend.?

Aber wenn ich andererseits als Christ, weil ich ja in Jesu Nähe leben will die Ehe breche oder ernsthaft versuche zu brechen, also eines der 10 Gebote, dann ist das ok bzw. macht das nichts aus weil ich ja versuche alles Jesus Recht zu machen und dann halt fehlerhaft bin?

Diese Logik habe ich jetzt nicht so richtig verstanden.

Alles macht was aus, Kasiopaja.

Vielleicht hilft Dir folgendes Bild:

Wenn der Nachbarsjunge ein ehrlicher und fleissiger Schüler ist, so macht ihn das noch nicht zu einem Mitglied Deiner Familie. Wenn Dein Sohn klaut, so verliert er deshalb nicht die Zugehörigkeit zur Familie. Aber ein Lob für sein Handeln oder ein "ist doch egal" wird er auch nicht erwarten können.

LG, Nordrheiner
 
Alles macht was aus, Kasiopaja.

Vielleicht hilft Dir folgendes Bild:

Wenn der Nachbarsjunge ein ehrlicher und fleissiger Schüler ist, so macht ihn das noch nicht zu einem Mitglied Deiner Familie. Wenn Dein Sohn klaut, so verliert er deshalb nicht die Zugehörigkeit zur Familie. Aber ein Lob für sein Handeln oder ein "ist doch egal" wird er auch nicht erwarten können.

LG, Nordrheiner
Nein.

Daraus erschließt sich mir keine klare Antwort aus meiner Frage.

Was ist nun mit dem der die Ehe bricht oder vorsätzlich brechen will?

Ist der nun besser , obwohl er vorsätzlich ein sehr, sehr wichtiges, eines der wichtigsten Gebote Gottes überhaupt bricht oder vorsätzlich brechen will?

Was erwartet denjenigen nun der das tut oder vorsätzlich tun will?

Und zollt man dann nicht eher - auch in der eigenen Familie dem hilfsbereiten Nachbarsjungen Respekt , als dem eigenen ungezogenen Sohn, der wissentlich die Regeln bricht. Die wichtigsten überhaupt.

Um Deinen Vergleich aufzugreifen:

Wenn in meiner Familie jemand ständig und vorsätzlich klaut und damit auch die eigene Familie schädigt, obwohl er das weiß, dass er sie schädigt und der Nachbarsjunge ständig allen hilft. Wer ist nun der bessere?

Bzw. zollt dann die Familie nicht eher dem Nachbarsjungen Respekt und Wohlwollen und nimmt den eigenen Bengel halt so hin, weil man ihn eben zur Familie zählen muss.

Wobei der christliche Ehebrecher ja dann wohl eher der Adobtiv- oder Pflegesohn wäre weil er sich ja sozusagen einfach der Familie angeschlossen hätte.

Wäre es dann für die Familie nicht denkbar den auch wieder rauszuschmeißen, wenn er sich partout nicht an die Regeln halten will?
 
Ja, das wäre durchaus denkbar. Das "Ja" zu Jesus Christus setzt voraus, dass man seine Gebote auch einhalten will.

Will man es nicht, dann ist auch das "Ja" nur ein wertloses Lippenbekenntnis.

Würdest Du es verstehen, wenn derjenige dann aus der Familie rausgeschmissen würde?

Oder dass er irgendwann einfach vor verschlossenem Tor steht , wenn er Heim kommt?

Wenn er sie wissentlich nicht einhält?

Und warum sollte dann nicht jemand - zumindest wohlwollend als dauernder Gast aufgenommen werden - der sich eben sehr wohl dran hält und tut was die Familie für richtig hält und auch ihr Gutes tut?
 
Zuletzt bearbeitet:
Würdest Du es verstehen, wenn derjenige dann aus der Familie rausgeschmissen würde?

Wenn er sie wissentlich nicht einhält?

Ich würde es verstehen. Jedoch was ich verstehe - und was Gott tut - muß nicht das Gleiche sein.

Wir gehen so leicht von menschlichem Maßstab aus.... Ich jedenfalls bin froh, nicht Richter sein zu müssen.


Und warum sollte dann nicht jemand - zumindest wohlwollend als dauernder Gast aufgenommen werden - der sich eben sehr wohl dran hält und tut was die Familie für richtig hält und auch ihr Gutes tut?

Auch hier bin ich nicht Richter. Ich kann nur darauf verweisen, was ich in der Bibel lese und verstehe. Ich denke, wenn es doch ein Mensch ist, der tut was Gott und Jesus für richtig halten, was sollte ihn dann noch daran hindern, sich Jesus anzuschließen, ihm nachzufolgen? Es wäre doch nur konsequent.

Jesus nachzufolgen, aber Jesus selbst abzulehnen - passt einfach nicht zusammen. Ist für mich nicht nachvollziehbar.
 
Guten Abend,

hier ist noch einmal der TE.

Ich wollte nach nachtragen, dass ich nicht glaube, dass es böse Menschen gibt oder wenn, dann nur sehr, sehr, sehr wenige. Selbst jemanden wie Hitler würde ich nicht direkt als böse bezeichnen. Der Holocaust war eine Maßnahme die auf der fixen Idee beruhte die Juden wären eine konkrete Gefahr für sein Volk. Das ist dumm, aber nicht grundätzlich böse. Eun böser Mensch müsste böses um des Bösen willen tun in dem vollen Bewusstsein, dass es böse ist. Wer andere Gründe hat, egal wie vrworren sie sein mögen, ist deswegen nicht böse. Das macht entsprechende Taten natürlich nicht weniger schlimm, aber es entmystifiziert den Täter. Menschen wie Hitler sind für mich keine quasidämonischen Schreckgestalten sondern normale Menschen.

Ich glaube auch nicht, dass Dämonen oder der Teufel böse sind. Um böse oder gut zu sein gehört für mein Verständnis die Möglichkeit der Wahl dazu. Wenn ich mich nicht entscheiden kann Gut zu sein, kann ich auch nicht böse sein. Ein Vulkan ist ja auch nicht böse wenn er ausbricht. Er ist eben ein Vulkan und das ist seine Natur.

Bewusstsein und Wille bei der Tat sind das entscheidene denke ich. Wer böses tut ohne sich dessen bewusst zu sein tut zwar etwas böses, ist es aber nicht. Deswegen versuche ich auch niemanden moralisch zu verurteilen, egal was er tut. Einerseits steht mir das nicht zu, weil ich selber nicht perfekt bin (im Gegenteil) und andererseits kann ich den Menschen nur vor den Kopf gucken.

Ich fürchte aber, dass solche Überlegungen für Gott keine Relevanz haben. Für mich sieht das göttliche Prinzip der Gerechtigkeit einfach nach mache A und bekomme B aus und wer bei A richtig verkackt (Todsünde) kann das mit C nicht mehr ausgleichen. Es ist wie mit dem Strafrecht: Wenn ich jemanden töte ist es egal ob ich jeden Tag alten Menschen helfe und ansonsten ein guter Mensch bin. Das gleicht sich nicht aus.

Deswegen weiß ich nicht ob es überhaupt etwas bringt sich Mühe zu geben. Andererseits kann ich mir nicht anmaßen zu wissen wie ein göttliches Prinzip funktioniert, weil ich nur ein unbedeutender Mensch bin.


Also ich denke, du brauchst dringende psychologische Hilfe, weil das liest sich wie Sektenlogik. (Meine ich besorgt und nicht böse, weil du ja offensichtlich leidest.)

Ich muss daher Nordrheiner beistehen... Das steht alles so nicht in der Bibel. Jedenfalls nicht in der Offiziellen.

Frage:
Stammst du aus einer Aus- oder Übersiedlerfamilie?

Das Alte Testament ist, obwohl Jesus sich auch darauf bezieht, durch Jesus reformiert worden.
Ich glaube sogar, dass Jesus sich davon weitgehend distanziert hat. Mehr als Kirchenfürsten der späten Vergangenheit es wünschten.
Daher stammen auch die seltsamen Unvereinbarkeiten und Widersprüche.

Natürlich gibt es keine Schuldtilgung bei Todsünden, die im direkten Zusammenhang steht, doch die Frage stellt sich doch völlig anders.
Ist eine Zuordnung einer Schuld so aufrecht zu erhalten, wie sie im Alten Testament beschrieben wird...?
Ist das Gottesbild darin überhaupt aufrecht zu erhalten?
Ist die Existenz einer Hölle aufrecht zu erhalten?

Ist es Sinn einer Reue, sich selbst nicht zu vergeben, wenn man es zukünftig unterlässt zu sündigen?
Zudem ist deine geäußerte Einsicht nicht richtig... dass man nicht durch gute Taten seine Reue mit Leben erfüllen könnte.
Es ist nur eben kein Handel... der genau in Mark und Pfennig beinhaltet, wann etwas vergeben ist.

Denn hättest du mit dieser These Recht, dann würde doch fortgesetzte Sünde erfolgreich sein.
Doch alle Epochen haben gezeigt, dass die Menschheit sich dann nicht weiter entwickelt.

Wir haben doch alle mehr oder minder das Gefühl eines Rechtes und Unrecht in uns. Das ist in allen Menschen drin und hat nichts mit Gott oder Religion zu tun... Außer... außer man schafft einen Gott und Religionen, um dieser Ethik Ausdruck und Macht zu geben.

Daher würde ich mir nicht Sorgen um die Hölle machen, sondern um meine geistige Gesundheit, meine Zufriedenheit und mein Wohlbefinden jetzt und heute!

Positive Handlungen generieren positive Gefühle. Ich denke, das ist kaum widerlegbar.

Mein Eindruck ist, dass dich eine imaginäre Hölle plagt und bildhaft heute schon foltert.

Ich glaube nicht an einen Gott, doch was bräuchte man einen Gott (wie gesagt, einen Rachegott, den ich persönlich nicht im Neuen Testament finde), wenn man für ewig Strafe zu erwarten hätte...

Übrigens, die Darstellung der zu erwartenden Strafen stammen alle aus dem frühen Mittelalter oder früher und sind Perversionen einer Menschheit, jedoch nicht der eines Christlichen Gottes.

Dass dies in Ostkirchen bisweilen anders gesehen wird, weil diese Glaubensrichtungen sich nicht weiter entwickelten, weiß ich.
 


Frage:
Stammst du aus einer Aus- oder Übersiedlerfamilie?

Das Alte Testament ist, obwohl Jesus sich auch darauf bezieht, durch Jesus reformiert worden.
Ich glaube sogar, dass Jesus sich davon weitgehend distanziert hat. Mehr als Kirchenfürsten der späten Vergangenheit es wünschten.
Daher stammen auch die seltsamen Unvereinbarkeiten und Widersprüche.


Ich hab mir mal die Freiheit genommen das kurz etwas runterzukürzen.

Nein, ich komme nicht aus einer Aus- oder Übersiedlerfamilie. Zumindest nicht im klassischen Sinn denke ich. Soweit ich weiß ist meine Familie vor 400-500 Jahren aus dem heutigen Südpolen in das heutige NRW umgesiedelt und seitdem immer dort geblieben.

Jesus hat das alte Testament nicht aufgehoben oder sich davon distanziert, im Gegenteil. Die Ansprüche die Jesus an den Menschen stellt gehen sogar noch ein gutes Stück weiter. Die Stelle dazu ist Matthäus 5, 15-32, Einheitsübersetzung

Danke auf jeden Fall für deine ausführliche Antwort.
 
Ich glaube nicht, dass ein Theologe mir helfen könnte. Wieso sollte die Kirche ihre seit Jahrhunderten gepredigte Auffassung von der Hölle aufgeben und relativieren? Das gleicht doch eigentlich einem Abfall vom Glauben nur damit einem nicht die Gläubiger weglaufen weil ewige Folter nicht mehr en vogue ist.

Ich glaube auch allmählich wie Rhenus, dass Du aus einer anderen Kultur kommst. Zumindest für die evangelische Kirche meine ich sagen zu können, dass die Hölle dort KEIN Thema ist, schon gar nicht an den theologischen Hochschulen. Mindestens 80 % der evangelischen Pfarrer dürften ein modernes Verständnis von "Hölle" haben. Du würdest Hölle von ihnen wahrscheinlich am ehesten im Zusammenhang mit Auschwitz hören. Dies entspricht ungefähr dem Höllenverständnis, das einige User hier geäußert haben: die "Hölle" finden wir im hiesigen Leben.


Deswegen weiß ich nicht ob es überhaupt etwas bringt sich Mühe zu geben.
Meines Erachtens bringt es nichts, wenn Du Dich hängen läßt. Wenn es einen Gott gibt, wird er über jeden gutwilligen und engagierten Menschen froh sein. Und wie ich schon sagte: es ist nur fair, dass sich das Urteil über einen schlechten Menschen auch wieder wenden kann. Ein freier Mensch hat immer die Möglichkeit, umzukehren.
 
Viel schlimmer als Visionen von der Hölle ist für mich die Vorstellung, noch einmal auf der Erde hier geboren werden zu müssen.
 
Ich hab mir mal die Freiheit genommen das kurz etwas runterzukürzen.

Nein, ich komme nicht aus einer Aus- oder Übersiedlerfamilie. Zumindest nicht im klassischen Sinn denke ich. Soweit ich weiß ist meine Familie vor 400-500 Jahren aus dem heutigen Südpolen in das heutige NRW umgesiedelt und seitdem immer dort geblieben.

Jesus hat das alte Testament nicht aufgehoben oder sich davon distanziert, im Gegenteil. Die Ansprüche die Jesus an den Menschen stellt gehen sogar noch ein gutes Stück weiter. Die Stelle dazu ist Matthäus 5, 15-32, Einheitsübersetzung

Danke auf jeden Fall für deine ausführliche Antwort.

Lieber Gast,

Du hast völlig Recht. Ich sehe es ebenso. Die Ansprüche, die Jesus stellt, gehen über die gesetzlichen Forderungen des ATs noch weit hinaus.

Wenn wir uns im Licht dieser Forderungen sehen, dann kann uns manchmal schlecht werden. Menschen, die Jesus nachfolgen wollen, werden immer scheitern, wenn sie aus eigener Kraft versuchen, diese Forderungen zu erfüllen. Aber Nachfolge bedeutet auch Veränderung. Nachfolger lassen sich von Jesus verändern. Jesus bewirkt in uns eine Veränderung, die uns selbst nicht möglich ist. Unsere Hoffnung ist deshalb Jesus Christus und nicht unsere Kraft.

Es gibt Christen, die von einem Moment zum anderen in einem wichtigen Punkt verändert werden. Bei anderen dauert es Jahre..... Unsere Aufgabe ist es, für Gottes Wirken und für Seine Leitung offen zu sein. SEINE Aufgabe ist es, uns zu verändern. Wir sollten Seine Aufgaben mit unseren Aufgaben nicht verwechseln.


Ich glaube auch allmählich wie Rhenus, dass Du aus einer anderen Kultur kommst. Zumindest für die evangelische Kirche meine ich sagen zu können, dass die Hölle dort KEIN Thema ist, schon gar nicht an den theologischen Hochschulen. Mindestens 80 % der evangelischen Pfarrer dürften ein modernes Verständnis von "Hölle" haben. Du würdest Hölle von ihnen wahrscheinlich am ehesten im Zusammenhang mit Auschwitz hören. Dies entspricht ungefähr dem Höllenverständnis, das einige User hier geäußert haben: die "Hölle" finden wir im hiesigen Leben.

Mir ist es ziemlich egal, welche Auffassung irgendwelche Pfarrer haben. Ich bin weder ein Nachfolger einer Kirche noch Nachfolger eines Pfarrers.



Meines Erachtens bringt es nichts, wenn Du Dich hängen läßt. Wenn es einen Gott gibt, wird er über jeden gutwilligen und engagierten Menschen froh sein. Und wie ich schon sagte: es ist nur fair, dass sich das Urteil über einen schlechten Menschen auch wieder wenden kann. Ein freier Mensch hat immer die Möglichkeit, umzukehren.

Ja, dem stimme ich zu.
Wenn "wir" unsere falsche Einstellung, unser schuldhaftes Verhalten im Licht der Worte Jesu erkennen - dann schlottern "uns" die Knie und wir verlieren Lebensmut. Angst stellt sich ein. Wenn mir dann jemand weiß machen will, es gäbe keine Hölle, dann hab ich den Eindruck, wir nehmen die Realität unterschiedlich wahr. Aber in dieser Situation zu verharren ist genau das Falsche. Jesus ist gekommen, um zu retten. Deswegen dürfen wir den Blick von unserer Schuld abwenden und zu IHM schauen. Ist unsere Schuld auch noch so groß, so ist Seine Rettung immer noch viel größer.

LG, Nordrheiner
 

Anzeige (6)

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben