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Leihmutterschaft

Liebe Gast-Schreiberin,

Deine Kritik ist ganz schön hart - und ich lasse sie mir gefallen.

Zunächst einmal sehe ich bei Dir das für mich wichtige Detail, dass es sich bei Euch um 2 Schwestern handelt und finanzielle Interessen nicht berührt werden. Es geht Euch beiden nicht um's Geschäft "Kind gegen Geld". Dieser Unterschied ist für mich wichtig. Immer dort, wo Geld im Spiel ist, wird das zu gebärende Kind zu einem Geschäftsgegenstand, wie auch die Leihmutter. Das lehne ich völlig ab.

Bei Dir und Deiner Schwester geht es darum, eigene Gene weiterzugeben. Deine Bezeichnung "Schwangerschaft und Geburt miterleben" irritiert mich etwas. Das könnte Deine Schwester doch so ziemlich bei jeder schwangeren Frau, deren Einwilligung sie für eine Begleitung hat. Oder? Also könnte man auch hier Adoption in Betracht ziehen und zu folgendem Mix kommen: Adoption + Begleitete Schwangerschaft bei einer Frau X.

Bei Dir und Deiner Schwester käme es zu einem Mix von Deinem Bauch aber die Gene von ihr und ihrem Mann. Also ehrlich, dazu habe ich keine fundierte Meinung. Ich bin da eher abwehrend, weil nicht bekannt ist, welche Nachteile entstehen können. Und bekannt ist, dass jede Medaille zwei Seiten hat. Aber Du kannst sicher sein, dass ich Euch nicht verurteile, wenn ihr beide diesen Weg geht. Verurteilung wäre so ziemlich das Letzte, was mir zustünde. Vielleicht hilft hier die indianische Weisheit: "Beurteile den Weg eines Menschen erst dann, wenn Du in seinen Mokassins gelaufen bist."

Aber auf einen Kritikpunkt von Dir möchte ich besonders eingehen. Du schreibst mir:
"Menschen wie du verhindern Leben, Familie, Liebe und Glück im Leben anderer.
Mit deinem Beitrag kämpfst du gegen diese Grundfeste des christlichen Glaubens."

In der christlichen Menschheitsgeschichte gab es immer diesen Disput, ob man an einer Weggabelung links oder rechtes gehen soll. Und die Christen, die links gingen, wurden kritisiert von denen die rechts abgebogen sind und umgekehrt. Ich glaube, dass wir manchmal nicht wissen können, was jetzt wirklich richtig ist. Und in Eurer Situation gehöre ich zu den Menschen, die es eben nicht wissen. Aber ich muß es für Euch auch nicht wissen.

Jedoch wenn Du schon den christlichen Bezug für Deine Argumentation nutzt, dann sei so konsequent und nutze auch die Möglichkeit Gott zu fragen. Bzw. Du und Deine Schwester und Dein Schwager sollten das gemeinsam tun.

Jesus betete zu unserem Vater im Himmel "nicht mein Wille geschehe - sondern Dein Wille". Und wenn es Euch allen Dreien wichtig ist, dass Sein Wille geschehe und ihr alle Drei Euren Willen hintenan stellt - und trotzdem den Eindruck habt, dass Gott Eurer Idee zustimmt - dann tut es. In Indien, wie ich las, wäre Euer Vorhaben gesetzlich möglich. Und wenn es dann Gottes Wille ist - dann wird Er auch die Möglichkeit schaffen, dass Sein Wille geschieht.
Die zentrale Frage lautet für mich - aus christlicher Sicht: Seid Ihr Euch sicher, was Gottes Wille in Eurer Angelegenheit ist?

LG, Nordrheiner

Ich würde das auch für eine Freundin und jede andere Frau in dieser Situation tun.
Auch mit eigenen Eizellen.
Sex mit fremden Männern würde ich nicht haben, dafür. Wenn dann Befruchtung via Spritze oder Einsetzung.

Nicht unbedingt ohne Geld zu verlangen, schließlich bedeutet eine Schwangerschaft auch in gewissen Maß Arbeitsausfall.

Aber mein Motiv wäre dabei eindeutig nicht "Kind gegen Geld".
Mein Motiv wäre, dass ich Menschen helfen möchte Familie zu sein.

Das Motiv ALLER Eltern, die eine Leihmutter suchen, ist auch nicht "Wir kaufen uns ein Kind" oder "Wir benutzen den Körper einer Frau, die das nicht will, um ein Kind zu bekommen".

Diese Menschen wollen einfach eines ihrer grundlegendsten Rechte ausüben:
Mensch sein.



Dazu zählt in enormen Maße das Bedürfnis nach Fortpflanzung und Aufziehen von Nachwuchs.
Nicht um unsere Gene weiterzugeben.

In der heutigen Zeit sollte klar sein, dass der Glaube, Haar-, Augen- und Hautfarbe oder Krankheiten (Gendefekte), würde einen Menschen ausmachen inakzeptabel oberflächlich und diskriminierend ist.

Fortpflanzung heißt nicht mehr nur:
"Rein-Raus, 8 Monate, Fertiges Gengemisch/Kind"
Es bedeutet auch sich mental Fortzupflanzen.
Also ein Kind als sein eigenes zu lieben und zu erziehen.

Und wenn das eine, der oberflächliche Aspekt davon gesundheitlich nicht möglich ist, soll der andere, bedeutende Aspekt verboten werden?

Das macht ein schlechtes Bild.
Als ob Kinder gar keine vollwertigen Menschen wären, sondern nur Objekte, die Lebensversicherung der Menschheit.


Außerdem schreibst du keine Ahnung von Adoption zu haben. Adoption auf Vorbestellung, wie du sie beschreibst, IST Leihmutterschaft.
In Deutschland kann man nur bereits geborene und den Eltern entzogene oder von ihnen abgegebene Kinder adoptieren.
Eine gute Tat, ja.
Aber das macht die andere deshalb nicht schlecht oder entzieht dem Wunsch danach die Existenzberechtigung.


Und ja: Gott hat uns schließlich die Intelligenz gegeben, um uns künstlich und per Leihmutterschaft fortzupflanzen.
Weshalb sollte er das tun, wenn er nicht wollte, dass wir dieses Geschenk von ihm nutzen?
Dafür dass du so gläubig bist, stellt du das Werk deines Gottes ganz schön in Frage.


Weshalb dir mein Beitrag so hart vorkommt kann ich dir auch sagen:
Er konfrontiert dich mit Ehrlichkeit und Realität.
Die Realität, in der Leihmutter und entsprechende Eltern sich befinden betrifft dich nicht.
Du hast diesen Umstand nur ohne Zweck und Nutzen und ohne dass er tatsächlich jemanden schaden würde als "schlecht & verwerflich" abgestempelt und versucht diese Meinung mit ebenso unrealistischen Argumenten zu verbreiten.

Keine Leihmutter in Europa würde je dazu gezwungen werden können, ein Kind auszutragen, gäbe es entsprechende Gesetze.

Und die Legalisierung von Leihmutterschaft in der EU würde nicht automatisch die Legalisierung oder Hinnahme von Zwangsschwangerschaften in anderen Teilen der Welt bedeuten;
Im Gegenteil: Gäbe es hier menschenfreundliche Gesetze dazu, würde man in kürzester Zeit alles daran legen, diese auch andernorts anzubringen, um Menschen zu schützen.
Wie bisher bei allen Menschenrechten.

Da könntest du dich dann engagieren, damit Gottes Geschenke nicht für Geldmacherei und Gewalt eingesetzt werden.
Aber in jedem Paket, dass er der Welt überreicht gleich Gift und faule Eier zu vermuten, finde ich nicht in Ordnung.

Soll heißen:
Du hast eine sehr undifferenzierte Meinung von diesem Thema.
Das ist, als würdest du dich fragen, ob es in Ordnung sei zu denken, weil ja jemand auch was schlechtes denken könnte...
 
Liebe Gast-Schreiberin,

Deine Kritik ist ganz schön hart - und ich lasse sie mir gefallen.

Zunächst einmal sehe ich bei Dir das für mich wichtige Detail, dass es sich bei Euch um 2 Schwestern handelt und finanzielle Interessen nicht berührt werden. Es geht Euch beiden nicht um's Geschäft "Kind gegen Geld". Dieser Unterschied ist für mich wichtig. Immer dort, wo Geld im Spiel ist, wird das zu gebärende Kind zu einem Geschäftsgegenstand, wie auch die Leihmutter. Das lehne ich völlig ab.

Bei Dir und Deiner Schwester geht es darum, eigene Gene weiterzugeben. Deine Bezeichnung "Schwangerschaft und Geburt miterleben" irritiert mich etwas. Das könnte Deine Schwester doch so ziemlich bei jeder schwangeren Frau, deren Einwilligung sie für eine Begleitung hat. Oder? Also könnte man auch hier Adoption in Betracht ziehen und zu folgendem Mix kommen: Adoption + Begleitete Schwangerschaft bei einer Frau X.

Bei Dir und Deiner Schwester käme es zu einem Mix von Deinem Bauch aber die Gene von ihr und ihrem Mann. Also ehrlich, dazu habe ich keine fundierte Meinung. Ich bin da eher abwehrend, weil nicht bekannt ist, welche Nachteile entstehen können. Und bekannt ist, dass jede Medaille zwei Seiten hat. Aber Du kannst sicher sein, dass ich Euch nicht verurteile, wenn ihr beide diesen Weg geht. Verurteilung wäre so ziemlich das Letzte, was mir zustünde. Vielleicht hilft hier die indianische Weisheit: "Beurteile den Weg eines Menschen erst dann, wenn Du in seinen Mokassins gelaufen bist."

Aber auf einen Kritikpunkt von Dir möchte ich besonders eingehen. Du schreibst mir:
"Menschen wie du verhindern Leben, Familie, Liebe und Glück im Leben anderer.
Mit deinem Beitrag kämpfst du gegen diese Grundfeste des christlichen Glaubens."

In der christlichen Menschheitsgeschichte gab es immer diesen Disput, ob man an einer Weggabelung links oder rechtes gehen soll. Und die Christen, die links gingen, wurden kritisiert von denen die rechts abgebogen sind und umgekehrt. Ich glaube, dass wir manchmal nicht wissen können, was jetzt wirklich richtig ist. Und in Eurer Situation gehöre ich zu den Menschen, die es eben nicht wissen. Aber ich muß es für Euch auch nicht wissen.

Jedoch wenn Du schon den christlichen Bezug für Deine Argumentation nutzt, dann sei so konsequent und nutze auch die Möglichkeit Gott zu fragen. Bzw. Du und Deine Schwester und Dein Schwager sollten das gemeinsam tun.

Jesus betete zu unserem Vater im Himmel "nicht mein Wille geschehe - sondern Dein Wille". Und wenn es Euch allen Dreien wichtig ist, dass Sein Wille geschehe und ihr alle Drei Euren Willen hintenan stellt - und trotzdem den Eindruck habt, dass Gott Eurer Idee zustimmt - dann tut es. In Indien, wie ich las, wäre Euer Vorhaben gesetzlich möglich. Und wenn es dann Gottes Wille ist - dann wird Er auch die Möglichkeit schaffen, dass Sein Wille geschieht.
Die zentrale Frage lautet für mich - aus christlicher Sicht: Seid Ihr Euch sicher, was Gottes Wille in Eurer Angelegenheit ist?

LG, Nordrheiner

Im Übrigen:

Maria wurde von Gott auch als Leihmutter auserkoren - ohne gefragt zu werden.

Wie sollte ich etwas in Frage stellen, was Gott uns als richtig vorgibt?
 
Im Übrigen:

Maria wurde von Gott auch als Leihmutter auserkoren - ohne gefragt zu werden.

Wie sollte ich etwas in Frage stellen, was Gott uns als richtig vorgibt?

Liebe Gast-Schreiberin,

mit Deinem letzten Beitrag beginne ich meine Antwort.

Maria war - wenn man so will - die erste Leihmutter der Welt. Wenn wir uns ansehen, welcher Anlass zugrunde lag, dann müssen wir feststellen, dass dieser Anlass ebenso einmalig war. Da gibt es keine Vorgaben und der Fall Maria ist auch kein Musterbeispiel für menschliche Wiederholungsversuche, kann auch kein Musterbeispiel sein.

Soll ich das erläutern oder verstehst Du, warum der Fall Maria kein Musterbeispiel für menschliche Wiederholungsversuche sein kann?

LG, Nordrheiner
 
Liebe Gast-Schreiberin,

mit Deinem letzten Beitrag beginne ich meine Antwort.

Maria war - wenn man so will - die erste Leihmutter der Welt. Wenn wir uns ansehen, welcher Anlass zugrunde lag, dann müssen wir feststellen, dass dieser Anlass ebenso einmalig war. Da gibt es keine Vorgaben und der Fall Maria ist auch kein Musterbeispiel für menschliche Wiederholungsversuche, kann auch kein Musterbeispiel sein.

Soll ich das erläutern oder verstehst Du, warum der Fall Maria kein Musterbeispiel für menschliche Wiederholungsversuche sein kann?

LG, Nordrheiner

(Ich will ja niemandem zu nahe treten, aber ich denke das dieses Beispiel überhaupt nicht taugt, weder für Pro noch für Contra. Ich meine du glaubst doch nicht wirklich an diese Geschichte?😕 )

Um doch noch was zum Thema beizutragen, ich bin gegen eine Leihmutter-schaft.
 
Ist schon seltsam. Früher wurden uneheliche Kinder und deren Mütter stigmatisiert etc., heute sind es Leihmütter. So als ob man stets ein Feindbild bräuchte. Fragt sich nur für was.
Mit einem Verbot treibt man sie in die Illegalität. Dort werden dann Geschäfte mit Kindern gemacht. Nicht? Tja, was ist nun besser? Gottgefällig dürft keins von beiden sein. Er soll es aber sein der uns den freien Willen geschenkt hat. War wohl doch nicht so klug. 😉
 
Ich würde das auch für eine Freundin und jede andere Frau in dieser Situation tun.
Auch mit eigenen Eizellen.
Sex mit fremden Männern würde ich nicht haben, dafür. Wenn dann Befruchtung via Spritze oder Einsetzung.

Nicht unbedingt ohne Geld zu verlangen, schließlich bedeutet eine Schwangerschaft auch in gewissen Maß Arbeitsausfall.

Aber mein Motiv wäre dabei eindeutig nicht "Kind gegen Geld".
Mein Motiv wäre, dass ich Menschen helfen möchte Familie zu sein.


Da ich Familie sehr schätze, klingt Dein Motiv sehr angenehm. Ist Deine Grundeinstellung altruistisch oder legst Du Wert darauf, christlich im Sinne des NT’s zu leben? Beides kann sich weitgehend decken, aber es gibt auch Abweichungen. Von daher wäre mir wichtig zu erfahren, wo Deine Priorität liegt.



Das Motiv ALLER Eltern, die eine Leihmutter suchen, ist auch nicht "Wir kaufen uns ein Kind" oder "Wir benutzen den Körper einer Frau, die das nicht will, um ein Kind zu bekommen".


Wie begründest Du Deine Behauptung, die Motive aller Eltern zu kennen?


Diese Menschen wollen einfach eines ihrer grundlegendsten Rechte ausüben: Mensch sein.

Dazu zählt in enormen Maße das Bedürfnis nach Fortpflanzung und Aufziehen von Nachwuchs.
Nicht um unsere Gene weiterzugeben.


Verstehe ich Dich richtig, dass Du Deine Aufgabe darin siehst, für die Bedürfnisbefriedigung der Menschen (in Sachen Fortpflanzung) zu sorgen?

In der heutigen Zeit sollte klar sein, dass der Glaube, Haar-, Augen- und Hautfarbe oder Krankheiten (Gendefekte), würde einen Menschen ausmachen inakzeptabel oberflächlich und diskriminierend ist.

Fortpflanzung heißt nicht mehr nur:
"Rein-Raus, 8 Monate, Fertiges Gengemisch/Kind"
Es bedeutet auch sich mental Fortzupflanzen.
Also ein Kind als sein eigenes zu lieben und zu erziehen.

Also ist Adoption oder Pflegefamilie ein durchaus guter Weg.


Und wenn das eine, der oberflächliche Aspekt davon gesundheitlich nicht möglich ist, soll der andere, bedeutende Aspekt verboten werden?

Das macht ein schlechtes Bild.
Als ob Kinder gar keine vollwertigen Menschen wären, sondern nur Objekte, die Lebensversicherung der Menschheit.

Ebenso wenig dienen Kinder (in meinen Augen) der Bedürfnisbefriedigung Erwachsener. Die Einstellung „Hauptsache, ich habe ein Kind“ klingt für mich nicht so, als ob Verantwortung für ein anderes Leben eine wesentliche Rolle spielt, selbst wenn das behauptet würde.


Außerdem schreibst du keine Ahnung von Adoption zu haben.
Wo soll ich das geschrieben haben? Ich denke, da hast Du Dich geirrt.


Adoption auf Vorbestellung, wie du sie beschreibst, IST Leihmutterschaft.

Wenn Du das behauptest, scheinen Dir die wesentlichen Unterschiede zwischen Leihmutterschaft und Adoption nicht bekannt zu sein.

In Deutschland kann man nur bereits geborene und den Eltern entzogene oder von ihnen abgegebene Kinder adoptieren.
Eine gute Tat, ja.
Aber das macht die andere deshalb nicht schlecht oder entzieht dem Wunsch danach die Existenzberechtigung.

Adoption und Leihmutterschaft weisen so viele große Unterschiede auf, dass eine Gleichsetzung nur mit Blindheit zu erreichen ist.


Und ja: Gott hat uns schließlich die Intelligenz gegeben, um uns künstlich und per Leihmutterschaft fortzupflanzen.
Weshalb sollte er das tun, wenn er nicht wollte, dass wir dieses Geschenk von ihm nutzen? Dafür dass du so gläubig bist, stellt du das Werk deines Gottes ganz schön in Frage.

Sorry, ich meine es nicht böse, aber wenn Du so platt argumentierst, dann sind alle Kriege und Verbrechen Gott gewollt, denn schließlich gab Gott den Menschen die Intelligenz, mit der die Waffen zur Kriegsführung und für die Durchführung von Verbrechen gebaut werden. Wenn Du mit mir diskutieren möchtest, dann bitte nicht mit solch platten Argumenten. Die sind das Papier nicht wert.



Weshalb dir mein Beitrag so hart vorkommt kann ich dir auch sagen:
Er konfrontiert dich mit Ehrlichkeit und Realität.
Die Realität, in der Leihmutter und entsprechende Eltern sich befinden betrifft dich nicht.
Du hast diesen Umstand nur ohne Zweck und Nutzen und ohne dass er tatsächlich jemanden schaden würde als "schlecht & verwerflich" abgestempelt und versucht diese Meinung mit ebenso unrealistischen Argumenten zu verbreiten.

Da muß ich Dich enttäuschen. Warum mir Deine Kritik hart erschien, konntest Du mir nicht sagen.

„ohne dass er tatsächlich jemanden schaden würde“ ist eine Behauptung, für die es derzeit keinerlei Belege gibt. Kleine Hilfe: Die Abwesenheit von Krieg ist auch noch kein Beleg für Frieden.

Keine Leihmutter in Europa würde je dazu gezwungen werden können, ein Kind auszutragen, gäbe es entsprechende Gesetze. Und die Legalisierung von Leihmutterschaft in der EU würde nicht automatisch die Legalisierung oder Hinnahme von Zwangsschwangerschaften in anderen Teilen der Welt bedeuten;
Im Gegenteil: Gäbe es hier menschenfreundliche Gesetze dazu, würde man in kürzester Zeit alles daran legen, diese auch andernorts anzubringen, um Menschen zu schützen.
Wie bisher bei allen Menschenrechten.

Ethisch gesehen empfinde ich Deine Argumentation als verwerflich. Dabei beziehe ich mich auf Dein weiter oben genanntes Motiv der Bedürfnisbefriedigung. In meinen Augen kann und darf es nicht Ziel von Gesetzen sein, jede Art von Bedürfnisbefriedigung zu legalisieren.

Deine Formulierung „um Menschen zu schützen“ erscheint mir als Vorwand, denn Dir geht es nicht um Schutz des Kindes sondern um Bedürfnisbefriedigung Erwachsener.

Wenn es um Schutz und um das Wohl von Kindern geht, wäre eine Adoption oder die Gründung einer Pflegefamilie das zeitgemäße Mittel. Wir haben weltweit so viele elternlose Kinder, dass es mir schlecht werden könnte. Mir erscheint es geradezu widersinnig zu sein, diese Kinder ihren Schicksalen zu überlassen und statt zu helfen, lieber „mit allen Mitteln“ ein neues Kind auf dem Umweg der Leihmutterschaft ins Leben zu rufen.


Da könntest du dich dann engagieren, damit Gottes Geschenke nicht für Geldmacherei und Gewalt eingesetzt werden.

Der Eingriff des Menschen in die Natur hat der Menschheit nicht nur Segen sondern auch sehr viel Fluch eingebracht. Dass es so ist, liegt nicht nur daran, dass Geldmacherei oder Gewalt eine übergeordnete Rolle spielen, sondern auch Bedürfnisbefriedigung. Ich bin fest davon überzeugt, dass Bedürfnisbefriedigung nicht an erste Stelle der Motivation gesetzt werden darf. Der Begriff der Verantwortung scheint mir heutzutage besonders wichtig zu sein. Dass dieser Begriff bei Dir nicht auftaucht, wundert mich.

Aber in jedem Paket, dass er der Welt überreicht gleich Gift und faule Eier zu vermuten, finde ich nicht in Ordnung.

Wen meinst Du mit „er“? Doch nicht etwa Gott? Du vermittelst den Eindruck, dass es Dir um Bedürfnisbefriedigung geht und auf keinen Fall um Kenntnisnahme sowie Umsetzung von Gottes Willen. Wenn ich damit richtig liege, dann lass bitte zukünftig den Bezug zu Gott beiseite.

Soll heißen:
Du hast eine sehr undifferenzierte Meinung von diesem Thema.
Das ist, als würdest du dich fragen, ob es in Ordnung sei zu denken, weil ja jemand auch was schlechtes denken könnte...

Anscheinend ist es Dir nicht aufgefallen, aber in meinem vorletzten Beitrag 124 habe ich eine Differenzierung vorgenommen. Und nein, ich finde es völlig in Ordnung und sogar wichtig zu denken. Aber das kann nicht dazu führen, jeden Gedanken als richtig zu bewerten. Und das führt uns zu der Frage, woran wir richtig und falsch beurteilen können und sollten? Berufen wir uns auf Moral oder auf Ethik?
 
Ist schon seltsam. Früher wurden uneheliche Kinder und deren Mütter stigmatisiert etc., heute sind es Leihmütter. So als ob man stets ein Feindbild bräuchte. Fragt sich nur für was.
Mit einem Verbot treibt man sie in die Illegalität. Dort werden dann Geschäfte mit Kindern gemacht. Nicht? Tja, was ist nun besser? Gottgefällig dürft keins von beiden sein. Er soll es aber sein der uns den freien Willen geschenkt hat. War wohl doch nicht so klug. 😉

Für mich hat das weniger mit Gott zu tun. Ich finde jedoch das Leihmutter-schaft viele Probleme in sich birgt, z.B. die Mutter entscheidet sich nach der Geburt doch für das Kind und schon ist das Drama da.
Ich finde es stehen genug Kinder zur Adoption frei man sollte diese Plätze erst einmal leeren.
 
Für mich hat das weniger mit Gott zu tun. Ich finde jedoch das Leihmutter-schaft viele Probleme in sich birgt, z.B. die Mutter entscheidet sich nach der Geburt doch für das Kind und schon ist das Drama da.
Ich finde es stehen genug Kinder zur Adoption frei man sollte diese Plätze erst einmal leeren.
Das ist richtig. Genau deswegen braucht es Aufklärung. Mit einem Verbot beide Seiten aufklären zu wollen, dass halt ich für falsch. Jene die ein Kind möchten, werden eine Weg dafür finden. Wenn nicht hier, dann dort. Ob dann der Schutz des Ungeborenen im Vordergrund steht wenn es soweit ist?
Das Gott usw. immer wieder mit als Argumentation eingewoben wird, dass halte ich für nicht wirklich konstruktiv. Am Ende sind und bleiben es die immer gleichen Totschlagargumentationen die niemanden weiter bringen.

Die Adoption ist eine Möglichkeit. Nur wird dieses Argument gern abgeschmettert, da man am liebsten zu 100% was eigenes möchte. Mitlerweile gibt es Kinder die sogar 2 Mütter haben. Das ist für mich schon mehr als Fragwürdiges Unterfangen. bin ich voll dagegen. Eine Leihmutterschaft ist für mich zwar grenzwertig, doch das ist immer noch besser als Kinder illegal bzw. unkontrolliert zu machen und somit Kapital aus ihnen zu schlagen. Wenn was schief geht, müssen es die Kinder "ausbaden". Kennt man doch.
 
Ich finde es sehr schwierig Gott in diese Diskussion mit einzubeziehen... denn was Gott gewollt ist und was nicht das können wir Menschen nicht nachvollziehen.
Ich sehe es eher so, dass es ein Gesetz der Natur ist, welche Frau in der Lage ist ein Kind auszutragen und welche nicht. Ich bezeichne es hier vorsichtig als eine Art "natürliche Auslese".
 
Hmm, also wenn man sich beispielsweise erst einmal das hier zum Thema Adoption durchliest...

Ein Kind adoptieren - wie geht das?

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Adoption_(Deutschland)#Adoptionsvoraussetzungen

... dann verliert dieser ja schnell und leicht gegebene Vorschlag auch einiges an Realität und somit Attraktivität für betroffene Paare.

Außerdem gibt es um ein Vielfaches mehr an "Bewerbungen" für Adoptionen, als für eine Adoption vorgemerkte Kinder.

Ich habe mal kurzzeitig ein solches Paar gekannt - grundsätzlich eigentlich als Adoptiveltern geeignet, doch damals nach 7 Jahren immer noch erfolglos. Ich weiß nicht, ob es später bei ihnen noch geklappt hat. (Naja, wobei bei denen auch das "Problem" vorlag, dass sie auf keinen Fall ein bereits "großes" Kind wollten - was sicherlich auch auf viele Adoptionswillige zutrifft.)
 

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