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Ich habe mein Leben versaut

  • Starter*in Starter*in zerstörtekinderseele
  • Datum Start Datum Start
Bewirb Dich bei der Öffentlichen Verwaltung (d.h. werde Beamter) als Quereinsteiger bei der Zollverwaltung oder beim Finanzamt. Du solltest durchaus Chancen haben da reinzukommen. Ich kenne welche die das genau so gemacht haben.

morgen ist Bewerbungsschluss beim Bundeszentralamt für Steuern. Dort versuche zumindest ich mal mein Glück für 2017. Irgendwas muss man ja machen.
 
mit 27 ist dein leben nicht versaut.
beruflich steht dir immer noch alles offen.

wenn du kein bafög für ein zweitsudium bekommst, aber unbedingt auf lehramt studieren willst, dann muss du dein studium eben durch arbeit finanzieren.
 
Nein Du hast Dein Leben nicht versaut, sondern bist grade dabei es zu tun, da Du der resignation über Deinen bisherigen Werdegang, die Oberhand gibst , warum auch immer.
Mag sein, daß die Gründe die Du angibst, damit etwas zu tun haben , kann aber auch sein, das es zu dem ganzen Frust gehört, den Du Dir von der Seele schreiben willst und das Einsamkeitsgefühl im grunde in Dir drin ganz tief vergraben der Hauptschmerz ist , den Du empfindest. Kann ich voll und ganz nachvollziehen, ist meiner Meinung anch auch begründet , bei den ganzen komischen, verlogenen , ungerechten, selbstgenügsamen, nachtragenden, aggressiven, haßerfüllten, verklemmten, verschwiegenen, egoistischen, opportunistischen Menschen, die einem so begegnen im Leben.

Aber , Dein Leben besteht ja nicht aus den Menschen und wenn Du die Einsamkeit mal als eine Folge des in Dir ungebrochenen Willens und nicht zu Kreuze kriechens, des Verbiegens für Geld oder sonstigen oberflächlichen Tant erkennst, dann bist Du vielleicht zu etwas mehr Realismus in der Lage.

Es bieten sich Dir sehr viele Möglichkeiten Du kannst Dich beruflich umorientieren, Du kannst Dich studientechnisch fortbilden und Du wirst es schaffen, wenn Du willst, denn genauso wie es Dir jetzt schleierhaft ist, wie Du ein zweier Abi schaffen konntest , trotz der ganzen Misere, ist auch Deine Realitätswahrnehmung aufgrund der Sachgasse in der Du steckst und des damit verbundenen Resignation, nun soweit verschoben, wie der klare Blick nach vorne verschleiert ist.

Gib dem ganzen keinen wirklichen Raum in Deinem Denken, sondern überlege Dir wie klange Du wirklich gebastelt hast an Deiner Verwirklichung , Du hast mit 18 Abi gemacht sechs Jahre studiert und bis nun ein halbes Jahr arbeitslos.
Realistisch hast Du also von Deinen 27 Lebensjahren sechs dazu benutzt, Deine Richtung festzulegen. Ich behaupte jetzt mal Du ahst keine Erfahrung im Lehrerberuf , dann frage ich Dir danach wie Du Dir den Beruf vorstellst. Ist es so, das Du aus Deinem Wissen heraus Dir vorstellst, so wie Dein Leben versaut ist mit 27 , so toll ist auch der Lehrerberuf ???

Also ich denke mir so toll ist der nur dann, wenn die Schüler auch toll sind , gerne was lernen, gerne mitarbeiten und die Schulleitung , der Elternbeirat, die Elternpflegschaft das Kultusministerium , nicht grade mal wieder auf Opfersuche sind ...verstehst Du was ich meine ?

Mobbing ist da wohl das kleinere Übel , das Dir in diesem Beruf begegnen könnte , so an Übeln ...

Also mal das gute alte Google ausgepackt eingegeben "Problem Lehrer" 12.900.000 Ergebnisse !!!!

Mal drüber nachgedacht https://www.welt.de/wissenschaft/article778991/Schule-macht-Lehrer-krank.html

dann nochmal resümiert ob Du wirklich die Ressourcen hast.....oder ob Du Dich lieber ggf. neben einem Vollzeitjob auf zweitem Bildungswege weiter qualifizierst, um dann etwas zu machen, was Dein Leben als für Dich gut erscheinen läßt .....
 
Ich hab mich schon erkundigt, ob ich da als Quereinsteiger rein kann, aber die Chancen in meinem Bundesland stehen eher schlecht.

@zebaothling: Kann schon sein. Aber ich merke eben auch, dass es Lehrer wirklich wäre. Ich habe im letzten Semester vorm Abschluss in einer Nachhilfeeinrichtung gejobbt. Du glaubst ja nicht, wie glücklich ich war. Und ich hatte da 8 Kinder sitzen zum Teil.

Sicher gibt es Möglichkeiten. Ich merke aber auch, dass die Hürden höher als die Möglichkeiten sind. Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht nach Finanzierungsmöglichkeiten für ein Lehramtsstudium erkundigt hätte. Ich war sogar beim Arbeitsamt. Keine Finanzierungsmöglichkeit passte für mich. Die bei der Studienberatung haben mir Käse erzählt, der dann vom Amt wiederlegt wurde. Ich habe bei all dem nicht mehr das Gefühl, ich würde das falsch wahrnehmen. Von 450 Euro kann ich kein zweites Studium finanzieren. Das ist Fakt. Lehramt wären 5 Jahre und ab 30 müsste ich mich mit 200 Euro KV versichern. Dazu kommen die Langzeitstudiengebühren. Das geht nur mit reichen Eltern, Erbe oder Lottogewinn. ich habe keins davon.

Bezüglich Lehrerjob brauchst du mir nichts erzählen. Meine Oma war Lehrerin. Mein Stiefvater ist bis heute Lehrer. Ich weiß, was da auf mich zu käme. Kannst du mit dem reinen sozialen Bereich, wo man mit 1300 Euro und befristeten Verträgen nach Hause geht nicht vergleichen. Ich möchte Sicherheit. Ich möchte mich nicht von einem Jahr zum anderen hangeln. Ich möchte einen Vollzeitjob, keine 20 Stunden Arbeitsstellen. Ja. Ich hätte es vorher wissen müssen.

@ratlosee: Zahlen und Mathe sind gar nicht meins. Deshalb fiele irgendetwas mit Steuern flach. Alle anderen Ausbildungen sind nicht so meins.

@hydragyros: Die Erfahrungen muss ich aber leider machen und auch beim Amt wurde mir das gesagt. Ich habe mich bei der Stadtverwaltung beworben und bei 2 Versicherungen. Ich wurde abgelehnt mit der Begründung, ich wäre überqualifiziert.
 
sie will aber Lehrerin werden und dazu bedarf es nunmal eines universitären Hochschulstudiums.
Ausbildungen im Betrieb wären auch nichts für mich. Soll man mit Ende 20 nochmal mit 16-jährigen Azubis mit mittlerer Reife die Schulbank drücken? Das Niveau in diesen Ausbildungen ist leider auch unterirdisch. Dies kann ich behaupten, da ich sowohl universitäres Flair als auch Azubiniveau kenne. Hatte ja mit 16 auch mal so eine schulische Lehre vor Abi und Studium gemacht. Dort ist man nach gewissen Werdegängen leider tierisch unterfordert.

Na und? Menschen wollen viel. Am Ende muss man das nehmen, was man bekommt. Ein Studium scheint für die TE ja finanziell unmöglich zu sein, also ist der Ast tot. Also muss was anderes her.

@hydragyros: Die Erfahrungen muss ich aber leider machen und auch beim Amt wurde mir das gesagt. Ich habe mich bei der Stadtverwaltung beworben und bei 2 Versicherungen. Ich wurde abgelehnt mit der Begründung, ich wäre überqualifiziert.

Worauf hast du dich denn genau beworben? Eine feste Stelle oder eine Ausbildung?
 
ja, die Sache mit der Finanzierung ist ein Problem. Ich würde auch so gerne nochmal Vollzeit studieren, kann es mir aber nicht leisten. Wie soll das gehen? 20Stunden arbeiten, davon Miete, Krankenversicherung (bin 30, heißt 170€) Verpflegung, Semesterticket zahlen. Geht doch nicht. Zumal man auch erstmal einen Job 20/Std. über Mindestlohn finden müsste.

Wo wohnst du denn? In Berlin gäbe es bspw. die Möglichkeit diverser BWL-Fernstudiengänge oder eines Teilzeitstudiums an der HTW bei Berufstätigkeit. Lehramt wird leider nicht angeboten. Ich hatte zwischendurch selbst überlegt, in Lehramt zu wechseln (habe Jura 14 Semester studiert, alle Scheine, aber nur einen teil abgeschlossen), in Jena bspw. könnte man sich viel anerkennen lassen und es gäbe das Fach Recht...

Naja, vielleicht käme Leipzig oder Dresden als Studienort für dich in Betracht? Dort sind die Mieten derart niedrig, dass man vielleicht irgendwie überleben könnte. Die NCs sind dort aber leider recht hoch....

Achja, Zweitstudium müsste begründet werden. Welche Fächer würdest du denn Wählen und welche Schulform? evtl. gäbe es die Kombi irgendwo zulassungsfrei, dann könntest du dich einfach immatrikulieren

Ein riesiges Problem. Kannst du laut sagen. Zumal es einem ja eher noch erschwert wird. Langzeitstudiengebühren, Krankenkassenbeiträge, Bafög gibt es auch nicht mehr und die Eltern sind nur für eine Ausbildung unterhaltspflichtig (was ich auch verstehe- sonst könnten die Kinder zehn Ausbildungen absolvieren und nie arbeiten) Leipzig und Dresden sind zu weit weg und man muss als Zweitstudienbewerber ja auch erstmal einen Platz bekommen. Ich würde Realschule bevorzugen. Fächer Englisch/Deutsch/Ethik/Geschichte/Sozialkunde.

Ich habe im Studium wie gesagt schon Praxiserfahrung gesammelt, weil ich bei diversen Nachhilfeeinrichtungen gejobbt habe und neben Hausaufgabenbetreuung auch mal für die richtigen Lehrer eingesprungen bin. Leider kommt die Erkenntnis zu spät. Ich kann mir ein 5 jähriges Lehramtsstudium wohl erst leisten wenn ich einen Millionär kennen lerne oder im Lotto gewinne oder reich heirate. 3 Jahre wären ja nochmal anders. Aber 5?
 
@hydragyros: Es bringt ja aber auch nichts, wenn ich nach 6 Monaten aus der Ausbildung fliege, weil ich im Bereich Finanzen alle Prüfungen verhaue. Verwaltung hätte ich mir noch vorstellen können oder Krankenkasse. Aber da bin ich wie schon gesagt zu überqualifiziert. Für Ausbildungsstellen.

Ich weiß auch nicht, warum ich dann eine Ausbildung machen soll, in der es mir noch schlechter geht als jetzt. Es müsste also schon etwas sein, dass auch ins Interessengebiet passt. Sonst kann ich mir die Lehre schenken.
 
Der hat sein Studium abgebrochen.
Ich habe meins beendet und bin damit leider überqualifiziert.

Ueberqualifiziert kann man als Quereinsteiger in den Lehrerberuf gar nicht sein. Es gibt sogar sehr viele Quereinsteiger, die in ihrem eigentlichen Berufsfeld keine Chance bekommen z.B. Chemiker mit PhD, urspruengliche Architekten mit Praedikatsexamen, deren Examen dennoch nichts wert ist, die Werksunterricht erteilen. Ich vermute, du hast es bisher nicht einmal versucht, dich als Lehrer zu bewerben bzw. fuer deine spezielle Situation nach den Voraussetzungen fuer einen Berrufseinstieg zu fragen.
 

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