Die "wichtigen" Beamten sind in erster Linie Verwaltungsfachkräfte. Ohne funktionierende Verwaltung läuft auch die Müllabfuhr nicht. Aber es geht nicht jeder gern seine 8 Stunden täglich ins Büro, 40 Stunden pro Woche und läßt sich da ständig von Kunden und dem Chef vollsabbeln, oder? Außerdem sind Beamte auch weisungsgebunden, da kann es durchaus sein, daß plötzlich aus politisch gewollten Gründen (Aufwertung von benachteiligten Regionen oder so) Stellen in die hinterste Pampa verlagert werden und die Beamten logischerweise mit dorthin umziehen müssen. Umzug Bonn-Berlin, um nur ein Beispiel zu nennen, auf Regionalebene findet sowas häufiger statt. Hohe Pension ist relativ, wenn man davon bis ans Ende des Lebens eigene Beiträge zur Krankenversicherung und die genannten Lohnsteuern (dann aber ohne Abzüge von Werbungskosten) abdrücken muß. Und allzu hoch ist der Lohn eines Beamten des einfachen Dienstes, der niedersten Stufe, auch nicht im Vergleich mit Verwaltungsfachkräften gleicher Qualifikation in der freien Wirtschaft.wenn es Beamte so-hart trifft, warum streben derart viele sowas an...
warum schaffen wir den Scheiss dann nicht endlich ab...
gäbe es zwar die wichtigen Beamten, aber zB die unterprivilegierten Müllwerker nicht... wie würden wir leben.
Die Beamten hätten übrigens nichts dagegen, pensions- oder krankenkassenmäßig in die Gesetzlichen wie jeder andere AN auch aufgenommen zu werden, und sei es nur, damit die ewigen Verdächtigungen von wegen bevorzugter Beamter endlich aufhören. Wer sich da sträubt ist ihr Arbeitgeber der Staat, weil der nämlich dafür insbesondere in die Rentenversicherung die Rücklagen für die Beamtenpensionen einbezahlen müßte... und die existieren zum größten Teil gar nicht, weil der Staat zwar schon seit den 60er Jahren den sogenannten "Gehaltsverzicht" (7 % vom Brutto) als Anteil der Beamten für ihre Pension einbehalten hat, aber nie angelegt hat, das Geld ist einfach "verschwunden", erst seit den 80ern oder 90ern werden tatsächlich Rücklagen gemacht (?), aber die decken natürlich nie und nimmer die jährlich real entstehenden Pensionslasten ab. Wäre für die gesetzliche Rentenversicherung also ein reines Draufzahlgeschäft, die Beamten mit zu übernehmen, was logischerweise per Beitragserhöhung für alle normalen Rentenzahler verbunden wäre, außer der Staat schießt das ganze Geld nach, das aber gar nicht existiert, weil er es nie angelegt hat. Typisch Staat eben, von der Hand in den Mund und was juckt uns die Zukunft.
Sei also lieber froh, daß die Beamten ihr eigenes System haben und wahrscheinlich auch drin bleiben werden...