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Warum sollten wir gute Arbeit erbringen?

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Keine Antwort, leider.
Aber was anderes:
Hier ein relevanter Link: Deutschland: Flüchtlinge arbeiten oft in Jobs für Geringqualifizierte - SPIEGEL ONLINE
nein, nicht wegen der Flüchtlinge generell, das ist ein anderes Thema, sondern wegen des Begriffes "Überqualifizierung", der in meinen Augen schon immer ein Nonsens-Begriff war. Arbeitnehmer werden nicht für eine Qualifizierung eingestellt, sondern für ganz bestimmte Tätigkeiten, für die sie dann auch bezahlt werden. Wer einen Doktor der Medizin als Bodenfeger einstellt, wird ihn auch als solchen bezahlen, und wenn das dem Doktor nicht paßt, weil er wie ein Mediziner bezahlt werden möchte, muß er sich eben einen Mediziner-Job suchen.

Die Qualifizierung sollte der ausgeübten Tätigkeit angepaßt sein, klar, der Doktor als Bodenfeger ist eine konkrete Verschwendung von Zeit und Geld fürs Studium, und umgekehrt kann ein gelernter Bodenfeger nicht einfach als Arzt anheuern.
Aber "Überqualifizierung" wird oft als Schlagwort benutzt, damit Arbeitgeber Arbeitnehmer kurzerhand ablehnen können, eben gerade so, als würden die Leute für ihre Qualifizierung bezahlt (werden wollen) und nicht für das, was sie dann tatsächlich tun.
Klar wiederum, wer über höhere Qualifizierung verfügt, wird eine Tätigkeit niederer Art nicht lange ausführen (wollen), sondern potentiell wechseln. Oder vielleicht auch nicht, wenn der Konkurrenzkampf in den höheren Sphären gerade zu groß ist. Bedeutet Unsicherheit für den Arbeitgeber, wie lange dieses Arbeitsverhältnis bestehen bleibt, was auch wieder ein Grund ist, darauf zu achten, daß Arbeit und Qualifikation so gut wie möglich zusammenpassen (denn etwas Zusatz-Ausbildung vor Ort für den jeweiligen Job durch den jeweiligen AG ist immer nötig).

Höhere Qualifikation ist grundsätzlich besser als zu niedrige, auch klar. Aber Menschen als "überqualifiziert" abzukanzeln, so daß ihnen quasi nichts bleibt als dann am Ende... hartzen gehen wie irgendein Sonderschulabsolvent, weil niemand sie wenigstens als Bodenfeger einstellen will...
versteh ich einfach nicht. Verkehrte Welt, in der sowas möglich ist.
 
... der einzige Ort, wo "Überqualifizierung" tatsächlich als Argument taugt, ist dort, wo die Bezahlung tatsächlich der Qualifizierung folgt und nicht der konkreten Tätigkeit, nämlich bei Staatsdienern, wo es so Dinge wie Dienstaltersstufen und Dienstgrade gibt. Wer sagen wir mal, Amtsinspektor ist, wird auch als solcher bezahlt, ganz egal, ob er tatsächlich die Aufgaben eines Amtsinspektors wahrnimmt oder nur das Äquivalent eines Bodenschrubbers, sprich Aufgaben, die normalerweise niedriger besoldete Beamte erledigen.

Mir fiel der angeführte Link deshalb auf, weil ich bereits Berichte gelesen habe von konkret Betroffenen, die sich bei Firmen bewarben und überall abgewiesen wurden mit der Begründung "überqualifiziert", bis sie tatsächlich Sozialhilfe/Hartz beantragen mußten. Deutsche wohlgemerkt, keine Flüchtlinge.

Die andere Seite der Münze der guten Arbeit, gute Arbeit(sleistung) zu blockieren mit äußerst fraglichen Argumenten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Finde das mit der "Überqualifizierung" auch etwas merkwürdig. Sollte ja grundsätzlich jedem freigestellt sein, welche Arbeit er macht, wenn er sie kann, bzw. erlernen kann. Wenn der Arbeitgeber mit der Arbeit nicht zufrieden ist, weil sie den üblichen Maßstäben nicht genügt, dann ist das ein Argument, aber "Überqualifizierung"...

Allerdings, übertriebenes Beispiel, wäre es schon ein komisches Bild, wenn sich ein Chefarzt oder ein Anwalt auf eine Stelle an der Supermarktkasse bewerben würde. Da würde sich der Personaler wohl die Stirn runzeln, und mit "Überqualifizierung" wohl meinen, dass der Bewerber den Anforderungen des Jobs wohl eher nicht gerecht wird.
 
Man sollte natürlich Froh sein, dass man in Deutschland nicht gleich auf der Straße lebt, wenn man Arbeitslos ist. Anderseits wird es oft dargestellt, als sei Deutschland dass einzige Land indem dass so ist. Liegt es nicht eher daran, dass wir in einem westlichen europäischen Staat leben. Ich kann mir nicht Vorstellen, dass es Belgien und in den Niederlanden schlechtere wirtschaftliche Verhältnisse gibt. Genauso wie die skandinavischen Länder, Kanada, Australien, Österreich, Schweiz u.s.w

Ich habe sogar in so einer Wirtschaftsseite gelesen, dass Deutschland nur Platz 14 ist.
 
Allerdings, übertriebenes Beispiel, wäre es schon ein komisches Bild, wenn sich ein Chefarzt oder ein Anwalt auf eine Stelle an der Supermarktkasse bewerben würde. Da würde sich der Personaler wohl die Stirn runzeln, und mit "Überqualifizierung" wohl meinen, dass der Bewerber den Anforderungen des Jobs wohl eher nicht gerecht wird.
Wer den Anforderungen nicht gerecht wird, ist unterqualifiziert. Manche Qualifizierung ließe sich per Ausbildung nachholen, andere nicht (wenn spezielle Talente verlangt werden, die nicht jeder hat).
 
Man sollte natürlich Froh sein, dass man in Deutschland nicht gleich auf der Straße lebt, wenn man Arbeitslos ist. Anderseits wird es oft dargestellt, als sei Deutschland dass einzige Land indem dass so ist. Liegt es nicht eher daran, dass wir in einem westlichen europäischen Staat leben. Ich kann mir nicht Vorstellen, dass es Belgien und in den Niederlanden schlechtere wirtschaftliche Verhältnisse gibt. Genauso wie die skandinavischen Länder, Kanada, Australien, Österreich, Schweiz u.s.w

Ich habe sogar in so einer Wirtschaftsseite gelesen, dass Deutschland nur Platz 14 ist.
Zumindest in Australien hängen die Trauben höher als in D. Sozialversicherung in Australien
 
Irgendwann früher war ich mal arbeitslos, hatte mich auf eine Putzstelle beworben, der Chef sagt nein, wir können Sie nicht gebrauchen, weil Sie sicherlich doch mal wieder in ihren eigentlichen Ausbildungsberuf zurück wollen. Für's Putzen war ich überqualifiziert. 🙄
 
Das Ziel kann ja nur sein, daß grundsaätzlich alle Beamte werden, eine Beamtenstaat also. Man bräuchte keine Rente mehr, denn der Staat zahlt nach dem 60sten, ach, sagen wir 55sten, einfach das Gehalt weiter - und zwar mit dem Alter steigend. Man könnte Dienst nach Vorschrift machen, ohne diese schreckliche Hetzerei. Jeder Beamte - also alle - hätten Anspruch auf einen Kleingarten, verbilligte Versicherungen usw. usw. Eine Art totaler Sozialstaat, von der Wiege bis zur Bahre in preisgünstiger Vollversorgung.....schön.
 
Irgendwann früher war ich mal arbeitslos, hatte mich auf eine Putzstelle beworben, der Chef sagt nein, wir können Sie nicht gebrauchen, weil Sie sicherlich doch mal wieder in ihren eigentlichen Ausbildungsberuf zurück wollen. Für's Putzen war ich überqualifiziert. 🙄
Hättest ihn bloß fragen brauchen, für wie lange er Dich brauchen würde, und ggf. eine Mindestdauer vereinbaren müssen. Denn so wie der Chef sich da anhörte, wollte er was in Dauerstellung, auf das er sich langfristig verlassen kann. Wenn "überqualifiziert" im Raum steht, soll man immer sofort nach dem Grund fragen, meistens ist es so, daß der jeweilige Chef in irgendeiner Hinsicht Sicherheit haben will, daß man z. B. nicht schon nach zwei Wochen wieder abspringt, weil woanders was besseres winkt, und er dann wieder ohne Arbeitskraft dasteht und suchen muß.
 
Das Ziel kann ja nur sein, daß grundsaätzlich alle Beamte werden, eine Beamtenstaat also. Man bräuchte keine Rente mehr, denn der Staat zahlt nach dem 60sten, ach, sagen wir 55sten, einfach das Gehalt weiter - und zwar mit dem Alter steigend. Man könnte Dienst nach Vorschrift machen, ohne diese schreckliche Hetzerei. Jeder Beamte - also alle - hätten Anspruch auf einen Kleingarten, verbilligte Versicherungen usw. usw. Eine Art totaler Sozialstaat, von der Wiege bis zur Bahre in preisgünstiger Vollversorgung.....schön.
"Dienst nach Vorschrift" ist der Beamtenausdruck für Bummelstreik. So ruhig geht es beim Staat schon lange nicht mehr zu, auch da wird gekürzt und rationalisiert auf Teufel komm raus. Weil der Staat jahrzehntelang zu großzügig verbeamtet hat, muß jetzt entsprechend scharf gespart werden... und die noch nicht pensionierten Beamten zahlen den Preis dafür, weil sich bei ihnen, die jedes Jahr weniger werden (Einstellungsbremse), die Arbeit natürlich häuft. Und verbilligt sind Beamten-Versicherungen auch nicht gerade, die Krankenversicherungen nehmen es vom Lebendigen, und Beamten fehlen auch Zusatzleistungen, die normale Arbeitnehmer bekommen, wie etwa kostenlose Mitversicherung von Kindern. Auch Lohnsteuer muß ein Beamter lebenslänglich zahlen, anders als ein normaler Rentner, der nur den Zinsanteil seiner Rente versteuern muß, und der ist so niedrig, daß die meisten normalen Rentner ganz aus der Steuerpflicht herausfallen. Anders als die pensionierten Beamten, die zahlen Steuern bis sie in die Grube hüpfen.
...schön???
 
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