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Ich würde so gerne eine längere Auszeit nehmen, um Kraft zu schöpfen und mehr Zeit zu haben, mein Leben besser zu regeln. Traue mich das aber nicht in der Arbeitswelt. Das haftet dann immer an einem und ich würde mir Steine in den Weg legen, was nicht mehr rückgängig zu machen wäre.
Uff, das habe ich schon beinahe befürchtet. Deine berufliche Situation kann ich natürlich nicht einschätzen. Dennoch bleiben dir nur zwei Wege: Weiter machen solange es geht und einen Zusammenbruch riskieren oder du ziehst rechtzeitig die Reißleine, in welcher Form auch immer.

Ja, das weiß sie. Dass ich wenig schlafe und sehr erschöpft bin. Hier ist wieder die Disziplin und Eigenverantwortung gefragt. Ich kriege das aber einfach nicht hin.
Was haben Schlafstörungen denn mit Disziplin zu tun? Das ist ein Symptom der Depression. Dagegen kannst du auch mit noch so viel Disziplin nichts machen.

Wie stehst du denn zu Medikamenten? Mir hilft Citalopram, Schlafrhythmus und Energie zu bewahren. Viel mehr Möglichkeiten sehe ich im Alltag nicht, solange dir für Vieles die Energie fehlt und du keine Pause einlegen kannst/möchtest.
 
Ich glaube, Blättchen, dass Dir ein guter Freund oder Freundin helfen würde. Darunter verstehe ich in Deiner Situation einen Gefährten, der Dir als Lebensbegleiter und Lebensratgeber zur Seite steht, mit dem Du Ziele und Umsetzung besprechen kannst und Deine Sorgen los wirst. Wenn ich richtig verstehe, dann hat Dir Deliverance Dir ein Angebot gemacht. Nimm es doch einfach an... oder suche Dir eine Person von der Du meinst, sie sei kompetent und Du könntest ihr vertrauen und eure Chemie würde stimmen. Ausprobieren.... ist meine Empfehlung.
Ja, gute Freunde sind hier sehr wertvoll!!! Mir haben schon Freundinnen geholfen und mir immer wieder beigestanden und auf mich eingewirkt. Das kann und will ich aber nicht aufs letzte ausreizen, da es für sie auch belastend ist. Ich habe da auch schon schlechte Erfahrungen gemacht als ich mich jemand anvertraut habe. Mir wurde dies dann zum Vorwurf gemacht und sozusagen gesagt, dass ich das lassen soll, weil sich viele Leute dann zurückziehen. Den Grund sagen sie dann nicht. Viele Leute wollen eben nicht mit den Problemen anderer belastet werden.
 
Naja überleg mal. Um die Therapie konkret anzugehen, also an den Dingen zu arbeiten, sie umzusetzen - das kostet alles Energie. Wenn du die nicht hast, ist das kein Wunder, dass du da nur sehr mühselig oder kaum vorankommst.

Dieses Steckenbleiben in Gedanken - wissen was man tun müsste, stetiges Analysieren aber kein Handeln - das raubt dir ab einem gewissen Punkt nur noch mehr Kraft. Du klingst so, als ob du vom Kopf her alle Arbeit getan hättest und es jetzt nur noch auf den Willen und auf das Handeln ankommt.

Das mag jetzt sehr banal klingen, aber weißt du was ich dir mal empfehlen würde? Fahr mal nach draußen, irgendwo ein Stück weg von deiner Wohnung, ab in die Natur. Mit dem Auto, mit dem Fahrrad, egal. Fahr irgendwohin, wo du ganz alleine bist, weg von allem, was alltäglich ist. Lauf zwei Stunden durch den Wald, setz dich an einen See, beobachte was um dich herum passiert, lass deine Gedanken schweifen. Wenn dir nach reden ist red mit dir selbst. Du kannst in die Natur hinausschreien, was auch immer du mal sagen wolltest, dich hört dann eh keiner, und selbst wenn. Vollkommen egal, schreis hinaus. Erst wenn du dir am Anfang richtig blöd vorkommst, kommst du in den Bereich, dass es hilft. Ich weiß, es hört sich affig an. Ist es auch. 😀 Hilft aber trotzdem!

(Das ist quasi das Ausbrechen aus der Komfortzone für Menschen, die das gerne erst mal "für sich" ausprobieren möchten und nicht direkt ins kalte Wasser geschmissen werden wollen. Das hilft wirklich sehr dabei wenn es darum geht, Dinge anzupacken und zu machen bzw. Glauben an sich selbst zu gewinnen)

Ja, genau da hast du recht. Gerade wenn man Verhaltensweisen ändern will, braucht man Energie. Jeder weiß, dass das nicht einfach ist.
Ich bin oft spazieren gegangen, auch spätabends im Winter, wenn ich den psychischen Druck nicht mehr ausgehalten habe. Dabei konnte ich oft meine Tränen nicht zurückhalten und habe auch vor mich hingeredet und geschimpft.
Letztendlich muss ich doch aber etwas in meinem Alltag ändern, sonst geht es mir nicht wirklich besser und das andere ist nur ein Ventil.
 
Uff, das habe ich schon beinahe befürchtet. Deine berufliche Situation kann ich natürlich nicht einschätzen. Dennoch bleiben dir nur zwei Wege: Weiter machen solange es geht und einen Zusammenbruch riskieren oder du ziehst rechtzeitig die Reißleine, in welcher Form auch immer.


Was haben Schlafstörungen denn mit Disziplin zu tun? Das ist ein Symptom der Depression. Dagegen kannst du auch mit noch so viel Disziplin nichts machen.

Wie stehst du denn zu Medikamenten? Mir hilft Citalopram, Schlafrhythmus und Energie zu bewahren. Viel mehr Möglichkeiten sehe ich im Alltag nicht, solange dir für Vieles die Energie fehlt und du keine Pause einlegen kannst/möchtest.

Disziplin daher, weil ich immer sehr spät ins Bett gehe, obwohl mir ja der Schlaf fehlt. Das liegt daran, weil ich oft nicht zur Ruhe komme. Ich schiebe viele Dinge auf und fühle dann eine Unzufriedenheit und Last auf mir. Durch diese Unruhe schaffe ich es nicht die kleinsten Dinge anzupacken. Ich kann dann aber auch nicht einfach ins Bett gehen. Disziplin würde mir schon helfen, um konsequent früher ins Bett zu gehen, mehr Schlaf zu bekommen und damit mehr Kraft um alle Dinge anzugehen. Aber ich habe diese Disziplin gerade einfach nicht, obwohl ich es vom Kopf her verstehe und sehr leide!

Medikamente nehme ich sehr selten, habe da auch etwas Angst vor einer Abhängigkeit. Ich habe trotzdem schon mit meinem Hausarzt über die Schlafprobleme gesprochen. Er hat mir erstmal nur pflanzliches empfohlen.
 
Ich glaube, du solltest das berufliche erstmal pausieren lassen und dich um dich selbst kümmern.

Je länger du es aufschieben, umso schlimmer wird es.
 
Ich glaube, du solltest das berufliche erstmal pausieren lassen und dich um dich selbst kümmern.

Je länger du es aufschieben, umso schlimmer wird es.

Oh, an diesen Punkt komme ich immer wieder! Leider hatte ich es schwer einen Job zu finden. Hier rühren auch Probleme her. Deswegen hatte ich schon richtige Existenzängste.
Meine Therapeutin meint, wenn ich kündigen würde, würde es mir noch schlechter gehen, weil ich auch nicht weiß, was ich dann machen sollte. Und keine Aufgabe mehr zu haben und keine Perspektive zu sehen, ist auch schwer.
 
Disziplin daher, weil ich immer sehr spät ins Bett gehe, obwohl mir ja der Schlaf fehlt. Das liegt daran, weil ich oft nicht zur Ruhe komme. Ich schiebe viele Dinge auf und fühle dann eine Unzufriedenheit und Last auf mir. Durch diese Unruhe schaffe ich es nicht die kleinsten Dinge anzupacken. Ich kann dann aber auch nicht einfach ins Bett gehen. Disziplin würde mir schon helfen, um konsequent früher ins Bett zu gehen, mehr Schlaf zu bekommen und damit mehr Kraft um alle Dinge anzugehen. Aber ich habe diese Disziplin gerade einfach nicht, obwohl ich es vom Kopf her verstehe und sehr leide!
Angenommen du würdest früh ins Bett gehen: Glaubst du, du könntest dann auch früh einschlafen? Oder würdest du bis spät in die Nacht wach liegen? Ich lag sooo oft stundenlang wach! Egal ob ich um 11 oder um halb 2 ins Bett bin, vor 4 war nicht an Schlaf zu denken.

Medikamente nehme ich sehr selten, habe da auch etwas Angst vor einer Abhängigkeit. Ich habe trotzdem schon mit meinem Hausarzt über die Schlafprobleme gesprochen. Er hat mir erstmal nur pflanzliches empfohlen.
Abhängig machen eigentlich nur Benzodiazepine. Davon sollte man auch tunlichst die Finger lassen. Mein Medi hilft meinem Hirn einfach, den Serotoninspiegel auf einem konstanten Level zu halten.
 
Ja, gute Freunde sind hier sehr wertvoll!!! Mir haben schon Freundinnen geholfen und mir immer wieder beigestanden und auf mich eingewirkt. Das kann und will ich aber nicht aufs letzte ausreizen, da es für sie auch belastend ist. Ich habe da auch schon schlechte Erfahrungen gemacht als ich mich jemand anvertraut habe. Mir wurde dies dann zum Vorwurf gemacht und sozusagen gesagt, dass ich das lassen soll, weil sich viele Leute dann zurückziehen. Den Grund sagen sie dann nicht. Viele Leute wollen eben nicht mit den Problemen anderer belastet werden.

es gibt einen Unterschied. Im einen Fall nimmt man von einem Menschen mehr Hilfe, als dieser geben kann oder möchte. Man überreizt. Im anderen Fall lässt man ein Hilfsangebot "links" liegen. Es gibt auch einen Mittelweg.
Den solltest Du suchen.
 
Angenommen du würdest früh ins Bett gehen: Glaubst du, du könntest dann auch früh einschlafen? Oder würdest du bis spät in die Nacht wach liegen? Ich lag sooo oft stundenlang wach! Egal ob ich um 11 oder um halb 2 ins Bett bin, vor 4 war nicht an Schlaf zu denken.


Abhängig machen eigentlich nur Benzodiazepine. Davon sollte man auch tunlichst die Finger lassen. Mein Medi hilft meinem Hirn einfach, den Serotoninspiegel auf einem konstanten Level zu halten.

Mittlerweile schlafe ich schnell ein. Nur bin ich eine zeitlang dann mitten in der Nacht aufgewacht und hellwach gewesen. Und vor dem Wecker. Ich habe da nicht gegrübelt, das war gar nicht das Problem. Wie es jetzt wäre, weiß ich nicht. Ich schlafe schnell ein, wache aber vor dem Wecker auf und habe im Schnitt nur 5 Stunden Schlaf.

Danke für den Tipp mit dem Medikament.
 
es gibt einen Unterschied. Im einen Fall nimmt man von einem Menschen mehr Hilfe, als dieser geben kann oder möchte. Man überreizt. Im anderen Fall lässt man ein Hilfsangebot "links" liegen. Es gibt auch einen Mittelweg.
Den solltest Du suchen.

Das war in dem Fall wahrscheinlich wirklich so und war mir eine Lehre.
Gut, dann will ich die Hilfsangebote annehmen.
 

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