Meine Güte, Ihr gebt Euch aber wirklich Mühe, zu zerreißen, was zusammengehört.
Jetzt verstehe ich, warum die Prostitution so ein einträgliches Geschäft ist. Wenn Männer in ihrer Partnerschaft so kurz gehalten werden, wie das in den letzten Beiträgen sichtbar wird, ist das eine direkte Anleitung zum Fremdgehen.
Nicht zuletzt aber frage ich mich, welches Menschenbild hinter solchen Einstellungen steckt. Ja, in der Sexualität äußern sich animalische Triebe. Das liegt in unserer Natur. Triebe aber lassen sich bis zu einem gewissen Grade kultivieren. Unterdrückung der elementarsten menschlichen Triebe, bewirkt nicht ihre Zähmung, sondern nicht selten ihre Überbewertung, fixiert sich der Mensch doch am ersten auf das, was ihm fehlt.
Für den Hungernden ist Essen das Größte, für den Durstenden gibt es kein größeres Ziel als die nächste Wasserquelle. Mit der Sexualität ist es nicht anders. Ich kenne etliche Menschen, deren sexuelle Bedürfnisse nach eigenem Bekunden reduziert sind, weil sie nämlich zur richtigen Zeit, in der jeweiligen Phase genau das bekommen haben, was sie wirklich brauchten.
Bleibt diese Sehnsucht aber unerfüllt, wächst sie sich aus und nimmt das ganze Denken und Streben dieser Menschen ein.
Davon, so behaupte ich, lebt nicht zuletzt die ganze Sex- und Porno-Industrie.
Das menschlichste aller Bedürfnisse verlagert sich dann in die Sexkabinen einschlägiger Orte, in das Bett der Prostituierten. Schöne neue Welt, nicht zuletzt geschaffen und befördert von den Sex-Verweigerern, die erst diese explosive Bedürfnislage ermöglichen.
Ja, Sex kann die Liebe zerstören, aber es ist auch kein Beleg für die Liebe, dem geliebten Gegenüber das zu versagen, was es zur Bestätigung seiner eigenen Geschlechterrolle zwingend braucht.
Burbacher