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Was haltet ihr vom Buddhismus?

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Ja, Du hast Recht. Auch im Christentum ist ein "Sollen" gegeben. Und auch hast Du völlig Recht, wenn die Gerechtigkeit Gottes als Maßstab für jedes Denken und Handeln gilt. Nur sehe ich eine etwas andere Begründung als Du. Der Maßstab Gottes ist für uns Menschen unerreichbar hoch. Und ich denke, dass Gott sich mit Unvollkommenem nicht zufrieden gibt. Daher sehe ich zwar bei Menschen das Sollen, auch gerne das Wollen, aber auch das Nicht-Erreichen aus eigener Kraft. Und da - in diesem Punkt - sind alle Religionen bzw. auch der Buddhismus gleich: Überall
gibt es die Vorstellung, mit eigener Erkenntnis und aus eigener Kraft Gott gerecht werden zu wollen und ggf. auch zu können.
Wenn wir mal die Terroristen und die böswilligen Verbrecher ausklammern, dann könnte man alle Menschen zwar einteilen in Atheisten, Buddhisten, Christen und Muslime sowie Juden, aber diese "alle Menschen" haben sicherlich gemeinsam, dass sie in Frieden leben und die weltweiten Probleme beseitigen wollen. Warum ist dieses Ziel heute soweit entfernt?
Sind es nur die paar wirklich böswilligen Politiker und die paar Terroristen, die verhindern, dass der größte Teil der Menschheit nicht zum Frieden miteinander kommt und dass eben die weltweiten Probleme größer werden?

Ich sehe in dem Sollen - verbunden mit dem Nicht-Können - eine Tatsache, die wir Menschen gerne verdrängen.
Die Bemühungen, die Welt zu einem für alle Menschen lebenswerten Ort zu machen, sehe ich als sehr wichtig an und unterstütze diese auch. Aber dieses Gut-Sein-Wollen ohne Gott, sehe ich als Ursache dafür an, dass es mit dem Gelingen hapert.

Gut sein hat nur dann einen moralisch relevanten Wert, wenn man es aus eigener Kraft geschafft hat. Ein "geschenktes" Gut sein ist kein Gut sein.

Ich sehe keine Veranlassung dazu, zwischen einer Moral des Buddhismus und der des Christentums unterscheiden zu wollen.

Buddhismus und Christentum unterscheiden sich letztendlich dadurch, dass der Buddhismus nicht sagt, wie man durch Moral zur Erfüllung oder zum Glück kommen soll. Dies geht meines Erachtens nur durch ein göttliches Wesen. Vielleicht kann man augenzwinkernd sagen: der Buddhismus verschweigt Gott🙂 (, ohne den die "Erfüllung", Gerechtigkeit etc. nicht gehen).
 
Zuletzt bearbeitet:

Das Gut-sein-Wollen ohne Gott ist aus meiner Sicht zum Scheitern verurteilt, weil wir Menschen eben nicht vollkommen sind.

a) Wir können in unserem eigenen Lebensbereich zu Verbesserungen gelangen. Das tun wir auch sehr oft. Aber schon in unserem Lebensbereich merken wir, dass es Unterschiede gibt zwischen "gut meinen" und "gut machen."

b) Wir sind so gestrickt, dass wir durchaus für die Menschen in unserem Lebensumfeld Gutes tun, jedoch je weiter wir uns von anderen Menschen befinden, je schwerer fällt es uns zu erkennen, wie der richtige Weg für alle aussieht. Stichwort: Egoismus
Für den Egoismus steht für mich so typisch der Satz: Das eigene Hemd ist näher als ...

c) Wenn Du nur 2 kleine Kinder betreust und eines handelt zum Schaden des anderen egoistisch, so kannst Du als Oberste Instanz Schaden mindernd eingreifen. Ebenso handelt der Staat für die Gesellschaft als oberste Instanz. Aber wir wissen aus der Geschichte, dass jede menschliche "oberste Instanz" fehlerhaft handelt. Und jeder Gesellschaft stehen hunderte andere Gesellschaften (Staaten) gegenüber. Und die Gesellschaften haben eben in wichtigen Punkten oft eben keine Übereinstimmung, was gut und wichtig ist. Wäre die einzelne Gesellschaft eine einzelne Person, würde ich sagen, sie sei nicht authentisch. Wort und Tat stimmen nicht überein.

d) es gibt - ohne Gott - keine oberste Instanz, die dafür sorgt, dass Wort und Tat übereinstimmen. Es gibt noch nicht einmal gleiche Wertvorstellungen, die man bei allen Gesellschaften als gleich voraussetzen kann. Nehmen wir nur mal den Wert Ehrlichkeit oder Offenheit oder Respekt. So ganz global würden diese Werte evt. noch von allen Gesellschaften sowie auch von allen Menschen unterschrieben werden. Nur eben mit dem kleinen aber wesentlichen Unterschied, dass z.B. bei A der jeweilige Wert auf Rang 3 steht und bei B auf Rang 325. Und es gibt - ohne Gott - keine oberste Instanz, die festlegt, wie die Werte einzuordnen sind. Solange Menschen sich selbst als oberste Instanz sehen, sind Werte und die Einstellung, wie diese Werte zu leben sind, gummihaft variabel.

Sagen wir mal so: Wir Menschen kämpfen immer mit bzw. gegen diese Gummiwand.
 
Ja, ist das so? Ich meine, ist der Haß für Buddhisten eine Option, weil mit ihr Kraft freigesetzt wird?
Und ich finde es schwierig zu einem Menschen zu sagen: "Finde Deinen Weg", wenn ich ihm kein Ziel nennen kann.
"Der Weg ist das Ziel", hörte ich schon öfters.
Für mich klingt das eher nach Hilflosigkeit, mangelnder Orientierung. Und wenn ich an die weltweiten Probleme denke, dann stellt sich für mich die Frage, ob Buddhisten da nicht eine gewisse Gleichgültigkeit an den Tag legen?

Als Christ habe ich für die großen Probleme unserer Zeit leider keine praktischen Lösungen parat. Einer Lösung, die die Bezeichnung "praktikabel" verdient, müßten zumindest alle wichtigen Entscheider zustimmen. Und davon ist die Menschheit meilenweit entfernt. Insofern gibt es für mich als Lösung im wesentlichen nur die Hoffnung, dass Gott es irgendwann auf den Punkt bringen wird. Ich weiß, dass diese Antwort im Moment unbefriedigend ist, aber zumindest habe ich diese Hoffnung. Aber was haben Buddhisten anstelle dieser Hoffnung? Gleichgültigkeit?
Nein, sie haben einen Weg, der sich "von selbst" ergibt. Wer sich nicht von Anfang an ein Ziel setzt, kann jedem Weg folgen, der ihm gefällt, einfach den Zufall wirken lassen, jede sich bietende Chance ergreifen und auch mal stehenbleiben und zur Ruhe kommt, ohne daß ihn jemand ständig treibt. Ein Ziel "erreichen zu müssen" (warum?), dabei vor lauter Getriebenheit nicht die Schönheiten am Wegesrand sehen können, ist ein Zwang. Zwanghaftes Verhalten - geht es darum im Christentum? Sich selbst verbiegen und verdrehen und herumhetzen lassen zu müssen, um damit den angeblichen Vorgaben eines Gottes zu entsprechen? Da ist mir die "gottlose" Ruhe und Relaxtheit des Buddhismus wie des Atheismus auch viel lieber...
 
Das Gut-sein-Wollen ohne Gott ist aus meiner Sicht zum Scheitern verurteilt, weil wir Menschen eben nicht vollkommen sind.

Menschen, die an Gott glauben sind auch nicht vollkommen. Warum sollten sie es dann besser können oder machen?

a) Wir können in unserem eigenen Lebensbereich zu Verbesserungen gelangen. Das tun wir auch sehr oft. Aber schon in unserem Lebensbereich merken wir, dass es Unterschiede gibt zwischen "gut meinen" und "gut machen."


Das betrifft sowohl Menschen, die an Gott glauben, als auch alle anderen , nicht wahr?


b) Wir sind so gestrickt, dass wir durchaus für die Menschen in unserem Lebensumfeld Gutes tun, jedoch je weiter wir uns von anderen Menschen befinden, je schwerer fällt es uns zu erkennen, wie der richtige Weg für alle aussieht. Stichwort: Egoismus
Für den Egoismus steht für mich so typisch der Satz: Das eigene Hemd ist näher als ...

Auch das gilt wohl für alle Menschen gleichermaßen.

c) Wenn Du nur 2 kleine Kinder betreust und eines handelt zum Schaden des anderen egoistisch, so kannst Du als Oberste Instanz Schaden mindernd eingreifen. Ebenso handelt der Staat für die Gesellschaft als oberste Instanz. Aber wir wissen aus der Geschichte, dass jede menschliche "oberste Instanz" fehlerhaft handelt. Und jeder Gesellschaft stehen hunderte andere Gesellschaften (Staaten) gegenüber. Und die Gesellschaften haben eben in wichtigen Punkten oft eben keine Übereinstimmung, was gut und wichtig ist. Wäre die einzelne Gesellschaft eine einzelne Person, würde ich sagen, sie sei nicht authentisch. Wort und Tat stimmen nicht überein.

Jede einzelne Gesellschaft ist nunmal nicht eine Person und Gesellschaften sind nunmal nicht immer homogen. Auch die christliche übrigens nicht. Und da auch christliche, oder sagen wir Religionen allgemein auch von Menschen verwirklicht werden , ist es nicht so ein großer Unterschied zu nicht christlichen Gemeinschaften.


d) es gibt - ohne Gott - keine oberste Instanz, die dafür sorgt, dass Wort und Tat übereinstimmen. Es gibt noch nicht einmal gleiche Wertvorstellungen, die man bei allen Gesellschaften als gleich voraussetzen kann. Nehmen wir nur mal den Wert Ehrlichkeit oder Offenheit oder Respekt. So ganz global würden diese Werte evt. noch von allen Gesellschaften sowie auch von allen Menschen unterschrieben werden. Nur eben mit dem kleinen aber wesentlichen Unterschied, dass z.B. bei A der jeweilige Wert auf Rang 3 steht und bei B auf Rang 325. Und es gibt - ohne Gott - keine oberste Instanz, die festlegt, wie die Werte einzuordnen sind. Solange Menschen sich selbst als oberste Instanz sehen, sind Werte und die Einstellung, wie diese Werte zu leben sind, gummihaft variabel.

Sagen wir mal so: Wir Menschen kämpfen immer mit bzw. gegen diese Gummiwand.

Nun ist es aber so , dass selbst Gott unterschiedliche Namen hat und sein überliefertes von Menschen unterschiedlich interpretiert wird, auch unter christlichen Religionen. Somit nimmt jeder der an eine jeweilige Religion und auch christliche Strömung glaubt genau für sich in Anspruch es am besten zu wissen, wie die oberste Instanz aussieht und was sie will.

Nur weiß es keiner tatsächlich, ob er der ist , der Recht hat.

Deshalb heißt es ja glauben und nicht wissen.
 
Gut sein hat nur dann einen moralisch relevanten Wert, wenn man es aus eigener Kraft geschafft hat. Ein "geschenktes" Gut sein ist kein Gut sein.

Ich sehe keine Veranlassung dazu, zwischen einer Moral des Buddhismus und der des Christentums unterscheiden zu wollen.

Buddhismus und Christentum unterscheiden sich letztendlich dadurch, dass der Buddhismus nicht sagt, wie man durch Moral zur Erfüllung oder zum Glück kommen soll. Dies geht meines Erachtens nur durch ein göttliches Wesen. Vielleicht kann man augenzwinkernd sagen: der Buddhismus verschweigt Gott🙂 (, ohne den die "Erfüllung", Gerechtigkeit etc. nicht gehen).

Der Buddhismus verschweigt Gott. Irgendwie gefällt mir Deine Feststellung.

Also ich sehe schon eine Veranlassung, zwischen einer Moral des Buddhismus und der des Christentums zu unterscheiden. Bei der Moral des Christentums ist der Maßstab die Liebe. Ich tue z.B. dem anderen etwas Gutes aus Nächstenliebe. Die Liebe ist meine Motivation.

Ich verstehe bisher den Buddhismus so, als ob dort z.B. dem Nächsten Gutes getan wird, weil es den Einzelnen auf dem Pfad der Erleuchtung weiter bringt. Es scheint mir so zu sein, als ob dem Buddhisten das Leid des anderen Mittel zum Zweck ist. Insofern das Leid des Nächsten und dessen Leid-Minderung nicht als Mittel für die eigene Erleuchtung dient, ist das Leid des Nächsten egal. Vielleicht ist das der Grund, warum es - soweit mir bekannt - in buddhistisch geprägten Ländern keinerlei caritativen Einrichtungen gibt.
 
Aber was haben Buddhisten anstelle dieser Hoffnung? Gleichgültigkeit?

Soweit ich weiß, glauben Buddhisten daran, dass sie solange wiedergeboren werden, in welcher Form auch immer, bis sie ihr Leben eines Tages gut genug gemeistert haben, in ihr Paradies, ins Nirwana, einzugehen.

Wenn das keine Hoffnung ist.
 
Ich verstehe bisher den Buddhismus so, als ob dort z.B. dem Nächsten Gutes getan wird, weil es den Einzelnen auf dem Pfad der Erleuchtung weiter bringt.

Es ist doch für dem , dem Gutes getan wird vollkommen egal, aus welcher Motivation es getan wird. Die Auswirkungen sind diesselben.

Es scheint mir so zu sein, als ob dem Buddhisten das Leid des anderen Mittel zum Zweck ist. Insofern das Leid des Nächsten und dessen Leid-Minderung nicht als Mittel für die eigene Erleuchtung dient, ist das Leid des Nächsten egal. Vielleicht ist das der Grund, warum es - soweit mir bekannt - in buddhistisch geprägten Ländern keinerlei caritativen Einrichtungen gibt.

Die Nächstenliebe der Christen wird ja auch mit dem Paradies belohnt, insofern kann man hier gleich argumentieren.

Und in buddhistisch geprägten Ländern sind oft die Klöster, die caritativen Einrichtungen.
 
Nein, sie haben einen Weg, der sich "von selbst" ergibt. Wer sich nicht von Anfang an ein Ziel setzt, kann jedem Weg folgen, der ihm gefällt, einfach den Zufall wirken lassen, jede sich bietende Chance ergreifen und auch mal stehenbleiben und zur Ruhe kommt, ohne daß ihn jemand ständig treibt. Ein Ziel "erreichen zu müssen" (warum?), dabei vor lauter Getriebenheit nicht die Schönheiten am Wegesrand sehen können, ist ein Zwang. Zwanghaftes Verhalten - geht es darum im Christentum? Sich selbst verbiegen und verdrehen und herumhetzen lassen zu müssen, um damit den angeblichen Vorgaben eines Gottes zu entsprechen? Da ist mir die "gottlose" Ruhe und Relaxtheit des Buddhismus wie des Atheismus auch viel lieber...

Ja, ich stimme Dir zu, was das oft zwanghaft anmutende Verhalten der Menschen betrifft, die sich zum Christentum zählen. Ebenso ist es wohl auch beim Judentum und auch bei Muslimen anzutreffen. Ich nenne das Streben nach Gerechtigkeit (vor Gott) aus dem eigenen Tun. Der Mensch versucht aus eigenen Kräften gut zu sein... und legt sich dadurch Zwänge auf, verbiegt sich ggf. und hetzt herum. Insofern verstehe ich Dich, wenn Dir die Relaxtheit des Buddhismus mehr zusagt.
Jedoch kann ich Dir sagen, dass ich als Christ anders denke. Einerseits weiß ich um das Sollen, andererseits weiß ich um meine Grenzen. Ich bin nicht so relaxt, dass mir das Leid anderer am A... vorbeigeht, aber ich versuche auch nicht etwas zu machen, was über meine Möglichkeiten hinausgeht. Ich denke eher so: Wenn ich etwas tun soll, also wenn Gott will, dass ich etwas tun soll, dann schafft Er mir auch die Möglichkeiten dazu. Und wenn ich dann etwas Gutes tue, so brauche ich mir auch nicht auf die Schulter klopfen und mich als guten Menschen betrachten, denn nicht ich stellte die Möglichkeiten zur Verfügung. Und wenn ich, als fehlerhafter Mensch, meine Möglichkeiten nicht gut genug genutzt habe, so falle ich auch nicht dem Gericht Gottes anheim, denn die Gerechtigkeit, die vor Ihm gilt, hat Er selbst schon geschaffen. (Stichwort: Jesus Christus)
 
Ja, ich stimme Dir zu, was das oft zwanghaft anmutende Verhalten der Menschen betrifft, die sich zum Christentum zählen. Ebenso ist es wohl auch beim Judentum und auch bei Muslimen anzutreffen. Ich nenne das Streben nach Gerechtigkeit (vor Gott) aus dem eigenen Tun. Der Mensch versucht aus eigenen Kräften gut zu sein... und legt sich dadurch Zwänge auf, verbiegt sich ggf. und hetzt herum. Insofern verstehe ich Dich, wenn Dir die Relaxtheit des Buddhismus mehr zusagt.
Jedoch kann ich Dir sagen, dass ich als Christ anders denke. Einerseits weiß ich um das Sollen, andererseits weiß ich um meine Grenzen. Ich bin nicht so relaxt, dass mir das Leid anderer am A... vorbeigeht, aber ich versuche auch nicht etwas zu machen, was über meine Möglichkeiten hinausgeht. Ich denke eher so: Wenn ich etwas tun soll, also wenn Gott will, dass ich etwas tun soll, dann schafft Er mir auch die Möglichkeiten dazu. Und wenn ich dann etwas Gutes tue, so brauche ich mir auch nicht auf die Schulter klopfen und mich als guten Menschen betrachten, denn nicht ich stellte die Möglichkeiten zur Verfügung. Und wenn ich, als fehlerhafter Mensch, meine Möglichkeiten nicht gut genug genutzt habe, so falle ich auch nicht dem Gericht Gottes anheim, denn die Gerechtigkeit, die vor Ihm gilt, hat Er selbst schon geschaffen. (Stichwort: Jesus Christus)
Streich alle Bezüge auf Gott aus Deinem Artikel, und Du hast mein Denken. Gutes tun, wenn es so zufällig in den Weg kommt und man die Kapazitäten frei hat - ok. Und sich nicht wegen Dingen schuldig fühlen, die ohnehin nicht in meiner Macht liegen zu ändern. Ob mit oder ohne einen Gott - das Ergebnis ist das gleiche. Mehr kann man von einem Menschen nicht verlangen. Aber zumindest so viel sollte man verlangen können. Denn: "Es gibt kein Gutes. Außer man tut es."
 
Menschen, die an Gott glauben sind auch nicht vollkommen. Warum sollten sie es dann besser können oder machen?
Aus rein menschlicher Sicht ist Deine Frage berechtigt. Jedoch wenn Du einmal erlebt hast, dass Gott Türen öffnet und Möglichkeiten eröffnet, die Dir alleine bisher nicht möglich waren, dann weisst Du um die Möglichkeiten, die in Verbindung mit Gott bestehen.

Jede einzelne Gesellschaft ist nunmal nicht eine Person und Gesellschaften sind nunmal nicht immer homogen. Auch die christliche übrigens nicht. Und da auch christliche, oder sagen wir Religionen allgemein auch von Menschen verwirklicht werden , ist es nicht so ein großer Unterschied zu nicht christlichen Gemeinschaften.

Nun ist es aber so , dass selbst Gott unterschiedliche Namen hat und sein überliefertes von Menschen unterschiedlich interpretiert wird, auch unter christlichen Religionen. Somit nimmt jeder der an eine jeweilige Religion und auch christliche Strömung glaubt genau für sich in Anspruch es am besten zu wissen, wie die oberste Instanz aussieht und was sie will.
Nur weiß es keiner tatsächlich, ob er der ist , der Recht hat.
Deshalb heißt es ja glauben und nicht wissen.

In vielen Punkten stimme ich Dir zu, Kasiopaja. Auch Christen bilden keine homogenen Gruppe. Und auch ist richtig, dass in den verschiedenen Religionen eine unterschiedliche Gottesvorstellung besteht. Das Problem vieler Menschen besteht aber darin, sich mit der Erkenntnis zufrieden zu geben, die man gerade so hat. Wenn Du Dich z.B. von diesen Menschen positiv unterscheiden wolltest, müsstest Du versuchen für Dich herauszufinden, wer denn Gott nun wirklich ist und was Er von Dir will. Dieses so oft erlebte "ich weiss was ich weiss und ich weiss was ich nicht weiss" und "das genügt mir" ist aus meiner Sicht eine unglaubliche Ignoranz Gottes.
Stell' Dir vor, dass sich ein Mann in Dich verliebt. Du hast die Infos wie z.B. dass er mit Dir eine Zukunft aufbauen will, dass er möchte, dass Du glücklich lebst, dass Du Dich darauf einstellst und ggf. Vorbereitungen triffst. Aber egal was er anstellt, Du willst nichts mehr wissen, einfach nur abwarten, was passiert.... Das halte ich nicht für eine kluge Einstellung (die ich Dir aber nicht unterstelle).

Es ist leicht zu sagen "deshalb weiß es ja keiner". Aber das ist so nicht richtig. Dieses Mehrwissen, was bei einigen Menschen vorhanden ist, ist eben ein persönliches Mehrwissen, was aus dem Selbsterleben kommt. Nur wenn man dieses Erleben nicht sucht, weil man nicht will, dann bleiben nur Sprüche übrig, mit denen man das Erleben anderer abwertet.
 
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