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Was haltet ihr vom Buddhismus?

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Wenn man "erziehen" und z.B., "beibringen" gleichsetzen mag...
Der Beste erzieher ist und bleibt das Leben, da beist die Maus kein Faden ab.

Das ist Deine Meinung. Sicher kann man durch das Leben viele lehrreiche Erfahrungen machen.
Trotzdem denke ich, benötigen Kinder, überhaupt Menschen allgemein auch Eltern, Erzieher, die
Werte vermitteln. Ansonsten solltest Du dafür plädieren, z.B. die Schule abzuschaffen ... das Leben
als "bester Erzieher" würde ja, wenn Du konsequent denkst, völlig ausreichen.
 
Sagst du denn auch, dass es nur ein "Glaube" ist und definitiv nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, wenn du berichtest das hoch über dir jemand herumschwirrt?

Ich meine, es ist ja schon ziemlich heavy, einem kleinen Kind das noch keine Beweise fordert, eine solche Weltanschauung als bare Münze zu verkaufen.

Wieder eine solche Unterstellung. Kannst Du mal anders argumentieren als mit einem Kopf voller Vorurteile und unbewiesener Behauptungen? Wir reden hier von jungen Heranwachsenden, die sehr präzise fragen.
Im Übrigen: Bei den Fragen von Religion und Glaube geht es nach einer bekannten Definition um das "Betroffensein von dem, was uns unmittelbar angeht".

Das hat sehr viel mit Lebenswirklichkeit zu tun.

Burbacher
 
Der Buddhist würde dazu sagen: Der Weg ist das Ziel. Wenn Du unterwegs einen schönen Flecken findest, wo Du verweilen oder für immer bleiben möchtest, oder Du mal eine Auszeit brauchst, weil Dir die Füße wehtun und Du nicht mehr weiterkommst... dann verweile. Finde Deinen Weg in Deiner eigenen Zeit, nicht in der von jemand anderem. Du wirst nicht bestraft, wenn Du "zu spät" oder überhaupt nicht ankommst, weil Du irgendwann gemerkt hast, daß Du in einer falschen Richtung unterwegs bist. Wenn Du im Moment nicht verzeihen kannst... dann laß es. Vielleicht kannst Du ja gerade nicht verzeihen, weil Du aus dieser Tatsache Kraft schöpfen kannst, die Du aus einer anderen Quelle nicht gewinnen kannst, auch Haß kann Kraft freisetzen, nicht nur Liebe...
 
Ein Atheist glaubt nicht, sondern es fehlt ihm einfach der Glaube an Götter. Wie übrigens jedem Christen auch, der ist nämlich beispielsweise zu Allah, Baal usw. usw. auch Atheist. Und natürlich kann der Atheist seinen Kindern auch Werte vermitteln. Er läßt halt einfach die Göttergeschichten weg und sagt das wesentliche. Und da er die Bibel kennt, wird er nicht ernsthaft versuchen diese Mördergeschichten anzubringen. Aber das hatten wir hier alles schon mal öfters.
 
Im Buddhismus (und in Religionen wie bei Muslime) gibt es ein Soll oder ein Muß. Der Mensch steht alleine vor diesem Soll und diesem Muß. Im christlichen Glauben gibt es die Zusage von Jesus Christus: "Ich bin bei Euch, bis an der Welt Ende."

Ohne ein Sollen geht es aber auch im Christentum nicht. Und das ist auch gut so. Sonst wäre es einem denkbaren Gott egal, wie es um die Moral des Menschen bestellt ist. Und dies kann einem göttlichen Wesen nicht egal sein. Wo bliebe auch die Gerechtigkeit Gottes, wenn es ihm egal wäre, wenn ein Mensch ein Schurke ist?

Selbst Gott dürfte an ein Sollen gebunden sein. Allerdings ist es bei ihm ein Vollbringen ohne die Anstrengung eines unvollkommenen Wesens (wie des Menschen).
 
Der Buddhist würde dazu sagen: Der Weg ist das Ziel. Wenn Du unterwegs einen schönen Flecken findest, wo Du verweilen oder für immer bleiben möchtest, oder Du mal eine Auszeit brauchst, weil Dir die Füße wehtun und Du nicht mehr weiterkommst... dann verweile. Finde Deinen Weg in Deiner eigenen Zeit, nicht in der von jemand anderem. Du wirst nicht bestraft, wenn Du "zu spät" oder überhaupt nicht ankommst, weil Du irgendwann gemerkt hast, daß Du in einer falschen Richtung unterwegs bist. Wenn Du im Moment nicht verzeihen kannst... dann laß es. Vielleicht kannst Du ja gerade nicht verzeihen, weil Du aus dieser Tatsache Kraft schöpfen kannst, die Du aus einer anderen Quelle nicht gewinnen kannst, auch Haß kann Kraft freisetzen, nicht nur Liebe...

Ja, ist das so? Ich meine, ist der Haß für Buddhisten eine Option, weil mit ihr Kraft freigesetzt wird?
Und ich finde es schwierig zu einem Menschen zu sagen: "Finde Deinen Weg", wenn ich ihm kein Ziel nennen kann.
"Der Weg ist das Ziel", hörte ich schon öfters.
Für mich klingt das eher nach Hilflosigkeit, mangelnder Orientierung. Und wenn ich an die weltweiten Probleme denke, dann stellt sich für mich die Frage, ob Buddhisten da nicht eine gewisse Gleichgültigkeit an den Tag legen?

Als Christ habe ich für die großen Probleme unserer Zeit leider keine praktischen Lösungen parat. Einer Lösung, die die Bezeichnung "praktikabel" verdient, müßten zumindest alle wichtigen Entscheider zustimmen. Und davon ist die Menschheit meilenweit entfernt. Insofern gibt es für mich als Lösung im wesentlichen nur die Hoffnung, dass Gott es irgendwann auf den Punkt bringen wird. Ich weiß, dass diese Antwort im Moment unbefriedigend ist, aber zumindest habe ich diese Hoffnung. Aber was haben Buddhisten anstelle dieser Hoffnung? Gleichgültigkeit?
 
Werte lassen sich ggf. anhand von religiösen Vorstellungen begründen.

Nein, umgekehrt: religiöse "Ideen" beruhen auf Werten (Moral).

Kinder unter 6 sind meines Erachtens auch gar nicht in der Lage, religiös zu sein. Religionsfähigkeit wächst mit der Vernunft. Sie ist etwa mit 12 so ausgebildet wie beim einem Erwachsenen. Und man kann nicht zur Religion indokriniert werden wie man auch nicht zur Vernunft indokriniert werden kann 😉.

Was sich hier einige unter "Indokrination" in Bezug auf Religion vorstellen, ist ja keine Religion, wie man sich sie wünscht, sondern ein Religionszwang. Wirklich religiös ist man wohl kaum, wenn man etwas unter Zwang glaubt oder nachplappert.
 
Ohne ein Sollen geht es aber auch im Christentum nicht. Und das ist auch gut so. Sonst wäre es einem denkbaren Gott egal, wie es um die Moral des Menschen bestellt ist. Und dies kann einem göttlichen Wesen nicht egal sein. Wo bliebe auch die Gerechtigkeit Gottes, wenn es ihm egal wäre, wenn ein Mensch ein Schurke ist?

Selbst Gott dürfte an ein Sollen gebunden sein. Allerdings ist es bei ihm ein Vollbringen ohne die Anstrengung eines unvollkommenen Wesens (wie des Menschen).


Ja, Du hast Recht. Auch im Christentum ist ein "Sollen" gegeben. Und auch hast Du völlig Recht, wenn die Gerechtigkeit Gottes als Maßstab für jedes Denken und Handeln gilt. Nur sehe ich eine etwas andere Begründung als Du. Der Maßstab Gottes ist für uns Menschen unerreichbar hoch. Und ich denke, dass Gott sich mit Unvollkommenem nicht zufrieden gibt. Daher sehe ich zwar bei Menschen das Sollen, auch gerne das Wollen, aber auch das Nicht-Erreichen aus eigener Kraft. Und da - in diesem Punkt - sind alle Religionen bzw. auch der Buddhismus gleich: Überall
gibt es die Vorstellung, mit eigener Erkenntnis und aus eigener Kraft Gott gerecht werden zu wollen und ggf. auch zu können.
Wenn wir mal die Terroristen und die böswilligen Verbrecher ausklammern, dann könnte man alle Menschen zwar einteilen in Atheisten, Buddhisten, Christen und Muslime sowie Juden, aber diese "alle Menschen" haben sicherlich gemeinsam, dass sie in Frieden leben und die weltweiten Probleme beseitigen wollen. Warum ist dieses Ziel heute soweit entfernt?
Sind es nur die paar wirklich böswilligen Politiker und die paar Terroristen, die verhindern, dass der größte Teil der Menschheit nicht zum Frieden miteinander kommt und dass eben die weltweiten Probleme größer werden?

Ich sehe in dem Sollen - verbunden mit dem Nicht-Können - eine Tatsache, die wir Menschen gerne verdrängen.
Die Bemühungen, die Welt zu einem für alle Menschen lebenswerten Ort zu machen, sehe ich als sehr wichtig an und unterstütze diese auch. Aber dieses Gut-Sein-Wollen ohne Gott, sehe ich als Ursache dafür an, dass es mit dem Gelingen hapert.
 
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