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Was haltet ihr vom Buddhismus?

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... ich hab aber noch eine Frage an unsere bibeltreuen Christen:

Weiter vorne wurde geschrieben, Gott liebt den Menschen weil er/sie/es die Menschen geschaffen hat. Da frage ich mich: Warum sollte Gott das tun? Nur weil es Gottes Schöpfung ist, soll er sie lieben? Ich erschaffe in meinem Beruf tagtäglich Dinge. Aber liebe ich sie deswegen?

Ein Mikrobiologe erzeugt tagtäglich Leben. Aber liebt er dieses weil er es geschaffen hat?

Ich will nicht sagen, dass Gott den Menschen nicht liebt. Ich finde den Grund "Weil Gott den Menschen geschaffen hat" sehr fadenscheinig.

Hallo, Darkwolf,
also ich denke nicht, dass mit "erschaffen" in der Bibel das Gleiche gemeint ist, wie Du es als Mikrobiologe verstehst.

Zu Deiner Frage: Ich denke, wenn Vater und Mutter durch ihr Zusammenwirken ein Kinde "schaffen", dann lieben sie üblicherweise dieses Kind. Es ist ein Wesen... in welchem sich auch die Anlagen der Eltern finden. Das Baby hat noch nichts geleistet. Es wird einfach bedingungslos von den Eltern geliebt. Vielleicht hilft Dir dieser Vergleich besser, und vielleicht kommt dieser Vergleich dem näher, was unter Gottes Liebe zu den Menschen gemeint sein kann.

Es gibt viele Menschen, die sich ungeliebt sehen und das auch sehr stark als ein wichtiges Fehlen empfinden. Dann wieder gibt es Menschen, die sich nur durch Menschen geliebt sehen - sind diese Menschen dann nicht mehr da, entsteht eine große Leere, durch die Menschen ihre Abhängigkeit von "geliebt werden" erkennen. Die Liebe, die diese Menschen vorher erlebt haben, trägt eine ganze Zeit lang weiter. Aber irgendwann möchte fast jeder Mensch wieder Liebe erleben bzw. erfahren. Und da sehe ich einen wichtigen Unterschied zum Buddhismus bzw. auch zu anderen Religionen. Man könnte Gott als Person verstehen, die immer bedingungslos liebt und die uns nicht verlässt, wie uns Menschen verlassen. Als Christ empfinde ich die Abhängigkeit von Menschen nicht mehr als so stark und im Idealfall als nicht mehr gegeben...

Beim Buddhisten besteht die Aufforderung, z.B. zu verzeihen. Aber was Menschen tun können, die aus eigener Kraft nicht mehr verzeihen können, wird dort nicht gesagt. Oder? Im Buddhismus soll der Mensch einen als weise empfundenen Weg gehen. Aber was ist, wenn dem Menschen dazu die Kraft fehlt? Ist das egal? Wenn es nicht egal ist, ist dann das Nicht-Erreichen des Ziels (welches?) die Strafe mit entsprechenden Konsequenzen? Und wenn es egal ist, warum sich dann überhaupt anstrengen? Im Buddhismus (und in Religionen wie bei Muslime) gibt es ein Soll oder ein Muß. Der Mensch steht alleine vor diesem Soll und diesem Muß. Im christlichen Glauben gibt es die Zusage von Jesus Christus: "Ich bin bei Euch, bis an der Welt Ende."
 
Rhenus,

Du schreibst:
"Das nennt man nicht erziehen, sondern beeinflussen... 😀
Man sollte Kinder zum Denken bringen, ich halte es für ethisch verwerflich, Kinder zur Religion anzuhalten..."

Erziehung hat Inhalte, ist kein inhaltloses Geschehen. Nach meiner Erfahrung können junge Menschen sehr wohl unterscheiden, ob Eltern/Erzieher zu dem stehen, also authentisch sind oder nicht.

Unethisch wäre es, würden wir auf Werteerziehung verzichten.

Burbacher
 
Kinder sind unbeschriebene Blätter. Wenn man denen "Werte" vorgibt - sprich unbewiesene Religionen - dann müssen sie das "glauben", weil sie im Kindesalter keine Möglichkeiten haben entweder das Gegenteil zu berweisen oder überhaupt ernsthaft über solche Dinge nachzudenken. Insofern handelt es sich nicht um Werte vermitteln, sondern um Indoktrination. Ich halte das Ganze sogar für verbrecherisch: Wer seinem Kind erzählt, daß z.B. "Sünder im Höllenfeuer brennen werden" der richtet im Kind u.U. großen Schaden an - vielelicht sogar mehr als bei einer körperlichen Mißhandlung.
 
Erziehung hat Inhalte, ist kein inhaltloses Geschehen. Nach meiner Erfahrung können junge Menschen sehr wohl unterscheiden, ob Eltern/Erzieher zu dem stehen, also authentisch sind oder nicht.

Erziehen kannst du kleine Kinder dahingehend, mit Messer und Gabel richtig umzugehen. Beim aufdiktieren einer Weltanschauung bleibt es bei der Beeinflussung. Und das Wort "Authentisch", hat im gleichen Tenor mit Gottgläubigen ja nun wirklich nichts zu suchen.
 
Kinder sind unbeschriebene Blätter. Wenn man denen "Werte" vorgibt - sprich unbewiesene Religionen - dann müssen sie das "glauben", weil sie im Kindesalter keine Möglichkeiten haben entweder das Gegenteil zu berweisen oder überhaupt ernsthaft über solche Dinge nachzudenken. Insofern handelt es sich nicht um Werte vermitteln, sondern um Indoktrination. Ich halte das Ganze sogar für verbrecherisch: Wer seinem Kind erzählt, daß z.B. "Sünder im Höllenfeuer brennen werden" der richtet im Kind u.U. großen Schaden an - vielelicht sogar mehr als bei einer körperlichen Mißhandlung.

Entschuldigung, aber jetzt wird es irre. Du wendest dich gegen Indoktrination und merkst nicht einmal, dass Du selbst indoktrinierst. Ich habe durchaus kritische Vorbehalte gegen eine religiöse Indoktrination, wie gegen jede Indoktrination überhaupt.
Wer aber die Inhalte, gegen die er wettert, nur kennt im Sinne eins gepflegten Vorurteils, der redet wie ein Blinder von der Farbe, letztlich aus hohlem Bauch.
Das nenne ich Nichtwissen.

Recht hast Du, wenn Du von Kindern als von "unbeschriebenen Blättern" sprichst. Und es entspricht ihrem natürlichem Interesse, nach Antworten zu suchen. Diese Antworten schulden wir ihnen.

Und Kinder und Jugendliche fragen viel kritischer, als Du unterstellst. Davon weiß ich als Religionspädagoge zu berichten. Und sie nehmen diese Möglichkeiten gerne wahr.
Schlussendlich enthält die Präambel des GG den "Gottesbezug".

Insofern bin ich wie andere auch da auf gesichertem Terrain.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Und Kinder und Jugendliche fragen viel kritischer, als Du unterstellst.

Sagst du denn auch, dass es nur ein "Glaube" ist und definitiv nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, wenn du berichtest das hoch über dir jemand herumschwirrt?

Ich meine, es ist ja schon ziemlich heavy, einem kleinen Kind das noch keine Beweise fordert, eine solche Weltanschauung als bare Münze zu verkaufen.
 
Außerdem ist es kein Vorurteil - sondern bittere Tatsache in weiten Teilen der Welt. Und es ist die erste Grundlage auch für Terrorismus, Selbstmordanschläge etc. Ich indoktriniere niemand. Ich bin für eine freie Erziehung, in der der Erzieher ruhig mal sagen darf: Ich erzähle Dir ( dem Kind ) etwas über alle Religionen, aber nichts davon läßt sich beweisen. Das oder so ähnlich wäre kindgerecht Nicht Antworten, irgendwelches Wertegeschwabbel oder gar der Satz: Ich weiß es.
 
Kinder sind unbeschriebene Blätter. Wenn man denen "Werte" vorgibt - sprich unbewiesene Religionen - dann müssen sie das "glauben", weil sie im Kindesalter keine Möglichkeiten haben entweder das Gegenteil zu berweisen oder überhaupt ernsthaft über solche Dinge nachzudenken. Insofern handelt es sich nicht um Werte vermitteln, sondern um Indoktrination. Ich halte das Ganze sogar für verbrecherisch: Wer seinem Kind erzählt, daß z.B. "Sünder im Höllenfeuer brennen werden" der richtet im Kind u.U. großen Schaden an - vielelicht sogar mehr als bei einer körperlichen Mißhandlung.

Werte vorgeben - ist aus meiner Sicht völlig ungleich mit "unbewiesene Religionen" vorsetzen.
Werte lassen sich ggf. anhand von religiösen Vorstellungen begründen. Das ist ein Unterschied.

Solltest Du als Atheist Kinder erziehen bzw. ihnen Werte vermitteln wollen, wäre aus meiner Sicht eine Begründung auch nicht verkehrt. Allerdings verstehst Du anscheinend das als Indoktrination. Dann darf man sich als Vater und Mutter auch nicht wundern, wenn Kinder Werte ablehnen, die von Eltern vermittelt werden.

Und bitte nicht vergessen: Auch Atheisten glauben...
 
Erziehen kannst du kleine Kinder dahingehend, mit Messer und Gabel richtig umzugehen. Beim aufdiktieren einer Weltanschauung bleibt es bei der Beeinflussung. Und das Wort "Authentisch", hat im gleichen Tenor mit Gottgläubigen ja nun wirklich nichts zu suchen.

Ich kann nicht erkennen, dass es hier um "aufdiktieren" geht. Davon hat Burbacher nichts geschrieben und ich kann nicht erkennen, dass er das auch nur gemeint haben könnte. Es geht ihm um Wertevermittlung. Und das ist nunmal mehr als nur der Gebrauch von Messer und Gabel. Auch ich finde Vermittlung von Werten sehr wichtig, als da sind Respekt, Dankbarkeit, Ehrlichkeit, Treue, Fleiss, .... Findest Du, dass diese Werte nicht in die Erziehung gehören?
Das würde mich aber sehr wundern.

Und ja, sowohl bei Buddhisten als auch bei Menschen die zu einer Religionsgruppe gehören, ist der Begriff "authentisch" durch aus angebracht, nämlich immer dann, wenn es dem Einzelnen wichtig ist, inwieweit Wort und Tat zusammenpassen.
 
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