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Hass auf Arbeit generell

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Was willst du auch abends unter der Woche noch groß reißen. Samstags ist man dann halbwegs ausgeschlafen, dann stehen Dinge an die unter der Woche nicht gehen. Ruck-Zuck ist wieder Sonntag und die Motivation für Montag ist wieder auf dem Tiefpunkt.

Oh ja, das geht mir auch so. Mir wäre am liebsten, wenn das Wochenende drei Tage hätte. Ich finde das wäre perfekt. Dann hätte man wenigstens einen Tag zum Erholen.

Ich finde es schlimm nach dem Urlaub wieder anzufangen zu arbeiten, denn ich kann es dann gar nicht fassen, dass ich tatsächlich ganze fünf Tage arbeiten soll, nur um läppische zwei Tage frei zu haben.

Ich finde man "verschwendet" zuviel Lebenszeit für die Arbeit. Und die Gesichter morgens im Stau geben mir eigentlich recht.

Mir geht das in den öffentlichen Verkehrsmitteln so.

Und frage ich im Bekanntenkreis wer seine Arbeit mit Leidenschaft macht, sehe ich häufig ein Stirnrunzeln.

Also gewisse Lust auf meine Arbeit habe ich schon (wenn auch keine Leidenschaft...dafür mache ich den Job schon zu lange), denn wenn nicht, dann würde ich nicht arbeiten oder zumindest nicht das, was ich arbeite. Ich arbeite zwar schon hauptsächlich wegen des Geldes aber nicht nur. In einem früheren Leben war ich mal Krankenschwester und konnte mir damals nicht vorstellen, dass man arbeiten geht, wenn es keinen Spaß macht. Ein wenig von der Haltung habe ich immer noch, wenn auch nicht mehr so konsequent.

Ich kenne aber keine Menschen, die ihre Arbeit wirklich mit Leidenschaft machen...oh, doch...eine frühere Kollegin von mir, die hatte sich mit ihrem Mann nebenbei mit einem Laden selbstständig gemacht und die erzählte mir, dass sie wenn sie ihm im Laden half (den hauptsächlich er betrieb), dass die Arbeit da im Fluge verging und riesigen Spaß machte, weil sie das für sich und ihren Mann tat und nicht irgendeinem Arbeitgeber. Leider ging der Laden aber pleite.

Ich bin eh dafür, dass man alle 10 Jahre etwas anderes beruflich machen darf. Also eine neue Ausbildung machen in einem Beruf, den man gerne machen möchte. Nur leider gibt das unsere Gesellschaft nicht her, da man ja schon ab ca. 35 beruflich zum alten Eisen gehört und was soll ich da sagen mit 52? Da nimmt einen doch keiner mehr. :mad:🙄
 
Absolut !

Gestern habe ich den Beitrag bei Stern TV gesehen, wo bei der Post plötzlich Mitarbeiter in einer andere Gesellschaft transferiert werden und von heute auf Morgen weniger Geld, kein Weihnachtsgeld etc. bekommen sollen.

Die Begründungen des Chefs waren haarsträubend. Hauptsache er wird immer reicher. Von wegen Kosten blablabla... Für die gleiche Arbeit soll nun der Arbeitnehmer viel weniger bekommen. Wie wäre es wenn die ganz oben mal ein paar Mark abgeben?

Kann man aktuellen Statistiken glauben geht nur jeder 7te einigermaßen gerne zur Arbeit.

Die meisten Menschen die ich kenne kommen einfach klar, d.h. sie dümpeln halt immer irgendwo am unteren Limit herum, das betrifft auch die etwas besser Verdienenden. Reichtümer kann sich so gut wie niemand anschaffen, schon gar nicht mehr in Zeiten in denen das Geld real eher jedes Jahr weniger wird.

Auch wenn es richtig ist, dass die Menschen in den schwachen Einkommensgruppen meist das Nachsehen haben und unter Existenznöten leiden, so liegt ein Problem von Personalkosten-Einsparungen oft darin, dass es sich bei großen Konzernen um AG's handeln. Die Chef's dort werden danach bezahlt, wie gut es ihnen gelingt, den Shareholder-Value zu steigern. Dass sie darauf achten, wird von Aufsichtsräten kontrolliert, die von den Shareholdern gewählt werden.
Und shareholder sind alle Menschen und Unternehmen, die Aktien kaufen. Wenn ein Konzerndirektor z.B. 30.000 € pro Monat erhält und würde auf 20.000 € verzichten müssen, so könnten nur 100 € an 200 Angestellte und Arbeiter verteilt werden, ein Betrag, der für kleine Angestellte und Arbeiter schon etwas wiegt. Oder der Konzern nimmt die eingesparten 20.000 € und verwendet sie z.B. für Investitionen. Aber was bringt die Einsparung von 20.000 € im Monat, wenn der Konzern z.B. 3.000 Angestellte und Arbeiter beschäftigt? Spart man an jedem 100 € im Monat, so hat man einen Kostensenkungseffekt von 360.000 € pro Monat (300.000 Bruttoeinsparung + 60.000 € Einsparung von Sozialabgaben).
 
Ich frage mich, ob es früher anders war 😀
Egal ob auf dem Feld oder in der Fabrik, die Arbeitsbedingungen waren eher schlechter als für die meisten heute.

Vermutlich hat sich ein kleiner Bauer auch vom Gutsherrn ausgebeutet gefühlt, musste aber nicht fürchten arbeitslos zu werden. Das wiederum war aber nicht unbedingt was gutes, in Europa arbeiteten früher 90% der Menschen in der Landwirtschaft und hatten nicht mehr als das Essen auf dem Tisch.

Wesentliche Unterschiede gab es m.E. beim Arbeitsempfinden. Während heute oft nur Dienstleistungen erbracht werden, hat man damals etwas produziert. Man sah am Tagesende, was man vollbracht hatte, oft sogar vor der eigenen Haustür. Arbeit, selbst zum Hungerlohn, war produktiv und mangels moderner Technik wurden immer Arbeitskräfte benötigt. Arbeiten war überlebensnotwendig, da man sonst schlicht verhungerte. Heute hat man böse formuliert die Wahl zwischen Arbeit und Hartz 4. Und wenn man im Niedriglohnsektor arbeitet, motiviert sehr wenig dazu für 100 € mehr als Hartz 4 zu arbeiten.

Ich will nicht behaupten, dass unsere moderne Zeit schlecht ist. Ich glaube aber, dass ein Bauer nach einem harten Arbeitstag im 16ten Jahrhundert seine ach so harte Arbeit weniger gehasst hat, als manch ein Kassierer heute bei Aldi. Vielleicht gab es damals aber auch einfach größere Probleme als die Frage ob man sich bei der Arbeit selbst verwirklichen kann 🙄
 
Stellt sich dabei nicht viel eher die Frage nach dem Sinn des Lebens?

Niemand weiß ob er 80 wird und dann eines natürliches Todes stirbt. Dafür arbeitet man aber die Hälfte des Lebens während man die andere verschläft. Im Grunde nur um sich einen angenehmen Lebensstandard zu finanzieren, was vielen nichtmal im lohnenswerten Ausmaß gelingt.

Wenn ich aber irgendwann sage ich habe viel mitgenommen und erlebt, dann könnte ich wenigstens sagen ich habe nicht nur gearbeitet. Und ich behaupte heutzutage könnte es vielen besser gehen, und sogar die Dinge langsamer angegangen werden. Aber man braucht jetzt alle 6 Monate ein neues Handy, immer neue Technik, immer höher schneller und noch weiter. Die Menschheit schafft sich meiner Meinung nach auf lange Sicht selbst ab.

Die wirklich wichtigen und prägenden Dinge im Leben erkennen viele gar nicht mehr.
Klar jammern einige sicher im Verhältnis zu Hungerländern auf hohem Niveau, die Unzufriedenheit kommt aber übwiegend immer durch Vergleiche weil irgendwer mehr hat als der andere.
 
Wenn ich aber irgendwann sage ich habe viel mitgenommen und erlebt, dann könnte ich wenigstens sagen ich habe nicht nur gearbeitet. Und ich behaupte heutzutage könnte es vielen besser gehen, und sogar die Dinge langsamer angegangen werden. Aber man braucht jetzt alle 6 Monate ein neues Handy, immer neue Technik, immer höher schneller und noch weiter. Die Menschheit schafft sich meiner Meinung nach auf lange Sicht selbst ab.

Die wirklich wichtigen und prägenden Dinge im Leben erkennen viele gar nicht mehr.
Klar jammern einige sicher im Verhältnis zu Hungerländern auf hohem Niveau, die Unzufriedenheit kommt aber übwiegend immer durch Vergleiche weil irgendwer mehr hat als der andere.

Du hast absolut Recht, schon meine Oma hat gesagt "in der Ruhe liegt die Kraft". 🙂 Das ständige Hinterherhetzen nach Technik und Lebenstandard macht nicht glücklich, Konsum fördert mehr Konsum. Irgendwie sind wir Menschen so gepolt, wir sind nie satt. Ich behaupte jeder Mensch ist gierig, egal ob man mehr Geld haben will, Schnäppchen jagt oder sich alle 6 Monate ein neues Smartphone kauft.

Es macht innerlich unruhig. Man könnte während der Arbeit die Faust ballen, weil sich der Nachbar ein neues Auto leisten kann, man selber aber nicht. Meine Kollegin behauptet gerne, dass sie kaum genug zum Leben verdienen würde, holt sich aber alle zwei Jahre auf Leasingbasis einen Neuwagen. "Naja dafür arbeite ich schließlich!"

Es ist doch erstaunlich wie unzufrieden Menschen sind, selbst wenn sie sich viel leisten können. Die Werbung leistet hier echt gute Arbeit. Egal wie viel oder wenig wir haben, die Gier nach mehr ist da 😀

Und das gilt auch für den Job. Egal wie gut er ist, viele werden irgendwann unzufrieden und wollen mehr.
 
Ich denke man darf das alles gar nicht so eng sehen ....

52 Wochenenden hat das Jahr , sind schonmal 104 Tage , die ich nicht arbeite ...ziehe ich die von den 365 ab , bleiben 261 Tage , wieviele Feiertage gibt es, bestimmt so 5 oder sechs ziehe ich die ab bin ich bei 255 Tagen , naja 30 Tage habe ich Urlaub , bleiben 221 Tage ...4 Wochen ist man durchschnittlich krank bleiben 201 Tage ..dann gint es sicher jedes Jahr Fortbildungen , bestimmt so zwei Wochen , man macht auf Deutsch gesagt Urlaub auf Kosten der BG ...sind nur noch 190 Tage ....

dann ist bestimmt alle paar Tage nicht so viel los , bleiben 150 Tage . Davon hab ich jeden Tag ne halbe Stunde bezahlte Pause , sind 75 Stunden Pause , wieder 9 Tage weg , bleiben 141 Tage ....

und da ich ja nur 8 von den 24 Stunde arbeiten gehe, rechnen wir mal ein Drittel , sind alo bei 141 Tagen a 8 Stunden 141 : 3 = 47 Tage die ich wirklich von den 365 voll durcharbeite ...30 Tage hat der Monat , wären anderthalb ...so ungefär ...

ich glaub ich muß mal zu meinem Chef , wir haben ja schon März und schließlich nimmt man ja auch immer was davon mit nach Hause , was so am Tag passiert ist , macht sich Gedanken und überlegt Verbesserungen ....die 47 Tage habe ich locker schon durchgearbeitet , ich bleibe glaube ich für den Rest des Jahres Zuhause und werde meinem Chef sagen , die Überstunden kann er mir ruhig auszahlen .....

und da regen sich die Leute auf , von wegen arbeiten gehen müssen und so , begreife ich nicht ....

🙂
 
Blöde Rechnung. Dann rechne mal 8 Stunden Schlaf ab und die Zeit die du verbringst um überhaupt mal zur Arbeit zu kommen. Bei mir warens vor kurzem noch 1,5 Stunden hin und nochmal 1,5 Stunden zurück. Und was hat man schon von einer Mittagspause wenn die Zeit nicht reicht um diese zuhause zu verbringen? Dann schlendert man irgendwo rum oder geht was essen. Als Freizeit würde ich das nicht bezeichnen. Ausserdem ist man total kaputt wenn man dann endlich mal wieder zuhause ist. Mit dieser pseudo-Freizeit kann man dann also auch nicht mehr anfangen.

Bei den meisten kommt dann auch noch hinzu dass sie sich 0 mit dem identifizieren können was sie da überhaupt arbeiten..und das nur für die Kohle um überleben zu "dürfen".
 
Und wenn ich ehrlich bin finde ich einfach keine Lösung, und es belastet mich wirklich sehr. Ich möchte endlich, das arbeiten gehen für mich einfach normal wird, es keine tortur mehr ist usw.

Hoffe ihr habt vielleicht noch Tipps wie man sich selbst austricksen kann...

Verändere Deine Denkweise! Sei demütig und dankbar, daß Du arbeiten kannst. Du bist gesund genug, um zu arbeiten. Und gut genug ausgebildet für eine abwechslungsreiche, auskömmliche Arbeit. Du hast gute Arbeitsbedingungen in einem guten Arbeitsumfeld.

Mach Dir doch mal wieder den größeren Zusammenhang bewußt, warum Du Deine Arbeitskraft einsetzt:

1. Um Deinen Lebensunterhalt sicherzustellen und nicht von der Solidargemeinschaft, die ja schon genug schultert, unterhalten werden zu müssen
2. Um als Teil der Solidargemeinschaft diejenigen zu unterstützen, die sich aus eigener Arbeitskraft - aus welchen Gründen auch immer - nicht (mehr) selbst unterhalten können
3. Um einer sinnvollen Tätigkeit für die Gemeinschaft nachzugehen (ich hoffe, Du hast eine Tätigkeit, in der Du einen solchen Sinn erkennen kannst, sonst ist da ein Ansatzpunkt zur Veränderung)
4. Um über Steuern und Abgaben Deinen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten, damit die übergeordneten Gemeinschaftsaufgaben wie Polizei, Feuerwehr, Infrastruktur, Gesundheitswesen, Schulen, Kindergärten, Müllabfuhr etc. geleistet werden können

Wenn ich mich daran erinnere und mich als verantwortliches Teil dieser Gesellschaft sehe und nicht nur als vereinzeltes Individuum, das nur nach dem Lustprinzip - auch auf Kosten anderer leben will - dann fällt es mir wieder bedeutend leichter, meine Arbeit mit Freude zu tun. Und nicht den ganzen Tag zu jammern und zu klagen und unzufrieden zu sein, weil ich mich 8 Stunden sinnlos im Büro eingesperrt fühle. Diese Unzufriedenheit schadet mir nämlich. Und es tut mir daher gut, aus diesem negativen Gedankenkarussell auszusteigen und stattdessen Freude, Dankbarkeit, Zufriedenheit, Stolz, Verantwortung zu spüren.


Und abgesehen von den o.a. Überlegungen - was spricht denn dagegen, deine Arbeitszeit etwas zu reduzieren? Vielleicht um einen Tag in der Woche? Und so etwas mehr Zeit zur Erholung und Selbstverwirklichung zu finden? Das kann auch gesellschaftlich sinnvoll sein, um mehr Menschen in die Arbeit einzubinden.
 
Und abgesehen von den o.a. Überlegungen - was spricht denn dagegen, deine Arbeitszeit etwas zu reduzieren? Vielleicht um einen Tag in der Woche? Und so etwas mehr Zeit zur Erholung und Selbstverwirklichung zu finden?

Wo findet man denn so eine Arbeit? Mir würde es reichen 8 Stunden weniger in der Woche arbeiten zu müssen. Montag, Dienstag, Mittwoch dann frei, Donnerstag, Freitag und dann Wochende wieder frei.

Wo gibts sowas denn? 5 Tage hintereinander 8 Stunden arbeiten zu müssen ist für mich Freiheitsberaubung.
 

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