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Papst sagt: Kinder mit Würde schlagen

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Gewalterfahrung und Würde schließen sich für mich aus. Einem Kind, einem Menschen überhaupt, denen Gewalt angetan wird, wird die Würde geraubt, so wie sich der Gewalttäter seiner eigenen Würde entledigt. Was der Papst da von sich gegeben hat, wird ihm wahrscheinlich schon heute bitter aufstoßen.
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich sage, die Empörung ist berechtigt. Gleichwohl möchte ich nicht zum ersten Mal darauf hinweisen, dass sich daraus nicht zwingend ein Zusammenhang zwischen religiöser Einstellung und brachialen Erziehungsmethoden konstruieren lässt.
Da, wo mir Kinder begegneten, die unter Gewalt im Elternhaus litten, gab es so gut wie nie einen religiösen Hintergrund, zeichneten sich die meisten Elternhäuser doch durch eine große Kirchenferne und eine ablehnende Haltung gegenüber allem Religiösen aus.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau so ist es. Ich komme aus einer erzkatholischen Gegend, in der die Menschen HEUTE noch genau das was der Papst sagt als GESETZ sehen. Der Papst irrt nicht. Alles was der Papst einmal gesagt hat ist richtig, denn er ist Gottes Vertreter auf Erden. Und Gott irrt eben nicht. Und da daher auch der Papst nicht irrt, ist für diese Menschen ein Widerruf dieser Aussage vom Papst fast unmöglich. Das ist in meinen Augen gefährlich.

An alle Fürsprecher "würdevoller Schläge" - könnt ihr mir bitte eine Definition dafür hier reinstellen? Es erschließt sich mir einfach nicht, was "würdevolles Schlagen" sein soll.

Silan, mich stört das ein wenig, wie du die Gläubigen in deiner Gegend beschreibst. Oder die Gläubigen dort sind wirklich extrem einfältig.

Meine 8-jährige Nichte wohnt auch auf dem Land und ist auch Ministrantin. Aber ich bin sicher, die Eltern dort werden jetzt nicht anfangen, ihre Kinder zu schlagen nur weil der Papst das gutheißt.

Man sollte Gläubige nicht als so dumm hinstellen, dass sie alles fressen, was ihnen von der Kirche vorgestzt wird.

Wie man würdevoll zuschlägt würde mich auch interessieren. Und noch mehr, wie der Papst sich da wieder rausredet. Und wann.

Vielleicht sollte man bei Päpsten auch mal eine Altersgrenze einführen.
 
Es gibt einen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen fundamentalistischen Religionsanhängern und Schlägen als Erziehungsmethode (wie Du auch hier im Forum schon bemerken konntest)
Diese Kinder sind allerdings auch als Erwachsene in einem gewissen System eingebunden und würden daher mit ihren Gewalterfahrungen nicht an die Öffentlichkeit gehen, da diese im geschlossenen System normal sind.

Dazu zähle ich natürlich nicht die katholische Kirche, sondern die Pfingstler, Charismatiker etc. Dort weiß ich es aus Erzählungen mit Sicherheit, allerdings hoffte ich bisher, dass die Studien, die besagen, dass 75% dieser Kinder betroffen sind, eine Übertreibung sind.
 
...könnt ihr mir bitte eine Definition dafür hier reinstellen? Es erschließt sich mir einfach nicht, was "würdevolles Schlagen" sein soll.

Zunächst einmal muss die Prügelstrafe als Mittel zur Züchtigung für alle Beteiligten als Option unter bestimmten Voraussetzungen offen und klar definiert im Raum stehen.

"Wenn diese oder jene Regel gebrochen wird, dann folgt daraus Prügel"

Dann muss der Akt der Züchtigung eine rein sachliche Reaktion auf die Übertretung von im Vorfeld gesetzten Regeln sein, und keine emotional erfolgte Reflexhandlung.

Das Kind kann also darüber entscheiden ob es die Regeln bricht und dafür Prügel riskiert, oder ob es sich an die Regeln hält.

So können würdevoll Regeln gebrochen und Regelverstöße mit Prügel bestraft werden.
 
Es gibt einen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen fundamentalistischen Religionsanhängern und Schlägen als Erziehungsmethode (wie Du auch hier im Forum schon bemerken konntest)
Diese Kinder sind allerdings auch als Erwachsene in einem gewissen System eingebunden und würden daher mit ihren Gewalterfahrungen nicht an die Öffentlichkeit gehen, da diese im geschlossenen System normal sind.

Dazu zähle ich natürlich nicht die katholische Kirche, sondern die Pfingstler, Charismatiker etc. Dort weiß ich es aus Erzählungen mit Sicherheit, allerdings hoffte ich bisher, dass die Studien, die besagen, dass 75% dieser Kinder betroffen sind, eine Übertreibung sind.

Wenn Du Gruppen (und das ohne Quellenangaben) stigmatisieren möchtest, dann lies den Beitrag von Burbacher.
Fang mit Atheisten an und klammere insbesondere die kath. Kirche nicht aus, in der es nicht um Schläge als Erziehungsmethode geht, sondern um Kindesmißhandlungen und Kindesmißbrauch im wiederholt größeren Umfang.

Hier im Forum hast Du Gelegenheit, die jahrzehntelangen Erfahrungen von Burbacher als Pädagoge zu erfragen, hast sozusagen die Quelle direkt zur Verfügung.
 
Zunächst einmal muss die Prügelstrafe als Mittel zur Züchtigung für alle Beteiligten als Option unter bestimmten Voraussetzungen offen und klar definiert im Raum stehen.

"Wenn diese oder jene Regel gebrochen wird, dann folgt daraus Prügel"

Dann muss der Akt der Züchtigung eine rein sachliche Reaktion auf die Übertretung von im Vorfeld gesetzten Regeln sein, und keine emotional erfolgte Reflexhandlung.

Das Kind kann also darüber entscheiden ob es die Regeln bricht und dafür Prügel riskiert, oder ob es sich an die Regeln hält.

So können würdevoll Regeln gebrochen und Regelverstöße mit Prügel bestraft werden.

Sorry, aber noch entscheidet der Kopf der Faust wen sie prügelt oder nicht!

Würde und Prügel schließen sich nun mal gegenseitig aus. Kindern die Verantwortung zu übertragen, wie sie geschlagen werden sollen, wie soll das bei Klienkindern oder Bays gehen? wo das sowieso absurd ist. Selbst wenn sie größer werden, Mist bauen, hat man noch lange nicht das Recht sein eigenes Kind zu misshandel. Auch emotional nicht. Gewalt fängt im eigenem Kopf an. Gewalt damit zu rechtfertig, dass ein Kind selber Schuld sei, ist was? Das erkläre mir mal!
 
Zunächst einmal muss die Prügelstrafe als Mittel zur Züchtigung für alle Beteiligten als Option unter bestimmten Voraussetzungen offen und klar definiert im Raum stehen.

"Wenn diese oder jene Regel gebrochen wird, dann folgt daraus Prügel"

Dann muss der Akt der Züchtigung eine rein sachliche Reaktion auf die Übertretung von im Vorfeld gesetzten Regeln sein, und keine emotional erfolgte Reflexhandlung.

Das Kind kann also darüber entscheiden ob es die Regeln bricht und dafür Prügel riskiert, oder ob es sich an die Regeln hält.

So können würdevoll Regeln gebrochen und Regelverstöße mit Prügel bestraft werden.

So ähnlich dachte ich als junger Mann auch mal. Dazu stehe ich auch. Aber heute habe ich meine Probleme mit so einer Regel, auch wenn sie fair klingt. Ich habe andere Lösungsmöglichkeiten gelernt. Daher würde ich so eine Regel heute nicht mehr aufstellen und in allen mir bekannten und erfahrenen Situationen auch nicht mehr Schläge anwenden wollen, ob mit oder ohne fairer Besprechung.
 
Wenn Du Gruppen (und das ohne Quellenangaben) stigmatisieren möchtest, dann lies den Beitrag von Burbacher.
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Hier im Forum hast Du Gelegenheit, die jahrzehntelangen Erfahrungen von Burbacher als Pädagoge zu erfragen, hast sozusagen die Quelle direkt zur Verfügung.
Ich denke Burbacher kann durchaus für sich selber sprechen!
 
Eines stimmt natürlich: Früher, in den 60ern und 70ern war Schlagen ein gebräuchliches "Erziehungsmittel". In der Schule besonders.Es gab Spezialisten für sog. Tatzen, also das Schlagen mit einem Lineal oder Stock auf die ausgestreckte Hand. Dann natürlich, oftmals altgediente Nazis, die den Hintern bevorzugten. In meiner Schuile war alles vertreten. Auch prügelnde Kapläne und Pfarrer, die damit den kath.Religionsunterricht auflockerten. Nun gut, ich habe keine Schäden übrigbehalten, weil ich es damals ( Dr. Georg Ringsgandl sagt das auch ) für eine Art Folklore hielt. Es war normal. Kann mich gut an den Tag erinnern, als wir in der hintersten Bank, derbe Witze über den Kaplan abließen, der sich dann auf den Sprung machte und tief ausholte. Flink wie wir waren zuckten wir geistesgegenwärtig zurück, aber der letzte in der Bank - der völlig Unschuldige - bekam dann den Schwinger ab. Was haben wir gelacht. Allerdings gab es auch in der Klasse einen, der diese Prügelorgien nicht vertrug. Der hatte solche Angst vor Schlägen, daß er jedes Mal in die Hose machte und sich unter seiner Bank eine Lache bildete. Sicher, damals hat man ( mit dem Lehrer und "Pädagogen" ) darüber auch noch gelacht. Ich möchte gar nicht wissen, wie da die Langzeitfolgen ausgesehen haben.
 
Wenn Du Gruppen (und das ohne Quellenangaben) stigmatisieren möchtest, dann lies den Beitrag von Burbacher.
Fang mit Atheisten an und klammere insbesondere die kath. Kirche nicht aus, in der es nicht um Schläge als Erziehungsmethode geht, sondern um Kindesmißhandlungen und Kindesmißbrauch im wiederholt größeren Umfang.

Hier im Forum hast Du Gelegenheit, die jahrzehntelangen Erfahrungen von Burbacher als Pädagoge zu erfragen, hast sozusagen die Quelle direkt zur Verfügung.

Dann wagt der Pädagoge mal einen Versuch🙂, ob gefragt oder nicht. Vielleicht ist`s ja doch hilfreich.
Mir ist schon lange aufgefallen, dass wir junge Menschen in den Schulen auf alles Mögliche vorbereiten, der Anforderungen wurden es immer mehr.
Auch die Aspekte, die sehr Persönliches betreffen, wie etwa die Sexualität und den Umgang mit ihr, haben ja schon lange Eingang in Lehrpläne und Richtlinien gefunden.
Das Wissen über die Sexualität, über das heute Vierzehnjährige verfügen, stellt unser Wissen zu unserer Jugendzeit deutlich in den Schatten. Ich bin mit meinen Schülern eigentlich immer sehr offen umgegangen und habe mich auch delikaten Themen nicht verweigert, musste allerdings mit zunehmenden Alter feststellen, dass sie in einem Maße an diesen Themen interessiert waren, die ihnen und ihrer Entwicklung nicht unbedingt bekömmlich waren.
Und so erlebte ich dann irgendwann den 14jährigen Vater, der unter seinen Mitschülern als Held gefeiert wurde und auch in die Schlagzeile der Lokalzeitung geriet.
Wie gesagt: Jugendliche verfügen im Hinblick auf Sexualität und Intimitäten über ein Wissen, das vor noch einer Generation kaum denkbar gewesen wäre.
Worüber sie aber wenig wissen: Sie wissen wenig, manche gar nichts über die Verantwortung, die mit Kindern verbunden sind. Es fehlt ihnen auch oft nur die geringste Ahnung davon, wessen Kinder bedürfen an materieller und menschlicher Unterstützung und Förderung.
Das resultiert allerdings nicht zuletzt aus ihrer eigenen Mangelerfahrung.
Erziehung muss, so mein Schluss, nicht erst auf den Stundenplan von angehenden Kinderpflegerinnen und zukünftigen Erziehern geschrieben werden, sondern schon viel früher zum Thema werden.
Was bedeutet es, ein Kind zu bekommen?
Welche Auswirkungen und Verpflichtungen kommen mit ihnen auf die Eltern zu? Diese Fragen sind angesagt.
Das halte ich für mindestens so wichtig wie die Aufklärung über Verhütung.

Burbacher
 
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