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Zukunft in Europa

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Man kann nur froh sein, das in Berlin ein paar Leute sitzen die noch Gehrinzellen haben....
Denn eines ist doch klar😀as alles richtet sich völlig automatisch nach Fakten und nicht nach Gefühlen.
Europa wird aus der gegenwärtigen Griechenland-Krise erstarkt hervorgehen.
 
Gehirnzellen spreche ich den wenigsten ab. Nur dass sie tatsächlich das vertreten, was sie vorgeben zu vertreten. Des Volkes Wohl.
 
Viele Stammtischparolen hier aber auf die Argumentation wird nicht eingegangen ^^

Ich fürchte viele glauben wirklich, dass sich Griechenland durch Abwertung der Währung retten könnte. Es gibt auf der Welt nichts geschenkt. Inflation und Schuldenschnitt sind nicht kostenlos!

Würdet ihr einem Land noch Geld leihen, dass A) schon mehrmals pleite war und B) euch eh nur einen Bruchteil dank Inflation zurückzahlen wird?

Welchen Vorteil soll Griechenland durch einen Schuldenschnitt oder eine eigene Währung haben?

Welchen Vorteil soll Deutschland von einem EURO Austritt haben? Massive Deflation, Wechselkursrisiken und ein Zusammenbruch der Exporte wären die Folge.

Jaja früher war alles besser ^^
 
Hallo ihr,

ich hab mich wieder ein wenig mit den Statistiken beschäftigt und da meine Daten (aus dem EUROSTAT) geplottet. Vielleicht könnte mir ein VWL'er mal kurz schauen ob ich da nicht mordsmäßigen Blödsinn verzapft habe (inflationsbereinigte Daten, der Rest ist die Darstellung der Rohdaten).

Wie von PC vorgeschlagen habe ich mir Griechenland (in schwarz) und Italien (in rot) mal ein wenig angeschaut, dazu habe ich noch Portugal (grün) inkludiert. Als Vergleichsnationen verwendet werden jene mit einer "starken" Wirtschaft, bei mir Deutschland (cyan) und Frankreich (magenta).

Zuerst einmal die Entwicklung des BIP aus den Rohdaten. Gestartet wird mit dem Jahr 2003 (die Referenz mit 0% ist das Jahr 2002, also der Punkt, ab dem die Entwicklung betrachtet wird). Die Daten unterliegen aber der Inflation, die ich später dann herausrechnen werde um eine "echte" Entwicklung der Wirtschaftsleistung zu erhalten. Also, zum BIP:

Entwicklung BIP inflationär.jpg
Der "Sattel" nach 2006 zeigt die Wirtschaftskrise - Deutschland und Frankreich entwickeln sich durchwegs positiv, während Italien und Portugal "abstürzen". Die Entwicklung in Griechenland ist ein wenig merkwürdig, ergibt sich aber aus der Inflation - war wohl der verzweifelte Versuch, seine Exportfähigkeit zu steigern... nur blöd, wenn es vergleichsweise wenige Exportgüter gibt.

Die Inflation dagegen schaut so aus:

Inflation.jpg
Das ist genau das was ich gerade angesprochen habe. Deutschland, Frankreich und Italien entwickeln sich da leicht inflationär, gegen Ende sogar mit einer Deflation. Griechenland versucht sich aber hier verzweifelt zu retten - eine Inflation von ~37,5% ist schon heftig.

Jetzt zum inflationsbereinigten BIP - die Inflation wird einfach "rausgerechnet". Beträgt diese beispielsweise zwei Prozent (Veränderung in einem Jahr) so wäre das bereinigte BIP 98% des Werts unter Inflation. Es ergibt sich ein völlig neues Bild:

Entwicklung BIP inflationsbereinigt.jpg
Genau das ist jetzt interessant: seit der Wirtschaftskrise hat das BIP natürlich im Vergleich zu 2002 ein abgenommen, Deutschland ist aber am Besten ausgestiegen. Die Politik hat hier richtig reagiert. Auch Frankreich ist recht gut unterwegs. Italien und Portugal befinden sich durchwegs am absteigenden Ast (Achtung: Einführung des Euro mit 1.1.1999 als Buchgeld). Für Griechenland mag die Inflation zunächst positiv auf die Entwicklung des BIP (hier ist der Euro seit 2001 eingeführt) gewirkt haben, die Spätfolgen sieht man aber deutlich.

Ich schau mal ob ich Daten von Deutschland, Frankreich, Italien und Portugal vor Euro-Einführung finde - dann hätten wir einen schönen Vergleich der Entwicklung.

lg

Dredd

PS: eine kurze Kontrolle wäre nett 🙂
 
Und? Was willst Du mit den Zahlen? Beweisen das es anderen Ländern schlechter geht, seits den Euro gibt? Hat das je einen Deutschen interssiert? Gerade diejenigen die vorgeben, daß es anderen Ländern im Euro soooo schlecht geht und Anteilnahme heucheln, haben hier schon geschrieben, daß ihnen Nahcbarn am A vorbeigehen. Überhaupt ist die "Argumentation" gegen den Euro hier nicht vorhanden. Europa ist eben nicht schlecht, weil es schlecht ist - sondern man müßte schon Fakten haben. Und da es Deustchland mit dem Euro eben besonders gut geht, muß man jetzt nicht auf irgendwelche anderen Länder verfallen, die einem ja so furchtbar leid tun. Denen ging es nämlcih mit ihren eigenen Währungen auch schon schlecht. Und da wäre die Feage: Wenn es denen schlecht geht, warum treten sie dann nicht einfach aus der so schlechten Union einfach aus? Das ginge nämlich.
 
Und da wäre die Feage: Wenn es denen schlecht geht, warum treten sie dann nicht einfach aus der so schlechten Union einfach aus? Das ginge nämlich.

Genau darauf will ich ja hinaus. Mensch Mike, du bist bei diesem Thema immer gleich so ungehalten, finde ich ein wenig schade. Es hätte gar nicht zu einer Währungsunion kommen müssen - gegen ein vereintes Europa an sich ist nicht viel einzuwenden.

lg

Dredd
 
Weil das Zurückblicken nichts bringt. Es sei denn man lebt in der Vergangenheit. Die Realität ist das es die EU mitsamt dem Euro gibt und keiner raus will. Das Gegenteil ist der Fall: Es wollen und kommen immer mehr rein - was mir mehr Gedanken macht. Und wenn man z:B. Irland erwähnt, das einen guten Aufschwung hinter sich hat, dann darf aktuell auch Spanien erwähnt werden, die das größte Wachstum in der EU haben. Und negativ z.B. die Schweiz, die gerade große Milliardenversuste macht, weil die den fixen Wechselkurs zum Euro aufgegeben hat.
Und zu oben: Schäuble ist nicht für einen Grexit - um das ernsthaft anzunehme, muß man schon ziemlcih daneben sein - Schäuble ist der Buhmann, der die Griechen in "Reformen" getrieben hat. Es sidn natürlich ein paar da, die meinen das es Greichenland mit einem Ausstieg besser ginge - beweisen läßt sich das aber nciht, weil sowas noch nie da war. Und weil Politiker letzten Endes die Risiken scheuen.
 
Weil das Zurückblicken nichts bringt. Es sei denn man lebt in der Vergangenheit. Die Realität ist das es die EU mitsamt dem Euro gibt und keiner raus will. Das Gegenteil ist der Fall: Es wollen und kommen immer mehr rein - was mir mehr Gedanken macht. Und wenn man z:B. Irland erwähnt, das einen guten Aufschwung hinter sich hat, dann darf aktuell auch Spanien erwähnt werden, die das größte Wachstum in der EU haben. Und negativ z.B. die Schweiz, die gerade große Milliardenversuste macht, weil die den fixen Wechselkurs zum Euro aufgegeben hat.
Und zu oben: Schäuble ist nicht für einen Grexit - um das ernsthaft anzunehme, muß man schon ziemlcih daneben sein - Schäuble ist der Buhmann, der die Griechen in "Reformen" getrieben hat. Es sidn natürlich ein paar da, die meinen das es Greichenland mit einem Ausstieg besser ginge - beweisen läßt sich das aber nciht, weil sowas noch nie da war. Und weil Politiker letzten Endes die Risiken scheuen.

Schau nochmal auf meine Daten. Je mehr Staaten zur EU beitreten, desto größer wird der Gap - das hat nichts mit "in der Vergangenheit leben" zu tun, sondern eher mit einem Umdenken in die Richtung: "Euro, vielleicht nicht ganz so ideal, sollten wir als gut gemeinte Idee abhaken und jede Nation zu einer eigenen Währung zurück führen."

Das wäre alles - Zukunft, nicht Vergangenheit. Mit einem Grexit ginge es Griechenland vermutlich besser - euch? vermutlich kurzfristig nicht. Langfristig seid ihr einen "Klotz am Bein" los, den ihr ja finanzieren müsst. Ich such mir mal Staatsausgaben/-einnahmen und Budgetdefizite der letzten Jahre raus.

lg

Dredd

Und Mike, warum so emotionsgeladen bei diesem Thema? Würde mich echt interessieren.
 
VIelleicht weil ich älter bin und die Kleinstaaterei noch live miterlebt habe. Geld im anderen Land umtauschen und dafür richtig draufzahlen, peinliche Grenzkontrollen. Für jeden kleinen Mist bei der Post Zollinhaltserklärungen ausfüllen. Arbeit oder Selbstständigkeit jenseits der Grenze nicht möglich oder nur nach langen Papierkriegen. Oder gar ein Haus im europäischen Ausland kaufen wollen.......
Ich gebe Dir recht: Man hätte das alles langsam machen müssen. Damit auch der rückständigste Deutsche Zeit genung zum überlegen hat. Ich lebe in Europa und kriege so gut wie jeden Tag mit das es Millionen diesseits und jenseits der Grenzen ( Saarland/Luxembourg/Lorraine/Elsass/Baden-Württemberg/ gibt, die längst keinen Gedanken mehr an solchen Zeug verschwenden. Man fährt einfach rüber, zur Arbeit, zum einkaufen und wird dadurch etwas weltoffener.
 
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