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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Ich weiß nicht, worauf ich hinaus will. Bei mir bist du da an der falschen Adresse. Nordrheiner ist der mit den Antworten. Ich frage doch nur.
 
Vielleicht ein etwas abstruses Beispiel: Sind Kinder ihren Eltern etwas schuldig, weil sie von ihnen aufgezogen wurden?

Jein. Ob sie ihnen was schuldig sind oder nicht, ergibt sich daraus, wie gut oder wie schlecht die Eltern zu ihren Kindern sind. Für die Geburt an sich sind sie ihnen nichts schuldig, weil ein Kind sich ja nicht aus sich selbst heraus in die Welt setzt, die Eltern bzw. die Mutter sind diejenigen, die einen ganz privaten, persönlichen Grund haben, das Kind in die Welt zu setzen. Für anderer Leute Beweggründe hat das Kind aber keine Schuld und somit auch keine zu übernehmen. Und deshalb ist es auch nicht der Sklave der Eltern, der lebenslänglich das zu tun hätte, was die Eltern bzw. die Mutter gerne hätten, jeder Mensch hat Willens- und Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung über sein eigenes Leben sobald er altersmäßig zur Selbständigkeit in der Lage ist.
Wer bis dahin gut behandelt wird, bei dem haben die Eltern was gut. Wenn aber die Eltern nix taugen und dem Kind einen miesen Start ins Leben mitgeben, dann schuldet das Kind überhaupt nichts. Denn für das Versagen von erwachsenen Menschen kann man einem Kind keine Schuld geben, und es zahlt - durch sein mieses Leben - schon genug dafür.
 
Mal angenommen, ich hätte Kinder - Gott bewahre davor -, dann würde ich ihnen den nach meinem Wissen, Gewissen und Fähigkeiten bestmöglichen Weg in das Leben ebnen. Und ich wäre doch einigermaßen enttäuscht darüber, wenn meine Kinder meinen, denken oder fühlen würden, dass sie in irgendeiner Weise in meiner Schuld stehen.
 
Am Prinzip von geben und nehmen, eine Hand wäscht die andere, ist nichts verkehrt. Gilt auch unter Eltern und Kindern. Wer sich ein Kind anschafft weiß schon vorher, daß da erst mal jahrelang Verantwortung zu übernehmen angesagt ist. Wer diese Verantwortung nicht tragen will, und die Belastungen die damit einhergehen, sollte lieber auf ein Kind verzichten.
 
Mal angenommen, ich hätte Kinder - Gott bewahre davor -, dann würde ich ihnen den nach meinem Wissen, Gewissen und Fähigkeiten bestmöglichen Weg in das Leben ebnen. Und ich wäre doch einigermaßen enttäuscht darüber, wenn meine Kinder meinen, denken oder fühlen würden, dass sie in irgendeiner Weise in meiner Schuld stehen.

Ich sehe das anders.

Bei diesem Ausdruck geht es n.m.M. nicht um Schuld im Sinne, etwas Falsches getan zu haben.

Im Zusammenhang Eltern-Kind sehe ich Dankbarkeit der (erwachsenen) Kinder als ein Zeichen an, dass die Eltern den Kindern etwas gegeben haben, was diese als wertvoll erkennen. Die Ausdrucksweise "ich schulde Dank" oder sogar allgemeiner "ich schulde meinen Eltern etwas" lässt für mich lediglich die Ernsthaftigkeit erkennen, mit denen das inzwischen erwachsene Kind betont, das Wertvolle erkannt zu haben. Und das "erwachsene Kind", welches seitens der Eltern Liebe erhalten hat, sich soziale Kompetenzen erwarb, gibt gerne zurück. Damit zeigt es, dass es erkannt hat, dass das gute Miteinander aus einem Geben und Nehmen besteht und nicht nur aus einem Nehmen.
 
Wer sich ein Kind anschafft weiß schon vorher, daß da erst mal jahrelang Verantwortung zu übernehmen angesagt ist. Wer diese Verantwortung nicht tragen will, und die Belastungen die damit einhergehen, sollte lieber auf ein Kind verzichten.

Na ob jede 20-jährige, die ein Kind bekommt, sich der Verantwortung bewusst ist, die damit einhergeht, das wage ich zu bezweifeln. Im Kern stimme ich dir zu. Aber das trifft nur bedingt die Realität. Abgesehen davon haben wir dann bald gar keine Kinder mehr.
 
Oder das Kind zur Adoption freigeben. Gibt genug kinderlose Ehepaare, bei denen es selber einfach nicht klappen will oder kann, obwohl sie sich verzweifelt ein Kind wünschen.
 
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