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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Sorry, aber das ist mir jetzt ein Spur zu blöd. Willst Du mich veräppeln? Gehts jetzt um die Schuldgefühle von Autos? Hast Du was genommen? 😕 Was soll das? Denkst beim nächsten Beitrag darüber nach wie man Kamele schneller macht, damit jemand seine falschen Schuldgefühle abschütteln kann?
Aber wahrscheinlich hast Du auch diesen Post nicht so gemeint oder wieder ganz anders. Oder es war der Feldweg, für den zündenden Gedanken?


Mein Eindruck: Du gibst Dir auffällig viel Mühe, nicht zu verstehen...
 
Vielleicht ist es eine Schuld, nicht gut zu sein.

Wobei ich dabei eventuell zwischen den Menschen unterscheiden würde, die nicht gut sein können, und denen, die nicht gut sein wollen.
 
Ein Mensch, der lebt und handelt, wird zwangsläufig immer wieder schuldig- entweder durch das, was er tut oder - und das wird viel zu wendig bedacht, durch das, was er nicht tut, nämlich durch Unterlassung.
Wir sind eben nicht perfekt, und mir persönlich graust vor Menschen, die meinen, sie wären es. Schuld und Versagen gehören zum Menschsein dazu, sonst wären wir wie Gott und das- wir wissen es- war die Verheißung der Versuchung.
Letztendlich geht es um Integration von - ich formuliere es mal so- von Gut und Böse in uns selbst. Das macht Menschen menschlich und bewahrt sie vor Hochmut.

Burbacher
 
Ein Mensch, der lebt und handelt, wird zwangsläufig immer wieder schuldig- entweder durch das, was er tut oder - und das wird viel zu wendig bedacht, durch das, was er nicht tut, nämlich durch Unterlassung.
Wir sind eben nicht perfekt, und mir persönlich graust vor Menschen, die meinen, sie wären es. Schuld und Versagen gehören zum Menschsein dazu, sonst wären wir wie Gott und das- wir wissen es- war die Verheißung der Versuchung.

Letztendlich geht es um Integration von - ich formuliere es mal so- von Gut und Böse in uns selbst. Das macht Menschen menschlich und bewahrt sie vor Hochmut.

Burbacher

Den ersten Absatz finde ich gut.
Beim zweiten Absatz kann ich nicht ganz zustimmen. Ich denke, auch wenn wir ohne Schuld und Versagen wären, wären wir noch nicht wie Gott. Aber dieser Punkt ist wohl eher für eine theoretische Diskussion geeignet.

Beim dritten Absatz stellt sich mir die Frage, ob ich da richtig verstehe oder nicht? Für mich bedeutet Integration, dass ich verschiedenen Personen oder Elementen bejahend gegenüberstehe und sie harmonisch "als Team" zusammenführe und behandle. Und dem Bösen bejahend gegenüberstehen - das ist nicht mein Ding. Das Böse integrieren ist ganz sicher nicht meine Absicht.
 
Nordrheiner, ich lese:

"Und dem Bösen bejahend gegenüberstehen - das ist nicht mein Ding. Das Böse integrieren ist ganz sicher nicht meine Absicht."

Meine Absicht ist das auch nicht. Dennoch geschieht es. Mir geht es bei diesem Satz um die eigene Haltung zu dem, was ich tue. Ich weiß, dass ich fehle, weil ich Mensch bin. Das zu akzeptieren, mich nicht selbst zu spalten, sondern diesen Mangel anzunehmen, darum geht es mir.
Und da Du ja immer wieder aus einer christlich-theologischen Perspektive argumentierst, nenne ich Dir mal ein Beispiel, das mir begegnet ist.
Da ist das streng ausgerichtete christliche Familienoberhaupt, ein Despot, der Frau und Kinder antreten lässt und sie auf christliche Werte verpflichtet, die er selbst aber nicht einhalten kann, weil er eben auch fehlerhaft ist.
Das geschieht freilich aus der irrigen Annahme, er sei selbst gegen alles Böse immun. Ein Bekenntnis, die Akzeptanz seiner eigenen Fehlerhaftigkeit, des Bösen auch in ihm, von dem ihm nur Vergebung, wir nennen es Gnade, befreit, wäre für diesen Menschen hilfreich.
Ich bin von dieser Welt, und bei allem Bemühen, handle ich immer wieder auch schuldhaft. Wenn ich das akzeptiere, fällt es mir nicht nur leichter, meine Mitmenschen zu verstehen, sondern mich selbst auch nicht zu überheben.
Immer bleibt das Böse auch ein Teil von uns.

Burbacher
 
Beim dritten Absatz stellt sich mir die Frage, ob ich da richtig verstehe oder nicht? Für mich bedeutet Integration, dass ich verschiedenen Personen oder Elementen bejahend gegenüberstehe und sie harmonisch "als Team" zusammenführe und behandle. Und dem Bösen bejahend gegenüberstehen - das ist nicht mein Ding. Das Böse integrieren ist ganz sicher nicht meine Absicht.

Da muß ich Burbachers letztem Post zustimmen. Das Böse ist Teil jedes Menschen, wer es zu verdrängen, ignorieren, abzuspalten und wie einen Fremdkörper zu behandeln versucht, weil er sich für "zu gut für so etwas" hält, der ist dem Bösen bereits verfallen, nämlich der Überheblichkeit, die unter dem Sammelbegriff "Hochmut" zu den sieben Todsünden laut christlichem Glauben zählt.

Akzeptiere, Mensch, was du bist, auch deine negativen Eigenschaften, denn sie sind ein unveräußerlicher Teil von dir.
Du wirst sie nicht los, egal wie stark du dir das einreden willst.

Wenn du ein Teil von dir nicht magst, so wie es ist - dann arbeite daran, gib ihm neue Form, denn das funktioniert.

Mach aus Haß oder Zorn den Eifer, Veränderungen zu bewegen.
Mach aus Gier die Fähigkeit, vom Haben aufs Geben zu kommen.
Mach aus Faulheit die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden (denn in Unwichtigem darf man gern mal alle Fünfe grade sein lassen).
Mach aus Neid den Ansporn, es selber besser zu machen.

Und so weiter.

Ein guter Mensch ist nicht, wer das Böse leugnet - sondern einer, der es zähmt und vor den Pflug spannen kann, damit der Acker bereitet wird für Saat und Ernte.

[Poetischer Anfall/off] 😀
 
Wenn Menschen äußerst aggressiv auf das tatsächlich oder vermeintlich Böse in anderen reagieren, versuchen sie dadurch, von ihren eigenen bösen Anteilen abzulenken und diese zu verleugnen.

Das Böse ist ein integraler Bestandteil des Menschseins. Wenn man gelernt hat, es in sich selber anzunehmen, kann man sachlicher und distanzierter mit der Thematik umgehen und tiefer blicken.

Der Mensch hat einen angeborenen Drang, sich als etwas Besseres zu sehen und sich über andere zu erheben. Man kann das erkennen und diesem Drang etwas entgegen setzen.
 
Da muß ich Burbachers letztem Post zustimmen. Das Böse ist Teil jedes Menschen, wer es zu verdrängen, ignorieren, abzuspalten und wie einen Fremdkörper zu behandeln versucht, weil er sich für "zu gut für so etwas" hält, der ist dem Bösen bereits verfallen, nämlich der Überheblichkeit, die unter dem Sammelbegriff "Hochmut" zu den sieben Todsünden laut christlichem Glauben zählt.

Akzeptiere, Mensch, was du bist, auch deine negativen Eigenschaften, denn sie sind ein unveräußerlicher Teil von dir.
Du wirst sie nicht los, egal wie stark du dir das einreden willst.

Wenn erlaubt, möchte ich hier widersprechen.
Ich verstehe Dich so, dass sich der Mensch mit dem Bösen, welches er in und mit sich trägt, arrangieren soll.
Ich denke, dass sollte der Mensch auf gar keinen Fall.

Die Begründung für den Kampf gegen das Böse "weil er sich für zu gut hält" halte ich für falsch. Eine solche Sicht teile ich nicht. Ich entscheide mich für das Gute, weil ich es mag. Ich bin davon überzeugt, dass es "auf dem Weg zum menschlichen und dauerhaften Glück" dazu gehört, das Gute zu suchen. Und aus dem gleichen Grund ist es (für mich) wichtig, das Böse und das Schlechte (auch in mir) zu identifizieren und diesem entgegenzutreten.

Schlechte Eigenschaften sind n.m.M. auch kein unveräusserlicher Teil des Menschen. Sie sind (häufig? immer?) Folge einer fehlerhaften Einstellung und eines falsch antrainiertem Verhaltens. Ebenso kann man durch Wille und Training eine Verhaltensänderung bzw. eine Veränderung der Eigenschaften bewirken.

Wenn du ein Teil von dir nicht magst, so wie es ist - dann arbeite daran, gib ihm neue Form, denn das funktioniert.

Mach aus Haß oder Zorn den Eifer, Veränderungen zu bewegen.
Mach aus Gier die Fähigkeit, vom Haben aufs Geben zu kommen.
Mach aus Faulheit die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden (denn in Unwichtigem darf man gern mal alle Fünfe grade sein lassen).
Mach aus Neid den Ansporn, es selber besser zu machen.

Und so weiter.

Ein guter Mensch ist nicht, wer das Böse leugnet - sondern einer, der es zähmt und vor den Pflug spannen kann, damit der Acker bereitet wird für Saat und Ernte.

[Poetischer Anfall/off] 😀

Diesen Teil Deines Beitrages finde ich gar nicht mal so schlecht. Eigentlich finde ich ihn echt bedenkenswert und gut.
 
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