Beim dritten Absatz stellt sich mir die Frage, ob ich da richtig verstehe oder nicht? Für mich bedeutet Integration, dass ich verschiedenen Personen oder Elementen bejahend gegenüberstehe und sie harmonisch "als Team" zusammenführe und behandle. Und dem Bösen bejahend gegenüberstehen - das ist nicht mein Ding. Das Böse integrieren ist ganz sicher nicht meine Absicht.
Da muß ich Burbachers letztem Post zustimmen. Das Böse ist Teil jedes Menschen, wer es zu verdrängen, ignorieren, abzuspalten und wie einen Fremdkörper zu behandeln versucht, weil er sich für "zu gut für so etwas" hält, der ist dem Bösen bereits verfallen, nämlich der Überheblichkeit, die unter dem Sammelbegriff "Hochmut" zu den sieben Todsünden laut christlichem Glauben zählt.
Akzeptiere, Mensch, was du bist, auch deine negativen Eigenschaften, denn sie sind ein unveräußerlicher Teil von dir.
Du wirst sie nicht los, egal wie stark du dir das einreden willst.
Wenn du ein Teil von dir nicht magst, so wie es ist - dann arbeite daran, gib ihm neue Form, denn das funktioniert.
Mach aus Haß oder Zorn den Eifer, Veränderungen zu bewegen.
Mach aus Gier die Fähigkeit, vom Haben aufs Geben zu kommen.
Mach aus Faulheit die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden (denn in Unwichtigem darf man gern mal alle Fünfe grade sein lassen).
Mach aus Neid den Ansporn, es selber besser zu machen.
Und so weiter.
Ein guter Mensch ist nicht, wer das Böse leugnet - sondern einer, der es zähmt und vor den Pflug spannen kann, damit der Acker bereitet wird für Saat und Ernte.
[Poetischer Anfall/off]
😀