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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Was ist mit Liebe, Sex, Beziehungen und Familie?

Meine Töchter leben selbstständig zusammen in ihrem Appartement. Sie haben mir heute Küsschen per whats app geschickt. Wohne alleine und bin dankbar, dass es mir gut geht. Meine älteste Tochter hat mir eine Festplatte geschickt, auf der gefühlt 1.000 Musikstücke drauf sind. Mein Sohn ist mit seiner Frau und dem Neugeborenen und seinem Job zu beschäftigt, um sich mit mir zu treffen. Was ich vermisse, akzeptiere ich. Es gibt für alles eine Zeit, das gilt auch für das Haben und Nicht-Haben. Durch das Haben oder Nicht-Haben definiere ich mich nicht, nur durch das Sein.
 
Schau', Nordrheiner. Du wirst dich an die Geschichte mit dem 1/4-Finale erinnern können und die Frau, die 3 EUR und 50 Cent schriftlich zusammenrechnen musste. Manchmal ist es keine Frage der Schuld.
 
Schau', Nordrheiner. Du wirst dich an die Geschichte mit dem 1/4-Finale erinnern können und die Frau, die 3 EUR und 50 Cent schriftlich zusammenrechnen musste. Manchmal ist es keine Frage der Schuld.

Ja sicher erinnere ich mich.
Wenn ich morgens aufstehe, dann habe ich die Frage in meinem Kopf: Wem oder was kann ich heute Gutes tun und wenn es nur das ist, ein Lachen zu verursachen.

Wir können alle diese Einstellung haben. Sie lenkt ab, sich selbst nur um sich und seine eigenen Bedürfnisse zu drehen. Auch ist es eines von mehreren Mitteln, Sorgen zu vertreiben.

Wir sagen so gerne "dieser oder jener Mensch ist einmalig" oder "ich bin einmalig". Aber wozu soll diese Einmaligkeit gut sein, wenn nicht, auch etwas einmalig Gutes zu tun? Und das kann ich, denn von den 8 Milliarden Menschen bin nur allein ich jetzt in diesem Moment an diesem Ort und kann jetzt und hier etwas tun, was sonst niemand tun kann, selbst wenn er so denkt wie ich.

Dieser Frau - s.o. - hätte meine breite und sehr freundliche Zustimmung, dass sie alles richtig gemacht hat. Sie bekäme eine Zustimmung, als ob sie mit dieser Rechnung den ganzen Tag gerettet hätte und genau richtig am richtigen Ort und zur richtigen Zeit sei. Die einmalige Gelegenheit, ihr jetzt mein Lächeln zu schenken, würde ich mir nicht entgehen lassen wollen. Ich würde es als Schuld empfinden, rauszugehen und sie nicht angelächelt zu haben.

Das Problem, was mich am meisten drückt, wenn es drückt, sind nicht meine Fehler sondern meine Versäumnisse das Gute zu tun. Menschen sind liebenswert. Das sollten sie auch spüren und erleben, jeden Tag wenn es geht.
 
Ja sicher erinnere ich mich.
Wenn ich morgens aufstehe, dann habe ich die Frage in meinem Kopf: Wem oder was kann ich heute Gutes tun und wenn es nur das ist, ein Lachen zu verursachen.

Dann hast Du offenbar echt nix zu tun in Deinem Leben. Wenn ich morgens aufstehe, dann habe ich ganz andere Fragen im Kopf wie "warum habe ich heute nacht so einen Unfug geträumt, und was bedeutet er wohl", "wie lange bleibe ich heute auf der Arbeit/was habe ich danach noch an Hausarbeit oder sonstigen Erledigungen zu besorgen" oder "warum ist am Ende vom Geld noch so viel Monat übrig?" oder "wann finde ich mal wieder Zeit für dieses oder jenes Hobby?". "Gutes tun" passiert bei mir, wenn es sich zufällig anbietet, aber ich suche nicht krampfhaft danach und verschwende auch keinen überflüssigen Gedanken daran wenn nicht. Auch Gutmenschentum kann ins Krankhafte tendieren. Das wird bloß nicht gern gehört/gelesen, weil es einfach nützlich ist, weil der Betreffende selber damit sein Ego aufpinselt und die anderen die Nutznießer sind. Solange alle profitieren kann sich niemand beschweren, oder? Nur muß auch akzeptiert werden, daß nicht jeder so denkt, weil es auch noch Leute gibt, die mehr zu tun haben als den ganzen Tag herumzulaufen und Gutes zu tun "auf Teufel komm raus", weil sie andernfalls nicht wissen täten, in welche Richtung sie den ganzen Tag die Däumchen zu drehen haben. Krampfhafter Aktionismus nach außen hin überdeckt nicht selten eine Leere im Inneren. Wer innerlich gefüllt ist, kann sich dagegen auch mal zurücknehmen und einfach ... gar nichts tun. Den Dingen einfach ihren Lauf lassen, weil viele Probleme sich ganz von selbst erledigen, wenn man ihnen Zeit dafür läßt. Ruhe statt angeberischem Aktionismus.
 
Wenn ich so denken und leben würde wie Du, Daoga, käme ich mir gedrängt oder gar gehetzt vor. Gutes Tun ist aus meiner Sicht keine Frage des Zufalls und ergibt sich für mich auch nicht am Ende eines krampfhaften Suchvorgangs, sondern ist lediglich tätiger Ausdruck meiner Lebenseinstellung. Dabei denke ich auch nicht über irgendeine Belohnung nach, wie z.B. Ego-Aufwertung. Und ja, ein Buch lesen oder Fußball gucken finde ich auch recht entspannend.

Es ist schon richtig, was Du sagst: „Wer innerlich gefüllt ist….“ Und da schließt sich die Frage an „mit was?“
 
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Es ist schon richtig, was Du sagst: „Wer innerlich gefüllt ist….“ Und da schließt sich die Frage an „mit was?“

Mit mir selbst natürlich. Mit dem, was mir gefällt, und auch mit dem was mir nicht gefällt und ich besser zu machen versuche (denn keiner ist perfekt). Ich kann akzeptieren, was und wie ich bin, jedenfalls weitgehend. Können andere anscheinend nicht, sonst wären sie nicht so unglücklich im Leben oder müßten sich nicht zwanghaft ständig Selbstbestätigung durch andere einholen. Ich bin nicht "hohl", sondern gut ausgefüllt, gewissermaßen, wenn auch nicht bis zum Rand, so daß nichts anderes mehr hineinpaßt. Ein kleines bißchen zusätzlich geht immer noch, ich lerne gern, entscheide aber selbst, was davon bleibt und was als überflüssig wieder über Bord fliegt. Und vor allem lasse ich mich nicht gern von anderen vereinnahmen. Andere meinen das gerne, daß ich "leichte Beute" sein müßte für eine freundlich/feindliche Übernahme mit meinem Lebensstil (...auch Du?...), auf derartige Versuche reagiere ich zwischen belustigt und vergrätzt, je nachdem mit welchen Mitteln und welcher Intensität es versucht wird.
Mia san mia. Und wem´s net paßt, der ko si schleicha. Punkt. 🙂
 
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