Für erreichtes Lebensglück gibt es keine Bestandsgarantie. Das war/ist meine Aussage. Wir Menschen erarbeiten uns Lebensglück. Und nichts, was wir uns erarbeiten, bleibt bestehen. Wir können noch nicht einmal Menschen (Beziehungen) oder unsere eigene Gesundheit festhalten. Deshalb gibt es "dafür" keine Bestandsgarantie.
Jedoch bei geschenktem Lebensglück ist das etwas anderes. Verstehst Du den Unterschied?
Auf geschenktes Lebensglück gibt es erst recht keine Bestandsgarantie. Weil niemand einen "Rechtsanspruch" oder eine Garantie auf Geschenke hat. Ob jemand schenkt oder nicht, ist dessen Entscheidung, nicht die des Beschenkten, weshalb man sich auf Geschenke in keiner Hinsicht "verlassen" kann. Nicht darauf, daß sie kommen, ob sie überhaupt kommen - und zur rechten Zeit - oder daß sie so aussehen, wie man es sich wünschen täte.
Nicht selten sind Geschenke auch trojanische Pferde, die mit anderweitigen Gegenansprüchen des Schenkers verknüpft sind. ("Angebot, das man nicht ablehnen kann" - der Pate)
Bei selbst Erarbeitetem weiß man immer, was man hat, und daß man das ggf. auch ein zweites und drittes Mal hinbekommt, und daß man sich dafür nicht bei jemand anderem ggf. auf eine nicht absehbare Gegenleistung einlassen muß.
In früheren Zeiten waren diese trojanischen "Geschenke" als Machtdemonstration von Fürsten recht beliebt - Geschenke, die der Beschenkte nicht ablehnen durfte, ohne den Schenker "tödlich" zu beleidigen, für die dann aber auch eine Gegenleistung nach Maßgabe des Schenkers zu erbringen war, mit anderen Worten, eine Falle mit Handschellen und Klotz am Bein, die nach außen hin als "Wohltat" getarnt war. Aus diesen Zeiten (Region Indien und Thailand) stammt auch der Spruch vom "weißen Elefanten", den man unerwünscht und ungewollt per "Geschenk" aufgehalst bekommt - samt aller Kosten wohlgemerkt, die das Tier anschließend verursacht. Sowas ist nur hinterhältig und widerlich.
"Echt" und akzeptabel ist ein Geschenk nur dann, wenn keinerlei Gegenleistung vorausgesetzt wird, außer (echter) Freude beim Beschenkten. Deswegen ist (echtes) "geschenktes Lebensglück" eine schwierige Angelegenheit, die zuerst Selbstreflexion beim Schenker voraussetzt.