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Eigene Schuld - fremde Schuld

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Wir können sagen: Schuld = ist eine Verantwortung, der "ich" nicht gerecht wurde.
Schuld ist nur 1 Begriff, kürzer

Verantwortlichkeit ist das Gebiet "meiner" Verantwortung
und
Verantwortungsfähigkeit schafft eine Abgrenzung zwischen den faktischen Möglichkeiten, Verantwortung zu tragen und der faktischen Unmöglichkeit.

Einverstanden?

Ja und Nein. Es ist "einfacher". Menschen haben Radien. Das eine ist der Radius dessen, was man verstehen/erkennen/erfassen kann. Das andere ist der Radius dessen, was man tun/handeln/vollbringen kann. Wenn ein Mensch nun innerhalb seiner Radien das Maximale gegeben hat, nach allgemeinen Maßstäben jedoch versagt hat, kann man ihm keine Schuld zusprechen.

~~~

Das klingt ein bisschen so, als wäre ein Mensch nur dann unschuldig, wenn er an seiner Leistungsgrenze arbeitet. Das meine ich aber nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum hältst Du das für schwierig?

Das sagte ich hier bereits.

Damit sprichst Du richtigerweise die Gefühle an, die einen großen Anteil an dem Versagen des Menschen haben. Siehe meinen vorherigen Beitrag - Stichwort Verantwortlichkeit.

Ja, ein bisschen weiß ich was über das Leben und Gefühle. Tatsächlich habe ich Gefühle bis in das kleinste Detail seziert.

Aus meiner Sicht ist es die Verantwortung des Menschen, auf dem Wege zu Erwachsenwerden nachzudenken und vernünftige Entscheidungen zu treffen. Statt dessen überlässt sich der Mensch seinen Gefühlen - wie als Kleinkind gewohnt - und wird so seiner Verantwortung als Erwachsener nicht gerecht.

Da wirken zwei Kräfte gegeneinander, die sich nicht wirklich einigen können. Das eine ist die Angepasstheit, das andere die Wildheit.

~~~

Ich würde Politiker und Menschen überhaupt nicht alle über einen Kamm scheren. Bei mir ist es so, dass ich wenigstens in wichtigen Fragen nachdenke und eine Entscheidung treffe. Meine guten Gefühle folgen. Nicht umgekehrt. Das ist mir wichtig.

Ich mache dabei nicht alles richtig. Aber ich bin überzeugt, dass diese Reihenfolge (1. Vernunft - 2. Gefühle ) richtig ist.

Da sind wir dann sehr unterschiedlich, denn ich bin mir sicher, dass Gefühle das Fundament sind und nicht die Vernunft.
 
Diese Lebensweisheit ist schon gut, übrigens biblischen Ursprungs.
Das Beispiel ist noch eine relativ niedrige ethische Hürde, vermute ich mal. Und doch werden Dir da viele Menschen nicht folgen.

Hast Du das mit dem Umschlag voller Geld oder ähnliches mal erlebt?

Nur weil etwas in der Bibel steht muß es nicht automatisch falsch sein. 🙄 😀
Geldumschlag noch nicht (liest man bloß immer in der Zeitung von verlorenen Umschlägen in anderen Städten, kaum zu glauben, wie unvorsichtig manche Leute mit ihrem Geld umgehen), aber als Großstadtbewohner stößt man doch immer wieder auf verlorenes Geld mitten auf der Straße, Fünferscheine, Zehner, Zwanziger... einen Fünfziger bis jetzt noch nicht. Aber ich gehöre zu denen, die sich auch über Centmünzen freuen. (Wer den Pfennig nicht ehrt...) Rückgabe meistens unmöglich, denn wenn man laut ruft "Wem gehört der Zwanziger", antwortet natürlich jeder mit "Mir!" Da kann man höchstens eine Weile abwarten (so man selber gerade Zeit übrig hat), ob derjenige den Verlust bemerkt, umkehrt und "auffällig" danach sucht. Die Verlierer sind vermutlich meistens Männer, weil die oft gewohnt sind, Geld einfach lose in die Hosentasche zu schieben, Frauen packen es lieber vorsichtshalber in den Geldbeutel. Einmal hat jemand einen Fünfer genau auf der Türschwelle meines Hauses verloren... da war mir klar, kann eigentlich nur ein Mitbewohner sein. Und hab im Treppenhaus ein paar Minuten gewartet, prompt ging unten die Tür nach außen, kurze Suche, gleich danach wieder nach innen... und als der Mann hochkam, meine unschuldige Frage "Haben Sie was verloren?" "Ja, einen Fünf-Euro-Schein." "Paßt", hab ich gesagt und den Schein ausgehändigt. Wenn er gesagt hätte, einen Zehner, hätte er nichts bekommen. 😀
 
Für erreichtes Lebensglück gibt es keine Bestandsgarantie. Das war/ist meine Aussage. Wir Menschen erarbeiten uns Lebensglück. Und nichts, was wir uns erarbeiten, bleibt bestehen. Wir können noch nicht einmal Menschen (Beziehungen) oder unsere eigene Gesundheit festhalten. Deshalb gibt es "dafür" keine Bestandsgarantie.
Jedoch bei geschenktem Lebensglück ist das etwas anderes. Verstehst Du den Unterschied?

Auf geschenktes Lebensglück gibt es erst recht keine Bestandsgarantie. Weil niemand einen "Rechtsanspruch" oder eine Garantie auf Geschenke hat. Ob jemand schenkt oder nicht, ist dessen Entscheidung, nicht die des Beschenkten, weshalb man sich auf Geschenke in keiner Hinsicht "verlassen" kann. Nicht darauf, daß sie kommen, ob sie überhaupt kommen - und zur rechten Zeit - oder daß sie so aussehen, wie man es sich wünschen täte.
Nicht selten sind Geschenke auch trojanische Pferde, die mit anderweitigen Gegenansprüchen des Schenkers verknüpft sind. ("Angebot, das man nicht ablehnen kann" - der Pate)
Bei selbst Erarbeitetem weiß man immer, was man hat, und daß man das ggf. auch ein zweites und drittes Mal hinbekommt, und daß man sich dafür nicht bei jemand anderem ggf. auf eine nicht absehbare Gegenleistung einlassen muß.
In früheren Zeiten waren diese trojanischen "Geschenke" als Machtdemonstration von Fürsten recht beliebt - Geschenke, die der Beschenkte nicht ablehnen durfte, ohne den Schenker "tödlich" zu beleidigen, für die dann aber auch eine Gegenleistung nach Maßgabe des Schenkers zu erbringen war, mit anderen Worten, eine Falle mit Handschellen und Klotz am Bein, die nach außen hin als "Wohltat" getarnt war. Aus diesen Zeiten (Region Indien und Thailand) stammt auch der Spruch vom "weißen Elefanten", den man unerwünscht und ungewollt per "Geschenk" aufgehalst bekommt - samt aller Kosten wohlgemerkt, die das Tier anschließend verursacht. Sowas ist nur hinterhältig und widerlich.
"Echt" und akzeptabel ist ein Geschenk nur dann, wenn keinerlei Gegenleistung vorausgesetzt wird, außer (echter) Freude beim Beschenkten. Deswegen ist (echtes) "geschenktes Lebensglück" eine schwierige Angelegenheit, die zuerst Selbstreflexion beim Schenker voraussetzt.
 
Das Problem ist auch, dass Schuld nicht allgemeingültig definiert werden kann, oder doch?

Interessanter Aspekt. Bei Verantwortung haben wir die Möglichkeit, über Gesetze oder Verträge die Frage der Verantwortung zu regeln. Aber Schuld geht über rechtliche Grenzen hinaus. Deinem Gewissen ist es im Falle eines Falles völlig egal, ob Du juristisch die Verantwortung hattest oder nicht. Es kommt zu Schuldgefühlen. Und ob diese sich immer mit juristischer Argumentation beseitigen lassen, bezweifel ich.

Und für diese Schuldphänomene ist mir keine allgemeingültige Definition bekannt. Über das Thema könnte man sicher eine Doktorarbeit schreiben.
 
Auf geschenktes Lebensglück gibt es erst recht keine Bestandsgarantie. Weil niemand einen "Rechtsanspruch" oder eine Garantie auf Geschenke hat. Ob jemand schenkt oder nicht, ist dessen Entscheidung, nicht die des Beschenkten, weshalb man sich auf Geschenke in keiner Hinsicht "verlassen" kann. Nicht darauf, daß sie kommen, ob sie überhaupt kommen - und zur rechten Zeit - oder daß sie so aussehen, wie man es sich wünschen täte.

Nicht selten sind Geschenke auch trojanische Pferde, die mit anderweitigen Gegenansprüchen des Schenkers verknüpft sind. ("Angebot, das man nicht ablehnen kann" - der Pate)

Bei selbst Erarbeitetem weiß man immer, was man hat, und daß man das ggf. auch ein zweites und drittes Mal hinbekommt, und daß man sich dafür nicht bei jemand anderem ggf. auf eine nicht absehbare Gegenleistung einlassen muß.

Die Frage nach der Bestandsgarantie ist auch eine Frage des Schenkenden. Sicher haben wir keinen Rechtsanspruch, auch Gott gegenüber nicht. Aber die grundsätzliche Aussage - uns Menschen beschenken zu wollen - die steht.

Ich denke, dass Gottes Geschenke oft nicht so aussehen, wie sich Menschen das vorstellen. Aber im Grunde - so meine Meinung - sind sie wertvoller. Ich denke: Wir können uns gar nichts so schön wünschen, wie es beabsichtigt ist.
 
Ich denke, dass Gottes Geschenke oft nicht so aussehen, wie sich Menschen das vorstellen. Aber im Grunde - so meine Meinung - sind sie wertvoller. Ich denke: Wir können uns gar nichts so schön wünschen, wie es beabsichtigt ist.
Gott verschenkt nichts, gab uns Freiheit zu entscheiden.
Das hat nichts mit Wünschen zu tun, sondern mit Verantwortung / Einstellungen zu etwas.
Freiheit heißt Verantwortung für sein tun und auch das ( lassen )!
Ja, auch für etwas was ich nicht tue, habe ich Verantwortung, nicht Gott.
Fängt schon mit krudem denken an; wie kann ( Gott ) das zulassen.
Schön das es für manche die Beichte gibt, und alles ist gut?
Von wegen: Jeder der Verantwortung trägt, ist einem Höheren Antwort schuldig.
Aber hier auf der Erde.
Aberglaube ist die Abschiebung der Verantwortung auf nicht existierende Mächte.
Gott nimmt niemandem seine Verantwortung ab, er hilft sie zu tragen!!
Aber man sollte auch jedem helfen, seine Verantwortung zu tragen.
Hat er uns das nicht gelehrt??
 
Gott verschenkt nichts, gab uns Freiheit zu entscheiden.
Das hat nichts mit Wünschen zu tun, sondern mit Verantwortung / Einstellungen zu etwas.
Freiheit heißt Verantwortung für sein tun und auch das ( lassen )!
Ja, auch für etwas was ich nicht tue, habe ich Verantwortung, nicht Gott.
Fängt schon mit krudem denken an; wie kann ( Gott ) das zulassen.
Schön das es für manche die Beichte gibt, und alles ist gut?
Von wegen: Jeder der Verantwortung trägt, ist einem Höheren Antwort schuldig.
Aber hier auf der Erde.
Aberglaube ist die Abschiebung der Verantwortung auf nicht existierende Mächte.
Gott nimmt niemandem seine Verantwortung ab, er hilft sie zu tragen!!
Aber man sollte auch jedem helfen, seine Verantwortung zu tragen.
Hat er uns das nicht gelehrt??

Prima Beitrag, Eosphorus.

Aber ist unsere Freiheit nicht auch ein Geschenk?
Und wenn Gott uns hilft, Verantwortung zu tragen, ist dann nicht diese Hilfe auch ein Geschenk?
Und wenn wir versagen - brauchen wir dann nicht auch Vergebung? Und Vergebung ist doch auch
ein Geschenk, oder?

Auch wenn wir Vieles geschenkt bekommen - wir sollten es nicht als Selbstverständlichkeit hin- bzw. annehmen.
Aber sich dessen bewusst werden - finde ich schon hilfreich.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Prima Beitrag, Eosphorus.

Aber ist unsere Freiheit nicht auch ein Geschenk?
Und wenn Gott uns hilft, Verantwortung zu tragen, ist dann nicht diese Hilfe auch ein Geschenk?
Und wenn wir versagen - brauchen wir dann nicht auch Vergebung? Und Vergebung ist doch auch
ein Geschenk, oder?

Auch wenn wir Vieles geschenkt bekommen - wir sollten es nicht als Selbstverständlichkeit hin- bzw. annehmen.
Aber sich dessen bewusst werden - finde ich schon hilfreich.

LG, Nordrheiner

Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, dem man soeben etwas geschenkt hat.
Zuneigung zu empfangen, ist eine machtvolle Glücksquelle, der Mensch aber, der sie fordert, wird sie nicht erlangen.
Und sie erscheint ausschließlich als Geschenk - niemals als Ware.
Sonst wäre ja auch ein Gebet schon eine Forderung...?
 
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