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Ist Einsamkeit ein Problem?

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Hmm... Warum hasst du denn Kurse? Also ich würde ja gerne mal einen ausprobieren, aber bei mir im Dorf gibt es sowas leider nicht und im näheren Umkreis (10+ Km, darunter ein paar kleine Städtchen) gibt es nur solche Integrationskurse, hab schon das ganze Jahr über geschaut. Ich hab zwar von vielen gehört, dass Kurse nicht wirklich gut sein sollen um Leute kennenzulernen, da die meisten danach direkt wieder nach Hause gehen, will mir aber trotzdem lieber eine eigene Meinung bilden.

Über das Internet habe ich auch schon einige liebe Menschen kennengelernt (Hab zu der Zeit aber nicht danach gesucht), mit selben Interessen und die einen so nehmen wie du bist. Das Blöde ist, dass die immer alle ganz weit weg wohnen. Mich macht das immer ziemlich traurig, weil ich diese Person auch in Real sehen will um gemeinsam alles mögliche zu unternehmen. Deshalb hatte ich mir vorgenommen aktiver im Leben zu werden (soweit ich es gesundheitlich schaffe), aber wie man vielleicht rausgelesen hat, hat es nicht so wirklich geklappt. *lach*

Aber es ist so wie Nordrheiner schon sagte, eine positive Haltung und eine freundliche Ausstrahulung machen viel aus. Mit älteren Menschen entwickeln sich oft sympathische Gespräche und so haben sich schon einige Bekanntschaften entwickelt. Man hat zwar so gut wie nie dieselben Interessen, aber dafür tolle Gespräche über allgemeine Themen. Aber in meiner Altersgruppe (23) finden sich so kaum Leute, da bringt diese Freundlichkeit nicht viel... da muss man immer cool und badass sein, aber ich will mich auch nicht verstellen.

Das mit dem "Vertrauensvorschuß" ist auch eine gute Sache, so mache ich das auch. Man muss halt mal was wagen. 🙂
 
Hallo. Erst einmal...ich bin kein Mann, sondern eine Frau.

Nee, also ich mag nicht zu irgendwelchen Kursen oder sonstigen Gruppenveranstaltungen gehen. Ich hasse das. Ist überhaupt nicht mein Ding.
Eigentlich hat BlueDragon hier schon meine Gedanken geschrieben. Ich komme auch immer ne Weile gut mit mir selber klar, und dann kommt wieder nach paar Wochen der Punkt, wo ich Depris kriege und mich einsam und allein fühle.
Und auch ich hoffe immer, dass ich beim Gassigehen mal jemanden kennenlerne. Halt jemanden, der mein Liebe zu Hunden teilt. Das ist für mich schon ein Grundvoraussetzung. Natürlich unterhalte ich mich auch immer mal wieder mit anderen Gassigängern, aber das sind halt meist Frauen. Und ich laufe auch nicht permanent mit langem Gesicht durch die Gegend.
Das stimmt: Allein hat man weniger Stress. Das ist natürlich etwas, das ich schätze. Ich will keinen Stress mehr. Den hatte ich genug. Naja, alles hat irgendwie sein Für und Wider.

Es stellt sich bei Deinem Beitrag die Frage, was Du mehr hasst: Die Einsamkeit oder die Nähe von Menschen?

Ich verstehe Deinen Hass auf Gruppenveranstaltungen nicht, vor allem dann, wenn Du die Gruppen nicht kennst.
Und wenn Dir andere Hundebesitzer begegnen, Du feststellst, dass es Frauen sind, ist das dann schlecht? Würdest Du lieber Männern begegnen, die ggf. potentielle Partnerkandidaten wären? Eine Freundin finden, ist das kein gutes Ziel?


 
Weil ich Gruppen einfach generell nicht mag. Fühle ich mich nicht wohl. Und VHS hab ich früher schon mal versucht. Ich habe da auch die Erfahrung gemacht, das man den Kurs da macht, aber das war es dann auch. Neue Kontakte knüpft man da nicht wirklich. Generell denke ich, dass die meisten Leute, die man draußen so trifft, man gerne schnacken (was ich auch mag und auch mache beim Gassi gehen), aber es will eben niemand irgendwie was darauf aufbauen. Viele Leute sind halt heutzutage auch recht eingespannt. Was mich betrifft: Es ist nicht so, dass ich keinen Menschen auf der Welt habe. Ich habe schon einige Bekannte, aber die wohnen halt nicht gerade um die Ecke. Was halt schön wäre, wäre sowas wie eine beste Freundin, aber ich würde sagen, das ist genauso schwer zu finden wie den passenden Partner.

Wie ich schon geschrieben hatte: Es hat alles sein Für und Wider. Ich mag auch das Alleinsein, weil mir daraus keine Verpflichtung entsteht und ich mein Ding machen kann. Ich brauche nicht viele Leute und ich brauche erst recht keine Leute, die irgendwie ständig irgendwelche Unternehmungen machen, woraus mir dann möglicherweise eine Verpflichtung draus entsteht. Habe ich auch einfach keine Zeit zu. Ich gehe arbeiten und danach hat mein Hund absolute Priorität.
 
Und nicht zuletzt kann auch eine Religion oder der Glaube an einen bestimmten Gott einen sehr einsam machen. Das aber wiederum ist in der Natur der Dinge, denn je weiter du dich vom Menschsein und der Mitte des Lebens fortbewegst, desto einsamer wirst du.
 
Und nicht zuletzt kann auch eine Religion oder der Glaube an einen bestimmten Gott einen sehr einsam machen. Das aber wiederum ist in der Natur der Dinge, denn je weiter du dich vom Menschsein und der Mitte des Lebens fortbewegst, desto einsamer wirst du.

na, ja, ich war früher Christ und hatte ein intensives Gemeindeleben, von daher widerspricht es meinen Erfahrungen.

Als ich damals noch psychisch krank war, wollte ich Kontakt und ich hatte auch Freunde. War ich da, ging es mir schlecht. Dann bin ich nach Hause gegangen und da ging es mir dann auch schlecht. Ich fühlte mich ständig einsam und heimatlos und konnte dem allerdings nicht durch Kontaktknüpfen entgegenkommen. Eine ganz fürchterliche Zeit.

Einsamkeit ist grausam; ist die Hölle

K.
 
Ich hatte das lange Zeit mit der Einsamkeit... kam sehr schwer ohne Kontakte zurecht. Mittlerweile habe ich ja mehr Kontakt(e) und ich weiß, dass nicht die Kontakte an sich das Problem sind, sondern die Zufriedenheit mit dem Leben als solchem. 😉 Im Endeffekt hatte ich lange Zeit keine richtigen Ziele, nichts womit ich mich intensiver beschäftigt habe.
Mittlerweile merke ich, da ich beruflich einen anderen Weg beschritten bin und auch einige Dinge privat, hobbymäßig anders mache, dass die Einsamkeit verschwunden ist.

Selbst wenn ich nicht sehr viele Kontakte und auch keine Partnerschaft habe. 😉
 
na, ja, ich war früher Christ und hatte ein intensives Gemeindeleben, von daher widerspricht es meinen Erfahrungen.

Als ich damals noch psychisch krank war, wollte ich Kontakt und ich hatte auch Freunde. War ich da, ging es mir schlecht. Dann bin ich nach Hause gegangen und da ging es mir dann auch schlecht. Ich fühlte mich ständig einsam und heimatlos und konnte dem allerdings nicht durch Kontaktknüpfen entgegenkommen. Eine ganz fürchterliche Zeit.

Einsamkeit ist grausam; ist die Hölle

K.

Ich denke, dass Heimatlosigkeit und Einsamkeit in enger Beziehung stehen. Heimat ist für mich dort, wo ich Sicherheit und Akzeptanz nicht nur spüre, mir quasi einbilde, sondern tatsächlich auch habe.

Wenn ich an Heimat denke, dann fallen mir auch Menschen ein, die mir persönlich nicht so liegen. Und es gibt Sachzwänge, die ich gerne geändert hätte. Aber alle und alles gehört zur Heimat, nicht nur die sehr sympathischen Menschen und nicht nur die mir genehmen sachlichen Gegebenheiten. Heimat ist nicht das idealisierte Perfekte, sondern die Region, in der ich bereit bin, mich für das Gute und den Menschen einzusetzen. Hier leb' ich gerne.

Insofern kann sich auch ein heimatloser Mensch eine Heimat schaffen, in dem er sich eben einsetzt, für den (anderen) Menschen und für das Gute.

LG, Nordrheiner
 
Ich hatte das lange Zeit mit der Einsamkeit... kam sehr schwer ohne Kontakte zurecht. Mittlerweile habe ich ja mehr Kontakt(e) und ich weiß, dass nicht die Kontakte an sich das Problem sind, sondern die Zufriedenheit mit dem Leben als solchem. 😉 Im Endeffekt hatte ich lange Zeit keine richtigen Ziele, nichts womit ich mich intensiver beschäftigt habe.
Mittlerweile merke ich, da ich beruflich einen anderen Weg beschritten bin und auch einige Dinge privat, hobbymäßig anders mache, dass die Einsamkeit verschwunden ist.

Selbst wenn ich nicht sehr viele Kontakte und auch keine Partnerschaft habe. 😉

Der Mensch muß nicht jeden Tag anspruchsvolle Ziele verfolgen. Aber generell ist die Abwesenheit guter Ziele problematisch und führt auch in die Einsamkeit. Warum?

Nun, wenn "ich" z.B. das Ziel "Führerschein" habe, dann finde ich viele, die sich zu diesem Thema auf Grund ihrer Erfahrungen äussern können und das auch tun. Und ich finde einige, die das gleiche Ziel haben und wir gehen ein gemeinsames Stück zusammen. Fehlt mir ein Ziel, dann fehlen mir auch Personen, die mit mir ihre Erfahrungen austauschen können und es fehlen mir Personen, die mit mir diesen Weg gehen möchten.

Ich freue mich, Panthi, dass Du Dir Ziele setzt. Wenn wir uns Ziele setzen und uns auf die Annäherung konzentrieren, dann gibt es i.d.R. auch wenigstens ab und zu ein Erfolgserlebnis, weil wir uns dem Ziel nähern. Und wenn es auch nur ein mühseliger Schritt ist. Und Erfolgserlebnisse bauen auf, schaffen Motivation zum Weitermachen und bewirken unsere Fröhlichkeit.

Merkwürdiger Weise - aber zwangsläufig - ergeben sich auch neue Kontakte. Durch neue Kontakte ergeben sich wieder weitere neue Möglichkeiten, dem Leben schöne Seiten abzugewinnen. Vielleicht finden wir, was wir "ausserdem" suchten - oder wir finden, auch ohne gesucht zu haben.

Das Einzige, was wir auf unserem Weg verlieren können, ohne es jemals zu vermissen, ist die Einsamkeit.
 
Hallo,
heute möcht ich mal meinen Beitrag leisten und mit meiner Frage beginnen.

Seid Ihr euch alle darüber einig was Einsamkeit wirklich ist, wird nicht DAS ALLEINSein damit oft verwechselt?
Nach meinem Wissen ist Einsamkeit ein Gemütszustand (Psychisch) und DAS ALEINSEIn das jeder kennt.
Denn jeder ist jeden Tag stündlich mal allein.

Euch allen schöne, erholsame und nachdenkliche Ostertage.

Bin lange Zeit nicht hier.
Seid nett zu einander.


Lieben Gruß
Sanfte Schlange
 
Zunehmend stoße ich auf Menschen, die einsam sind. Ich stelle dabei fest: Einsamkeit kann seelisch krank machen. Andererseits kann Einsamkeit auch die Folge einer körperlichen oder eine seelischen Krankheit sein. Ich bin so ein Typ, der sich mit Gegebenheiten nicht abfindet, wenn sie schlecht für Menschen sind. Mich interessieren Lösungen. Daher dieser Faden.

Auf das Thema stoße ich immer und immer wieder. Einsamkeit hat viele Gesichter.
Nach meiner Meinung sind folgende „Gesichter“ typische Ausdrucksformen:
„Ich kann weder mit Gesellschaft, noch ohne“.
„Am liebsten würde ich mich zurückziehen und für mich sein. Andererseits macht mich das Alleinsein unglücklich.“
„In Gesellschaft versuche ich, meine Schwächen zu überspielen“
„Ich für mich würde es als innere Leere beschreiben“
„Ich finde einfach keine innere Heimat, die mir das Gefühl von Selbstsicherheit gibt.“
„Ich habe große Sehnsucht nach dieser Homebasis“
„Endlich emotional sicheren Boden unter den Füßen zu haben, danach suche ich schon nach vielen Jahren. Leider stehe ich mir dabei selbst im Weg, denn gleichzeitig habe ich auch irgendwie Bindungsängste.“
Wie sieht Eure Ausdrucksform aus?

Bei meiner Ausgangsfragestellung bin ich auf die folgende Frage „woher kommt die Einsamkeit?“ auf folgende „Antworten gestoßen:
„Ich habezuhause nie das Gefühl erfahren dürfen, dass ich etwas gut gemacht hätte.“
„Ich möchte nicht der sein, der ich bin.“
„Ich bin mit mir absolut unzufrieden.“
„Ich habe das Gefühl, andere Menschen meiden mich, lehnen mich ab.“
Ich denke, dass diese Antworten oft nur vordergründig richtig sind. Was sind die eigentlichen Hintergründe, sozusagen die „wahren“ Gründe?

Ich selbst bin oft alleine – fühle mich aber nie einsam. Ich habe das Wissen, jederzeit aus meinem Alleinsein heraustreten zu können und das tue ich auch ganz gezielt. Dabei suche ich Gesprächspartner, die etwas zu sagen haben oder zuhören wollen oder beides. Oberflächliche Gespräche, blabla, interessieren mich nicht. Lieber eine völlig entgegengesetzte Meinung als garkeine.

Wie seht Ihr das?
Meine obige Beschreibung der Ausdrucksgesichter ist sicher nicht vollständig. Welche Ausdrucksgesichter sind Euch noch bekannt? Auch Eure Antworten auf die Frage, woher die Einsamkeit kommt, würde mich interessieren. Und weil dieser Faden eine Hilfestellung für Einsame sein soll – sind natürlich Eure Lösungsvorschläge wichtig. Dabei soll hier insbesondere auch jeder teilnehmen, der für sich noch keine Lösung gefunden hat, aber auch besonders derjenige, der das Problem der Einsamkeit gelöst hat und von seiner Lösung berichten möchte.

Und ganz interessant wäre es auch, wenn hier Teilnehmer schreiben, für die das Problem der Einsamkeit nicht besteht und nicht verstehen, warum Einsamkeit für andere ein Problem darstellt.

Hallo,

ich habe Deinen fast zweieinhalbjährigen Faden auch erst jetzt entdeckt, nachdem er wieder hervorgeholt wurde.
Da Du (damals) fragtest: ich habe eine weitere Aussage für Dich: "Ich habe das Interesse an der Menschheit verloren."

Wer eine solche Aussage trifft, muß sich furchtbar einsam fühlen, sich gleichzeitig aber bewußt dafür entschieden haben. So ein Mensch muß furchtbarste seelische Verletzungen erfahren haben, daß er es vorzieht in völliger Einsamkeit zu leben und seine eigene Spezies fast schon ablehnt. Es heißt doch immer, der Mensch sei ein soziales Wesen. Mich hat diese Aussage erschüttert. Dabei klang noch nicht einmal Bedauern aus seinen Worten heraus. Es klang so entschieden, so absolut vernünftig und rational, so logisch und folgerichtig, daß es mir kalte Schauer über den Rücken jagte. Nein, ich bin auch nicht DER Partylöwe. Aber so ganz allein ohne irgendeinen Bezug zur menschlichen Gesellschaft zu leben könnte ich mir nicht vorstellen.
Wie grausam müssen die Menschen gewesen sein, die den Zitierten zu dieser - ich will es mal "Einsicht" nennen - gebracht haben?

Viele Grüße
 
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