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Ist Einsamkeit ein Problem?

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Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Zunehmend stoße ich auf Menschen, die einsam sind. Ich stelle dabei fest: Einsamkeit kann seelisch krank machen. Andererseits kann Einsamkeit auch die Folge einer körperlichen oder eine seelischen Krankheit sein. Ich bin so ein Typ, der sich mit Gegebenheiten nicht abfindet, wenn sie schlecht für Menschen sind. Mich interessieren Lösungen. Daher dieser Faden.

Auf das Thema stoße ich immer und immer wieder. Einsamkeit hat viele Gesichter.
Nach meiner Meinung sind folgende „Gesichter“ typische Ausdrucksformen:
„Ich kann weder mit Gesellschaft, noch ohne“.
„Am liebsten würde ich mich zurückziehen und für mich sein. Andererseits macht mich das Alleinsein unglücklich.“
„In Gesellschaft versuche ich, meine Schwächen zu überspielen“
„Ich für mich würde es als innere Leere beschreiben“
„Ich finde einfach keine innere Heimat, die mir das Gefühl von Selbstsicherheit gibt.“
„Ich habe große Sehnsucht nach dieser Homebasis“
„Endlich emotional sicheren Boden unter den Füßen zu haben, danach suche ich schon nach vielen Jahren. Leider stehe ich mir dabei selbst im Weg, denn gleichzeitig habe ich auch irgendwie Bindungsängste.“
Wie sieht Eure Ausdrucksform aus?

Bei meiner Ausgangsfragestellung bin ich auf die folgende Frage „woher kommt die Einsamkeit?“ auf folgende „Antworten gestoßen:
„Ich habe zuhause nie das Gefühl erfahren dürfen, dass ich etwas gut gemacht hätte.“
„Ich möchte nicht der sein, der ich bin.“
„Ich bin mit mir absolut unzufrieden.“
„Ich habe das Gefühl, andere Menschen meiden mich, lehnen mich ab.“
Ich denke, dass diese Antworten oft nur vordergründig richtig sind. Was sind die eigentlichen Hintergründe, sozusagen die „wahren“ Gründe?

Ich selbst bin oft alleine – fühle mich aber nie einsam. Ich habe das Wissen, jederzeit aus meinem Alleinsein heraustreten zu können und das tue ich auch ganz gezielt. Dabei suche ich Gesprächspartner, die etwas zu sagen haben oder zuhören wollen oder beides. Oberflächliche Gespräche, blabla, interessieren mich nicht. Lieber eine völlig entgegengesetzte Meinung als garkeine.

Wie seht Ihr das?
Meine obige Beschreibung der Ausdrucksgesichter ist sicher nicht vollständig. Welche Ausdrucksgesichter sind Euch noch bekannt? Auch Eure Antworten auf die Frage, woher die Einsamkeit kommt, würde mich interessieren. Und weil dieser Faden eine Hilfestellung für Einsame sein soll – sind natürlich Eure Lösungsvorschläge wichtig. Dabei soll hier insbesondere auch jeder teilnehmen, der für sich noch keine Lösung gefunden hat, aber auch besonders derjenige, der das Problem der Einsamkeit gelöst hat und von seiner Lösung berichten möchte.

Und ganz interessant wäre es auch, wenn hier Teilnehmer schreiben, für die das Problem der Einsamkeit nicht besteht und nicht verstehen, warum Einsamkeit für andere ein Problem darstellt.

 
Danke, Nordrheiner, für diesen Beitrag.
Um es vorweg zu sagen: Ja, ich glaube, dass Einsamkeit ein zunehmendes Problem ist für viele Menschen. Ebenso glaube ich, dass viele von uns, und ich schließe mich da ausdrücklich ein, diese wachsende Erfahrung von Isolation und Einsamkeit etwa auch durch eine steigende Internet-Präsenz zu kompensieren suchen.
Foren und Chaträume wären leer, wenn es so viele Menschen gäbe, die etwa in einer stabilen Familie, einer intakten Beziehung lebten.
Wie bereits beschrieben, bin ich geschieden und lebe allein. Das Verhältnis zu meinen erwachsenen Kindern ist infolge der Scheidung und der nachfolgenden familiären Auseinandersetzungen gestört. Zwei Kinder leben zudem weiter entfernt, ein Sohn in Übersee.
Ich selbst bin im Grunde sehr kontaktfreudig. Gehe ich vor die Türe, in mein nahegelegenes Einkaufszentrum, treffe ich immer Menschen, mit denen es zu einem Small-Talk reicht. Die fliegende Händlerin, die im Supermarkt einen Stand betreibt, und bei der ich die schmackhafte Wurst kaufe, grüßt mich schon von weitem und wir halten einen lebhaften Plausch.
Nicht anders erlebe ich den Kontakt mit der Inhaberin des Tabak-und Lottoladens sowie ihren Angestellten. Ein Plausch, ein Gespräch über dies und das ist immer drin.
Ich behaupte auch selbstbewusst, dass mich die meisten dieser Menschen sicher auch irgendwie sympathisch finden.
Ein unsympathischer Zeitgenosse bin ich ganz sicher nicht, was ich auch weiß.
Aber dann gibt es diese andere, ganz gegenteilige Erfahrung. Gerade da, wo ich erwarte, Kontakte zu finden, stoße ich auf taube Ohren. Theologisch ausgebildet, war ich immer auch kirchlich interessiert, und ich habe mich auch mit meinen diversen Interessen und Begabungen eingebracht.
Richtig und wirklich Fuß gefasst allerdings habe ich nie. Ich war dabei, gehörte aber nie richtig dazu. Seit nunmehr fast einem ganzen Jahr habe ich keinen Gottesdienst, keine Gemeindeveranstaltung mehr besucht. Und da war niemand, wirklich niemand, der mal nachgefragt hätte, warum.
Es gibt Fragen, denen man gerade in christlich-gemeindlichen Kreisen lieber aus dem Wege geht, die man schlicht nicht stellt. Ich sage auch, warum das so ist: Man möchte die Antworten nicht hören, weil man sich sonst kümmern müsste.
Wiederum würden die Antworten ihnen spiegeln, dass es in ihren Reihen nicht stimmt, dass es eine deutlich-wahrnehmbare Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit gibt.
In einer Gemeinde sind eben nicht alle- um es in christlicher Diktion zu sagen- "Brüder und Schwestern" gleich.
Manche sind viel gleicher. Ein Pfarrer etwa umgibt sich eben lieber mit seinesgleichen. Und da zählt der Arzt in der Gemeinde, der Jurist im Presbyterium eben mehr als ein alleinlebender, scheidungsgeschädigter Mann, der zudem noch mehrfach behindert ist.
In gewisser Weise bin ich eine lebende Herausforderung für viele, und der möchten sich die wenigsten stellen. So lange ich die Gemeinde besuchte, war ich spätestens in dem Moment wieder allein, sobald man sich trennte. Einen Anruf etwa erhalte ich von einem langjährigen Freund aus der Gemeinde, dem es aber selbst mit der Mehrheit nicht anders geht als mir.
Damit ich richtig verstanden werde: Ich erwarte nicht, dass man mir Händchen hält, mich "bemuttert". Schön jedoch fände ich - hätte ich es gefunden - hätte man mich mal gefragt, ob ich mal Lust habe, uns außerhalb zu treffen, auf einen Kaffee, ein gemeinsames Essen. Während meiner Zeit in der Gemeinde erlebte ich es immer wieder, dass sich einzelne Paare auf gemeinsame Treffen verabredeten.
Ich lebe allein, und in solchen Momenten wurde mir das besonders bewusst. Es gibt freilich nichts Schlimmeres, als mitten in einer propagierten Gemeinschaft allein zu sein. Das ist schlicht nichts Anderes, als mit Hunger im Bauch anderen beim Essen zusehen zu müssen.
Mir schlägt die Erfahrung von Einsamkeit nicht zuletzt deshalb aufs Gemüt, weil ich als Lehrer eben und viele Jahre mit Dutzenden von Kollegen und mehreren hundert Schülern zusammen war.
Ruhe haben zu können, Stille um sich herum, tut gut und ich kann das genießen. Allein zu sein, weil man alleine sein muss, aber ist schrecklich. Die Monate, die ich da in der Klinik verbrachte, waren keineswegs leicht, manches quälend,
aber ich war nie allein, wenn ich es nicht sein wollte.
Es gibt hier im Netz und auf einer kirchlichen Seite gerade eine lebhafte Diskussion um assistierten Suizid. Dabei geht es freilich um schwerstkranke Menschen, denen der Tod vor Augen steht. Darf man solch leidenden Menschen helfen, indem man ihr Leben auf eigenen Wunsch beendet?, so etwa lautet in diesem Forum die Frage.
Ich weiß, dass es Länder gibt, in dem eine lang anhaltende Depression ausreicht, um einen Todeswunsch zu begründen, dem dann durch assistierten Suizid entsprochen wird.
Christlich ist das nicht, und es ist zudem barbarisch. Ich aber halte das auch für ein deutliches Indiz, dass die Vereinsamung in unserer vordergründig so kommunikativen Gesellschaft ständig zunimmt.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
"Einsamkeit" kann auch bewusst gewählt werden zur Selbstfindung.
Mir scheint es oft unmöglich in einer Menschengruppe zu stehen und dort die Erfahrungen zu machen,
welche mir die stille "Einsamkeit" gibt. Es sind wie zwei verschiedene Welten. Im Kontakt zu anderen Menschen herrscht eher eine extrovertierte Daseinsstufe, alleine eher die Introvertierte. Meditation zmb. ist ohne "Einsamkeit" gar nicht möglich und in dieser "Einsamkeit" entdecke ich, dass es eigentlich gar keine "Einsamkeit" gibt. Alleine wie der Baum, zusammen wie der Wald. Ein damaliger Kollege fragte mich mal ob ich einsam sei. Ich antwortete ihn "Nein, ich bin nicht einsam, jedoch allein". Einsamkeit ist nicht gleich einsam sein. Für mich bedeutet das wort "Einsamkeit" eher etwas negatives (eventuell ungewolltes alleine sein) wobei ich die andere Form der Einsamkeit (selbst gewähltes alleine sein) als durchaus "gesund" ansehe. Auch den typischen Spruch "der Mensch sei ein Rudeltier o.ä" vertrete ich nicht. Betrachtet man die Geschichte der Menschheit, fällt auf, dass diese sich damals oft zusammentun mussten um überhaupt überleben zu können. In der Gruppe ging vieles leichter und man war stark. Heute dagegen steht man sich meist nur gegenseitig im Weg. Maschinen haben jetzt schon einen Großteil der Arbeiten übernommen, wo sich früher Menschen für zusammen taten.Das Internet, Telefon, Emails, solche Foren wie hier, alles wird immer unpersönlicher. Damals besuchte man seinen Nachbarn um Brettspiele zu spielen und sich die Zeit zu vertreiben. Heute ist man froh, wenn man diesen nicht hört und sieht. Man brauch privat einander nicht mehr. Wieso sollte man sich überhaupt auch noch treffen, schließlich wurde das Eigenheim über die Jahre soweit perfektioniert, dass man dieses theoretisch garnicht mehr verlassen bräuchte. Wieso noch ins Theater oder Kino gehen, wenn mein HD Leinwandprojekter es genauso kann. Außerdem habe ich dann keine Köpfe vor mir in der Reihe sitzen und auch hinter mir keine Popcornwerfer oder sonstige Störfaktoren. Einsamkeit ist "In" und Gruppenzwang macht Krank. Viele Leute scheinen dennoch Probleme mit Einsamkeit zu haben, ist es schließlich auch ungewohnt all seinen, sonst in Gruppen garnicht wahrgenommenen Gedanken, Ängsten und Dämonen zu begegnen.

*Lieber ein Leben lang alleine, als nur eine einzige Minute in schlechter Gesellschaft.

*Alleine gehen, alleine sitzen, alleine ruhen. Indem er sich selbst zähmt wird er glücklich allein. - Allein im Wald.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Einsamkeit" kann auch bewusst gewählt werden zur Selbstfindung.

Ein damaliger Kollege fragte mich mal ob ich einsam sei. Ich antwortete ihn "Nein, ich bin nicht einsam, jedoch allein". Einsamkeit ist nicht gleich einsam sein. Für mich bedeutet das wort "Einsamkeit" eher etwas negatives (eventuell ungewolltes alleine sein) wobei ich die andere Form der Einsamkeit (selbst gewähltes alleine sein) als durchaus "gesund" ansehe.

Viele Leute scheinen dennoch Probleme mit Einsamkeit zu haben, ist es schließlich auch ungewohnt all seinen, sonst in Gruppen garnicht wahrgenommenen Gedanken, Ängsten und Dämonen zu begegnen.

*Lieber ein Leben lang alleine, als nur eine einzige Minute in schlechter Gesellschaft.

*Alleine gehen, alleine sitzen, alleine ruhen. Indem er sich selbst zähmt wird er glücklich allein.

Ich hab' mir mal was bei Dir rausgepickt, was mir als wichtig auffiel.
Alleine sein - bewusst - um in sich reinzuhören, eigene Gedanken zu ordnen, finde ich auch wichtig.
Auch das Sich-selbst-zähmen ist ein für mich wichtiger Lebensaspekt. Ich nenn das nur Einübung der
Selbstdisziplin. Aber inwieweit hat Selbstdisziplin etwas mit Einsamkeit zu tun?

LG, Nordrheiner
 
Hallo Burbacher,
Dir ist die Enttäuschung deutlich anzumerken. Gemeindeglieder, ja, so ziemlich die ganze Gemeinde, in der Du lange Jahre tätig warst, beachtet Dich nicht, grenzt Dich aus. An der Kirchentüre wirst Du noch gegrüßt, aber sobald Du hinausgegangen bist, gerätst Du schon in Vergessenheit.

Der Beitrag von Marcello könnte auch eine Antwort auf Deinen Beitrag sein, zumindest teilweise. Es stellt sich mir die Frage, wer eigentlich einsam ist: Du oder deine Gemeinde? Ich denke: Wenn jemand andere Menschen ausgrenzt, bricht er eine Brücke ab. Das bedeutet, dass der ausgrenzende Mensch nicht mehr zum anderen hingehen kann. Je mehr Ausgrenzung passiert, je einsamer wird der ausgrenzende Mensch. Wie Marcello schon ganz gut ausgeführt hat, wird von vielen Menschen die innere Einsamkeit durch Gemeinschaftsaktivitäten übertüncht, damit sich der Einzelnen nicht mehr seinen Dämonen und Ängsten stellen muß. Auf Dich übertragen: Du bist ein sozial-kritischer Mensch. Wenn man Deine Grundhaltung kennt, fühlen sich Andersdenkende schon in Frage gestellt. Du brauchst garnicht viel sagen – Deine Anwesenheit genügt vielen Gemeindegliedern, die Dich kennen, um Deine Nähe zu meiden und Dir einen schönen Sonntag zu wünschen. Das erinnert mich an einen Zoobesuch, bei dem der Schimpansenjunge zu seiner Mutter sagt: Schau‘ mal, die vielen Menschen. „Ja, sagt die Mutter, es sind arme Lebewesen, alle hinter diesem blöden Gitter.“
Menschen, die aus welchem Grund auch Brücken abbrechen, hinter ihrem Gitter leben wollen und durch Dich sich nur unangenehm berührt fühlen, sich nicht mit Deiner Meinung auseinandersetzen wollen, da gilt (so seh ich das): Matth. 10 V.14: Wo sie euch nicht aufnehmen und anhören wollen, da geht aus dem Haus oder der Stadt weg und schüttelt den Staub von den Füßen.“

Auch wird es einige geben, die unsicher sind und nicht wissen, wie sie mit einem behinderten Menschen umgehen sollen. Das solltest Du hilfsweise diesen Menschen auch zugestehen. Sich an so einen Behinderten mit Fragen heranarbeiten, ist einfach nicht jedermanns Sache.

Meine Empfehlung, was ich tun würde: Mir eine andere Gemeinde suchen. Also mach‘ Dich auf.
Das Internet ist kein Ersatz für eine Gemeinde, bei der man sich gerne sieht und persönlich Auge in Auge diskutiert.

LG, Nordrheiner

 
Hallo,

Bei mir ist das so das ich mich manchmal wirklich einsam fühle. Ich denke oft ich bin fehl am Platz. Anderseits philosophiere ich über die Welt über mich selber oder wenn ich ein Film gucke beschäftige ich mich damit was will mir dieser Film sagen, welcher Auftrag sendet der Inhalt des Filmes oder Songtexte machen mich nachdenklich. Ich lebe oft in meiner eigenen Welt und kann schlecht Kontakte knüpfen. Mir geht es dabei solala. Einserseits habe ich die Sehnsucht über mich gründlich nachzudenken, anderseits fühle ich mich schon einsam und irgendwie heimatlos.
 
Gute Frage.

Ich bin sehr oft alleine, fühle mich aber gleichfalls nicht einsam. Ungeachtet meiner Überlebensfähigkeiten bzw. -chancen, käme ich wohl auch als Eremit auf einer einsamen Insel gut klar.

Ob man sich einsam fühlt oder nicht, dafür gibt es aus meiner Sicht viele bzw. verschiedene Gründe. Einmal mag man von "Natur aus", also vom Wesen her sich eher einsam fühlen als andere. Und zum Anderen hängt es wohl auch davon ab, wie gut man gelernt hat, mit dem Alleinsein umzugehen, was dann wiederum auch mit Gewöhnung, also auch familiärer, sozialer und kultureller Prägung zu tun hat.

Natürlich ist das Ganze viel komplexer, wenn man bedenkt, dass man sich zwar in Gesellschaft befinden kann, aber dennoch einsam fühlen.

Einsamkeit würde ich persönlich nicht als Krankheit bezeichnen, aber als möglichen Krankheitsgrund. Ansonsten würde ich sagen, dass Einsamkeit ein Gefühl, ein psychisches Phänomen ist, welches sich eben gleichfalls in Gesellschaft und im Alleinsein äußern kann.

Die Einsamkeit in Gesellschaft wird ganz oberflächlich darin bestehen, dass man anders als die anderen ist (wg. bestimmter Erfahrungen oder Einstellungen beispielsweise), aber gerne wie die anderen wäre, oder aber, dass die anderen wären wie man selbst. Man wäre also gerne "verbunden". Andere Gründe, warum man "anders" ist und sich somit "nicht verbunden" und einsam fühlen kann, wären beispielsweise auch das Alter, die Hautfarbe, die sexuelle Orientierung oder das Geld. Das Vorhergehende soll nur grob eine Möglichkeit für "Einsamkeit in (der) Gesellschaft" skizzieren und stellt keinesfalls mehr als die Spitze eines Eisbergs dar.

Die Einsamkeit im Alleinsein wäre dann der andere Punkt. Hier können wir aus Einfachheitsgründen die Gesellschaft bzw. andere Menschen erstmal komplett weglassen. Wir sprechen also in diesem Sinne nicht von der "Herausforderung mit der Gesellschaft", sondern von der "Herausfoderderung mit sich selbst". Hier entsteht die Einsamkeit ggf. dadurch, "nicht mit sich selbst sein zu können", "nicht mit sich eins zu sein", evtl. auch "sich nicht zu kennen".

Ganz grob sehe ich es so mit der Einsamkeit.
 
Hallo,

Bei mir ist das so das ich mich manchmal wirklich einsam fühle. Ich denke oft ich bin fehl am Platz. Anderseits philosophiere ich über die Welt über mich selber oder wenn ich ein Film gucke beschäftige ich mich damit was will mir dieser Film sagen, welcher Auftrag sendet der Inhalt des Filmes oder Songtexte machen mich nachdenklich. Ich lebe oft in meiner eigenen Welt und kann schlecht Kontakte knüpfen. Mir geht es dabei solala. Einserseits habe ich die Sehnsucht über mich gründlich nachzudenken, anderseits fühle ich mich schon einsam und irgendwie heimatlos.

Hallo Kareena,
sich fehl am Platz fühlen… führt zu der Frage: Wie sieht der richtige Platz für Dich aus? Nehmen wir mal an, Du fändest eine Flasche, öffnest diese und ein Geist käme heraus, der Dir Wünsche erfüllen würde. Was würdest Du Dir wünschen?
Wenn Du schlecht Kontakte knüpfen kannst – so kann das an Dir liegen. Z.B: wenn Dir der Mut fehlt, andere Menschen anzusprechen. Es kann auch an den anderen Menschen liegen, weil diese sich einfach für Dich befremdlich oder sogar unangenehm, unsympathisch verhalten.
Was denkst Du?

LG, Nordrheiner
 
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