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Ist Einsamkeit ein Problem?

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Was wir brauchen, ist in jedem Fall mindestens einen guten Freund. Und ein guter Freund ist für mich ein Mensch, der ernsthaft daran interessiert ist, dass es mir innerlich und äußerlich gut geht und der es nicht nur bei netten Worten belässt - und umgekehrt, der es schätzt, wenn ich ebenso denke und handel.

Das klingt mir sehr gut. Jemand sagte mir mal, dass sich am Ehesten Menschen zu guten Freunden zusammenfinden, die sich recht ähnlich sind. Insofern macht es Sinn, sich selbst und anderen ein guter Freund zu sein.

Lebenswege mögen dich auf die andere Seite der Welt führen. Gute Freunde verbleiben jedoch für immer in deinem Herzen, haben dich durch ihre pure Existenz womöglich so bereichert, wie du sie bereichert hast.

Wenn ich mich nicht täusche, habe ich auf dieser Welt eine Menge gute Freunde. Vielleicht ist auch das der Grund, warum ich mich niemals alleine/einsam fühle.
 
Hmm.. was genau ist die psychische Krankheit, die durch Einsamkeit entsteht?

Wenn dich plötzlich alle verlassen haben, waren sie vielleicht auch vorher nicht wirklich für dich da?

Warum waren sie vorher für dich da und dann nicht mehr?

Was hat sich verändert?

Versuche es mal, aus deren Sicht zu sehen.
 
Okay, verstehe.

Die Welt kann, mit und ohne Gott, leider sehr grausam sein.

Die Menschen, die mit dir gespielt haben, haben noch nicht mal Respekt vor sich selbst. Sie fühlen sich Wahrheit und Liebe nicht verpflichtet. Sie befriedigen sich am Leid anderer, und meinen, dass sie damit nicht einsam wären.
 
ich bin schon immer sehr oft alleine und nicht einsam. allerdings werde ich einsam, wenn ich mich mit anderen vergleiche, die sozialer sind als ich oder wenn ich auf facebook bin. aber wenn ich einige zeit lang isoliert bin und "die anderen" ausblende, dann bin ich nicht mehr einsam.
wieso ist das denn so? bin ich in wirklichkeit einsam und neidisch? wieso bin ich zufrieden, wenn ich mein soziales leben nicht vergleiche?
 
Hallo, Hufflepuff,

so einfach lässt sich Deine Frage nicht beantworten.
Wenn Du Dein soziales Leben mit dem anderer Menschen vergleichst, dann vergleichst Du nicht nur Menschen sondern auch Möglichkeiten für Beziehungen. Es stellt sich die Frage, ob Du Dir zutraust, ähnlich gute Beziehungen aufzubauen und zu nutzen, wenn Du Dein Alleinsein aufgibst.

Solange Du für Dich bleibst und keine Vergleiche anstellst, siehst Du auch nicht die Aufgabe, soziale Kontakte aufzubauen und zu pflegen, wie eben die anderen. Wenn Du Dein Alleinsein verlässt - Dich ebenso um den Aufbau von Beziehungen kümmern würdest - dann könntest Du scheitern. Möglicherweise ist es also nicht Neid, der Dich zum Alleinsein führt, sondern die Angst zu scheitern, abgelehnt bzw. verletzt zu werden etc.

Das Neid-Gefühl könnte eher darauf hinweisen, was Du gerne hättest. Aber da Du Dich - aus Angst - dafür nicht einsetzt, bekommst Du es auch nicht.

...nur ein Erklärungsversuch.

Hilft Dir diese Antwort?

LG, Nordrheiner
 
Ich habe den Beitrag mal ein wenig überflogen. Hier hatte Primavera geschrieben, dass es wohl auch daran liegt, dass es den Leuten zu gut geht und man niemanden braucht. Ich denke, das da was Wahres dran ist. Und ich glaube auch, dass "alte" Werte verloren gegangen sind bei vielen. Da geht es dann nur noch um materielle Dinge, das man hipp ist, und dies macht und das macht. Und ja ich fühle mich darunter einsam, weil ich eben anders bin. Ich mag kein Ausgehen, ich muß nicht in irgendwelche Spaßparks, und mir sind Klamotten nicht wichtig. Ich bin gerne daheim, gehe gerne mit meinem Hund spazieren / wandern, liebe die Natur und die Ruhe. Und es scheint wenige Menschen zu geben, die so ticken. Für die meisten bin ich ein Sonderling und langweilig. Aber ich möchte nicht anders sein. Auch wenn es bedingt, dass ich ziemlich alleine bin. Aber ich bin lieber alleine als mich einer Gesellschaft anzupassen, die oberflächlich ist, und wo innere Werte nichts zählen und viele nur die Ellenbogen ausfahren und über Leichen gehen nur um irgendwie wichtig zu sein oder irgendwelche Vorteile zu erzielen. Für die meisten Menschen ist man sowieso nur so lange gut wie sie einen Nutzen von einem haben. Aber wehe, man hat mal Probleme und benötigt Hilfe....dann guckt man doof aus der Wäsche. Ich mache immer wieder auch die Erfahrung, dass Menschen sich anfangs sooo interessiert an einem zeigen und plötzlich kommt ohne ersichtlichen Grund nichts mehr. Verstehe ich nicht. Und so langsam denke ich, ich werde immer mehr zum Eremit. Weil ich auch kein Vertrauen mehr habe. Tja, und auf der anderen Seite bin ich natürlich auch traurig, denn natürlich würde ich mir eine wirklich gute Freundin wünschen und einen lieben Partner. Aber sowas ist ja schon wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
 
Hallo, Sam,

Dein Wunsch nach einer zu Dir passenden Partnerin ist sehr verständlich. Dein von Dir gewähltes Alleinsein auch. Aber das Alleinsein - das sich Absondern von Menschen - ist kontraproduktiv für das Finden einer Partnerin. Es erscheint mir sinnvoll, wenn Du zu dem Alleinsein auch Brücken in die Zivilisation baust. Es gibt sicherlich Gruppen, die sich mit Deinen Werten in Übereinstimmung bringen lassen. Es heisst so schön: Wer suchet - der findet.
Also Alleinsein schließt die gezielte Suche nicht aus. Mir fallen da z.B. VHS Kurse ein. Wenn "ich" mich z.B. für eine Sprache interessiere oder für einen Kurs mit einem interessanten Sachthema, dann finde ich dort Menschen mit dem gleichen Interesse. Es ist eine kleine Brücke, aber den Versuch wert, oder?

Natürlich musst und sollst Du nicht jedem Menschen vertrauen. Ich mache es meistens so, dass ich ein bißchen Vertrauen investiere - und wenn ich merke, der andere rechtfertigte meinen Vertrauensvorschuß, dann bin ich bereit, noch ein Stückchen mehr Vertrauen zu schenken. Umgekehrt - wenn ein sehr mißtrauischer Mensch Dir begegnet, dann liegt es an Dir, seinen Vertrauensvorschuß zu rechtfertigen. Investieren - in Menschen - müssen wir immer. Ohne Investition von Zeit und auch von Vertrauen kommen wir nicht voran. Das schöne Ziel, was wir anstreben, rechtfertigt auch eine angemessene Investition.

Und bevor Du ausser Haus gehst. Schau mal in den Spiegel. Möchtest Du einem Menschen begegnen, der so aussieht? Ich meine, ein Lächeln wirkt freundlich und wenn es ehrlich gemeint ist, spiegelt es eine positive Haltung wider. Ich begegne lieber einem freundlich wirkenden Menschen als einem düster dreinschauenden. Du auch? Wenn Du Dir vorstellst, dass Du bald Deine Partnerin finden könntest - wäre das nicht ein Lächeln wert?

LG, Nordrheiner
 
Guten Abend!

Ich muss mich hier einfach mal beteiligen, vor allen Dingen wegen dem letzten Beitrag von Sam. Ich verstehe genau wie du dich fühlst, denn genau so geht es mir auch. Leider mache ich mir selbst aber viel zu viele Gedanken darum.
Wenn ich alleine bin und mich mit irgendetwas beschäftige das ich gerne tue, denke ich gar nicht wirklich über diese Einsamkeit oder fehlenden Freunde nach. Aber dann kommen alle paar Wochen immer wieder diese Phasen wo ich denke: Das kann es doch nicht sein! Ich rede mir selbst ein, dass es doch da draußen irgendjemanden geben muss, der genauso empfindet wie ich. Es ist dieser kleine Hoffnungsschimmer der nie verschwindet. In diesen Momenten schnappe ich mir oft mein Rad und fahre einfach drauf los. Vielleicht, so denke ich manchmal, ergibt sich dann doch etwas. Wenigstens ein Gespräch mit irgendjemanden. Und meistens lande ich dann wie immer im Park und unterhalte mich mit älteren Damen oder Herren. *lach* Allein das freut mich dann schon. Oder ein einfaches aber freundliches "Hallo" von anderen Fußgängern etc. Über sowas freue ich mich schon extrem...
Aber trotzdem wünsche ich mir einfach einen guten Freund, mit dem man gemeinsam diese ganzen tollen Sachen erleben kann. Ich denke darüber nach wie es wäre, wenn genau jetzt jemand dabei wäre und was für tiefsinnige und lustige Gespräche man dann hätte. Aber dafür habe ich einfach viel zu andere Ansichten, bin vom Kopf her "zu" vernünftig. Für mich zählen noch diese Werte wie Vertrauen, Nächstenliebe... Inzwischen habe ich mir aber vorgenommen nicht mehr danach zu suchen. Wenn sich was ergibt ist es gut und wenn nicht ist es auch Okay. Ich meine so alleine hat man auch weniger Stress, kann in sich gehen und über andere Dinge sinnieren.

Ich glaube ich muss mir mal wieder ein paar Tierchen ins Haus holen, bei mir haben die kleinen es echt gut, bekommen meine ganze Liebe und ich bin auch glücklich. <3
 
Hallo. Erst einmal...ich bin kein Mann, sondern eine Frau.

Nee, also ich mag nicht zu irgendwelchen Kursen oder sonstigen Gruppenveranstaltungen gehen. Ich hasse das. Ist überhaupt nicht mein Ding.
Eigentlich hat BlueDragon hier schon meine Gedanken geschrieben. Ich komme auch immer ne Weile gut mit mir selber klar, und dann kommt wieder nach paar Wochen der Punkt, wo ich Depris kriege und mich einsam und allein fühle.
Und auch ich hoffe immer, dass ich beim Gassigehen mal jemanden kennenlerne. Halt jemanden, der mein Liebe zu Hunden teilt. Das ist für mich schon ein Grundvoraussetzung. Natürlich unterhalte ich mich auch immer mal wieder mit anderen Gassigängern, aber das sind halt meist Frauen. Und ich laufe auch nicht permanent mit langem Gesicht durch die Gegend.
Das stimmt: Allein hat man weniger Stress. Das ist natürlich etwas, das ich schätze. Ich will keinen Stress mehr. Den hatte ich genug. Naja, alles hat irgendwie sein Für und Wider.
 
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