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Lange Betreung in der Kita

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Nein, Kareena, Du hast schon eine richtige Nase....

Ich denke, Du solltest Dich unbedingt weiterbilden, damit Deine Fachkenntnisse zunehmen. Mit Deinem guten Gespür für Menschen alleine wirst Du nicht von allen ernst genommen, vor allem wenn Du jünger bist.


LG; Nordrheiner
 
Es wird Zeit, dass ich mich mal oute, auch auf die Gefahr hin, dass man nun vtl. sagen wird...



Ich war selbst im Kindergarten, sogar im Hort und bei den Omas.
So wie ich die Diskussion hier verfolge, wird hier ja darüber gesprochen und es geht um die Abwesenheit der Eltern - "lange Betreuung" und sowieso...

Gefühle, dass mir etwas gefehlt hätte, habe ich nicht. Sie Beide vermisste ich nie, obwohl sie beide Vollzeit arbeiteten.

Mehr Vertrauen, Liebe, Mitgefühl, Selbstvertrauen, Humor und...hätte ich von niemandem bekommen können, weil die Beiden meine Eltern waren und Alles für uns gegeben haben.

Auch wenn man Kompromisse finden musste. Den Kindergarten und Hort habe ich eigentlich nur in guter Erinnerung, wenn man vom ersten Tag mal absieht.🙂

Spoony, man kann in einer Diskussion nicht jedem Fall bis ins letzte Detail gerecht werden... Und von meiner Seite aus ist dein Fall von mir sicher nicht so gemeint und negativ zu sehen.
Denn Familienerziehung betrachte ich nicht als Fremderziehung.

Sie kann es jedoch sein, wenn dem Kind keine Gelegenheit gegeben wird, eine soziale Vertrauensbindung aufzubauen, die ihm Geborgenheit vermittelt.
Wenn es sich als Außenseiter in der Familie vorkommt.

Wenn für das Kind eine solche Bezugsperson da ist, dann kann es sogar dazu kommen, dass Eltern sich ausgegrenzt fühlen.
Mütter fragen häufig ihre Kinder (angeblich) im Scherz... "Wen magst du lieber, die Oma oder mich?"
Solche Fragen bringen das Kind in Gewissensnöte und verunsichern Eltern nicht selten und lassen schlechte Gefühle aufkommen.

Väter reagieren schon mal mit besonderer Strenge und letztlich wird Mutter und Kind verantwortlich gemacht, wenn es keine so herzliche Bindung gibt.
Zu beobachten ist bei diesen Kindern, dass in ihrer späteren Erziehung an ihren eigenen Kindern eine sehr autoritäre und Probleme und Ängste verharmlosende Erziehung herrscht.

Nicht selten wenden sie diese Kinder emotional wiederum anderen Personen (Oma, Opa oder viel älteren Geschwistern) zu.

Daher sollten Eltern nicht ihren Lebenssinn vornehmlich im Konsum und Generierung von Geld sehen, sondern möglichst viel mit ihren Kindern zusammen sein.
Das heißt auch nicht für mich Über-Bespaßung und Über-Förderung. Kinder sollten genügend Zeit haben, ihre Seele baumeln zu lassen.

Wenn ich mitbekomme, was Eltern alles nicht wissen von ihren Kindern, bekomme ich Angst. Es reicht nicht Kinder zu versorgen, man muss ihnen nahe sein im Sinne der Kommunikation und Vertrauensgebung.
Ich sehe das hier, wenn Kinder Fragen stellen und sie nicht als erste Maßnahme, ihre Eltern bitten ihnen zu helfen.
 
So, ich glaube ich muss mich jetzt auch mal outen.

Aufgrund einer schweren Erkrankung meines Vaters wurde meine Mutter zum Alleinverdiener in einer Zeit in der Kinderkrippen wirklich nichts anders als Aufbewahrung waren. Dort wollte meine Mutter mich dann doch nicht hingeben und so kam ich im zarten Alter von ca. 1 Jahr zu einer Pflegemutter bei der ich unter der Woche war. Meine Mutter besaß damals noch kein Auto weil es finanziell einfach nicht drin war und musste auch oft Überstunden machen. Übers Wochenende holten meine Eltern mich zu sich. Bei meiner Pflegemutter blieb ich bis ich ca. 5 Jahre alt war. Dann kam ich nach Hause und wurde tagsüber von einer Nachbarin betreut. In den Kindergarten durfte ich nicht, weil ich als Kind sehr krankheitsanfällig war und meine Mutter Sorge hatte, dass ich dann dauernd krank sein könnte und sie ihre Arbeitsstelle verlieren würde. In späteren Jahren habe ich festgestellt, dass mir durch den nicht stattgefundenen Kindergartenbesuch durchaus etwas gefehlt hat, aber das nur nebenbei.

Ich wurde also in einer Zeit, in der es absolut unüblich war, Kinder fremdzubetreuen, sehr umfangreich fremdbetreut. Mein Verhältnis zu meinen Eltern hat das nicht negativ beeinflusst und meine Entwicklung auch nicht!
 
Diese Zusammenhänge, die hier teilweise hergestellt werden, sind ziemlich lächerlich.

Richtig... Wenn du nun argumentativ bis zum Weltkrieg zurückgehst. 🙂

Noch nie wurden Kinder hierzulande so in den Fokus gerückt, geliebt und verhätschelt wie jetzt. In den "guten alten Zeiten" in denen es vielleicht noch keine Kita gab und die Kinder nicht "frembetreut"wurden, wurden sie stattdessen arbeiten geschickt, haben den Haushalt geschmissen, wurden nicht "kindgerecht" betreut, sondern waren voll eingebunden in die Pflichten, die zu erfüllen waren. Da hat sich doch kaum jemand ernsthaft mit Bedürfnissen von Kindern auseinandergesetzt! Die Blagen hatten zu spuren und nicht aufzumucken, mehr nicht. Ferie Entfaltung, Förderung? Lachhaft. Gehorsam war angesagt. Auch in den so "familienbezogenen" 50ern hatten es Kinder nicht unbedingt rosig - da war es noch Usus, dass der Lehrer mal ne Backpfeife verteilte und das Papa einem den Hintern versohlt hat auch keinen Aufschrei des Entsetzens verursacht. Erst in den letzten Jahren sind Kinder überhaupt erst mal in den Fokus der Aufmerksamkeit als lebendige und individuelle Wesen gerückt. Vorher waren's halt Kinder. Und glaubt jemand ernsthaft, man hätte sich über ADHS oder Autismus den Kopf zerbrochen? Da hat der Zappelphilipp halt eine hinter die Ohren bekommen und der, der nicht sprach, war halt ein Sonderling. Erst mit zunehmender Diagnostik und dem Interesse an Verhaltensauffälligkeiten wurden diese überhaupt wahrgenommen. Da hat sich früher keiner was drum geschert. Es ist völliger Blödsinn anzunehmen, dass Kinder heute weniger Beachtung finden als vorher - das Gegenteil ist der Fall.
Was möchtest du denn jetzt mitteilen, dass eine Überwindung der damals üblichen erzieherischen körperlichen Gewaltausübung einen solchen Fortschritt darstellt, dass man nun nichts mehr zu verbessern habe?
Sollte das nicht selbstverständlich sein, dass man keine Gewalt (in jeglicher Hinsicht!) in der Erziehung ausübt?

Obwohl das leider nicht ganz überwunden ist, zumal jetzt die perfide psychische Gewalt in Form extremer Leistungsforderung und Zwang durch und mit anderen Mitteln ausgeübt wird.
Also hat sich das, was du kritisierst, lediglich von der körperlichen Anforderung an Kinder (Kinderarbeit) zur geistigen Arbeit geändert.

Ist dir bekannt, dass Kinder gegen ihre Eltern verschworen werden?
Ist dir bekannt, dass Kinder, die vorher nicht logen, plötzlich lügen?
Ist dir bekannt, dass Kinder sich die "Liebe" und Zuwendung zu den Betreuern oft hart erkaufen und erarbeiten müssen... Bis hin zur Persönlichkeitsveränderung?

Dass Kinder psychisch leiden, nachts schwitzen und Aggressionen zeigen, weil sie nicht in den Kindergarten wollen?
Ich meine, hier wird doch ein heiles Bild aufgezeigt, was vielfach mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat.
Betreuer sagen in der Regel... Das ist normal... weiter so!
Und widerspreche doch mal in der Elternversammlung, wenn du sogar mit Häuslichkeiten geoutet wirst...
Dein Kind wird dir anschließend dankbar sein.


Das heißt NICHT, dass Vernachlässigung oder Lieblosigkeit Kindern gegenüber gutzuheißen ist. Aber zu behaupten, eine Alleinerziehende Mutter, die ihr Kind in die Kita gibt, ist automatisch eine Rabenmutter und schert sich einen Dreck um den Sprössling, ist Unsinn.

Nun, das schriebst du schon einmal, obwohl das hier nirgends steht...
Ich hatte dich gebeten, dies mal darzustellen, wo du das liest, denn ansonsten läuft das Argument ins Leere bzw. ist es lediglich Unterstellung.


Den Zögling rund um die Uhr selbst betreuen zu können ist Luxus. Wer den fordert, sollte aufhören, wilde Spekulationen in den Raum zu werfen, sondern aktiv werden, um diese Verhältnisse zu ändern. So dass man es sich leisten kann, keine Kita zu brauchen.

Zöglinge sind übrigens Internatkinder...🙂

Also stimmst du mir ja zu!
Ich sage nämlich, dass nicht das Einkommen darüber entscheiden darf, welche Erziehung ich meinem Kind zuteilwerden lasse.
Gekommen ist das mit der Arbeitspflicht der Agenda 2010.

Und was die Handvoll elitärer Snobs angeht, die ihr Kind abschieben um noch mehr Kohle für den Urlaub in Monaco zu scheffeln (wurde hier ja suggeriert), die können dann mit den verlotterten Mehrfachmüttern mit Dauerabo vor dem TV, während der Nachwuchs alleine am PC hängt und youporn schaut, an die Wand gestellt werden. Nur bloße Anwesenheit reicht nämlich nicht aus, sinnvoller Umgang mit dem Sprössling IST ebenfalls opportun.
Ach weißt du... ich tue mich immer schwer nach unten oder oben zu treten, Reiche haben ihre Kinder auch lieb und zudem ein Interesse daran ihre Kinder zu fördern. Werden sie auch.
Das alleine ist kein Kriterium.
Wenn wir jetzt noch anfangen alle auszugrenzen, wie Janina so eben mal mal pauschal anderen das Recht auf Kinder bekommen absprechen möchte...
Das was du negativ kritisierst, kommt in allen Bevölkerungsschichten vor, da würde ich den eigenen Stein mal nicht so weit weg werfen, sondst musst ihn, wenn es deinen Nachwuchs betrifft, lange suchen, um ihn wiederzufinden...
😀

Kinder brauchen Liebe, Verständnis, Vertrauensverhältnis, Stabilität. Sie brauchen Bezugspersonen, die sie auffangen, aber sie brauchen auch Autonomie, soziale Interaktion mit anderen Kindern, die Möglichkeit, selbstständig zu werden und eigene Bewätigungsstrategien zu entwickeln.

Ja richtig!
Doch dazu sollte die familiäre Erziehung ungeeignet sein...?
Besteht das Leben aus Kita bzw. Kindergarten?
Alle Gesellschaften, die in der Geschichte so handelten, dass sie Individualismus bekämpften, sind gescheitert!
Als Letztes die DDR!


Unter einer Käseglocke mag es gemütlich sein, aber wehe, man landet dann mal in der Realität. Eine Rundumbegluckung schadet meist mehr als sie nützt. Und einem Kind von 3 oder 4 Jahren, dass sich einen Haxen ausfreut, in den Kindergarten zu gehen und da die Bude zu rocken, zu suggerieren "ach du armes Ding, du" ist dem Kind gegenüber eine Frechheit.

Plastisch und romanhaft beschrieben, hat aber nichts mit einer Realität zu tun... 😉
Wer da die Bude rocken will, wird schnell in die "stille Ecke" kommen...🙂

Die Welt ist schnelllebiger geworden, der Leistungsdruck steigt, Menschen können daran zerbrechen. Vor allem Kinder.
Richtig!

Die Lösung kann aber nicht sein, mein Kind zu isolieren und mit dem Finger auf die Nachbarin zu zeigen, die ihren Sohn mit ihrem Job so gerade eben durchbringt.

Auch hier wieder die Frage, nun zum dritten Male: Wer will das? Wer sagt das?

Die liegt ganz woanders. Ein Kind geht nicht daran kaputt, halbtags unter anderen Kindern zu sein.

Ein Kind kann theoretisch ganztags unter Kindern sein, was soll das Argument bedeuten?

Ein Kind geht daran kaputt, dass man es alleine lässt, ihm nicht suggeriert, Vertrauen in seine Fähigkeiten zu haben, es unter Druck setzt, vernachlässigt oder ihm Gewalt jeglicher Art angedeihen lässt.
Du verknüpfst unzulässig Negativdinge, die so weder Alternativen sind, noch Realität.
Die Formel Fremderziehung gut und Eigenerziehung schlecht, ist weder belegbar noch tatsächlich gegeben...
Denn ansonsten müssen wir auch über Gewalt in der Fremderziehung reden.


Vorwürfe gegen Altenburger Kindergarten "Spatzennest" reißen nicht ab - Mitteldeutschland - Polizeiticker - LVZ-Online

Ist ein Kind happy im Kindergarten und wird von einem liebevollen Elternteil abgeholt, um dann zuhause angemessen und liebevoll empfangen zu werden, sehe ich da überhaupt kein Problem. Wenn das nicht der Fall ist, liegt das Problem nicht in der Kita, sondern ganz woanders.
Ich glaube du verstehst die Problematik nicht, denn das ist am Thema weit vorbei.
Du verstehst nicht, dass wir im Moment nur den Anfang von Fremderziehung und Entrechtung der Eltern erleben. Es geht noch weiter...
Das System wird ausgebaut und kluge Leute haben das erkannt.

Zudem ist die deutsche Fremderziehung in Europa ziemliches Schlusslicht was Standards und Qualität angeht.
Und dass Kinder immer „happy“ sind im Kindergarten, würde ich dem Märchen und Sagenbereich zuordnen wollen.
Und darum geht es... was ist mit Kindern, die nicht im Kindergarten bzw. der Kindertagesstätte "happy" sind?
 
So, ich glaube ich muss mich jetzt auch mal outen.

Aufgrund einer schweren Erkrankung meines Vaters wurde meine Mutter zum Alleinverdiener in einer Zeit in der Kinderkrippen wirklich nichts anders als Aufbewahrung waren. Dort wollte meine Mutter mich dann doch nicht hingeben und so kam ich im zarten Alter von ca. 1 Jahr zu einer Pflegemutter bei der ich unter der Woche war. Meine Mutter besaß damals noch kein Auto weil es finanziell einfach nicht drin war und musste auch oft Überstunden machen. Übers Wochenende holten meine Eltern mich zu sich. Bei meiner Pflegemutter blieb ich bis ich ca. 5 Jahre alt war. Dann kam ich nach Hause und wurde tagsüber von einer Nachbarin betreut. In den Kindergarten durfte ich nicht, weil ich als Kind sehr krankheitsanfällig war und meine Mutter Sorge hatte, dass ich dann dauernd krank sein könnte und sie ihre Arbeitsstelle verlieren würde. In späteren Jahren habe ich festgestellt, dass mir durch den nicht stattgefundenen Kindergartenbesuch durchaus etwas gefehlt hat, aber das nur nebenbei.

Ich wurde also in einer Zeit, in der es absolut unüblich war, Kinder fremdzubetreuen, sehr umfangreich fremdbetreut. Mein Verhältnis zu meinen Eltern hat das nicht negativ beeinflusst und meine Entwicklung auch nicht!

Hallo, Sisandra,

einerseits ist Deine feste Pflegemutter Dein Glück gewesen, sie blieb ca. 4 Jahre Deine Pflegemutter. 1 Pflegemutter : 1 Pflegekind. Bei einer Kita ist diese Stabilität nicht gewährleistet, vorsichtig ausgedrückt. Gerade bei Kindern unter 3 Jahren ein Problem.

Inwieweit Deine Entwicklung nicht negativ beeinflusst wurde, was ich nicht annehme, ist eh nicht genau festzustellen, solange Alltagsaufgaben nicht zu Problemen werden, die man hätte lösen könnte, wenn das Vorlernen in der Kindheit stattgefunden hätte.

LG, Nordrheiner
 
Hallo, Sisandra,

Inwieweit Deine Entwicklung nicht negativ beeinflusst wurde, was ich nicht annehme, ist eh nicht genau festzustellen, solange Alltagsaufgaben nicht zu Problemen werden, die man hätte lösen könnte, wenn das Vorlernen in der Kindheit stattgefunden hätte.

LG, Nordrheiner

Diese Art von Argumentation ist wie ein Pferd von hinten aufzäumen.

Man kann NIE wissen, was definitiv und mit Sicherheit besser gewesen wäre - dazu müsste man beide Möglichkeiten in der Realität umgesetzt haben. Man kann immer nur annehmen und vom Ergebnis auf die Ursache schließen.

Sisandra hat keine spürbaren Probleme mitgenommen aus dem Leben mit der Tagesmutter, das ist ihre eigene Wahrnehmung. Sie hat damit vom Ergebnis auf die Ursache rückgeschlossen.

Es wäre anständig, wenn du ihr diese Wahrnehmung nicht absprechen und sie in Zweifel ziehen würdest, nur weil dir diese nicht gefällt.

In Hinsicht Betreuung finde ich die Aufteilung elterliche Betreuung versus Fremdbetreuung viel zu pauschal.
Das wird doch von mehr Faktoren bestimmt...
Wie ist die innere und gesundheitliche Konstellation des Kindes?
Wie intensiv sind die elterliche bzw. die Fremdbetreuung?
Hat das Kind Daheim Peer-Kontakt?
Ist das Kind in die Gruppe im Kindergarten integriert?
Ist die Betreuungsperson dem Kind zugewandt?
Wie viele und welche Anregungsmöglichkeiten bietet die jeweilige Betreuung?
usw...

Das sind alles Faktoren, die sowohl bei Fremdbetreuung als auch bei elterlicher Betreuung darüber entscheiden, ob sie gut verläuft oder nicht.

Wenn die Eltern aus äußeren Zwängen eh keine Wahl haben als das Kind fremdbetreuen zu lassen, dann finde ich die Frage nach gut oder schlecht hanebüchen. Es besteht dann einfach keine Wahl.

Worüber man diskutieren könnte, wäre wie man Eltern diese Wahl ermöglichen könnte ohne dass zu große Nachteile entstehen oder wie man die Kinderbetreuung in Kindergärten und -krippen verbessern kann.
Nicht zu vergessen ist bei der Überlegung, dass auch nicht grundsätzlich jeder Elternteil wirklich zu jeder Zeit seines Lebens geeignet ist für Kindererziehung, auch diese Fälle gibt es, bei denen eine Fremdbetreuung im Kindergarten die familiäre Situation entlastet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Art von Argumentation ist wie ein Pferd von hinten aufzäumen.

Man kann NIE wissen, was definitiv und mit Sicherheit besser gewesen wäre - dazu müsste man beide Möglichkeiten in der Realität umgesetzt haben. Man kann immer nur annehmen und vom Ergebnis auf die Ursache schließen.

Sisandra hat keine spürbaren Probleme mitgenommen aus dem Leben mit der Tagesmutter, das ist ihre eigene Wahrnehmung. Sie hat damit vom Ergebnis auf die Ursache rückgeschlossen.

Es wäre anständig, wenn du ihr diese Wahrnehmung nicht absprechen und sie in Zweifel ziehen würdest, nur weil dir diese nicht gefällt.

In Hinsicht Betreuung finde ich die Aufteilung elterliche Betreuung versus Fremdbetreuung viel zu pauschal.
Das wird doch von mehr Faktoren bestimmt...
Wie ist die innere und gesundheitliche Konstellation des Kindes?
Wie intensiv sind die elterliche bzw. die Fremdbetreuung?
Hat das Kind Daheim Peer-Kontakt?
Ist das Kind in die Gruppe im Kindergarten integriert?
Ist die Betreuungsperson dem Kind zugewandt?
Wie viele und welche Anregungsmöglichkeiten bietet die jeweilige Betreuung?
usw...

Das sind alles Faktoren, die sowohl bei Fremdbetreuung als auch bei elterlicher Betreuung darüber entscheiden, ob sie gut verläuft oder nicht.

Wenn die Eltern aus äußeren Zwängen eh keine Wahl haben als das Kind fremdbetreuen zu lassen, dann finde ich die Frage nach gut oder schlecht hanebüchen. Es besteht dann einfach keine Wahl.

Worüber man diskutieren könnte, wäre wie man Eltern diese Wahl ermöglichen könnte ohne dass zu große Nachteile entstehen oder wie man die Kinderbetreuung in Kindergärten und -krippen verbessern kann.
Nicht zu vergessen ist bei der Überlegung, dass auch nicht grundsätzlich jeder Elternteil wirklich zu jeder Zeit seines Lebens geeignet ist für Kindererziehung, auch diese Fälle gibt es, bei denen eine Frem
dbetreuung im Kindergarten die familiäre Situation entlastet.


Mir missfällt immer dieser Zwangsgedanke , der hier in einigen Kommentaren zum Ausdruck kommt, als ob man gezwungenermassen müsste und gar nicht anders könnte etc.- es geht auch einfach mal um Ansprüche oder berufliche Richtungen, die man gerne wahrnehmen MÖCHTE.

Ich persönlich habe bisher noch kein Kind kennengelernt, welches irgendwie durch eine Fremdbetreuung geschädigt oder zurückgeblieben wäre - auch nicht gefühlsmässig- im Gegenteil, diese Kinder ( auch gerade die aus einem offenen Betreuungskonzept ) sind wesentlich kommunikativer, selbstständiger und offener als die Kinder, die vermutlich nur zuhause etc betreut wurden und nachtmittags mal einzwei Stunden auf dem Spielplatz in Kontakt mit anderen Menschen kommen.

Dies wurde dann auch von weiterführenden Schulen bestätigt, die gerade die Selbstständigkeit bei diesen Kindern positiv bemerkten. Andere Kinder, die noch lange an Mamas Rockzipfeln hingen, waren eher unselbstständig und wenig anpassungsfähig im Gruppengefüge eines Horts oder einer Schule.
Da hakt es dann nämlich so schön.

Gerade auch die Abhängigkeit von nur einer Person wie z.B. einer Tagesmutter finde ich bedenklich, da man hier exakt von einer Person abhängig ist und ausschliesslich eine Bezugsperson vorhanden ist, die mein Kind ( auch negativ ) beeinflussen kann. In einer Kita sind oft viele Erzieher, die geschult und bemüht sind - ich rede auch nicht von jedem Assi- Kindergarten. Man schaut sich diese ja vorher auch an und macht sich ein Bild von der Einrichtung und den Betreuuern....-

Irgendwie bekomme ich hier so das Gefühl, dass die wenigsten User ihre Kinder in geordneten Verhältnissen mit einem guten sozialen Schwerpunkt ( und auch einem finanziellen ) grossziehen. Oder vielleicht gar keine Kinder haben.

Janina
 
Mir missfällt immer dieser Zwangsgedanke , der hier in einigen Kommentaren zum Ausdruck kommt, als ob man gezwungenermassen müsste und gar nicht anders könnte etc.- es geht auch einfach mal um Ansprüche oder berufliche Richtungen, die man gerne wahrnehmen MÖCHTE.

Ich persönlich habe bisher noch kein Kind kennengelernt, welches irgendwie durch eine Fremdbetreuung geschädigt oder zurückgeblieben wäre - auch nicht gefühlsmässig- im Gegenteil, diese Kinder ( auch gerade die aus einem offenen Betreuungskonzept ) sind wesentlich kommunikativer, selbstständiger und offener als die Kinder, die vermutlich nur zuhause etc betreut wurden und nachtmittags mal einzwei Stunden auf dem Spielplatz in Kontakt mit anderen Menschen kommen.

Dies wurde dann auch von weiterführenden Schulen bestätigt, die gerade die Selbstständigkeit bei diesen Kindern positiv bemerkten. Andere Kinder, die noch lange an Mamas Rockzipfeln hingen, waren eher unselbstständig und wenig anpassungsfähig im Gruppengefüge eines Horts oder einer Schule.
Da hakt es dann nämlich so schön.

Gerade auch die Abhängigkeit von nur einer Person wie z.B. einer Tagesmutter finde ich bedenklich, da man hier exakt von einer Person abhängig ist und ausschliesslich eine Bezugsperson vorhanden ist, die mein Kind ( auch negativ ) beeinflussen kann. In einer Kita sind oft viele Erzieher, die geschult und bemüht sind - ich rede auch nicht von jedem Assi- Kindergarten. Man schaut sich diese ja vorher auch an und macht sich ein Bild von der Einrichtung und den Betreuuern....-

Irgendwie bekomme ich hier so das Gefühl, dass die wenigsten User ihre Kinder in geordneten Verhältnissen mit einem guten sozialen Schwerpunkt ( und auch einem finanziellen ) grossziehen. Oder vielleicht gar keine Kinder haben.

Janina

Also ich nehme auch Kinder wahr die nach Mama und Papa schreien und fragen wann die Eltern sie abholen. 🙄
 
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