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Lange Betreung in der Kita

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Ach, was ist schon Naivität? Was Schwachsinn?
Ist nicht vielmehr Schwachsinn, keine andere, als seine eigene Meinung als richtig anzusehen?
Ich denke nicht, dass du kompetent bist, das gültig festzustellen... Zudem wird Naivität häufig und fälschlich mit Dummheit gleichgesetzt, so wie einst Leute dachten die Welt sei eine Scheibe und hinten fällt man runter... 🙂

Hast Du diese Kriterien schon mal an Deine Argumentation angelegt?

Nur zu behaupten, dass Kita-Träger Geldmaschinen sind, Pharmakonzerne die Menschen ausnutzen und andere ausser Dir eh keine "geheime" Statistik lesen können ist doch eine etwas ärmliche Argumentation.
 
@Rhenus
Deine Argumentation zu Ritalin ist so nicht wahr. Früher haben die Psychiater (möchtegern Ärzte), aber auch Hausärzte eben geglaubt, dass es wohl bei bei Kindern enorm hilft und eher die Psyche nicht verändert, bei Diagnose wie ADHS (die Krankheit gibts ja so nicht, eine Erfindung!) haben sogar Hausärzte Ritalin in Mengen verabreicht.

Ritalin wird heute nicht so gutgläubig an Kinder verabreicht, da müssen schon gute Gründe vorliegen. Die neuen Statistiken haben die früheren Kinder verfolgt und haben bewiesen, eben dieser Wirkstoff lässt die Selbstmordrate bei Patienten sehr ansteigen. Mir sind die Geschäfte um die Pharmaindustrie sehr bekannt, ich bezweifle aber, dass in der KiTa den Kindern Ritalin i-wo beigemischt wird. Ich kenne die Verschwörungen um das Thema, bin ja nie abgeneigt solche Themen kritisch zu hinterfragen. Vorstellen kann ich mir nicht, den nicht jedes Kind verträgt diesen Wirkstoff - bei Einlieferung ins Krankenhaus würden die Blutwerte direkt auf Ritalin hinweisen. Es würde i-wann den Ärzten auffallen!

Ich bin eher besorgt um das Antibiotika bei Kindern, den dieses Medikament bereitet natürlich das Immunsystem auf die härteren Medikamente vor.
 
@Rhenus
Deine Argumentation zu Ritalin ist so nicht wahr. Früher haben die Psychiater (möchtegern Ärzte), aber auch Hausärzte eben geglaubt, dass es wohl bei bei Kindern enorm hilft und eher die Psyche nicht verändert, bei Diagnose wie ADHS (die Krankheit gibts ja so nicht, eine Erfindung!) haben sogar Hausärzte Ritalin in Mengen verabreicht.

Ritalin wird heute nicht so gutgläubig an Kinder verabreicht, da müssen schon gute Gründe vorliegen. Die neuen Statistiken haben die früheren Kinder verfolgt und haben bewiesen, eben dieser Wirkstoff lässt die Selbstmordrate bei Patienten sehr ansteigen. Mir sind die Geschäfte um die Pharmaindustrie sehr bekannt, ich bezweifle aber, dass in der KiTa den Kindern Ritalin i-wo beigemischt wird. Ich kenne die Verschwörungen um das Thema, bin ja nie abgeneigt solche Themen kritisch zu hinterfragen. Vorstellen kann ich mir nicht, den nicht jedes Kind verträgt diesen Wirkstoff - bei Einlieferung ins Krankenhaus würden die Blutwerte direkt auf Ritalin hinweisen. Es würde i-wann den Ärzten auffallen!

Ich bin eher besorgt um das Antibiotika bei Kindern, den dieses Medikament bereitet natürlich das Immunsystem auf die härteren Medikamente vor.

Hallo,
Ich habe nicht behauptet, das Ritalin ohne Rezept oder ohne Wissen der Eltern verabreicht wird. Wenn du das damit sagen möchtest...
Ritalin ist nicht nur verschreibungspflichtig sondern es unterliegt der besonderen betäubungsmittelrechtlichen Vorschrift. Damit können auch nur Ärzte verschreiben und das Rezept muss verkürzt eingelöst werden.

In Deutschland werden jährlich mehr als 1.800 Kilogramm Methylphenidat verbraucht, das entspricht bei normaler Dosierung rund 60 Millionen Tagesdosen. Stand 2013

Wenn das nicht viel ist?
 
Hast Du diese Kriterien schon mal an Deine Argumentation angelegt?

Nur zu behaupten, dass Kita-Träger Geldmaschinen sind, Pharmakonzerne die Menschen ausnutzen und andere ausser Dir eh keine "geheime" Statistik lesen können ist doch eine etwas ärmliche Argumentation.

Nun, Kunst des Diskutierens besteht u.a. in erster Linie darin, Aussagen des Mitdiskutanten beweisbar zu widerlegen und sich nicht darauf beschränken, seine Worte sinnentstellt umzudeuten.
Das war du da zitierst über mich, habe ich so nicht formuliert.

Zudem argumentiere ich nicht so, dass ich jemanden "Schwachsinn" also Geistesstörung vorhalte, wenn er nicht meiner Meinung ist.
Man kann mir also gerne widersprechen, besser noch mich widerlegen. Ich bitte sogar darum.
Was du nun versuchst, ist dir deine Meinungsdeutung zu sichern, ohne jeglichen Beweis zu liefern, dann sind wir aber beim Glaube.

Klar!
Pharmakonzerne haben keinen wirtschaftlichen Vorteil (s. Beitrag vorher) und Kitaträger haben das Armutsgelübde abgelegt... und arbeiten der Wirtschaft nicht zu, die ja eigentlich Kostenträger sein müssten... Ginge man vom Verursacherprinzip aus.
Was übrigens in anderen Ländern geschieht.

Nenne es ruhig „ärmlich“ von mir, wobei es doch interessant ist, dass der, der vorgibt Kinder zu schützen, offenbar kein gutes Vorbild ist, wenn er so argumentiert und nur rhetorischen Widerspruch leistet, der mit keinem Argument untermauert ist...
Solltest du wirklich nicht in der Lage sein, hier allen einmal das Gegenteil zu beweisen und die dir gestellten Fragen zu beantworten?

Was ist denn nun mit der Schutzwürdigkeit des Kindes?

Dazu steht auf der Seite des Deutschen Kinderschutzbundes:

Deutscher Kinderschutzbund - Schwerpunktthemen

Unser Verband setzt sich für die Rechte aller Kinder und Jugendlichen auf gewaltfreies Aufwachsen und Beteiligung ein und mischt sich zugunsten der Kinder ein - in der Bundes- und Landesgesetzgebung, bei Planungen und Beschlüssen in unseren Städten und Gemeinden. Wir fordern eine Verbesserung der materiellen Lebensbedingungen der Kinder und Familien, eine kinderfreundliche und gesunde Umwelt und gute Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Dabei konzentrieren wir uns besonders auf drei Themenbereiche:

Wir kämpfen gegen die Kinderarmut in Deutschland und fordern, dass alle Kinder in Deutschland ihre Fähigkeiten entfalten können und sich am sozialen und kulturellen Leben beteiligen können.

Nenne doch mal ein Beispiel!
Und wäre das nicht in erster Linie Eltern zu fördern. Denn arme Eltern sind auch arme Kinder!
Und ist es nicht so, dass genau solche Verbände bewusst in mildtätige Abhängigkeiten führen, die letztlich bloße Machtausübung ist?
Weil man Eltern die arm sind misstraut und ihre Fähigkeiten ihre Kinder zu lieben und gut zu erziehen abspricht?

Dein Beispiel war doch bezeichnend, dass ihr nicht für den flächendenkenden Mindestlohn seid.

Wir setzen uns für die Kinderrechte ein, denn alle Kinder haben Rechte und das nicht nur auf dem Papier. Die UN-Kinderrechtskonvention, die 1992 von Deutschland unterzeichnet wurde, bildet dabei die Grundlage für alle Aktivitäten des Deutschen Kinderschutzbundes.

Steht da drin, dass man zum Zwecke der Fremderziehung und Anpassung an Bedürfnisse der Wirtschaft, die nicht mit Kinderwohl im Einklang steht, als Träger von Heimen, Kitas und Kindergärten auftreten muss?

Wir fordern, dass alle Kinder gesund und ohne jede Form von Gewalt aufwachsen können. Dabei bedarf es insbesondere präventiver Maßnahmen, bevor Familien in Krisen und Probleme geraten.

Wie sieht denn diese Prävention aus?

Ist es nicht vielmehr so, dass Kinder vielfach gegen ihren Willen, diese Einrichtungen besuchen müssen?
Lange Anfahrtswege haben.
Ergibt sich nicht sogar ein Sachzwang, weil Eltern Dank dieser Einrichtungen keine Wahl mehr haben, ihre Kinder zu Hause zu erziehen?

Ist es zynischer Weise nicht sogar so, dass man ihnen grundsätzlich diese Qualifikation abspricht, wenn sie ihre Kinder nicht dem Leistungsdruck dieser Einrichtungen aussetzen wollen?
Wo bleibt da der Kinderschutz, wenn Kinder nicht mehr Kinder sein dürfen und das Lernen und ihre Beurteilung, ihrer diesbezüglichen Leistung, immer früher beginnen?

Man mischt sich also in der Politik mit dem Ziel ein, Träger für Kitas, Kindergärten und Heime zu werden?
Welche ja vom Staat bezahlt werden.

Wo doch vielmehr genau bei diesen Trägern eine Kontrolle zugunsten der Kinder und Eltern erfolgen sollte...
Noch einmal, welcher Schutzbund kontrolliert euch denn?

Das liest sich alles bei mir so, als wenn Aldi sagt, wir setzen uns für gute Lebensmittel und Volksgesundheit ein,
(übrigens auch ein Kriterium der Gemeinnützigkeit! 🙂) dafür müssen wir politischen Einfluss haben, wofür wir wiederum Spenden sammeln, um Macht zu bekommen, die Politik dahingehend zu lenken, dass wir uns anschließend unsere Läden vom Steuerzahler bezahlen lassen...
Alles der Volksgesundheit geschuldet, versteht sich... 🙂
 

Ergibt sich nicht sogar ein Sachzwang, weil Eltern Dank dieser Einrichtungen keine Wahl mehr haben, ihre Kinder zu Hause zu erziehen?

Ist es zynischer Weise nicht sogar so, dass man ihnen grundsätzlich diese Qualifikation abspricht, wenn sie ihre Kinder nicht dem Leistungsdruck dieser Einrichtungen aussetzen wollen?
Wo bleibt da der Kinderschutz, wenn Kinder nicht mehr Kinder sein dürfen und das Lernen und ihre Beurteilung, ihrer diesbezüglichen Leistung, immer früher beginnen?

Meine und meines Bruders Kindheit war eine schöne Kindheit.
Dank der Kraft und der Liebe meiner Eltern, die es uns ermöglicht haben Kind zu sein.
Gut versorgt und wohl behütet, aber dennoch frei und wild und gefährlich.

Die Basis dafür war der Arbeitsplatz meines Vaters und der von meiner Mutter und meinen Großeltern bewirtschaftete Lebensraum, eine knapp geschnittene vier Zimmer Wohnung mit großem Garten, einem kleinen Vorhof und ein paar Schuppen in einer Arbeitersiedlung am Rande des Ruhrgebietes.

Meine Erziehung war kein großes Thema - die erfolgte nebenher.

Das Geld das Vater nach Hause brachte reichte aus um uns alle am Kacken zu halten, regelmäßig kleinere Urlaube und Verwandtenbesuche zu machen, die anfallenden Familienfeste zu feiern und ab und zu mal Sonntags eine Gaststätte zu besuchen. Doch dies funktionierte nur deshalb, weil die Arbeit daheim mit dem Haushalt und den Kindern und dem großen Nutzgarten von meiner Mutter und meinen Großeltern zum Wohle der ganzen Familie bewältigt wurde.
Und obwohl Daheim stets ein Ansprechpartner verfügbar war, bestand doch nicht all zu viel Raum für eine besonders intensive Beschäftigung mit uns Kindern.

Und das war gut so!

Ganze Tage durfte ich verspielen, Sandburgen und Luftschlösser bauen, oft stundenlang allein, oft auch mit den Nachbarskindern - zunächst begrenzt auf Haus und Hof und Garten, dann in Rufweite rund um unser Haus in unmittelbarer Nachbarschaft, später dann in ferneren Gefilden, den verwilderten Grundstücken zwischen Abraumhalden und Werksgeländen, entlang des Kanals und auf zerfallenen Bunkeranlagen und in den etwas weiter weg liegenden Waldstücken.

Erziehung fand großteils in der Gruppenerfahrung statt, im Spiel mit anderen wilden Gesellen unterschiedlichen Alters, beim Bunkerfangen, Räuber - und Gendarm Spielen, Verstecken, Knickern, Seilspringen, Gummitwist, Indianer Spielen, Hinkeln, Straßenhockey, Buden bauen, Banden bilden etc., in der direkten Begegnung mit dem Leben.
Und der Dreh und Angelpunkt für all das war unser Zuhause, die eigene Mutter oder die Mütter anderer Kinder, vertraute Menschen die einfach immer da waren wenn man mit aufgerissenem Knie oder wegen einer erlittenen Ungerechtigkeit oder der Erfahrung von Ablehnung oder was auch immer mit von Tränen getrübtem Blick nach Hause kam um Trost und Zuwendung zu empfangen.
Und während man sich dann auf dem Schoß von Mutter oder Opa langsam beruhigte, wurde Anteil genommen an dem Erlebten und es wurde durch Geschichten von ähnlichen Erlebnissen der Eltern oder von Verwandten ein Bezug zu dem gerade Erlebten hergestellt und darüber gesprochen wie mit diesen Erlebnissen umgegangen worden war und wie man sie eventuell hätte vermeiden können.
Und dann gab es vielleicht noch ein Butterbrot oder ein Stück Kohlrabi auf die Hand und man wurde wieder in die Welt entlassen - auf zu neuen Abenteuern und hinein in die Selbstfindung.

Und das war gut so.

Und so wie ich es erfahren und für gut befunden habe, so habe ich es fortgeführt mit meiner Familie und mein Bruder tat es eben so mit seiner Familie und unsere Kinder führen es genau so weiter, wie es in unserer Familie schon immer gehandhabt wurde - ganz einfach weil es gut tut es so zu tun.

Das ist unsere Familienkultur, die über Jahrhunderte hinweg eine große Anzahl selbstbewusster, gesunder, äußerst lebensfroher, streitbarer, verlässlicher und kreativer Zeitgenossen produziert hat.

Wie andere Menschen ihr Leben gestalten und mit ihrem Nachwuchs umgehen, das ist mitunter bedauerlich, doch letztlich ist es deren Angelegenheit.

Wir jedenfalls würden eher in Armut am Rande dieser Gesellschaft leben, als die Entwicklung unserer Kinder in die Hände fremder Leute zu legen.
 
Kleine Frage, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich das richtig verstehe: also ist auch ein Kindergarten ab 3 Jahren eine verwerfliche und bedenkliche Option? Kinder bis zur Einschulung zuhause?

Vielleicht vormittags kindergarten, nachmittags zuhause?^^
Mama kann halbtags arbeiten und halbtags fuers kind da- oder zumindest erreichbar-sein.
Oder die eltern teilen sich berufstaetigkeit und kindererziehung.
Oder sonst irgendein mittelweg/kompromiss ausser 5 tage die woche 12 std. Fremdbetreuung und in den ferien ferienbetreuung (was sollen das fuer ferien sein?^^)
Wo ein wille ist, ist auch ein weg.
Was da fuer potentiale und kreativitaet kaputt gemacht wird, wenn kinder keine zeit und keine raum mehr fuer sich haben...unbeobachtet...

Genau so wie es der-um-den-baum-tanzt beschreibt hoert sich das fuer mich richtig an.
Wie soll sich ein kind zu einer eigenstaendigen person entwickeln, wenn
prktisch von geburt an jeder pups den es von sich gibt beobachtet und analysiert wird?
Und es ist eben so. In der kita/ganztagsschulbetreuung etc. IST das kiind den ganzen tag unter beobachtung.
Freiheit - gleich null.
Alles reglementiert. WAS getan wird, WIE es getan wird, WANN es getan wird, WIE kind sich zu verhalten hat etc....
Grauenhaft!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Kleine Frage, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich das richtig verstehe: also ist auch ein Kindergarten ab 3 Jahren eine verwerfliche und bedenkliche Option? Kinder bis zur Einschulung zuhause?

Verworfen wurde diese Option in meinem Fall, weil ich mich mit Händen und Füßen dagegen gesträubt hatte. Mein Bruder hingegen war ganz wild darauf und besuchte den Kindergarten am Vormittag. Zu Bedenken ist diese Option in jedem Fall unter Berücksichtigung der familiären und nachbarschaftlichen Situation sowie der individuellen Gemütslage des Kindes.

Bedenklich wird es erst, wenn die Wahlfreiheit keine Option mehr darstellt und die Eltern sich unter dem Druck der finanziellen Situation und der allgemein gültigen gesellschaftlichen Gepflogenheiten genötigt sehen diesen Schritt zu tun - wider dem Bedürfnis des Kindes und der Gefühlslage der Eltern.
 
Kleine Frage, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich das richtig verstehe: also ist auch ein Kindergarten ab 3 Jahren eine verwerfliche und bedenkliche Option? Kinder bis zur Einschulung zuhause?

Also ich hätte wetten können, dass dies darauf reduziert wird... 🙂
Der Zusammenhang ist jedoch viel komplizierter.
Und was heißt verwerflich?
Gesellschaftspolitisch schon, jedoch nicht als Schuld der Eltern.
Und das habe ich deutlich dargestellt.

Heute hat man doch keine Wahl mehr, weil wenn man so handeln würde, wo kämen denn die anderen Kinder zum Spielen her?
Die anderen sind doch im miefigen Zimmer der Kita.

Woher kommen denn die Allergien, Zivilisationskrankheiten, Nichtbewegungsdrang, übermäßiger Bewegungsdrang und eben auch Verhaltensauffälligkeiten her, die man unterdrücken will?
Wobei die letzte genannte Auffälligkeit in Wirklichkeit keine Auffälligkeit ist, sondern eine Reaktion auf Systemmissstände.
Der Mensch ist nun mal kein normiertes Wesen.

Der_um_den_Baum_tanzt, hat es do vorbildlich beschrieben, was eine gesunde Sozialisierung ausmacht.
Wo man wusste, dass bei einer Prügelei diese zu Ende ist, wenn der Kontrahent am Boden lag...

Mit drei Jahren halte ich es zu früh, dass ein Kind fremd erzogen wird, zudem in dieser Form.
Daher ist mir das Tagesmuttersystem lieber, besser natürlich die Eigenerziehung mit Lohnersatzausgleich.
Denn ob das System jetzt billiger ist, wage ich zu bezweifeln, wenn man die volkswirtschaftlichen Folgen von Krankheit und Aggressionen bedenkt.

Doch das alles kann man nicht reduziert mit "ja" oder "nein" beantworten. Denn eine schlechte häusliche Erziehung, mit schlechter Sprachkompetenz, ist eben anders, als wenn es ein für das Kind "gutes" Elternhaus gibt.

Und erwiesen ist auch, dass zu Hause erzogene Kinder selbstbewusster sind, was dann im Sinne von „schlecht integrierbar in neue Gruppen“ missdeutet wird.
Was dann allerdings auch nicht selten Mobbing zur Folge hat, wo die Erzieher bewusst nicht eingreifen, um letztlich zum bedingungslosen Gehorsam zu zwingen.
Wollen wir das wirklich? Und das soll den Bedürfnissen eines Kindes Gerecht werden?

Sie stellen gerne etwas infrage und hinterfragen. Müssen überzeugt werden, was natürlich einen Aufwand bedeutet für die Aufsichtsperson.
Daher erklären sich die vielen missdeuteten Berichte, diese seien "Verhaltensauffälligkeiten".
Was aber faktisch nicht stimmt, weil der Aufwand an geleisteter Erziehungsaufwendung nicht gleichbedeutend mit Krankheit oder zu korrigierender Fehlleistung bedeutet.

Auch sehe ich ein Selbstbewusstsein, sich nicht immer einer Gruppe zu unterwerfen, als hohes Gut der Individualität an.

So ist eben umgekehrt bewiesen, dass sich bei etwa 12 jährigen zeigt, die sehr früh in Fremderziehung kamen, wobei nicht kleine Gruppen und Tagespflege gemeint sind, oder die, die nur relativ kurz am Tage fremd betreut werden, sich eine auffällige Aggression zeigt.

Das ganze Thema kann man nicht mit einfachen Schlagworten wie gut oder schlecht definieren, wie man eben auch nicht sagen kann teure Lebensmittel sind gut und billige schlecht, es kommt auf die Zusammenstellung und das Kochen an.

Was mich stört, dass wir Gesellschaftspolitisch dazu kommen, Fremderziehung und angepasstes Gruppenverhalten mit "gut" zu verbinden und die Wahlfreiheit der Selbsterziehung indirekt (Verlust von Einkommen) zu unterbinden und als negativ im Sinne der Bildung darzustellen.

Ich meine, ein Mensch ist mehr, als Punkt 8:00 aufs Töpfchen gesetzt zu werden und dort Zwang ausüben, bis der Letze seinen Hupfen gelegt hat... damit der Tagesablauf funktioniert.

Wobei ich traurig feststelle, dass Tiere mitunter heute "Artgerechter" gehalten werden, als so manche Menschenkinder.

Daher auch diese "Burnout" die sich häufen, bei sehr jungen Menschen.
So, nun könnte ich noch vorbringen, dass bei Kitakindern erhöhte Cortisol Werte gemessen werden, was diese These stützt, doch ich weiß, wie schwer es ist gegen einen ungesunden Mainstream anzustinken...

Denn manche Eltern kommen sich angegriffen vor, wenn man das gestraffte Programm des Alltagsstresses, durch gesteigerte Wochenendaktionen verstärkt, wobei man es doch gut mit dem Kind meint...
Gut gemeint, ist eben nicht immer gut gemacht.

Wir müssen einfach nur hier im HR in den einzelnen Strängen aufmerksam lesen, dann wird man das, was ich beschrieb, alles wiederfinden.
 
Hallo,
Ich habe nicht behauptet, das Ritalin ohne Rezept oder ohne Wissen der Eltern verabreicht wird. Wenn du das damit sagen möchtest...
Ritalin ist nicht nur verschreibungspflichtig sondern es unterliegt der besonderen betäubungsmittelrechtlichen Vorschrift. Damit können auch nur Ärzte verschreiben und das Rezept muss verkürzt eingelöst werden.
Du brauchst mir nicht erzählen über die Menge und Ritalin, ich kann auch ohne Quellen über das Thema schreiben. 😀 Ich habe mich darauf bezogen, weil ich deinem Text so entnommen habe:

Dir ist wahrscheinlich auch nicht bekannt, dass Bewertungsbögen über Kinder erstellt werden, wovon die Eltern nichts von ahnen.
Dass gezielt Kinder nach häuslichen Umständen gefragt werden und dass die Ritalin Gaben, sehr wohl was damit zu tun haben, weil sehr früh das Kind angehalten wird sich zu behaupten um Zuwendung zu erfahren. Es also zur Auffälligkeit erzogen werden kann.

p.s. Du solltest mit weniger Emotionen an das Thema rangehen. Du redest hier schon teilweise von jugendlichen oder erwachsenen Menschen.

Grüße
 
Wie man hier lesen kann, gibt es zur Frage der "langen Betreuung" und Betreuung in Kitas kein Übereinkommen und das verwundert ja auch nicht. Da gibt es Leute, die schon eigene und auch erwachsene Kinder haben, welche, die kleine Kinder haben oder gar keine ... Einfach ausgelöst von einem Satz, ich finde, Kinder sind zu lange in der Einrichtung ... weitet sich die Diskussion aus in Sphären, die ich fast skurril finde.

Familie und Beruf, das ausüben zu können ist für viele Familien ein Lebensmodell. Und keiner sollte über den anderen sagen, dass dies nicht "normal" sei, wer Hausfrau und Mutter sein möchte, der soll es tun, wer Mutter und Kollegin sein will, aber doch auch.

Zur "langen Betreuungszeit" gab es ja hier keine konkreten Angaben, außer dass es so aussehen würde, als wären Kinder zu lange in der Einrichtung ... Das ist einfach eine pauschale Feststellung. Und daran hängt sich die Diskussion auf.

Ich frage mich, wo ist eigentlich der Unterschied zwischen einem deutschen Kind und einer deutschen Mutter zu jeder anderen Mutter mit Kind einer anderen Nation, wo dieses von uns hier heiß diskutierte Thema "Lange Betreuung ..." in Richtungen geht, die ich nicht mehr nachvollziehen kann. Wo sind die Kinder mit den vorausgesagten Schäden in der Welt ... wobei man auch mal nur in Deutschland bleiben kann, in der DDR gab es Kinderkrippen und Millionen Kinder haben sie besucht, da gab es für die Mütter so gut wie gar keine Teilzeit oder Gleitzeit ... was ist aus denen geworden, alles psychische Wracks, lebensunfähige Erwachsene bindungsunfähige Krüppel ... mit Ängsten geplagte Menschen ... ne, ne, lasst mal die Kirche bitte im Dorf.
Aber irgendwie lässt sich das auch nicht wirklich diskutieren, denn "echte" Muttergefühle und Familienglück scheinen sich in Deutshcland nur durch das alleinige Kümmern in der Familie und ohne fremde Personen zu verwirklichen, nach der Ansicht von manchem hier. In anderen Ländern ist es eine ganz normale Selbstverständlichkeit, dass die Kinder betreut werden, ohne dass dabei die mütterlichen Gefühle angegriffen werden. Was ist bei uns so anders?

Nur mal so ergänzt, in Berlin gehen z. B. die Kinder im Alter von 5 Jahren in die Schule ... Und wenn sie davor im Kindergarten/-krippe waren, und dann in die Schule gehen; sie werden mit Sicherheit nicht alle zu psychischen Wracks oder mal mit Ritalin leben ...
🙄
Wie sich ein Kind entwickelt, das hängt von zig verschiedenen Dingen ab, und ganz gewiss nicht zuallerst davon, ob es in einer Kita oder zu Hause betreut worden ist. Wie will man denn das beweisen, dass Kinder von berufstätigen Müttern keine zufriedenen und glücklichen Erwachsenen werden ... Das wichtigste ist doch, dass sich die Kinder geborgen und sicher fühlen, dass sie einen Tagesablauf in Regelmäßigkeit und Ordnung haben und dass mit ihnen genügend Zeit verbracht wird. Dieser Anspruch kann nicht nur zu Hause erfüllt werden.[/QUOTE

Ich zitiere hier mich mal selber ... weil die Diskussion hat ja inzwischen ein Ausmaß angenommen, dass jeder Bundestagsdebatte das Wasser reichen könnte ...
Ich möchte mal wissen, was unterscheidet unsere Kinder von denen in anderen Ländern, wo die Kinder in Kindereinrichtungen betreut werden ... außer vielleicht, wie Rhenus es bezeichnet, dass die Kinder in miefigen Zimmer der Kitas hier sind ... was hier teilweise beschrieben wird, ist mehr als ausufernd ... Es wäre ganz gut, wenn die Diskussion wieder auf einer "Lebens-Ebene" laufen würde, ohne solche Beiträge vom "Grauen der Kinderbetreuung in Deutschland".

 
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